52. Vorlesewettbewerb in der Stadtbibliothek Spandau

Laetitia Ehler kommt weiter und vertritt „unsere Stadt“

Der Raum in der Stadtbibliothek Spandau ist gut besucht. Mucksmäuschenstill beobachten die Eltern und Geschwister die jeweiligen Vorleser. Lucienne Fadenie von der Grundschule Siegerland kennt sich aus in ihrem Buch, „Der 7. Sonntag im August“. Die Hände im Schoß gefaltet, ließt sie souverän vor wie die Protagonistin des Buches ihr Wunscharmband in dem Körbchen ihres Hundes wiederfindet. Zwölf Mädchen und Jungen aus der sechsten Klasse haben sich heute, am Donnerstag,

Die Jury lauscht konzentriert jedem Vorleser

Die Jury lauscht konzentriert jedem Vorleser

dem 7. April, zum Bezirksentscheid des 52. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels eingefunden. Mit „Emil und die Detektive“, „Die Drei ???“ und „Momo“ wurden bekanntere Stücke vorgetragen, aber auch Bücher wie „Die Schrecklichsten Mütter der Welt“ oder „Dirk und Ich“ begeisterten die Zuhörer. In letzterem, vorgetragen von Ole Siebert, ging es um ein Geburtstagsspiel im Dunkeln, bei dem nach und nach, in Kettenreaktionen, alle Kinder aus ihren Verstecken oder von Schränken fielen. Der lebhafte Vortrag entlockte den Zuhörern das ein oder andere Schmunzeln. Paula Brämick verursachte Belustigung, als die Hauptperson ihres Buches „Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet“ den Toten eben im Gurkenbeet fand, sich über und über mit Lehm beschmierte und darauf hin ausgelassen fluchte, was von Paula mit viel Enthusiasmus vermittelt wurde.

Nach der ersten Vorleserunde, bei der jedes der zwölf Kinder drei Minuten Zeit hatte um eine Stelle aus seinem Lieblingsbuch zu präsentieren, zog sich die Jury, bestehend aus Buchhändlern, Lehrern und Vertretern der Jugendbibliothek, zurück um fünf Vorleser auszuwählen die nun mit einem Fremdtext auf Herz und Nieren geprüft werden sollten. Außerdem in der Jury: Vera Knauer, die Bezirkssiegerin des letzten Jahres. Weiter als bis zum Landesentscheid in Berlin hatte sie es im letzten Jahr jedoch auch nicht geschafft.

Bildungsstadtrat Gerhard Hanke überreicht die Urkunde an Laetitia Ehler

Bildungsstadtrat Gerhard Hanke überreicht die Urkunde an Laetitia Ehler

Ihrer Meinung nach, weil sie zu viel auf dem Stuhl herumgewackelt habe. „Der Stuhl gefiel mir nicht. Also habe ich immer rumgezappelt und alle haben mir Zeichen gegeben, ich solle doch stillhalten.“ Das regt dann natürlich noch mehr auf. Trotzdem durfte sie dieses Jahr zusammen mit den Großen entscheiden, wer diesmal nach Berlin geschickt wird. Zum Vorlesen des Fremdtextes wurden dann noch Ole Siebert, Enrik Vandieken, Laetitia Ehler, Kira Grammel und Eylül Kaplan ausgewählt. Das Buch „Das Geheimnis von Summerstone“ war mit vielen englischen Begriffen und Namen eine weitere Herausforderung an die Kinder. Der vorzulesende Teil handelte von einem Mädchen, welches solche Angst vor Insekten und Spinnen hat, dass es nicht ohne Schleier aus dem Haus geht, nur unter Moskitonetzen schläft und nicht zu anderen Kindern zu Besuch geht, wenn das Haus nicht vorher von einem Kammerjäger ausgeräuchert wurde. Nach einer weiteren Besprechung der Jury konnte Bildungsstadtrat Gerhard Hanke dem Sieger die Urkunde überreichen. Laetitia Ehler von der Hans-Carossa Oberschule konnte die Zuhörer überzeugen. Man habe es sich nicht leicht gemacht, erzählte der Bildungsstadtrat, er sei froh, nicht die Entscheidung treffen zu müssen. Seiner Meinung nach sei „wer hier angekommen ist, ohnehin schon ein Sieger“. Man habe entschieden, dass Laetitia „unsere Stadt Spandau im fernen Berlin“ vertreten solle.

Nun steht für sie das Treffen mit den Bezirkssiegern in Berlin an und vielleicht wird Laetitia es ja sogar bis zum Bundesentscheid in Frankfurt am Main im Juni schaffen. Wir drücken die Daumen!

Kirsten Stamer


Zu finden unter: FreizeitFreizeit & Sport

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