Die Welt von unten verändern, auch in Spandau

Vortrag zur Transition im Klima Klub

KlimaWerkstatt in Spandau (Bild: Veranstalter)

KlimaWerkstatt in Spandau (Bild: Veranstalter)

Die KlimaWerkstatt lud zu einem Vortrag in ihre neuen Räume in der Mönchstraße. Gerd Wessling zeigte mit seinen Vortrag zum Thema Transition, dem Konzept vom Wandel einen möglichen Weg in eine bessere Umwelt auf: „Energie- und Kulturwandel mit Kopf, Herz und Händen.“

Mit vielen Dingen um uns herum ist es nicht zum Besten bestellt. Wir verschwenden in gewaltigen Mengen Lebensmittel. Diese werden in Massen produziert, weil sie jederzeit und billig in jeder Menge vorrätig sein sollen. Der Preis dafür ist die Vernichtung der nicht genutzten Reste. Ohne Massentierhaltung würde es uns also nicht unbedingt schlechter gehen.

Weltweit wird der Aufwand immer größer, Energierohstoffe, wie Öl, zu gewinnen. Damit steigen auch die Kosten – von anderen Faktoren einmal abgesehen. Reicht es, zur Energiewende einfach ein paar Kraftwerke auszuschalten und ein Park von Windrädern in die Landschaft zu setzen? Bevor acht Kernkraftwerke vom Netz genommen wurden, hieß es, in Deutschland würden nun die Lichter ausgehen, oder wir müssten Strom importieren, um „überleben“ zu können. Nun, noch immer exportiert Deutschland eine Menge Strom …

Vor vielen Jahren war der Begriff Agenda 21 in aller Munde. Auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED) 1992 in Rio de Janeiro wurde dieses umweltpolitische Aktionsprogramm aus der Taufe gehoben. Nachhaltigkeit wurde zur Maxime, weil die hemmungslose Verschwendung von Ressourcen so nicht weitergehen durfte. Ziel der daraus entstandenen Lokalen Agenda war es, die Lebens- und Wirtschaftsweise der menschlichen Spezies zukunftsfähig zu gestalten, frei nach dem Motto: „Global denken – lokal handeln!“

Transition, die Bewegung von Unten

War die Agenda 21 eher eine von oben initiierte Angelegenheit, versucht die Transition-Bewegung, den Prozess von „Unten“ in Gang zu bringen. Dabei sind die Vorgehensweisen höchst unterschiedlich. Es gibt kein festes Muster, was einfach auf andere Gegebenheiten übertragen werden könnte. Das macht es erst einmal sehr theoretisch und wenig greifbar.

Transition will ein Weg sein, in der gegenseitige Achtsamkeit und nachhaltiges Leben eine Welt schaffen, in sich ein System etabliert, welches das Gleichgewicht mit der Natur schafft und bewahrt und so fähig ist, auch auf Extremsituationen zu reagieren, ohne dass das System dabei zerstört wird.

Ressourcen/Energie zu sparen steht dabei im Vordergrund. Von einem positiven Blick in die Zukunft ausgehend, soll der Mensch sensibler für die Prozesse in seiner Umwelt werden. Mit der Prämisse, dass jeder gebraucht wird, sollen sich starke lokale Gemeinschaften entwickeln, die alle nach sehr „einfachen“ Prinzipien arbeiten. Alte Techniken zu entdecken und wieder anzuwenden – ohne gleich in die technologische Steinzeit zu verfallen, wieder selbst etwas zu fertigen, kann ein Weg sein.

In der Folge ließe sich auch das Problem mit dem Klimawechsel in den Griff kriegen. Ein wenig vergeistig, esoterisch und abgehoben hört sich das auf den ersten Blick an.

Die Prinzessinnengärten am Moritzplatz in Berlin, als Beispiel für „Urban Gardening“, also städtisches Gärtner, ein ökologisch geführter Garten oder das „Betreute Ackern in Spandau“ , aber auch Pr0jekte, die sich um die Förderung des Radverkehrs kümmern, sind Beispiele für eine überraschend bodenständige Durchführbarkeit solcher Ideen. Man kann also ganz klein anfangen …

 

Ralf Salecker

 

Weitere Informationen zum Thema unter:

www.transition-initiativen.de

http://transitionberlinbrandenburg.wordpress.com

KlimaWerkstatt

  • Mönchstraße 8
  • 13597 Berlin
  • www-klimawerkstatt-spandau.de

Zu finden unter: FeaturedGesundheit

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