Ein Hauch von Meisterfeier

Hertha BSC schafft ohne Heimniederlage den direkten Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.

Nach dem letztjährigem Abstieg in der Relegation gegen Fortuna Düsseldorf spielte der Hauptstadtclub eine überragende Zweitligasaison: Frühzeitig den Aufstieg als auch die Zweiligameisterschaft perfekt gemacht und sogar noch den Punkterekord von Hannover 96 eingestellt. Mit Jos Luhukay ist Hertha BSC endlich wieder auf Erfolgskurs und will sich nun auch in der höchsten deutschen Spielklasse etablieren.

Die Ostkurve im Berliner Olympiastadion sorgte schon lange vor Spielbeginn für Stimmung.

Die Ostkurve im Berliner Olympiastadion sorgte schon lange vor Spielbeginn für Stimmung.

Tore- und Spielerrückstand

Bereits vor Anpfiff herrschte Feierstimmung im Oval des Olympiastadions. Die Fans stimmten den Abschied aus der 2. Bundesliga ein, Cottbus hielt mit Pyrotechnik dagegen und Ikone Frank Zander gab wiederholt die blau-weiße Hymne „Nur nach Hause“ zum Besten. Es war angerichtet zum Finale der Saison 2012/2013 von deren Beginn an nur ein  Ziel herrschte: Aufstieg. Doch vor den Ehrungen und Feierlichkeiten stand noch 90. Minuten Fußball auf dem Programm. Das Lokalderby gegen Energie Cottbus erwies sich jedoch noch mal zur Geduldsprobe. Für beide Mannschaften ging es um nichts mehr und dementsprechend schleppend verlief das Gekicke. Nicht unbedingt verdient gingen die Gäste in Führung und Hertha geriet auch Mannschaftsmäßig nach einem Platzverweis von Maik Franz in Rückstand, beziehungsweise Unterzahl. Umso erfreulicher war für das fast ausverkaufte Stadion der Ausgleich in der 88. Minute durch Anthony Brooks. Somit war angerichtet für die Festlichkeiten.

"Nie mehr zweite Liga" ist die Erwartung der Fans.

„Nie mehr zweite Liga“ ist die Erwartung der Fans. Fotos (2): Patrick Rein

Das Warten hatte ein Ende

Was jedoch folgte hatte eher den Charme einer A-Jugendmeisterschaftsfeier als den Gewinn der Meisterfelge, welche natürlich auch nicht mit dem einer Schale gleichgesetzt werden kann. Dennoch waren die Festlichkeiten geprägt vom Warten: Erst warteten die Spieler auf die Aufstiegsshirts, die Ostkurve lange auf das Erscheinen der Mannschaft vorm Fanblock und dort die Spieler wiederum lange auf die Bierkrüge für die obligatorischen Duschen. Vielleicht hatte sich der ein oder andere mehr erwartet, doch es war halt auch „nur“ das Ende einer Mission die erfüllt wurde: Hertha ist nach nur einer Saison wieder erstklassig. Und was die Freude nach den Skandal-Relegationsspielen nur noch steigerte, Düsseldorf ist direkt wieder abgestiegen – ohne Relegation.

Und für die zahlreichen Hertha-Fans aus Spandau war der Heimweg an der Heerstraße ebenfalls noch mal mit warten verbunden, dieses Mal auf den Bus. In der kommenden Saison erwarten alle nun die Champions-League Finalisten aus Dortmund und Bayern wieder als Gäste im Olympiastadion.

Patrick Rein


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