Frauen verlieren Halbfinale

Die Handballerinnen der SG ASC/VfV Spandau unterliegen im Final-Four dem späteren Pokalsieger Berliner TSC.

Drei Oberligisten und ein Drittligist hatten sich für die Halbfinalpartien um den Berliner Pokal am Samstag im Horst-Korber-Zentrum qualifiziert. Bei Auslosung der Begegnungen erwischten die Spandauerinnen dabei mit dem eine Klasse höher spielenden TSC den scheinbar schwersten Gegner. Dementsprechend angespannt traten Mannschaft sowie Fangemeinde auch den Weg nach Charlottenburg an.

Die 1. Frauenmannschaft der SG ASC/VfV Spandau unterlag im Pokalhalbfinale.

Die 1. Frauenmannschaft der SG ASC/VfV Spandau unterlag im Pokalhalbfinale.

Schneller Rückstand

Fast erwartungsgemäß geriet das Team schnell mit 3:7 in Rückstand, doch bevor die Hoffnungen schwinden konnten, drehte sich das Spiel. Nach einer frühen Auszeit von Trainer Henry Germann wurde sogar der 10:10 Ausgleich erzielt bevor sich der Favorit dann mit dem Halbzeitpfiff und einer erneuten Dreitoreführung in die Pause rettete. In Durchgang zwei drehten die Spandauerinnen mit Unterstützung des zahlreichen und lautstarken Anhangs noch ein Mal auf und schafften wiederholt mit 17:17 den Ausgleich. Trotz einer couragierten Leistung setzte sich am Ende jedoch der Berliner TSC mit 28:23 durch und wurde am Sonntag Pokalsieger.

Oftmals stand das junge Schiedsrichtergespann im Mittelpunkt.

Oftmals stand das junge Schiedsrichtergespann im Mittelpunkt.

Wenig Pokalatmosphäre

Insgesamt hat das Final-Four-Turnier des Berliner Handballverbandes wenig Glanz zu bieten, so wird die 5000 Menschen umfassende Halle seit zwei Jahren mittels grauer Trennwand geteilt und somit die nie mehr als 500 Zuschauer auf einer Tribüne gebündelt. Eine schlechte Akustik und selten spannende Spiele lassen zudem wenig Pokalatmosphäre aufkommen. Auch dem jungen Schiedsrichtergespann, welches die Partie der SG ASC/VfV leitete, tat man mit deren Ansetzung sicherlich keinen Gefallen. Um dem Turnier seinem Stellenwert gerecht zu werden, sollten die Partien eher von erfahrenen Gespannen geleitet werden und nicht ausschließlich als Auszeichnung der Jungschiedsrichter verstanden werden.

Die graue Trennwand beengt das Spielfeld und ist von der Tribüne wenig ansehnlich.

Die graue Trennwand beengt das Spielfeld und ist von der Tribüne wenig ansehnlich. Fotos (3): Patrick Rein

Zwei Berliner Meister

Die Frauen können sich jetzt wieder voll und ganz auf die Oberliga-Ostsee-Spree konzentrieren, wo man zwar punktgleich aber dennoch erstmals in der Saison die Tabellenführung an Brandenburg West abgeben musste. Im letzten Jahr der Spielgemeinschaft von ASC und VfV konnten dennoch bereits zwei Titel gefeiert werden. So wurde sowohl die weibliche A-Jugend als auch die männliche B-Jugend Berliner Meister. Zudem kann immer noch ein Pokalsieg nach Spandau geholt werden: Am 20./21. April steht dann die männliche A-Jugend im Finale.

Patrick Rein


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