Beim Curry-Pilz geht’s weiter

Nach 30 Jahren hat sich Hermann Laggner in den Ruhestand begeben doch vorher noch mit Thore Rothenburg einen adäquaten Nachfolger für den Curry-Pilz gefunden.

Berlin hat wenig traditionelle Gerichte im Vergleich zu anderen Regionen. Ein Wahrzeichen war daher immer die Currywurst – auch wenn mittlerweile das Ruhrgebiet sich dessen Erfindung anmaßt. Im Laufe der Jahre sind jedoch immer mehr Buden aus dem Stadtbild verschwunden, überregionale Aufmerksamkeit gewannen hingegen „Konnopke“ im Prenzlauer Berg oder auch „Curry 36“ in Kreuzberg. Doch auch Hermann’s Curry Pilz an der Heerstraße Ecke Pichelsdorfer hat Kultstatus erlangt und ist nicht nur bei den Spandauerinnen und Spandauern beliebt.

Aus "Hermann's Curry Pilz" wurde der "Curry Pilz" - sonst bleibt alles wie es war.

Aus „Hermann’s Curry Pilz“ wurde der „Curry Pilz“ – sonst bleibt alles wie es war.

Traditionen fortführen

Fast zwei Jahre musste Hermann nach einem Nachfolger suchen bis er schließlich mit dem 36-jährigen Thore Rothenburg fündig wurde. Schließlich sollte auch weiterhin Currywurst im Angebot stehen und nicht ein zusätzlicher Dönerladen oder Asia-Imbiss dort seinen Platz finden. Zwei Monate lang ging Thore beim „Meister“ in die Lehre und absolvierte ein Praktikum, eignete sich das Wissen über die selbstangerührten Saucen an, lernte Lieferanten und Stammkundschaft kennen. Seit Anfang des Jahres führt er den Laden, doch auch der Altmeister schaut ab und zu nach dem Rechten.

Der neue Chef Thore hat ein Praktikum bei Hermann absolviert und alle Rezepturen erlernt.

Der neue Chef Thore hat ein Praktikum bei Hermann absolviert und alle Rezepturen erlernt.

Alles auf eine Karte

Der neue Betreiber kündigte für den Traum eines eigenen Ladens sogar seinen Job als Personalleiter eines Pharmakonzerns. Viel Risiko welches von der Stammkundschaft honoriert wird. Thore und seine Lebensgefährtin haben ihre Wurzeln in Spandau auch wenn es sie mittlerweile nach Köpenick verschlagen hat. Über seinen neuen Arbeitsplatz sagt Thore selbst: „Hier ging es nie nur um die Wurst, nebenher muss auch immer Zeit für einen Spruch und ein kurzes Schwätzchen sein. Das schätzt die Kundschaft und macht den familiären Flair des Curry-Pilz aus.“

Der Klassiker: Curry mit Pommes.

Der Klassiker: Curry mit Pommes. Fotos (3): Patrick Rein

Riesencurrywurst, Suppen, Burger

Im Gegensatz zu Hermann betreibt Thore den Laden nicht mehr allein und hat sich mit Jaqueline und Christine zwei Damen mit an den Grill geholt. Doch sonst bleibt alles wie es war: die Würste werden auch weiterhin frisch von der Tempelhofer Fleischerei Otmar Ullrich bezogen und ein hoher Maßstab an Qualität gesetzt. Suppen und Burger stehen ebenso im Angebot. Mit 180 Gramm neu im Programm ist hingegen die Riesencurrywurst. Pünktlich zu Ostern soll morgen dann auch der kleine Sommergarten wieder in Betrieb gehen um auch sitzend und mit bestem Ausblick auf den Grimnitzsee Berlins als auch Spandaus Klassiker genießen zu können.

Patrick Rein


Zu finden unter: FeaturedNewsShopping & Gastro

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