5 Jahre „Stark ohne Gewalt“

Viel Lob und Anerkennung für das Präventionsprojekt aus Spandau bei seiner großen Jubiläumsveranstaltung

Es gibt zwei Wege um gesellschaftlichen Problemen entgegenzutreten: Man kann sie erkennen und fordern, dass jemand etwas dagegen unternimmt oder aber selbst versuchen dem entgegenzutreten. Diesem Gedanken folgend rief Raed Saleh, SPD-Abgeordneter von Spandau, zusammen mit anderen vor mittlerweile fünf Jahren das Präventionsprojekt „Stark ohne Gewalt“ ins Leben.

Ein prall gefüllter Saal bei der Jubiläumsveranstaltung von "Stark ohne Gewalt".

Ein prall gefüllter Saal bei der Jubiläumsveranstaltung von "Stark ohne Gewalt". Foto: Patrick Rein

Selbstbewusstsein stärken

Ziel des Projekts ist es, Jugendlichen Perspektiven für ein gewaltfreies Leben aufzuzeigen, Konflikte mit Worten statt mit den Fäusten zu lösen und Mut zu machen. Dabei werden besonders Heranwachsende in den sozialen Brennpunkten des Bezirks angesprochen. Es werden Antigewalttrainings, Beratungsgespräche zur beruflichen Orientierung als auch Gruppenangebote in den Bereichen Kunst, Sport und Musik angeboten. Und: Die Angebote sowie das Projekt selbst kommt an bei den Jugendlichen!

Show und Laudationen

Auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) sprach seine Anerkennung aus.

Auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) sprach seine Anerkennung aus. Foto: Patrick Rein

Bei der großen Jubiläumsfeier am Freitagabend in der Joshua Gemeinde (Bismarckstraße 20) fanden sich neben zahlreichen Besuchern auch Politiker aus Spandau, unter anderem Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) und der Stadtrat für Jugend, Bildung, Kultur und Sport Gerhard Hanke (CDU), sowie Vertreter der Kooperationspartner des Projekts von Polizei und BVG ein. Denn in einem weiteren Teil von „Stark ohne Gewalt“ sind Jugendliche zusammen mit der Polizei auf Veranstaltungen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln als sogenannte Kiezstreife unterwegs. Neben musikalischen Darbietungen standen besonders die anerkennenden Worte der Projektbeteiligten im Vordergrund und hoben hervor, dass mit „Stark ohne Gewalt“ etwas Großes in Spandau herangewachsen ist.

Die Jugendlichen indentifizieren sich mit dem Projekt und seinen Idealen.

Die Jugendlichen indentifizieren sich mit dem Projekt und seinen Idealen. Foto: Patrick Rein

Vorbildcharakter über die Bezirksgrenzen hinaus

Stellvertretend für den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), der kurzfristig seine Teilnahme absagen musste, richtete auch die Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat (SPD), einige kurze Worte an die Zuhörerschaft. Sie selbst ist von Beginn an eine starke Befürworterin des Projekts gewesen. Mittlerweile hat sich „Stark ohne Gewalt“ nicht nur in Berlin zum Vorbild zahlreicher Präventionsprojekte entwickelt und auch bundes- wenn nicht europaweit wird die Entwicklung verfolgt. Zudem ist es seit 2009 als Teilprogramm „Soziale Stadt“ im Rahmen der „Zukunftsinitiative Stadtteil“ durch die Europäische Union, der Bundesrepublik Deutschland sowie des Landes Berlin gefördert.

Ehrenamtlich aktiv werden

Nicht nur Reden, auch Musik und Unterhaltung wurden geboten.

Nicht nur Reden, auch Musik und Unterhaltung wurden geboten. Foto: Patrick Rein

Es zeigt sich, dass Problemen erfolgreich entgegengetreten werden kann und auch wenn Wege meist steinig sind,  es lohnenswert ist sie zu gehen. Die Jugendlichen, denen man am gestrigen begegnen konnte, zeigten zumindest, dass „Stark ohne Gewalt“ ihr Leben positiv beeinflusst hat. Wer jetzt selbst als Ehrenamtlicher aktiv werden möchte, findet beim Projekt immer ein offenes Ohr. So werden beispielsweise Freiwillige gesucht, die Lust und Zeit haben Kindern aus einkommensschwachen Familien Nachhilfe zu geben. Informationen hierzu sowie entsprechende Kontaktmöglichkeiten finden sich im Internet unter www.stark-ohne-gewalt.com oder telefonisch 030/ 36741632.

Patrick Rein

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