Die Nachspielzeit rettet Spandau gegen dezimierte Gäste


7. Spieltag, Bezirksliga Staffel 3

Nach der Pause am letzten Wochenende rollte der Ball im Stadion an der Neuendorfer Straße nun wieder. Gegen den Mariendorfer SV sprang zwar ein 2:1-Erfolg heraus, mit Ruhm bekleckerte sich der noch ungeschlagene SSV dabei allerdings nicht.

Das Personal

Die Formation aus der Partie gegen den SV Blau Weiss Berlin blieb größtenteils bestehen. Lediglich Yildiz ersetzte Schmidt im Sturm, seinen Platz nahm dafür Altin ein.

Gäste im Wechselbad der Gefühle

Die im bisherigen Saisonverlauf gut auftretenden Mariendorfer stellten ihre Stärken auch gegen den Spandauer SV unter Beweis. Nicht unverdient gelang Sarnewski (17.) die Führung. Die gegnerische Drangphase fand ein jähes Ende, als MSV-Torwart Heydrich wegen versuchter Tätlichkeit vom Platz gestellt wurde. Dennoch konnte sich Spandau kaum offensiv entfalten, die Überzahl war der Heimelf selten anzumerken. Mit dem Rückstand ging es in die Pause.

Turbulente Schlussminuten schocken den MSV

Ein ähnliches Bild in der zweiten Halbzeit: Der SSV fand kein Mittel gegen die kompakte Verteidigung, Mariendorf setzte zunächst immer wieder gefährliche Nadelstiche. Nach wiederholtem Foulspiel flog Torschütze Sarnewski mit Gelb-Rot vom Platz, spätestens ab jetzt hätte man ein Aufbäumen des Tabellenführers erwartet. Doch trotz der doppelten Überzahl blieb man im Kreieren von Chancen blass. Die Einwechslung von Fazlic, der nach zwei Jahren verletzungsbedingter Abstinenz vom Fußball sein Comeback gab, schien die einzig gute Nachricht aus Spandauer Sicht zu bleiben. Dann überschlugen sich jedoch die Ereignisse. Erst fand Aydin eine Lücke gegen dezimierte, aber aufopferungsvoll kämpfende Mariendorfer, was erneut eine Rote Karte für die Gäste wegen Schiedsrichterbeleidung zur Folge hatte. Gegen lediglich acht Spieler besorgte Kovulmaz dann noch den äußerst glücklichen Siegtreffer (90.+2).

Sieben Siege nach sieben Spielen

Mit nun 21 Punkten zieht Spandau weiter seine Kreise. Anlass zum Ausruhen bietet die komfortable Tabellensituation indes nicht. Gerade die Begegnungen mit dem SV Blau Weiss Berlin und dem Mariendorfer SV geben zu denken. „Das war schon sehr, sehr glücklich“, bestätigt Trainer Tik. „Wir müssen wieder konzentriert Spielen, nochmal werden wir nicht so leicht davon kommen.“

23.10.: BFC Preussen II – Spandauer SV 1894 (13:30 Uhr)
30.10.: Spandauer SV 1894 – FV Wannsee (14 Uhr)

Aufstellung: Wiese – Alim (45. Borkowski), Yüksel, Inanc (75. Demirkaya), Bicen – Karatas (82. Fazlic), Kovulmaz, Altin – Lorenz, Aydin, Yildiz

Daniel Lehmann


Zu finden unter: Freizeit & SportSport

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