Das Europäische Jahr 2012

Auf dem Weg zu besseren Bedingungen für das aktive Altern in Deutschland

Ziel des Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012 war es, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren. Hierzu wurden Maßnahmen gefördert, die mehr und bessere Möglichkeiten für ältere Menschen schaffen, aktiv und selbständig zu bleiben. Ziel des Europäischen Jahres war es außerdem, zu aufrichtiger wechselseitiger Solidarität zwischen den Generationen beizutragen.

Sommerfest im Seniorenclub am Südpark.

Sommerfest im Seniorenclub am Südpark. Foto: Patrick Rein

Kein Problem sondern Teil der Lösung

László Andor – EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration – gab am 10. Dezember auf der EU-Abschlusskonferenz in Nikosia, Zypern, seine Einschätzung des Europäischen Jahres 2012 ab: „Das Jahr hat unsere Auffassung von älteren Menschen und deren Beitrag zur Wirtschaft und zur Gesellschaft erfolgreich verändert. Früher war die wachsende Zahl älterer Menschen ein Problem für uns. Mittlerweile begreifen wir sie als einen Teil der Lösung. Das Europäische Jahr hat die Art geändert, auf die die Menschen über das Altern reden, und in vielen Ländern das Konzept des aktiven Alterns popularisiert. Es hat ein breites Spektrum an Interessengruppen und Einzelpersonen, Alt und Jung, darauf eingeschworen, Maßnahmen zu ergreifen.“

Abschlusskonferenz in Berlin

In Deutschland führte das Europäische Jahr 2012 zu einer starken Mobilisierung der Behörden, Städte und Regionen, Seniorenorganisationen und anderer zivilgesellschaftlicher Organisationen. Hunderte Initiativen wurden eingeleitet und Veranstaltungen organisiert. Dazu zählten die Eröffnungskonferenz, Veranstaltungen im Rahmen des generations@school-Projekts, welches ältere Menschen in die Klassenräume brachten, damit sie zusammen mit den Schülern erkunden, wie sie eine bessere Gesellschaft für Alt und Jung schaffen können, der Seniorforce Day, in dessen Rahmen neue Wege für die Beteiligung älterer Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, gesucht wurden und schließlich die Abschlusskonferenz in Berlin.

Im besten Alter

Deutschland nutzte die durch das Europäische Jahr 2012 geschaffene politische Dynamik, um eine Sensibilisierungskampagne durchzuführen. Die deutsche Antidiskriminierungsstelle erklärte 2012 so zum Jahr gegen Altersdiskriminierung. Unter dem Motto „Im besten Alter. Immer“ will die Stelle Bürgerinnen und Bürger dazu ermutigen, Zuschreibungen wie „zu jung“ oder „zu alt“ in Frage zu stellen, da sich dahinter oft Vorurteile verbergen, wie etwa, dass junge Menschen wenig Erfahrung hätten oder ältere nicht mehr flexibel seien.

Index für aktives Altern

Nun gilt es, auf den Erfolgen aufzubauen und die Bemühungen zur Förderung des aktiven Alterns fortzusetzen. Zu diesem Zweck erarbeiteten die EU-Mitgliedstaaten zusammen mit der Kommission die „Leitprinzipien für das aktive Altern und die Solidarität zwischen den Generationen“ aus, die am 6. Dezember von den EU-Sozialministern gebilligt wurden. Diese Prinzipien sollen als Checkliste für die nationalen Behörden und andere Interessengruppen dienen, um zu überprüfen, was unternommen werden muss, um das aktive Altern zu fördern. Ein weiteres Vermächtnis des Europäischen Jahres 2012 ist der Index für aktives Altern (IAA). Der Index soll politischen Entscheidungsträgern dabei helfen, Herausforderungen und brachliegendes Potential zu erkennen und den Fortschritt im Bereich des aktiven Alterns zu verfolgen.

Patrick Rein


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