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Carsharing in Spandau

Preiswert und umweltschonend zugleich Auto fahren

Mit Carsharing entspannter unterwegs ... (Foto: Ralf Salecker) [1]

Mit Carsharing entspannter unterwegs … (Foto: Ralf Salecker)

Warum nutzen Sie ein privates Auto? Weil Sie mobil sein wollen! Warum würden Sie sich nie einen privaten PKW zulegen? Weil es zu teuer ist in der Anschaffung und im Unterhalt. Gegensätzlicher können die Standpunkte in diesem Vergleich kaum sein. Das eigene Auto ist, schaut man sich die Statistiken an, für jüngere Leute immer weniger attraktiv. Andere Dinge stehen im Vordergrund, die von Bedeutung scheinen. Ein anderer Grund, ein eigenes Auto abzulehnen, ist seine schlechte Umweltbilanz.

Ein Blick auf die reale Nutzung eines PKWs macht eines sofort klar. Das Fahrzeug steht den größten Teil des Tages ungenutzt herum. Nach Angaben des Bundesverbandes CarSharing [2] sind dies im Mittel 23 Stunden. Da wäre es doch praktischer, ein fast jederzeit verfügbares Fahrzeug nutzen zu können. In Spandau gibt es gleich drei Anbieter in diesem Marktbereich. Deutschlandweit sind es rund 140.

Autos teilen

Der Gedanke, ein Auto quasi zu „teilen“ liegt auf der Hand.  Nun müsste es nur noch leicht – wohnungsnah – erreichbar sein. Zwei unterschiedliche Konzepte teilen sich den Markt: Feste Stationen, an denen die Fahrzeuge abgeholt und abgestellt werden können auf der einen Seite und die fast völlig Freiheit auf der anderen Seite (innerhalb gewisser Gebietsgrenzen). Alles ist nur eine Frage, der flächendeckenden Verteilung.

Der Aufwand, ein CarSharing-Fahrzeug zu nutzen ist recht gering, anders als bei Mietwagen. Man meldet sich an und kann spontan oder länger im Voraus geplant, „sein“ Fahrzeug nutzen. Manch ein Anbieter verlangt eine monatliche Grundgebühr, andere nicht. Meist gleicht es sich über die zu entrichtende Gebühr, die im Minutentakt abgerechnet wird, wieder aus. PC und Smartphone sind die Buchungsmittel der Wahl. Man zahlt ausschließlich für die genutzte Zeit oder die gefahrenen Kilometer. Alle Kosten sind in den Minuten-/Kilometertarifen schon enthalten. Eine elektronische Fahrdatenerfassung gestaltet die Berechnung sehr komfortabel.

Warum Carsharing gut für die Umwelt ist

Nutzer von Carsharing [3]verzichten mittel- und längerfristig teilweise oder vollständig auf das eigene Auto. Das ergab eine Diplomarbeit an der TU Dresden. Fahrten werden nur dann unternommen, wenn sie notwendig sind. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder des Fahrrades nimmt zu. Verbünde mit Verkehrsbetrieben machen diese Mischnutzung zum Teil ihres Angebots. Beide Seiten profitieren davon. Mit nur einer Karte, können so – leider bisher nur in Hannover – PKWs, der öffentliche Nah- und Fernverkehr und das Fahrrad genutzt werden.

Jeder aktive CarSharing-Nutzer entlastet durch sein Verkehrsverhalten die Umwelt um etwa 290 kg Kohlendioxid. Für ganz Deutschland hochgerechnet sind so fast 64.000 Tonnen Kohlendioxid nicht freigesetzt worden.

 

Ralf Salecker

 

CarSharing-Angebote in Spandau

  • CiteeCar (stationsbasiert): www.citeecar.com
  • Flinkster/DB Rent (stationsbasiert): www.flinkster.de
  • Car2go: www.car2go.com/de/berlin