5. Quartiersrätekongress im Abgeordnetenhaus von Berlin

Der Bürgermeister von Berlin dankt den Quartiersräten

Baustadtrat Carsten Röding und der Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg (Foto: Ralf Salecker)

Baustadtrat Carsten Röding und der Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg (Foto: Ralf Salecker)

Das Abgeordnetenhaus von Berlin beherbergte diesmal ganz besondere Gäste. Quartiersräte aus allen Berliner Quartiersmanagementgebieten kamen zu einem Kongress zusammen, um sich auszutauschen. Michael Müller, der Bürgermeister von Berlin und Senator für Stadtentwicklung und Umwelt dankte den Quartiersräten für das erbrachte ehrenamtliche Engagement. Auch die Spandauer Quartiersgebiete, das Falkenhagener Feld West und Ost, Heerstraße Nord und die Spandauer Neustadt waren vertreten.

Gewinner des „RegioStars Award 2013“

Stadtentwicklungssenator Michael Müller hob in diesem Zusammenhang einen ganz besonderen Preis hervor, den das Berliner Quartiersmanagement von der Europäischen Union verliehen wurde. Seit 2008 werden besonders innovative und intelligente Projekte, die aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bezuschusst werden, mit dem RegioStars Award ausgezeichnet. Für 2013 reichten 23 Mitgliedsstaaten 149 Projekte ein. In 5 Kategorien gab es Auszeichnungen: Intelligentes Wachstum, Nachhaltiges Wachstum, Integratives Wachstum, in der Kategorie Information/Kommunikation sowie in der Kategorie CityStar. In der CityStar-Kategorie triumphierte das Berliner Quartiersmanagement.

„Diese Auszeichnung ist die Bestätigung dafür, dass wir mit der Organisation von sozialen Zusammenhalt und solidarischem Miteinander in benachteiligten Stadtteilen im europäischen Vergleich einen Spitzenplatz belegen. Und dieser Spitzenplatz gründet im herausragenden Engagement der Menschen, die in den QM-Gebieten leben, arbeiten und sich trotz schwieriger Bedingungen für ein funktionierendes Gemeinwesen einsetzen.“

Quartiersräte beklagen die Wohnungssituation in Berlin

Während einer Diskussionsrunde kamen zwei besondere Probleme in der Stadt zur Sprache. Einerseits wird Wohnraum für viele immer unerschwinglicher, eine Verdrängung in die Randlagen der Stadt ist die Folge. Bezahlbarer Wohnraum muss also geschaffen und erhalten werden. Andererseits müssen „Berlinern mit Migrationshintergrund“ anscheinend immer noch mit dem Vorwurf leben, sich nicht genügend zu engagieren oder zu gar sich nicht in die Gesellschaft einzupassen. Interessanterweise beteiligen sich gerade „Migranten“ stärker in den Quartiersräten als es prozentual Deutsche tun. Dazu kommt, dass es sich bei DEN „Migranten“ oft um in Deutschland geborene und sozialisierte Mitbewohner handelt, die sich selbst als Deutsche, Berliner und Spandauer fühlen. Sie sehen sich nicht als Migranten, sondern wollen gleichberechtigte Mitbürger sein.

Carsten Röding hebt die gute Zusammenarbeit hervor

Der Baustadtrat Carsten Röding hob die gute Zusammenarbeit der Menschen in den QWM-Gebieten mit dem Bezirksamt hervor. Vor allem, weil diese nicht durch politische Konfrontationen geprägt ist, sondern konstruktiver Zusammenarbeit, mit dem Ziel, das die Bewohner in ihren Kiezen wieder einen Grund haben, sich dort wohlzufühlen.

Besonders wichtig ist es, wieder soziale Anlaufstellen in den Kiezen zu schaffen, an denen Menschen zusammen kommen können, wenn sie Probleme haben. Derzeit sieht eher so aus, dass es zu wenig davon gibt. Gerade diese bieten einen wichtigen Ankerpunkt für die Menschen in den Kiezen. Um trotz der beschränkten finanziellen Mittel solche wieder zu schaffen, bedarf es der gemeinsamen Anstrengungen über verschiedene Ressorts hinweg.

 

Ralf Salecker


Zu finden unter: FeaturedRathaus Spandau

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