Erkältung? Nachgefragt bei Spandauer Apothekern


Gönnen Sie ihrem Körper Ruhe

Die Nase läuft, der Kopf fühlt sich an als sei er um ein Drittel angeschwollen und der Hals kratzt vom ständigen Reizhusten. Die Erkältung hat mich erwischt. Und nicht nur mich, ich glaube mein ganzes Umfeld hat sich in eine einzige schniefende

Erkältung

Sind denn jetzt alle erkältet? Foto: Benjamin Thorn/pixelio

Gemeinschaft gewandelt. Oder scheint es mir nur so? Habe ich sie wohlmöglich angesteckt? „Nein“, beruhigt mich Frau Kobialka aus der Adler Apotheke in der Altstadt, „im Moment sind wirklich viele Leute krank.“ Jetzt, im Februar, seien die Abwehrkräfte am Ende, die Selbstheilungskräfte erschöpft. „Jeder kleinste Virus kann sich jetzt breit machen“, meint die Apothekerin. Gegen Winterende stecke man sich schnell mal an, sei es im Bus oder in anderen öffentlichen Räumen.

Nicht jede Erkältung ist eine Grippe

Nicht verwechselt werden darf die einfache Erkältung, oft auch grippaler Infekt genannt, mit der echten Grippe. Hier handelt es sich laut Kobialka um eine gefährliche Viruserkrankung mit hohem Fieber, die manchmal sogar tödlich ausgehe. „Das hat nichts mit der normalen Erkältung, mit Husten, Schnupfen und Kopfschmerzen zu tun“, meint sie. Die Patienten würden in der Apotheke zuerst nach den Hauptbeschwerden gefragt, um dann gezielt ein Medikament einsetzen zu können. Bei Schnupfen Nasenspray, Dragees für die Nasennebenhöhlenentzündung, Kapseln mit ätherischen Ölen und so weiter. Besonders der Husten sollte in den ersten Tagen gelöst werden. „Sonst kann es zu einer Bronchitis und schlimmstenfalls zur Lungenentzündung kommen“, weiß Kobialka. Als Schleimlöser sind Tee, Saft oder Brausetabletten auf dem Markt.

Am Besten ist Ruhe

Je nachdem, was der Patient verträgt, wird bei Gliederschmerzen auch zu Schmerzmitteln gegriffen. „Bei Magenempfindlichkeit lieber Paracetamol“, meint die Apothekerin, das sei bei normaler Dosierung nicht schädlich. Sonst Aspirin oder Ibuprofen. Wichtig sei die Ruhe. „Am besten alle Termine die nicht ganz wichtig sind absagen und auf den Körper hören“, meint die Apothekerin. Mit Ruhe und Entspannung sollte man dem Körper die Möglichkeit zur Regeneration geben.

Pro und Contra Kombinationspräparate

Medikamente

Was hilft wirklich? Foto: wrw/pixelio

Frau Kobialka hält aber auch viel von Kombinationspräparaten, wie von Grippostad, Aspirin oder Wick. Wenn man schnell wieder fit werden müsse, seien diese die ersten Mittel der Wahl. Dies sieht eine Kollegin aus der Altstadt anders. Kombinationspräparate seien nur anzuwenden, wenn man nicht auskurieren kann und weiterarbeiten müsse. Es sei allerdings viel besser, alle Symptome einzeln zu behandeln, denn die Wirkstoffe in den Kombinationspräparaten seien in den meisten Fällen nicht alle notwendig. „Die Virusinfektion wird symptomatisch behandelt“, meint die Apothekerin. Für Schnupfen und Husten gebe es eigene Präparate und besonders wichtig sei die Stärkung des Immunsystems durch zum Beispiel pflanzliche Präparate wie Echinacea oder Zink und Vitamin C. Außerdem ist sie der Meinung, der Schwerpunkt bei Erkältungskrankheiten liege zwischen September und Oktober. „Die Menge der jetzt erkälteten Patienten empfinden wir eher als normal und führen sie auf das nass-kalte Wetter zurück.

Kirsten Stamer


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