Eine Halbzeit reicht dem SSV


Murat Tik schwört seine Truppe ein

Murat Tik schwört seine Truppe ein. Foto: Daniel Lehmann

8. Spieltag, Bezirksliga Staffel 3

Der Spandauer SV konnte seine Erfolgsserie mit einem 4:2-Sieg beim BFC Preussen II weiter ausbauen. Einer überragenden ersten Hälfte, in der man eine 4:1-Führung herausspielte, folgte dabei trotz Überzahl ein schwacher zweiter Abschnitt.

Das Personal

Für den verletzten Karatas rückte Borkowski in die Mannschaft. Ansonsten spielte die Elf, die gegen den Mariendorfer SV 2:1 gewann.

Elfmeter-Doppelschlag bringt SSV in Front

Beide Mannschaften begannen konzentriert und bemühten sich um Spielfluss. Im Zuge der geplanten Aktion „Zeit zum Nachdenken – Kein Platz für Gewalt“ unterbrach Schiedsrichter Fischer (1. FC Schöneberg) die Partie für fünf Minuten. Nach der ungewohnten Pause präsentierte sich Spandau als deutlich aktiveres Team, der BFC geriet vor allem über die Außen in Bedrängnis. Eine Kombination bis in den eigenen Strafraum konnte Preussen nur regelwidrig stoppen, den fälligen Elfmeter verwandelte Lorenz sicher (13.). Kurz darauf nutzte der SSV einen gegnerischen Freistoß zu einem Konter über Aydin, der ebenfalls nur durch ein Foul im Sechzehner am Abschluss gehindert werden konnte. Den zweiten Strafstoß setzte Burkowski flach ins rechte Eck (16.).

Die Heimelf zeigte sich vom Rückstand beeindruckt und hatte dem sicheren Passspiel der Gäste kaum etwas entgegenzusetzen. Dadurch ergab sich Chance um Chance für den Tabellenführer. Durch einen Lapsus von BFC-Torhüter Obeng-Gyan, der sich bei einem direkt verwandelten Freistoß von Kovulmaz verschätzte (35.), erhöhte die Elf von Trainer Murat Tik auf 3:0. In der 38. Minute verkürzte Preussen unerwartet: Ein Angriff über die rechte Seite fand in der Mitte Öztürk, der gekonnt in den Winkel einnetzte. Bei einem erneuten Freistoß von Kovulmaz kam Aydin zum Abschluss und stellte den alten Abstand wieder her (40.).

Nach der Roten Karte herrscht Redebedarf

Nach der Roten Karte herrscht Redebedarf. Foto: Ulrich Herzog

BFC dreht auf – Spandau mit Leistungsabfall

Den zweiten Abschnitt startete Preussen mit energischen Angriffen. Früh führte ein solcher zum Treffer. Eine Kombination über die Flügel fand Menge vor dem Strafraum, der Wiese im Tor keine Chance ließ (50.). Ohne Einwirkung eines Gegenspielers verletzte sich Torhüter Wiese kurz darauf an den Bändern. Kurios: Weil Ersatztorwart Gönen im Spielberichtsbogen mit der Nummer 23 aufgeführt war, aber kein entsprechendes Trikot anhatte, musste kurzerhand ein beschriftetes Leibchen herhalten.

Phasenweise blieb der Ligaprimus im zweiten Durchgang minutenlang ohne eigene Tormöglichkeit. Der Anschlusstreffer lag in der Luft, nur die Zeit rannte den Gatgebern davon. Entsprechend ruppiger ging es auf dem Platz zu. Ein überhartes Einsteigen von Müller ahndete Fischer mit der Roten Karte (80.). Trotz Überzahl blieb Spandau wackelig, spielte das Ergebnis aber letztlich über die Zeit.

Die Konkurrenz schwächt sich gegenseitig

Durch den eigenen Sieg und der Niederlage des bisher engsten Verfolgers SC Union 06 (0:1 gegen Mariendorf) führt Spandau das Tableau mit inzwischen acht Punkten Vorsprung weiter klar an.

30.10.: Spandauer SV 1894 – FV Wannsee (14 Uhr)
06.11.: Spandauer Kickers – Spandauer SV 1894 (14 Uhr)

Aufstellung: Wiese (70. Gönen) – Alim, Yüksel, Inanc, Bicen – Yildiz (75. Gürbüz), Kovulmaz (75.Schmidt), Altin – Lorenz, Aydin, Borkowski

 

Daniel Lehmann

E-Mail: sportnews@mein-spandau.info


Zu finden unter: Freizeit & SportSport

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