Bezirk wird inklusiv

Das Bezirksamt Spandau vertieft die Zusammenarbeit mit der Behindertenhilfe des Evangelischen Johannesstifts im Bereich der Inklusion

Beim Bürgerbüro im Parnemannweg steht weiterhin kein Eröffnungstermin fest. Zwar konnten die Unstimmigkeiten im Zuge der Umnutzung – für welche kein Bauantrag vorliegen musste – ausgeräumt werden, dennoch wird es vorerst keine Barrierefreiheit geben. Um zukünftig solche Probleme zu vermeiden und besonders die Mitarbeiter des Bezirksamtes auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu schulen, stellte nun die Behindertenhilfe des Evangelischen Johannesstift zusammen mit Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) das erarbeitete Konzept „Spandau inklusiv“ vor.

Bezirksbeauftragter für Senioren und Menschen mit Behinderung Klaus Laufmann, Geschäftsführerin Sylke Hölscher, Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Frau Ebeling sowie Herr Markowski von der Behindertenhilfe.

Bezirksbeauftragter für Senioren und Menschen mit Behinderung Klaus Laufmann, Geschäftsführerin Sylke Hölscher, Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Frau Ebeling sowie Herr Markowski von der Behindertenhilfe. Foto: Patrick Rein

Neue Form der Zusammenarbeit

Damit setzt Spandau als erster Bezirk Maßnahmen nach der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung um. So zeigte sich auch Sylke Hölscher, Geschäftsführerin der Behindertenhilfe, überaus erfreut über die neue Form der Zusammenarbeit und bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen bei der Umsetzung. Am 15. April wird das Konzept den Mitarbeitern des Bezirksamtes vorgestellt, einen Tag später dann allen Interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Dies bildet zugleich die Auftaktveranstaltung auf welche Grund- und Intensivkurse folgen werden. Am 6. April 2014 findet dann eine Inklusive Abschlussveranstaltung statt.

Wahrnehmung schulen

Bereits seit einem Jahr beschäftigt sich das Team der Behindertenhilfe mit ersten Bedarfs- und Ressourcenanalysen. Auch während der Projektphase werden regelmäßig Evaluationen erhoben. Helmut Kleebank sieht durch die Maßnahmen die Möglichkeit das „Bewusstsein der Mitarbeiter dahingehend zu schulen bei Projekten von Anfang an, an Inklusion zu denken, um Kosten durch spätere Nachbesserungen zu vermeiden.“ In die Abläufe sind Behinderte stets mit einbezogen und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Beispielsweise sollen schnellstmöglich das bezirkliche Internetangebot als auch Dokumente und Anträge barrierefrei zugänglich gemacht werden. Generell könnten schon mit kleinen Änderungen große Effekte erzielt werden.

Bereits der Inklusionskongress im Evangelischen Johannesstift war ein großer Erfolg und der Bezirk scheint mit dem Aktionsplan auf dem richtigen Weg langfristig zu einem inklusiven Spandau zu werden. Die Mitarbeiter des Bauamtes wurden schon im Vorfeld im Bereich Inklusion weitergebildet.


Zu finden unter: BezirksamtFeaturedNews

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