Eine aztekische Maissaat auf dem Vierfelder Hof in Spandau

Das Projekt „Tlayolan“ warnt vor den Folgen des genetisch manipulierten Maisanbaus in Mexiko

Eine aztekische Maissaat auf dem Vierfelder Hof; Helmut Wegmann/pixelio.de

Ein aztekisches Aussaat Ritual © Helmut Wegmann / PIXELIO

Am Sonntag den 6. Mai  wird um 11 Uhr auf dem Kinder- und Familienbauernhof Vierfelderhof in Spandau eine ungewöhnliche Aussaat stattfinden. Im Rahmen des Maisanbau-Projekt „Tlayolan“, veranstaltet der Vierfelderhof gemeinsam mit der Aktion Bantam und Teilnehmern aus Mexiko, eine traditionelle aztekische Mais-Aussat. Besucher können auch die Wanderausstellung „Maisschützer contra Gentechnik“ des Bündnisses Gentechnikfreies Hohenlohe besichtigen, um sich über die Folgen der Massenproduktion von genetisch modifizierten Maissorten zu informieren. Die Massenproduktion von genetisch manipulierten Maissorten schadet der Umwelt und den mexikanischen Klein-Bauern. Der Eintritt ist für Kinder und Erwachsene kostenlos.

Eine Aussaat wie man sie nirgendwo anders findet

Die Saat wird einem traditionellen aztekischen Ritual folgen. Während des Rituals werden Opfergaben an den Sonnengott Tezcatlipoca, den Gott des Regens Tlaloc und dem Gott des Mais Ceneteotl gebracht. Anschließend wird  gentechnikfreier blauer, schwarzer und grüner Mais gesät.Auch Tanz und Musik ist angesagt. Die mexikanische Tanzgruppe „Chichimeca Xolipilli Azteca Dances“ wird mit ihrem Indianerschmuck und mit ihren traditionellen Tänzen für exotische Stimmung sorgen. Der Vierfelderhof Spandau hat auch ein themengerechtes Picknick vorgesehen, mit mexikanischen Maisteigfladen und grüner und roter Salsa oder Mole.

Eine aztekische Maisaat auf dem Vierfelder Hof

Die Maisfelder der Kleinbauer sind gefährdet © Viola Wehrhahn / PIXELIO

Mais, ein gefährdetes Kulturerbe Mexikos

Das Projekt „Tlayolan“ fördert den Anbau von gentechnikfreiem Mais in Berlin und weißt auf Gefahren und Risiken der Agro-Gentechnik im Mais-Anbau hin. Heutzutage werden die traditionellen Mais-Felder der einheimischen Kleinbauern durch die Massenproduktion von genetisch manipulierten Mais-Sorten gefährdet. Die Mais-Saat der Agrarkonzerne kontaminiert die kleineren Felder was dazu führt, dass die kulinarische Mais-Kultur in großer Gefahr schwebt. Das folgende Video verschafft einen Einblick in die Gefahren der gentechnischen Landwirtschaft:

Die ursprünge des Mais-Anbaus

Die Gefahr ist schwerwiegend, da Mais eines der wichtigsten Kulturerben Mexikos ist. Das Wort Mais, das aus der Sprache der karibischen Indianer stammt, bedeutet buchstäblich „Das, was Leben trägt“. Mexiko, heute noch als Zentrum der weltweiten Mais-Kultur anerkannt, züchtet und erhält unzählig viele Maissorten. Die Ursprünge der Maiszucht laufen auf das Tal Tehuacan in Zentralmexiko zurück, in dem schon vor 5000 Jahren Mais gepflanzt wurde. Im Laufe der Jahrtausende eroberte der Mais dann ganz Amerika und verbreitete sich im Norden bis nach Kanada und im Süden bis nach Argentinien.

Wer mehr zu dem Thema erfahren will, sollte daher am Sonntag den Vierfelderhof in Berlin-Gatowbesuchen und sich über die Anliegen der Aktion „Tlayolan“ informieren.

 

VIERFELDERHOF gGmbH
Straße 264, Nr. 33, 14089 Berlin-Gatow
Telefon: 030 / 369 96 90
E-Mail: gatow@vierfelderhof.de
www.vierfelderhof.de

 

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