100-jähriges Schülerbootshaus im Nordhafen Spandau

„Weitere 100 Jahre Zukunft gestalten“

Petrus meint es, zum 100. Geburtstag des Schülerbootshauses Nordhafen, gut mit den Schülern und Gästen. Meist bleibt es trocken, obwohl dunkle Wolken am Himmel immer wieder von Regen künden. Die Schüler der verschiedenen Spandauer Schulen machen sich bereit für den Wettkampf.

Der Wettkampf

Die Boote werden von den Mannschaften aus dem Bootshaus getragen

Die Boote werden von den Mannschaften aus dem Bootshaus getragen

Alle Boote werden heute das Bootshaus verlassen. Etwa zwanzig Ruderboote sind schlussendlich auf dem Wasser. Auch der Achter und die windempfindlichen Vierer und Skiffs werden zu Wasser gelassen. Aus den altehrwürdigen Hallen, des 1911 als ein Teil der Königlichen Landesturnanstalt errichteten Bootshauses, wird Boot für Boot getragen. Nach einer Umrundung der Insel Eiswerder, treffen sich alle Schüler wieder am Steg um sich in der ersten Disziplin des Wettkampfes zu messen – der Pendelstaffel. Danach geht es an das Ruderergometer und zum Schluss müssen die oben treibenden Kanister mit dem Skiff, einem selbst gelenkten Einer, im Slalom umrudert werden.

 

Die Reden

Bevor die Schüler jedoch in ihren Wettkampf starten durften, mussten sie einige Reden über sich ergehen lassen. Die Spandauer Bezirksbürgermeisterkandidaten, Helmut Kleebank und Carsten Röding, hatten sich kurz vor der Wahl auch diesen Termin nicht entgehen lassen und Bildungsstadtrat Gerhard Hanke hielt eine kurze Rede. „Das Gelände wurde schon oft totgesagt, doch nun feiern wir den 100. Geburtstag“, freute er sich. Der Standort solle verfestigt, und hier Zukunft gestaltet werden. Viele zukünftige Profisportler kämen ursprünglich aus dem Schulsport. „Das Bootshaus ist ein wichtiger Ursprung für Talentförderung“, erklärte Hanke, immer wieder unterbrochen durch die alle zwei Minuten vorüberfliegenden Flugzeuge. Er wünschte dem Ruderobmann Holger Niepmann weitere 100 Jahre um hier Zukunft zu gestalten. Dieser bedankte sich und wies auf die Abhängigkeit des Schulruderns von den Bezirken hin. Er freue sich, dass „Unterstützung für die nächsten 100 Jahre zugesichert“ worden seien. Außerdem wünschte er dem Standort auch die nächsten 100 Jahre, „immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“.

Bildungsstadtrat Gerhad Hanke wünschte dem Bootshaus weitere 100 Jahre

Bildungsstadtrat Gerhad Hanke wünschte dem Bootshaus weitere 100 Jahre

Weitere Redner waren Werner Fromm, von der Ruder-Union Arkona Berlin -1879- e. V. und der Vorsitzende des Landesruderverbandes. Allen gemein, war das Lob über die Zusammenarbeit mit Bildungsstadtrat Gerhard Hanke, der sich in den sechs Jahren seiner Amtszeit sehr um das Bootshaus bemüht habe. „Sie haben mich nie enttäuscht“, hob Fromm hervor. Außerdem hoffe man, das die gute Zusammenarbeit unter der neuen Bezirksregierung eben so erfolgreich seien werde.

 

Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Schülerband der Martin Buber Oberschule. Die Schüler der 9. Klasse spielen seit zwei Jahren zusammen und haben sich mittlerweile, in Kooperation mit der Musikschule Spandau, ein Repertoire von 50 Stücken erarbeitet. Besonders überzeugte der junge Sänger und Gitarrist, der Stücke von Johnny Cash mit, trotz seines jugendlichen Alters, überzeugender Bassstimme zum Besten gab.

Hier finden Sie die Schulen, die im Bootshaus am Nordhafen rudern.

 

 

Und hier die Ergebnisse des Wettbewerbes:

 

1. Heinrich-Böll-Oberschule

2. Lily-Braun-Oberschule 1. Mannschaft

3. Oberstufenzentrum

4. Martin-Buber-Oberschule

5. Kant-Gymnasium 1. Mannschaft

6. Kant-Gymnasium 2. Mannschaft

7. Lily-Braun-Oberschule 2. Mannschaft

8. Lily-Braun-Oberschule 3. Mannschaft

Kirsten Stamer

 


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