Ein Viertel aller Spandauer ist über 65 Jahre alt

Wohnen im Alter – Teil 1

Wohnen am Spandauer See

In einer kleinen Serie widmen wir uns den Möglichkeiten des „Wohnens im Alter“ in Spandau. Der erste Teil dient der allgemeinen Einleitung, während wir nachfolgend die unterschiedlichen Wohnformen beschreiben und Tipps geben, wie Sie die für Sie oder Ihre Angehörigen passende Wohngelegenheit finden und sich Rat im Einzelfall einholen können.

Wir leben in einer immer älter werdenden Gesellschaft. Erst einmal können wir uns darüber freuen, unser Leben länger zu genießen, als es den letzten Generationen möglich war. Die Zukunft wird das Verhältnis von jungen zu alten Menschen immer mehr in Richtung alter Menschen verändern, mit erheblichen Folgen in den unterschiedlichsten Bereichen. Ganz besonders das Wohnen wird sich dem Alter anpassen müssen. Was aber bedeutet „Wohnen im Alter“? Viele wenden sich dieser Frage wahrscheinlich erst dann zu, wenn sich diese akut für die eigene Person stellt, oder aber ein Mensch aus dem eigenen Umfeld „betroffen“ ist.

Altergerechtes Wohnen am Spandauer See

Früher lebten alle Generationen in einem klassischen Mehrgenerationenhaus unter einem Dach und unterstützten sich ganz selbstverständlich, wo es notwendig war. Was in den ländlichen Gebieten Deutschlands manchmal noch gelebt wird, gilt nicht mehr für Städte. Diese Lebensform ist heute – nicht nur in Spandau – eher ungewöhnlich.

So lange alle bei guter Gesundheit sind und sich keine Sorgen machen müssen, ist die eigene Wohnung der Regelfall. Manch einer mag zwar selbstbestimmt wohnen, möchte aber die Sicherheit einer Hilfe im Notfall nicht missen. Andere suchen für sich oder nahe Angehörige einen Weg, um der möglichen Isolation im Alter vorzubeugen. Irgendwann kommt für viele aber der Punkt, an dem akut, oder präventiv eine Entscheidung für eine andere Wohnmöglichkeit getroffen werden muss. Der Bezirk Spandau hat einiges zu bieten.

Wie viele Senioren gibt es in Spandau?

Der Anteil der über 65-Jährigen betrug 2008 in Spandau 22,1 % (49.397 Personen), darin enthalten der Anteil von Personen im Alter von 80 Jahren und älter mit 4,9 % (11.027 Personen) – (Stand 31.12.2008). Damit weist der Bezirk Spandau in Berlin den vierthöchsten Anteil von Senioren an der Bevölkerung auf und wird nur noch von Treptow-Köpenick (24,5 %), Steglitz-Zehlendorf (23,6%) und Reinickendorf (23,4 %) übertroffen (als Vergleich dazu die niedrigste Seniorenquote in Berlin: Friedrichshain-Kreuzberg mit 10,2 %).

Diese 22,1% (nominell 49.397 Personen) der Einwohner über 65 Jahre verteilen sich auf die Altersgruppen wie folgt:

  • 65-69:    17.214 Einwohner
  • 70-74:    13.440 Einwohner
  • 75-79:    7.716 Einwohner
  • 80-84:    5.674 Einwohner
  • 85-89:    3.459 Einwohner
  • 90+:    1.894 Einwohner

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Bereitstellung über die Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz

Welche unterschiedliche Wohnformen gibt es?

  • Häusliche Pflege in den eigenen vier Wänden; ambulanter Pflegedienst
  • Teilstationäre Pflegeeinrichtungen (Tagespflege, Kurzzeitpflege)
  • Stationäre Pflegeeinrichtungen (z. B. Pflegeheime, Seniorenresidenzen)
  • Betreutes Wohnen (z. B. Seniorenresidenzen)
  • Seniorengerechte Wohnungen, Seniorenwohnhäuser (die leistet sich nur noch der Bezirk Spandau)
  • Wohngemeinschaften (WGs)
  • Mehrgenerationenhaus (ein echtes gibt es in Spandau nicht)

Ende Teil 1: „Wohnen im Alter. Im zweiten Teil beschreiben wir die Wohnformen im Detail.


Ralf Salecker


Zu finden unter: Wohnen & Immobilien

Tags:

Artikel drucken Artikel drucken

Über den Autor:

RSSKommentare(3)

Trackback URL

Feedback

You must be logged in to post a comment.

Jetzt Neu: Kleinanzeigen in Berlin und Spandau