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Lady`s Spandau

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Stadtteilfest im Falkenhagener Feld

Das Jubiläumsjahr beginnt

8. Stadteilfest im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Salecker)

8. Stadteilfest im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Salecker)

Das 8. Stadtteilfest der Sozialen Stadt im Falkenhagener Feld bot diesmal neben den regulären Veranstaltungen ein Podium für den Start ganz anderer Festlichkeiten. Nach der erfolgten Einweihung des neuen Quartiersplatz an der Westerwaldstraße beginnen nun auch die Feierlichkeiten zu 50 Jahre Falkenhagener Feld.

Schaut man sich heute das Meer von Häusern entlang der Falkenseer Chaussee an, fällt es schwer, sich vorzustellen, dass hier vor rund fünfzig Jahren Kleingärten und eine schmale holprige Straße das Bild bestimmten. Nach dem Krieg war Wohnraum knapp. Moderne und bezahlbarere Wohnungen mussten her. So entstanden neben den größeren Siedlungen im Märkischen Viertel und der Gropiusstadt auch hier im Falkenhagener Feld Wohnungen. Diese drei Großsiedlungen boten erschwingliche Wohnungen für zehntausende Menschen in Berlin. Im November 1962 war die Grundsteinlegung für die ersten Gebäude im Siegener Viertel.

Jahrzehnte später war das Falkenhagener Feld etwas in die Jahre gekommen. Der jetzige Quartiersplatz diente als Parkplatz. Infrastrukturmaßnahmen sollten die Aufenthaltsqualität in diesem Teil des Falkenhagener Feldes verbessern, indem ein zentraler lebendiger Quartiersplatz als Identifikationsort und Treffpunkt für die Bewohnerinnen und Bewohner geschaffen wird. Ein bedeutsamer Schritt dabei war der Umzug der Stadtteilbibliothek in den modern ausgebauten ehemaligen Supermarkt im kleinen Einkaufszentrum an der Westerwaldstraße. Sie rückte von einer unattraktiven Randlage ins Zentrum des Geschehens. Gemeinsam mit der Zuflucht-Kirchengemeinde und dem Klubhaus, unter der neuen Leitung von Hakan Budak, bilden alle nun einen lebendigen Treffpunkt im Falkenhagener Feld, der wieder zum Verweilen einlädt. Fahrzeuge dürfen in diesem Bereich, der jetzt als Spielstraße ausgewiesen ist, nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren. Finanziert wurden die Baumaßnahmen aus dem Städtebauförderprogramm „Stadtumbau West“.

„Zusätzlich zu den Straßenflächen des Landes Berlin sind Grundstücksteile des Wohnungsunternehmens GSW und der Zuflucht-Kirchengemeinde in den Platz einbezogen und einheitlich gestaltet worden. Es ist somit ein zentraler Aufenthaltsort und nachbarschaftlicher Treffpunkt entstanden, der wichtige Jugend-, Sozial-, und Bildungseinrichtungen miteinander verbindet und in Zukunft näher zusammenrücken lässt.“

Vor der Stadtteilbibliothek weihten Spandaus Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und die Stadträte Carsten-Michael Röding und Gerhard Hanke eine Skulptur ein, in der sich viele Werke B. Travens, des Namensgebers der gleichnamigen Schule im Falkenhagener Feld widerspiegeln. Die Skulptur, ein Mensch, geformt aus unzähligen stählernen Buchstaben, trägt die Überschriften vieler Werke des Schriftstellers in sich. Zu den bekanntesten Werken B. Travens gehören die Romane „Das Totenschiff“ und „Der Schatz der Sierra Madre“.

Das 8.Stadtteilfest bot erstmalig die Gelegenheit, den 5500 Quadratmeter großen Platz zu testen. Mehr als 50 Initiativen aus dem Falkenhagener Feld und anderen Spandauer Ortsteilen nutzten die Gelegenheit, sich und ihre Arbeit persönlich vorzustellen und um mit Nachbarn und Bewohnern, Aktiven und Akteuren ins Gespräch zu kommen. Endlich konnten die großen „Treppen“ des Klubhauses passend genutzt werden. Wie in einer Arena konnten die Zuschauer gemütlich sitzend das abwechslungsreiche Geschehen auf der Bühne verfolgen. Schon jetzt freuen sich viele auf das 9. Stadteilfest im nächsten Jahr. Der Zeitraum bis dahin wird mit Ausstellungen, Aktionen und Vorträgen zum Jubiläum des Falkenhagener Feldes gefüllt sein. Langeweile kann folglich nicht aufkommen.

 

Ralf Salecker

Ein Dank den Pflegefamilien

Ein Fest auf der Spandauer Zitadelle soll den Berliner Pflegeeltern einen besonderen Tag schenken und gesellschaftliche Aufmerksamkeit wecken.

Im Jahr 2012 haben die Jugendämter in Deutschland 40 200 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren gut 1 700 beziehungsweise 5 Prozent mehr als 2011. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat die Zahl der Inobhutnahmen in den letzten Jahren stetig zugenommen: gegenüber 2007 (28 200 Inobhutnahmen) ist sie sogar um 43 Prozent gestiegen.

Flyer zum Berliner Pflegefamilientag auf der Spandauer Zitadelle.

Flyer zum Berliner Pflegefamilientag auf der Spandauer Zitadelle.

Kinder brauchen Pflegeeltern

Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme der Jugendämter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer akuten, sie gefährdenden Situation be­finden. Jugendämter nehmen Minderjährige auf deren eigenen Wunsch oder auf Grund von Hinweisen Anderer – beispielsweise der Polizei oder von Erzieherinnen und Erzie­hern – in Obhut und bringen sie in einer geeigneten Einrichtung unter. Meistens in einem Heim. Wer Glück hat kommt jedoch in einer Pflegefamilie unter und erfährt dort oftmals zum ersten Mal im Leben Zuwendung, Aufmerksamkeit und Fürsorge. Bezirksstadtrat Gerhard Hanke: „Pflegefamilien leisten einen hohen und wertvollen Beitrag zum sozialen Miteinander in unserer Gesellschaft. Die Bereitschaft der Pflegeeltern, ein oder gar mehrere Kinder aus einem oft stark gestörten Umfeld in die Familie aufzunehmen und ihnen in liebevoller Atmosphäre eine positive Zukunftsperspektive zu geben, verdient höchste Anerkennung und Wertschätzung.“ Diese Wertschätzung soll allen Berliner Pflegefamilien in diesem Jahr auf der Spandauer Zitadelle zu teil werden. Doch bei freiem Eintritt sind am Sonntag, den 1. September, von 11 bis 16 Uhr auch Nicht-Pflegeeltern und Familien eingeladen, die zahlreichen Angebote zu genießen und einen unvergesslichen Tag zu verbringen.

Erziehungsüberforderte Eltern

Die meisten (27 800 oder 69 %) der in Obhut genommenen jungen Menschen lebten vor der Inobhutnahme bei ihren Eltern oder einem Elternteil. 15 700 Kinder und Jugendliche (39 %) kehrten nach der Inobhutnahme wieder zu den Sorgeberechtigten zurück. Für 12 800 Minderjährige (32 %) schloss sich an die Inobhutnahme eine Hilfe zur Erziehung an, in drei von vier Fällen bedeutete das eine Erziehung außerhalb des eigenen Elternhauses, zum Beispiel in einer Pflegefamilie oder in einem Heim. In 5 300 Fällen (13 %) waren sonstige stationäre Hilfen notwendig, beispielsweise in einem Krankenhaus oder der Psychiatrie. Mit einem Anteil von 43 % (17 300 Kinder und Jugendliche) war die Überforderung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils der häufigste Anlass für die Inobhutnahme eines/einer Minderjährigen.

Patrick Rein

Urkunde für 30. Spielplatzpaten

Sportschule Randori hat Patenschaft für den barrierefreien Spielplatz Falkenhagener Tor übernommen.

Im berlinweit einmaligen Projekt „Raum für Kinderträume“ schafft das Bezirksamt Spandau gemeinsam mit seinen Partnern saubere, sichere und attraktive Spielplätze. Dadurch wird die Errichtung neuer als auch die Sanierung bestehender Spielplätze nicht nur finanziell auf verschiedenen Schultern verteilt. So ist es in den vergangenen Jahren gelungen bereits zahlreiche Spielflächen dauerhaft zu verbessern.

Baustadtrat Carsten Röding übergab die 30. Spielplatzpaten-Urkunde.

Baustadtrat Carsten Röding übergab die 30. Spielplatzpaten-Urkunde. Foto: Patrick Rein

100 öffentliche Spielflächen

Wenn die Bauarbeiten auf den Spielplätzen vollendet sind, beginnt die eigentliche Arbeit. Denn immer wieder werden Anlagen verschmutzt und beschädigt. Deshalb wird das Projekt „Raum für Kinderträume“ durch ehrenamtliche Spielplatzpaten und Sponsoren unterstützt, die mit ihrem Engagement zum Teil bereits langjährig dazu beitragen, die Aufmerksamkeit für die fast 100 öffentlichen Spielplätze in Spandau zu stärken. Die Spielplatzpaten werfen in diesem Zusammenhang ein wachsames Auge auf die von ihnen betreute Anlage. Als 30 Spielplatzpate erhielt am Dienstag nun Oliver Brumme, Leiter der Sportschule Randori in Spandau GmbH, seine Urkunde durch Bezirksstadtrat Carsten Röding. Zwar wurde die Neugestaltung des Spielplatzes am Falkenhagener Tor an der Ecke Hohenzollernring/Pionierstraße bereits vor zwei Jahren abgeschlossen, doch so wie noch zwei Drittel der Spandauer Spielplätze dauerte die Suche nach einem Paten seine Zeit.

Aufenthaltsqualität verbessern

Für eine gesunde und altersgerechte Entwicklung benötigen Kinder und Jugendliche saubere und sichere Spielplätze und Spielräume. Jedoch fallen Spielplätze häufig blindem Vandalismus zum Opfer, so dass Spielgeräte beschädigt werden. Sandflächen dienen verantwortungslosen Hundehaltern als Hundeklo. Scherben, Zigarettenkippen und Müll landen gedankenlos in den Spielflächen der Kinder. Das Spiel der Kinder wird durch diese Missachtung oft gestört. Spielplatz-Patenschaften tragen dazu bei, die Spielmöglichkeiten für Kinder und deren Familien attraktiv zu erhalten und somit die Aufenthaltsqualität für Jung und Alt zu verbessern. Darin sieht auch Oliver Brumme seine Aufgabe und möchte die Wahrnehmung für „seinen“ Spielplatz auch durch Veranstaltungen und besondere Aktionen voranbringen.

Einer gelungenen Kooperation zwischen Spielplatznutzern und den Mitgliedern der Sportschule scheint somit nichts im Wege zu stehen.

Patrick Rein

10. Dialog der Religionen in Spandau

Den Menschen Mensch sein lassen

Dialog der Religionen (Foto: Ralf Salecker)

Dialog der Religionen (Foto: Ralf Salecker)

Es ist ein stolzes Jubiläum. 10 Mal hat es den Dialog der Religionen bisher in Spandau gegeben. Ein guter Grund zu feiern. Ehrengast war diesmal Sigmar Gabriel, der Vorsitzender der SPD. Als Vertreter der drei abrahamitischen Religionen waren Gideon Joffe, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Berlin, Jörg Gerasch, Pastor der gastgebenden Josua Gemeinde und Chalid Durmosch, als Vertreter junger Muslime dabei.

Gleich eingangs stellte sich Jugendliche von Stark ohne Gewalt vor, einem Jugendprojekt aus der Spandauer Neustadt. Sie hatten vor einiger Zeit eine Reise ins Konzentrationslager Ausschwitz unternommen. Ihre Eindrücke dokumentierten sie in einer Fotoausstellung. Ein junger Mann mit muslimischem Hintergrund machte deutlich, wie wichtig ihm ein gewaltfreies Miteinander ist. Auf die Frage Sigmar Gabriels, ob sich sein Verhältnis zu Juden nach dem Besuch im Konzentrationslager verändert hätte, antwortete er mit einem klaren Nein. Als Muslim sieht er keinen Grund für Konflikte mit Menschen jüdischen Glaubens. Was in der Vergangenheit geschehen ist, kann er nicht ändern. Ihm ist nicht die Religion wichtig, sondern nur der Mensch, den es grundsätzlich zu achten gilt.

Gideon Joffe musste kurz nachdenken, als er von Sigmar Gabriel gefragt wurde, ob niedriges Bildungsniveau und fehlenden Wissen über Religionen Auslöser für interreligiöse Konflikte sein könnten, stellte dann aber fest, dass sich diese Frage so einfach nicht beantworten ließe. Sich in die Empfindungswelt anderer hineinzuversetzen, wäre seiner Meinung nach ein guter Weg zum Verständnis. Kopftuch und andere Religiöse Symbole führen manchmal zu unschönen spontanen Reaktionen der Umwelt. Diese bildet sich ein Urteil, zeigt Aversionen, ohne die Trägerin eines religiösen Symbols zu kennen. Wie wäre es, wenn z.B. ein Christ eine Zeitlang ein Kopftuch oder eine Burka tragen würde, um am eigenen Leibe zu erfahren, welche Reaktionen manchmal zu ertragen sind. Dieses Erleben könnte die eigene Sensibilität im Umgang mit anderen Religionen schärfen und dabei helfen, sich und seine Reaktionen zu hinterfragen. Nur, weil eine Frau ein Kopftuch trägt, muss sie nicht automatisch unterdrückt, also Opfer einer Religion sein. Die persönliche Einstellung ist wichtig, nicht die Kleidung, die man trägt.

Eine zum Islam konvertierte Frau schilderte die alltäglichen Probleme, die sie wegen ihres Kopftuches immer wieder erleben musste. Unter solchen Umständen kann es schwer sein, sich in Deutschland heimisch und willkommen zu fühlen. Chalid Durmosch ergänzte, dass es oft gerade das Halbwissen über die eigene oder auch fremde Religion ist, die Konflikte antreibt, auch wenn die eigentliche Ursache für Auseinandersetzungen eher jugendliche Profilierungssucht ist. Angst und Unsicherheit sind die eigentlichen Ursachen für Konflikte und nicht die Religion.

Deutsche mit Migrationshintergrund müssen sich oft die Frage gefallen lassen, wo sie denn her kämen. Damit schwingt für sie mit, dass sie nicht als einheimische Mitbürger akzeptiert und respektiert werden. Wer möchte schon immer wieder gerne hören, dass er scheinbar nicht willkommen ist.

Gideon Joffe meinte, man müsse einfach den Menschen Mensch sein lassen. Erst, wenn alle lernen, dass es nicht nur darum gehen kann, die eigene Freiheit zu genießen, sondern vor allem, sie auch zu gewähren, werden alle entspannter miteinander umgehen können.

 

Ralf Salecker

Spandaus Regierungssitz in 150 alten Bildern

Ausstellung zum 100-jährigen Jubiläum

Kriegsschäden am Rathaus Spandau (Foto: Ralf Salecker)

Kriegsschäden am Rathaus Spandau (Foto: Ralf Salecker)

Die Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V. hatte zur Ausstellungseröffnung 100 Jahre Rathaus Spandau in den Bürgersaal geladen. Nur wenige Male in den vergangenen Jahren dürfte der Saal auch nur annähernd bis zum letzten Platz gefüllt gewesen sein, wie es jetzt der Fall war. Karl-Heinz Bannasch, der 1. Vorsitzende des Vereins begrüßte alle anwesenden Gäste. Gastredner waren Spandaus Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und der Präsident des Städte- und Gemeindebundes des Landes Brandenburg, Werner Große. Zu den Ehrengästen gehörten drei ehemalige Bezirksbürgermeister, Konrad Birkholz, Sigurd Hauff und Werner Salomon.

Ein neues Rathaus musste her

Blicke in die Vergangenheit zeigten auf, welche Gründe den Bau eines neuen Rathausgebäudes für Spandau notwendig machten. Vor 100 Jahren platzte das alte Rathaus am Markt, in etwa dort, wo heute die Berliner Volksbank ihren Sitz hat, aus allen Nähten. Auch die Nutzung weiterer Gebäude in der heutigen Carl-Schurz-Straße machte die Arbeit nicht unbedingt einfacher. So entschloss man sich zum Bau eines neuen, viel größeren Amtssitzes. Berlin stand „drohend“ vor der Türe. Spandau wollte unbedingt seine Eigenständigkeit beweisen, um klar zu machen, dass man weder auf Berlin angewiesen ist, noch eingemeindet werden möchte. Das neue Gebäude sollte als „etwas hermachen“. Wie es üblich ist, bei solchen Bauvorhaben, wurde ein Architekten-Wettbewerb ausgeschrieben. Für heute Verhältnisse nicht überraschend, nahm man nicht den Gewinner-Beitrag  als Vorlage für das neue Rathaus. Wahrscheinlich erschien der Entwurf zu schlicht. Er hätte wahrscheinlich besser zu den finanziellen Verhältnissen der Stadt gepasst, erfüllte aber nicht den Zweck, Selbstbewusstsein gegenüber Berlin auszudrücken.

In der Festrede zum Rathausbau kam eine weitere doch recht verblüffende Aufgabe zu Tage, die das neue Rathausgebäude erfüllen sollte. Der Rand der Altstadt war anscheinend nicht besonders schön anzusehen, darum sollte das Rathaus diesen „Schandfleck“ vor den Blicken verbergen. Das Quergebäude neben dem Rathaus erfüllte diese gewünschte Zusatzfunktion.

Ausstellung

Die Ausstellung mit ihren rund 150 Fotos und Abbildungen zeigt eindrucksvoll das ganze Spektrum der bewegten Geschichte dieses Gebäudes. Besonders im zweiten Weltkrieg erlitt das Rathaus erhebliche Beschädigungen. Anders als bei manchen Häusern in der großflächig zerstörten Altstadt, war eine Wiederherstellung möglich, auch wenn manches nicht in alter Form möglich war, oder aber bewusst anderes gestaltet wurde, um ein Zeichen für mehr Offenheit zu setzen. So bekam der Rathausturm keine geschlossene Haube mehr, sondern wurde ganz bewusst nach allen Seiten offen gebaut. Nur an wenigen Stellen fallen die Zerstörungen des Krieges noch deutlich ins Auge. Zu besichtige ist die Ausstellung bis Mitte November zu den regulären Öffnungszeiten des Rathaus.

 

Ralf Salecker

Bulldogs gewinnen Heimspiel

Nach zwei abgesagten Spielen konnten die Spandau Bulldogs im Jubiläumsjahr ihr erstes Heimspiel gewinnen.

Nach zwei abgesagten Spielen fand am vergangenen Samstag endlich das erste Heimspiel der Regionalliga Ost im Spandauer Helmut-Schleusener-Stadion statt. Für die Bulldogs ging es dabei gleich gegen den Tabellenführer Red Cocks aus Frankfurt Oder, denen sich das Team aus Spandau bereits im Hinspiel knapp mit 5:14 geschlagen geben musste.

Die Spandau Bulldogs konnten das erste Heimspiel der Saison gleich gegen den Tabellenführer gewinnen.

Die Spandau Bulldogs konnten das erste Heimspiel der Saison gleich gegen den Tabellenführer gewinnen.

Zweite Niederlage in Berlin

Mut machte den Gastgebern jedoch die Niederlage der „Kampfhähne“ eine Woche vorher gegen die Berlin Bears. Die Bulldogs gingen dementsprechend motiviert in die Partie. Mit der richtigen Einstellung in einem abwechslungsreichen als auch ausgeglichenen Spiel konnte sich letztendlich die Mannschaft selbst sowie das Publikum dann mit dem ersten Heimsieg der Saison belohnen. Wiederholt äußerst knapp hieß es in diesem Fall jedoch 21:16 für die Bulldogs, welche in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiern. Nach 4 Spielen und vier Punkten befindet sich die Mannschaft momentan auf dem vierten Rang. Die Leipziger konnten trotz der zwei Niederlagen – jedoch mit bereits 8 absolvierten Spielen – weiterhin die Tabellenspitze behaupten.

Am Samstag tritt der Nachwuchs der Bulldogs ins Rampenlicht.

Am Samstag tritt der Nachwuchs der Bulldogs ins Rampenlicht. Fotos (2): Patrick Rein

Doubleheader der Jugendmannschaften

Und auch diesen Samstag steht wieder Football auf dem Sportprogramm im Bezirk. Am 17. August kommt zuerst die B Jugend der Bulldogs um den neuen Headcoach Cüneyt Özkan zum Zug. Die Jungdoggen machen gerade ein Jahr des Umbruchs durch und konnten noch kein Spiel für sich entscheiden. In der Sommerpause wurde nun die Coaching Crew umgestellt und somit kann es am Samstag ein spannendes Spiel gegen die Berlin Rebels werden. Im eigentlichen Hauptspiel treten dann jedoch die Spandau Bulldogs A Jugend gegen die Berlin Kobras an. Das Hinspiel konnten die Bulldogs knapp für sich entscheiden und gingen danach ungeschlagen durch die bisherige Saison, während sich die Kobras nach der Niederlage auch den Chemnitz Varlets geschlagen geben mussten. Daher stehen die Kobras unter besonderem Zugzwang: Nur ein Sieg am Samstag kann die Meisterschaftshoffnungen der Wilmersdorfer noch aufrechterhalten. Die Bulldogs unter Head Coach Leeroy Foster hingegen wollen ihre Siegesserie – welche seit der Neugründung der A Jugend vor 2 Jahren andauert – fortsetzen und dadurch die Möglichkeit erhalten am 1.9. im eigenen Stadion gegen die Chemnitz Varlets die Meisterschaft in der Regionalliga nach Spandau zu holen.

Patrick Rein

Zufrieden mit Spandaus Grünflächen?

Der Bürger hat das Wort

Mehr Wasserflächen in Grünanlagen? (Foto: Ralf Salecker)

Mehr Wasserflächen in Grünanlagen? (Foto: Ralf Salecker)

Bis zum 31. August können Spandauer und Berliner online ihre kommunalen Grünflächen bewerten. Anhand welcher Anregungen und Hinweise kann der Bezirk seine Arbeit verbessern? Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt und Grünflächenamt Spandau fragen dies gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt regelmäßig alle drei Jahre.

Der Begriff Grünanlage ist weiter gefasst, als es den meisten wahrscheinlich bewusst ist. Neben den klassischen Grünanlagen und Parks zählen hier Friedhöfe ebenso dazu, wie Spielplätze, Straßenbäume, Spazierwege und naturnahe Freiflächen. Auf der Homepage der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und des Bezirksamtes Spandau findet sich dazu ein Fragebogen der fragt, welche Grünflächen, wie häufig und warum genutzt werden.

Nur 5 Minuten soll die Online-Befragung den Antwortenden kosten. Gleich zu Anfang wird nach einem möglichst objektiven Gesamteindruck über einen Zeitraum von einem Jahr gefragt, auch wenn ein Interesse der Fragenden an „persönlichen Ärgernissen und Problemen“ des Befragten eingeräumt wird.

Aus der Summe der Antworten ergeben sich die Handlungsschwerpunkte der öffentlichen Hand für die nächsten drei Jahre im Bereich Grünanlagen. Der Fragebogen erfragt detailliert die zeitliche Nutzung unterschiedlichster Grünanlagen. Leider wird eine objektive Antwort unmöglich gemacht, weil die Differenzierung der Zeiträume eher mangelhaft ist. So gibt es z.B. nur die Entscheidung zwischen 1-3x pro Woche und 1x im Monat. Werte dazwischen wären realistischer.

Wo sehen Bürger die größten Probleme?

Die Antwort wird wohl ähnlich ausfallen, wie es schon bei der Bürgerbeteiligung zum Bürgerhaushalt und anderen Befragungen der Fall war. Selbst der erste Antrag auf „OpenAntrag“ bei den Piraten passte in das Schema. Mangelnde Sauberkeit und Vandalismus werden wahrscheinlich zu den häufigsten Vorwürfen gehören: Der Müll in den Grünanlagen soll schneller als bisher beseitigt und mehr Mülleimer aufgestellt werden. Mit diesen sich an Symptomen orientierenden Forderungen wird sich an der Realität in den Grünanlagen kaum etwas ändern. Solange es Menschen gibt, die ihren Müll ohne Gewissensbisse in die Natur entsorgen, nützen auch dutzende weitere Mülleimer nicht. Ebenso wird mehr Personal kaum in der Lage sein, an allen Problemorten ständig präsent zu sein.

Ähnliche Antworte, wie diese, werden die Regel sein:

„Generell werden Abfallbehälter vorrangig an Spielplätzen und in sehr stark frequentierten Grünanlagen aufgestellt. Weitere Standorte für Abfallbehälter im Bullengrabengrünzug sind derzeit nicht finanzierbar. Denn nicht die Aufstellung von Abfallbehältern, sondern die laufenden Entleerungen sowie die vandalismusbedingten Reparaturen und Ersatzbeschaffungen binden erhebliche finanzielle Mittel.“

Die Wünsche zur Nutzung werden deutlich schwieriger zu erfüllen sein

Ist es möglich, in einer Grünanlage den Bedürfnissen nach Ruhe, Sport, Liegeflächen, wilder Natur, geordneten Blumenbeete, Kinderspielflächen … gleichzeitig gerecht zu werden? Heute sind Grünanlagen keine reinen Flanierflächen mehr. Unterschiedliche Bedürfnisse erfordern erhebliche Investitionen. Schaut man sich die Gärten von „Grün Berlin“ an, dann würde eine aufwändig gestaltete Grünanlage nur noch gegen Eintritt zu betreten sein. Ist das erstrebenswert?

Wer mitmachen möchte findet den Fragebogen bis zum 31.8.2013 unter:

Gemeinschaftsgarten in der Spandauer Neustadt

In die Mittelstraße ist Leben eingezogen

Gemeinschaftsgarten Mittelstraße (Foto: Maria Barth)

Gemeinschaftsgarten Mittelstraße (Foto: Maria Barth)

Ein paar unentwegte Menschen versuchen unter Anleitung der Gartentherapeutin Maria Barth seit dem Mai letzten Jahres in der Spandauer Neustadt einen Gemeinschaftsgarten zu betreiben. Das vom Quartiersmanagement geförderte und vom Grünflächenamt unterstützte Projekt möchte in einem unwirtlichen, fast vergessenen, Bereich wieder buntes Leben einkehren lassen. Neudeutsch nennt man so einen Versuch „urban gardening“. Montags 15:30 bis 17:30 Uhr und freitags 10 bis 12 Uhr kann hier gemeinschaftlich unter Anleitung gegärtnert werden. Interessierte sind herzlich willkommen. In vielen Großstädte ist dies ein Ausdruck dafür, sich ein Stück Natur zurückzuerobern. Die Prinzessinnen-Gärten am Moritzplatz in Kreuzberg sind ein beeindruckendes Beispiel dafür.

Nicht alle Nutzer sind erwünscht

Im Laufe vieler Jahre hatte sich ein Stückchen Brache an der Mittelstraße zu einem eher ungeliebten Ort entwickelt. In der Nähe der alten Schule führen zwei schmale Wege zu einer Grünfläche, die ringsum von alten Häusern und Brandwänden umschlossen ist. Graffitis an den Wänden zeugen davon, dass jungen Menschen hier ihre „künstlerische Ader“ austobten, Dreck, dass es einigen Nutzern der Fläche nicht um eine nachhaltige Nutzung ging. Ein großes Holzgerüst gammelte damals vor sich hin. Man geht da nicht hin, sagten einige. Drogen sollen dort konsumiert werden. Ab und an werden Spritzen auf dem Kinderspielplatz gefunden. Abseits der Straße und unbeobachtet scheint dies ein „idealer Ort“ dafür zu sein.

Gerade darum ist das Gartenprojekt so wichtig, auch wenn es nur einen winzigen Teil der Brachfläche für sich nutzen darf. Nur wenn wieder regelmäßig frisches Leben einkehrt, kann sich das Stückchen Land zu einem gern besuchten lebendigen Ort entwickeln. Schon bald wird der Bezirk hier einen ansprechenden Spielplatz errichten. Eine Absicht, der einige Nachbarn nicht viel abgewinnen können. Sie haben anscheinend Angst vor einer lauten Zukunft: Kinder sind Lärm …

Ab und an wurden die liebevoll gesetzten Pflanzen herausgerissen. Sinnlose Zerstörungswut oder ein Zeichen nach dem Motto „wir wollen euch hier nicht haben“. Aber es scheint sich zu bessern.

Gärtnern als therapeutischer Ansatz

Es geht nicht vordergründig darum, einfach mal ein paar Blümchen zu pflanzen. Aktivitäten rund um Pflanzen sollen die körperliche, soziale und psychische Gesundheit und die Lebensqualität des Menschen erhalten und steigern. Das Gemeinschaftserlebnis stärkt auch den Einzelnen. Kinder, Jugendliche und auch ältere finden sich hier ein. Alle Teilnehmer sind stolz auf das erreichte. Die Produkte des Gartens werden auch weiterverarbeitet zu Sirup, Pflanzenfarben, „Kaffee“ aus Löwenzahnwurzel und vieles mehr.

Wer neugierig geworden ist, findet weitere Informationen auf der Internetseite des Quartiersmanagements in der Spandauer Neustadt http://qm-spandauer-neustadt.de

 

Ralf Salecker

Gatow gewinnt Hitzeschlacht

Spandauer Kickers unterliegen im eigenen Stadion beim diesjährigen Bürgermeisterpokal dem SV Gatow mit 0:2.

Das Wochenende stand nicht nur im Zeichen der Hitzerekorde, auch sportlich wurde einiges geboten. Einerseits zeigte am Samstag Borussia Dortmund, dass der Triple-Sieger aus Bayern durchaus schlagbar ist, zum anderen wurde die Frauennationalmannschaft am Sonntag nach schwacher Vorrunde überraschend Europameister. Doch auch in Spandau wurde trotz Temperaturhöchstwerten gekickt. Dabei konnten die Gatower zum Abschluss des Turniers nach einem Jahr Pause wiederholt den Bürgermeisterpokal in Empfang nehmen.

Sieger des Spandauer Bürgermeisterpokals 2013: SC Gatow.

Sieger des Spandauer Bürgermeisterpokals 2013: SC Gatow. Foto: Spandauer AG

Halbfinalspiele vom Freitag

Letztmalig fanden die Spiele um den Einzug ins kleine und große Finale im Stadion in Haselhorst statt. Dort konnten sich um 18 Uhr die Spandauer Kickers (Spaki) souverän mit 4:2 gegen Galatasaray durchsetzen. Die Bezwinger von Vorjahressieger Staaken aus Gatow zogen gegen Teutonia mit 3:1 ins Finale ein. Das kleine Finale am Sonntag in der Arena der Spandauer Kickers entschied dann Galatasaray schließlich mit 5:3 für sich. Noch im letzten Jahr hatten die Teutonen den 3. Platz belegen können.

Bereits im Viertelfinale bezwang Gatow den Titelverteidiger aus Staaken.

Bereits im Viertelfinale bezwang Gatow den Titelverteidiger aus Staaken. Foto: Patrick Rein

Gatow holt Titel zurück

Der SC Gatow verfügt seinerseits über viel Endspielerfahrung. In der vorletzten Saison standen die Gatower im Finale des Berliner Pilsner Pokals, welches sie damals gegen BAK Berlin verloren. Zudem waren sie im letzten Spandauer Bürgermeisterpokal noch als Titelverteidiger ins Rennen gegangen, mussten sich dann aber Teutonia geschlagen geben. Dieses Mal hatten sie aber in der Hitzeschlacht gegen Gastgeber Spaki die Nase vorn und holten somit den Titel zurück in den Spandauer Süden.

Wetter- und Zuschauertechnisch waren die Spiele ebenso wie fußballerisch wieder ein großer Erfolg für das Team von Veranstalter Matthias Zimmermann vom Sportshop Staaken. Diesem dankten auch Bezirksbürgermeister Kleebank und Sportstadtrat Gerhard Hanke bei der Siegerehrung. 2014 werden dann beim Vorbereitungsturnier und bezirklichem Kräftemessen wieder alle Spandauer Fußballvereine versuchen den Bürgermeisterpokal für sich zu entscheiden.

Patrick Rein

In Kladow wird Spandaus Wetter gemacht

Die Leidenschaft begann schon in jungen Jahren

Stefan Proft misst seit mehr als 10 Jahren das Kladower Wetter (Foto: Ralf Salecker)

Stefan Proft misst seit mehr als 10 Jahren das Kladower Wetter (Foto: Ralf Salecker)

Alle reden vom Wetter. Wieder einmal. Kaum gibt es ein paar Tage etwas höhere Temperaturen als üblich, wird geschimpft. Petrus, oder die „Wetterfrösche“ können es offensichtlich niemandem recht machen. Immer herrscht das falsche Wetter. Auch wenn viele das aktuelle Wetter thematisieren, hält sich das Interesse an seinen Gesetzmäßigkeiten in Grenzen. Kaum jemand würde auf den Gedanken kommen, das Wetter so genau zu beobachten, um im Laufe der Jahre Berge von Heften zu füllen. Stefan Proft, ein junger Mann aus Kladow macht dies, seit er ein kleiner Junge war. Akribisch zeichnete er seit seinem 13ten Lebensjahr alles auf, was er im Garten seiner Eltern mit Messgeräten erfassen konnte. Inzwischen geht er seiner Leidenschaft in Form eines Studiums der Meterorologie an der Freien Universität in Dahlem nach.

Der eigene Garten als Wetterstation

Betritt man den Garten in Kladow, fällt nur wenig auf, was auf regelmäßige Wettermessungen hinweist. Einzig ein übergroßes Thermometer lässt etwas erahnen. Auf dem Dach des Hauses dreht sich munter ein Messgerät zur Erfassung der Windgeschwindigkeit. Im Garten verteilt messen weitere Thermometer die Temperaturen in einer definierten Höhe über dem Boden, wie auch in unterschiedlichen Tiefen im Boden. Daten, die Gärtner wertvolle Hilfen liefern, wenn es darum geht zu entscheiden, ob Pflanzen in den Boden eingebracht werden können.

Ein Regemesser sammelt den anfallenden Regen. Um seine Messgenauigkeit zu erhöhen, hat Stefan Proft einen größeren Trichter angebracht. Jetzt können auch die kleinsten Wassermengen erfasst werden. All die erfassten Daten müssen nicht mehr abgelesen und in Tabellen eingetragen werden. Moderne Technik hat Einzug gehalten. So ist das Regenmessgerät mit einer Kippwaage ausgestattet, die regelmäßige automatische Messungen ermöglicht. Alle erfassten Daten werden drahtlos an den Computer geschickt. Aufbereitet landen sie dann auf der Internetseite, die der angehende Meteorologe seit 2012 betreibt. Selbst bekannte Wetterfrösche aus dem Fernsehen haben schon wohlwollende Bemerkungen im Gästebuch hinterlassen. Niemand in Spandau hat bisher vergleichbar akribisch Wetterdaten gesammelt. Meteorologen wünschen sich ein möglichst dichtes Netz an Messstationen. Darum kann eine solche private Initiative eine große Hilfe sein.

Als Schüler bekam Stefan Proft die Gelegenheit zu einem Praktikum am Meteorologischen Institut. Seit diesem Zeitpunkt war es dann endgültig um ihn geschehen. Seine eigene Zukunft sieht er weniger als „Wettermann“ im Fernsehen, sondern in der Forschung.

Trotz aller Wissenschaft ist die Beobachtung und Vorhersage von Wetterereignissen von vielen Faktoren abhängig. Drei Tage im Voraus zu bestimmen, wie das Wetter aussehen wird, ist noch eine realistische Grenze. Prognosen, die deutlich darüber hinausgehen, beinhalten eine große Menge an Unwägbarkeiten. Das liegt nicht an den Fehlern der Meteorologen, sondern an der Komplexität der Daten. Bauernregeln helfen da manchmal weiter, auch wenn sie eher regionale Bedeutung haben. Sie sind das Ergebnis langer Beobachtungen. Meteorologen versuchen das Geschehen mit Hilfe komplexer mathematischer Gleichungssysteme zu erfassen.

Ralf Salecker

Titelverteidiger im Viertelfinale ausgeschieden

Die Viertelfinalspiele des diesjährigen Spandauer Bürgermeisterpokals sind abgeschlossen und die Halbfinalpartien stehen unmittelbar bevor.

Nachdem sich bereits nach der Vorrunde die ersten Mannschaften beim diesjährigen Spandauer Bürgermeisterpokal wie der SSV, Schwarz-Weiß, der FFV oder auch Siemensstadt mit der bislang höchsten Niederlage (1:9) verabschieden mussten, standen am Dienstag und Mittwoch die Halbfinalspiele auf dem Programm. Dabei trafen Kladow auf Galatasaray, Spandauer Kickers (SpaKi) auf Veritas und einen Tag später Gatow auf Staaken und Teutonia auf Alemannia.

Galatasaray Spandau konnte sich gegen die Sportfreunde Kladow durchsetzen und trifft nun auf "SpaKi".

Galatasaray Spandau konnte sich gegen die Sportfreunde Kladow durchsetzen und trifft nun auf “SpaKi”.

Kladow unterliegt knapp

Besonders die 18 Uhr Partien mussten an fast allen Tagen den Temperaturen Tribut zollen, so dass vom Veranstalter sogar Trinkpausen während der regulären Spielzeit angesetzt wurden. Ausgeglichen gestaltete sich das erste Halbfinale zwischen den Sportfreunden Kladow und Galatasaray Spandau, welche sich durch einen Treffer in der 85. Minute ins Halbfinale schossen. Im Anschluss konnten dann die Spandauer Kickers mit einem klaren 5:2 gegen Veritas nachziehen. Dabei war „Spaki“ von Anfang an spielbestimmend und führte schnell mit 2:0. Doch Veritas nutzte seine wenigen Chancen konsequent und konnte in der ersten Halbzeit zwei Mal auf 1:2 und 2:3 verkürzen, konnte jedoch im zweiten Durchgang nur noch wenig dagegensetzen.

Bei der Hitze wurden vom Veranstalter offizielle Trinkpausen angesetzt. Diese halfen dem Titelverteidiger SC Staaken jedoch nicht.

Bei der Hitze wurden vom Veranstalter offizielle Trinkpausen angesetzt. Diese halfen dem Titelverteidiger SC Staaken jedoch nicht. Fotos (2): Patrick Rein

Titelverteidiger raus

Das Spitzenspiel des Viertelfinales fand dann am Mittwoch zwischen Gatow und dem Titelverteidiger SC Staaken statt. Dabei gelang den Gatowern vor fast 200 Zuschauern bereits in der ersten Halbzeit der letztendliche Siegtreffer. Damit mussten die Staakener ihrer zweiten Mannschaft folgen, die bereits in der Vorrunde gegen Kladow mit 2:0 unterlagen und aus dem Turnier ausschieden. Mit dem deutlichsten Viertelfinalergebnis zog danach Teutonia mit einem klaren 4:0 Sieg gegen den diesjährigen Gastgeber Alemannia Haselhorst als letzter Teilnehmer ins Halbfinale ein.

Letztmalig im Stadion Haselhorst am Pulvermühlenweg kommt es damit heute (Freitag) zu folgenden Partien:

18 Uhr Galatasaray Spandau – Spandauer Kickers

19.50 Uhr Gatow – Teutonia

Das Speil um Platz drei (11 Uhr) und das diesjährige Finale (13 Uhr) finden dann am Sonntag in Staaken West am Brunsbütteler Damm 441 statt. Ausführliche Informationen zum Bürgermeisterpokal finden alle Interessierten seit dieser Woche auf der Internetseite von www.sport-90.de unter Amateurfußball oder weiterhin hier über die Spandauer AG.

Patrick Rein

Zum zweiten Mal Festival in Paaren

Bloodhound Gang, Wu-Tang Clan als auch Nick Cave & the bad seets und viele andere spielen beim Greenville Festival bei Spandau.

An diesem sommerlichen Juli Wochenende werden sich in Paaren/Glien – dem idyllischen Dorf in Brandenburg kurz vor den Toren Spandaus – wie bereits im letzten Jahr die innovativsten und interessantesten Acts der nationalen und internationalen Musikszene präsentieren. Nach langjähriger Erfahrung und erfolgreicher Arbeit im Musikbusiness fiel der Entschluss sich einem neuen Meilenstein in der Entwicklung von creative talent zu widmen. Dabei ist die Idee von GREENVILLE entstanden! Und der Erfolg aus dem letzten Jahr gibt den Veranstaltern recht. An drei Tagen voll gepackt mit dem wohl abwechslungsreichsten, genreübergreifendsten Programm im deutschen Festivalsommer 2013, werden mehrere tausend Besucher aus Berlin, Deutschland und Europa zu GREENVILLE erwartet!

Foto: doubleju/Greenville

Foto: doubleju/Greenville

“Music is our passion!”

Genau aus diesem Grund wird der Fokus des Festivals wieder ganz klar auf der Musik liegen. Neben drei Open Air Bühnen wo Künstler unterschiedlichster Genre auftreten werden, runden Kunst und Kultur das Programm ab um GREENVILLE weiterhin zum innovativsten Festival mit ökologischer Anspruchshaltung in Deutschland zu machen. Die Drei-Tages-Festivaltickets sind ab 89,00 € über Ticketmaster erhältlich. Tickets für die einzelnen Tage kosten jeweils 45,00 €.

Freitag, 26.07.2013

Bloodhound Gang

Fall Out Boy, Frittenbude, The D.O.T. LaBrassBanda, Thees Uhlmann, Atari Teenage Riot, Westbam, Ohrbooten, The Inspector Cluzo, The Fog Joggers, 257ers, Findus, AER, The Love Bülow, Sam, Kollektiv22

Samstag, 27.07.2013

Wu-Tang Clan (exklusive 20th Anniversary Show)

Katzenjammer (exklusiv!), Bonaparte, Jupiter Jones, Alex Clare, Gentleman, The Joy Formidable, Icona Pop, Texas Is The Reason, Japandroids, Letzte Instanz, Maybeshewill, Captain Planet, Saalschutz, The Thiams, Tall Ships, Death Letters, Tim Vantol, Marathonmann, Grey Televison, Rider’s Connection

Sonntag, 28.07.2013

Nick Cave & The Bad Seeds (exklusive Festival Show!)

Kaiser Chiefs (exklusiv), Sophie Hunger, Tocotronic, Scala & Kolacny Brothers, Torche, Efterklang, Kvelertak, Gemma Ray, Comeback Kid, Hoffmaestro, Heisskalt, Alex Hepburn, Willy Moon, Brothers in Arms, Razz, Tubbe, Maximilian Hecker

Foto: doubleju/Greenville

Foto: doubleju/Greenville

SPANDAU-BRIESELANG-GREENVILLE

Von Spandau fahren Züge bis Bahnhof  Brieselang. Ab Bahnhof Brieselang fahren in regelmäßigen Abständen Shuttlebusse zum 15 Minuten entfernten Festivalgelände. Der Bus pendelt zwischen Bahnhof Brieselang und dem Festivalgelände zu folgenden Zeiten:

25.07.2013 / 15-20 Uhr
26.07.2013 / 10 – 22 Uhr
27.07.2013 / 12 – 22 Uhr und 1 – 4 Uhr (ab 2 Uhr nach Bahnhof Spandau)
28.07.2013 / 12 – 22 Uhr und 1 – 4 Uhr (ab 2 Uhr nach Bahnhof Spandau)
28-29.07.2013 / 23:20 – 3:10 Uhr (ab 2 Uhr nach Bahnhof Spandau)
29.07.2013 / 10 – 14 Uhr

Der Shuttlebus wird durchgeführt von berlinmobil und kostet 1 Euro/Fahrstrecke.

Patrick Rein

Wer wird die Nummer 1 im Bezirk?

Nachdem der SC Staaken im letzten Jahr den Spandauer Bürgermeister Pokal gewinnen konnte, kommt es in den nächsten Wochen zum erneuten Kräftemessen.

Nach dem harten Winter und der damit verbundenen Verlängerung der Fußball-Saison in Berlin ist die kickerfreie Zeit in diesem Jahr äußerst kurz. Während sich Hertha BSC auf eine erneute und – dieses Mal hoffentlich länger anhaltende – Bundesliga-Saison vorbereitet, stehen auch die Spandauer Vereine den Vorbereitungen auf die Spielzeit 2013/2014 in nichts nach. Traditionell wird daher auch wieder der Spandauer Bürgermeister Pokal um die Nummer 1 im Bezirk ausgespielt.

Der SC Staaken geht als Titelverteidiger in den diesjährigen Spandauer Bürgermeister Pokal.

Der SC Staaken geht als Titelverteidiger in den diesjährigen Spandauer Bürgermeister Pokal. Foto: Patrick Rein

Zu Gast in Haselhorst

Bis auf die Endspielpaarungen in der Arena der Spandauer Kickers in Staaken West werden alle Vorrunden-, Viertel- und Halbfinalpartien im Stadion Haselhorst ausgetragen. Der SC Staaken ist dabei als einziger Verein gleich mit zwei Mannschaften vertreten, wobei Staaken II auch den Auftakt am Mittwoch gegen Kladow macht. Die erste Mannschaft als Titelverteidiger greift erst am Freitag ins Turniergeschehen gegen Schwarz-Weiß Spandau ein und den Abschluss der Vorrunde beschreitet am Samstag dann der Gastgeber Alemania Haselhorst gegen FFV Spandau bevor es Dienstag mit den Viertelfinalspielen weitergeht. Alle Informationen gibt es auf der neuen Homepage unter www.spandauer-ag.de und natürlich bleiben auch wir „am Ball“.

Plakat-SpandauDie Paarungen im Überblick:

Mittwoch 17.7. bis Finaltag Stadion Haselhorst
18 Uhr                  Kladow – Staaken II

19:50 Uhr        Galatasaray – Siemensstadt

Donnerstag 18.7.
18 Uhr                  Spandau 06 – Spd. Kickers

19:50 Uhr         Srbija – Veritas

Freitag 19.7.
18 Uhr                  Gatow – SSV                                 19:50 Uhr       Staaken I – SW Spd.

Samstag 20.07.

15 Uhr                  BW Spd. – Teutonia                       16:50 Uhr      Alemania – FFV Spd.

Viertelfinale Dienstag 23.7.
18 Uhr                  Sieger Kladow / Staaken II – Sieger Galatasaray / Siemensstadt
19:50 Uhr            Sieger Spandau 06 / Spd. Kickers  – Sieger Srbija / Veritas

Viertelfinale  Mittwoch 24.7.
18 Uhr                  Sieger Gatow / SSV – Sieger Staaken I / SW Spd
19:50 Uhr            Sieger BW Spd. / Teutonia – Sieger Alemania / FFV Spd.

Halbfinale Freitag 26.7.

18 Uhr und 19:50 Uhr

Endspiele Sonntag 28.7.

Spiel um Platz 3 um 11 Uhr und Finale 13 Uhr  Staaken West

Patrick Rein

Sommerferien in Spandau – Was tun?

Frische Luft und Sonne für Kinder und Jugendliche

Ferienangebote für Kinder und Jugendliche (Foto: Ralf Salecker)

Ferienangebote für Kinder und Jugendliche (Foto: Ralf Salecker)

Haben wir in den letzten Beiträgen Bademöglichkeiten in der Nachbarschaft und Unternehmungen in den Sommerferien mit kostenlosen Angeboten für Kinder und Jugendliche vorgestellt, sind es diesmal kostenpflichtige – bei trotzdem annehmbaren Preisen, die im Einzelfall sogar ermäßigt werden können.

In der Zeit vom 17. Juni bis zum 2. August gibt es keinen offenen Betrieb in der Freizeitstätte am Aaalemannufer in Hakenfelde. Warum, fragt sich nun der geneigte Leser, ist dies gerade während der Ferien der Fall. Die Erklärung ist einfach,  auch in diesen Sommerferien wird dort für Spandaus Kinder und Jugendliche ein buntes aufregendes Programm angeboten, das sich sehen lassen kann. Passenderweise trägt es den schönen Titel „Kinder in Luft und Sonne“. Frische Luft und Sonne sind ein guter Tausch gegen den Mief eines Zimmers und der Beleuchtung durch den Bildschirm des Spiele-Computers. Die Realisation wird durch den Träger HABIKUS e.V. sichergestellt. Wer daran teilnehmen möchte muss sich über das Jugendamt anmelden.

Der erste Ferienblock geht gerade seinem Ende entgegen. Der zweite, Hakenfelde II, für die Geburtsjahrgänge 2002 bis 2006 startet am 15. Juli und geht bis zum 2. August. Jeder „Kinder-in-Luft-und-Sonne-Durchgang“ umfasst 15 Betreuungstage, jeweils werktags (außer Samstag) von 8:00 Uhr bis 15:30 Uhr. Für diesen Zeitraum ist ein moderater Betrag von 61,- Euro zu entrichten, ermäßigt sogar nur 39,- Euro. Am ersten Tag ist zusätzlich ein Programmgeld in Höhe von 18,- Euro zu entrichten. Im Paket enthalten sind Verpflegung und Betreuung. An- und Abfahrt müssen selbst organisiert werden.

Weitere „Kinder-in-Luft-und-Sonne“-Programmpakete sind:

  • Südpark II: 15.7. – 2.8.2013 für die Jahrgänge 2000 – 2003 in der Freizeitsportanlage Südpark (Am Südpark 61a, 13595 Berlin)
  • Cosmarweg II: 15.7. – 2.8.2013 für die Jahrgänge 2003 – 2006 auf dem Freizeitgelände Cosmarweg (Cosmarweg 71, 13591 Berlin)

Programmangebote mit Übernachtung

Ein Kletter-Camp am Teufelssee wird in Zusammenarbeit mit Pyramide e.V. durchgeführt: Teufelssee III läuft vom 27. Juni bis zum 3. August. Nur 8,- Euro teurer als die o.g. Angebote, beinhaltet das Kletter-Camp auch die Übernachtung. Geschlafen wird in kleinen Bungalows. Eigene Bettwäsche oder Schlafsäcke sind mitbringen. Ebenso müssen An- und Abfahrt selbst organisiert werden.

Neben den Angeboten in Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf gibt es auch noch eine Kinder- und Jugendreise. Vom 20. Juli bis zum 2. August geht es für die Jahrgänge 1997 bis 1999 (14 bis 16 Jahre) ins Jugenddorf Hachen im Sauerland. Die Kosten betragen je nach Einkommen zwischen 60,-€ und 399,-€. Für die Anmeldung sind Nachweise für das einkommen mitzubringen.

 

Ralf Salecker

 

Freizeitstätte Aalemannufer

  • Niederneuendorfer Allee 30
  • 13587 Berlin
  • Tel.: 355 99 070

Jugendamt – Anmeldung

  • Jugend- u. Familienförderung
  • Rathaus Spandau
  • Fr. Buckenauer, R. U 40
  • Mo., Di.: 9:00 – 13:00 Uhr, Do.: 16:00 – 18:00 Uhr
  • Tel.: 90279-6531

Lisicki entfacht Tennisfieber

Nachdem erstmals seit Steffi Graf wieder eine Deutsche im Wimbledon-Finale stand, zeigen wir wo auch in Spandau Tennis gespielt wird.

Die glorreichen Zeiten des Tennissports in Deutschland – als Boris Becker und Steffi Graf das Geschehen bestimmten – sind schon länger vorbei. Seitdem war die damalige Euphorie erloschen und Tennisvereine haben mit Mitgliederschwund sowie Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Doch durch die Berlinerin Sabine Lisicki und ihrem phänomenalen Einzug ins Finale von Wimbledon, dem ehrwürdigsten der vier Grand-Slam Turniere, schöpft die gesamte Sportart nun neue Hoffnung.

Um ohne Vereinsmitgliedschaft selbst mal den Schläger in die Hand zu nehmen, stehen die Plätze an der Havellandhalle gegen Gebühr zur Verfügung.

Um ohne Vereinsmitgliedschaft selbst mal den Schläger in die Hand zu nehmen, stehen die Plätze an der Havellandhalle gegen Gebühr zur Verfügung.

Sympathieträgerin chancenlos

Spätestens nach dem Sieg im Achtelfinale gegen die Weltranglistenerste Serena Williams erweckte die 23-jährige Deutsche öffentliches Interesse. Während früher das öffentlichrechtliche und Privatfernsehen um die Übertragungsrechte stritten, lagen diese am Samstag ausschließlich beim Pay-TV. Wer sich daher am Samstag zum Finale auf machte um das Match in einer Sportsbar live zu verfolgen, erlebte jedoch eine chancenlose Lisicki. Der Druck und die im Vorfeld erklärte Favoritenrolle gegen die spätere Siegerin Marion Bartoli schienen einfach zu viel für die Berlinerin, welche nach eigenem Doppelfehler ihre Tränen kaum noch unterdrücken konnte.

Bei Spandaus ältesten Tennisverein Sutos hatte im letzten Jahr auch John Travolta gespielt.

Bei Spandaus ältesten Tennisverein Sutos hatte im letzten Jahr auch John Travolta gespielt. Fotos (2): Patrick Rein

Bum Bum Bine

Doch die Zeit des ersten Grand-Slam Erfolges nach der deutlichen 1:6 und 4:6 Niederlage wird noch kommen und zumindest konnte der Tennissport nach langer Zeit wieder die Aufmerksamt erfahren, die ihm so lange verwehrt war. Wer selbst Lust bekommen hat den Schläger ein Mal in die Hand zu nehmen, hat unter anderem hier bei folgenden Vereinen die Möglichkeit:

Spandauer Hockey- und Tennis-Club 1910 e.V. | Tiefwerderweg 28 | 13597 Berlin

Sprechzeiten: Mo. 10-18 Uhr

Tel. und Fax: 030 332 24 10

E-Mail: geschaeftsstelle@shtc.de

ASC Spandau e.V. | Kleine Eiswerderstr. 11 | 13599 Berlin

Tel.: 030 334 44 44  | Fax. 030 33 77 64 48

E-Mail: asc-tennis@arcor.de

Verein für Volkssport Spandau 1922 e.V. | Wichernstrasse 55 | 13587 Berlin

Tel. 030/335 51 26

SUTOS Sport und Tennisverein Olympia Spandau 1917 e.V. | Wichernstraße 53 | 13587 Berlin

Telefon: 030 335 25 49 | Telefax: 030 35 10 96 12

STC Hakenfelde 75 e.V. | Hakenfelder Str. 28 | 13591 Berlin

Geschäftsstelle: Sigrid Balzereit | Richard-Münch-Str. 18 | 13591 Berlin | Tel.: 36 40 15 39

Nicht jeder Verein stellt jedoch seine Plätze auch Gästen zur Verfügung. Ohne eine Mitgliedschaft stehen Plätze ansonsten noch im Sportzentrum Siemensstadt oder aber in Seeburg in der Havellandhalle (drinnen und draußen) zur Verfügung.

Patrick Rein

Sonne, Hitze, baden, nicht nur in Spandau

Kühlendes Nass gibt´s auch in der Nachbarschaft

Badestelle an der Havel (Foto: Ralf Salecker)

Badestelle an der Havel (Foto: Ralf Salecker)

Endlich bricht der Sommer wieder mit aller Kraft los. Der Sprung ins kühle Nass wird also zur wichtigen Freizeitbeschäftigung für alle, die jetzt zu den glücklichen Urlaubern gehören. In einem vorherigen Beitrag hatten wir die eingeschränkten Bademöglichkeiten in Spandau vorgestellt. Leider ist die Zahl der offiziellen Badestellen geringer, als im letzten Jahr. Das Schwimmbad in der Gatower Straße ist immer noch geschlossen und die kleine Badewiese ist von der Liste der offiziellen Badegelegenheiten gestrichen worden. Zu lange fiel sie immer durch bakterielle Verschmutzung auf. Es gilt also nach Alternativen Ausschau zu halten. Einige gibt es in den Nachbarbezirken oder im Umland. Niemand muss also unnötig schwitzen.

Bademöglichkeiten in Charlottenburg-Wilmersdorf

Fangen wir gleich mit der schlechten Meldung an, im Freibad Halensee ist nur Sonnenbaden möglich. Die schlechte Wasserqualität lässt nichts anderes zu. Schöner ist es dagegen im Freibad Jungfernheide. Mit regelmäßig gepflegtem Sandstrand, einer schönen Liegewiese, Badeinsel und Rutschen können hier Erwachsene wie Kinder gleichermaßen sicher baden. Auf olympischen Pfaden kann man sich dagegen im Sommerbad Olympiastadion tummeln. Ein klassisches 50m Sportbecken mit acht Bahnen, die Sprunganlage mit 1m und 3m Sprungbrett sowie 5m, 7,5m und 10m Plattform bieten den Olympioniken von morgen eine gute Basis. Zwei Nichtschwimmerbecken und ein Schwimmbecken mit Kinderrutsche sowie eine Planschlandschaft lassen auch bei den Kleinsten keinen Wunsch offen. Fast ähnlich gut ausgestattet ist das Sommerbad Wilmersdorf, nur der 10-Meter-Turm fehlt.

Wer lieber in natürlichen Gewässern unterwegs ist, dem sei vor allem der Teufelssee am Ökowerk im Grunewald ans Herz gelegt. Eine große Wiese bietet Platz für textilfreies und textilhaltiges Sonnenbaden. Mitten im See schwimmt eine kleine Badeinsel, die an heißen Tagen meist überlaufen ist. Nur die im häufiger auftretenden Hundebesitzer, die ihre Vierbeider verbotenerweise mit ans und ins Wasser nehmen, stören das Vergnügen. Am Grunewaldturm ist ähnlich wie bei der kleinen Badewiese das Baden derzeit nicht zu empfehlen.

Bademöglichkeiten in Brandenburg

Falkensee liegt vor der Haustüre Spandaus, dort locken Falkenhagener See und Neuer See. An der Ostseite des Neuen Sees gibt es einen kleinen Sandstrand, der an heißen Tagen schnell überlaufen ist. Im Falkenhagener See wird das Baden, welches nur vom Boot aus möglich ist, geduldet. Offiziell ist es nicht erlaubt, weil die geringe Sichttiefe und die dichte Uferbebauung eine mögliche Rettung erschweren.

Ein Stück weiter entfernt liegt Brieselang. Der dortige Nymphensee hat einen guten Ruf, er gilt als einer der saubersten Seen des Havellands. Sogar Tauchen ist hier, wenn auch nur nach Anmeldung, möglich.

Nur einen Steinwurf von Spandau entfernt liegt eine Badestelle an der Südseite des Glienicker Sees. Die Badegewässerqualität ist ausgezeichnet. Nur bei starken Regenfällen ist diese in Gefahr, weil bei Starkregenfällen aus dem Leistungssystem der Schmutzwasserkanalisation austreten.

Es gibt also eine Menge alternative Möglichkeiten, um ins kühle Nass zu kommen.

 

Ralf Salecker

Was tun in den Sommerferien?

Spandaus Ferien müssen nicht teuer sein

Gartenarbeit in den Sommerferien (Foto: Ralf Salecker)

Gartenarbeit in den Sommerferien (Foto: Ralf Salecker)

Die Sommerferien sind schon ein paar Tage alt, nicht jeder ist gleich in die Ferne gereist, um Berlin und Deutschland weit hinter sich zu lassen. Zeit für ein paar Gedanken um mögliche Aktivitäten in Spandau

Die Temperaturen lassen einen Punkt ganz oben auf der Aktivitätenliste stehen. Es ist Badezeit. Warum weit weg fliegen, wenn Strand und Wasser gleich um die Ecke zu haben sind? Neben einigen öffentlichen Badestellen im Bezirk gibt es noch viele mehr, die eher inoffiziellen Charakter haben. Nicht alle dieser Stellen sind ungefährlich.

Super-Ferien-Pass 2013/2014 – Einfach super Ferien machen!

Wer in Spandau und Berlin während der großen Ferien über Langeweile klagt ist selbst schuld. Weder mangelt es an Angeboten, noch ist Geld ein Grund, nichts zu unternehmen. Wer sich für 9 Euro den Super-Ferien-Pass zulegt, kann zu günstigeren Bedingungen oder gar kostenlos viel unternehmen. Etwas 600 Angebote sind im aktuellen Super-Ferien-Pass 2013/2014 versammelt. Alle notwendigen Informationen gibt es unter: www.jugendkulturservice.de.

Von Sport, Spiel, Spaß und Kultur bis zu Information wird alles abgedeckt, was man sich als Freizeitvergnügen vorstellen kann. Um auf die einleitenden Badeaktivitäten zurück zu kommen, mit dem Pass gibt es freien Eintritt in den Berliner Schwimmbädern.

Als Sahnehäubchen oben drauf sind bei 345 Verlosungen viele attraktive Preise zu gewinnen: „Zahlreiche Plätze zu Tagesfahrten, Events und Workshops sowie Freikarten für Kinos, Führungen und Sport- und Kulturveranstaltungen werden verlost. Der Super-Ferien-Pass 2013/2014 gilt in allen Ferien bis einschließlich Ostern 2014 und ist für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre.“

In den Ortsteilen Spandaus

Im Falkenhagener Feld bietet der Kano-Judo-Klub, unterstützt durch das Quartiersmanagement im Falkenhagener Feld Ost, ein kostenloses buntes Sommerferienprogramm für Kinder von 7-16 Jahren, welches von sportlicher Betätigung bis zu Besuchen unterschiedlicher Sport-, Freizeit- und Kultureinrichtungen reicht.

Das QM-Gebiet in der Spandauer Neustadt lässt ebenso keine Langeweile aufkommen. Wer gerne einmal die Fledermäuse auf der Zitadelle besuchen möchte, kann dies am 15. Juni um 10 Uhr tun. Eine Anmeldung muss im frisch sanierten Paul-Schneider-Haus in der Schönwalder Straße 23 erfolgen (Di, Do, Fr von 12 bis 18 Uhr). Am 28. Juli um 11:15 Uhr geht auf zu einer Wanderung entlang der Havel zum Teufelsmoor, durch den Spandauer Forst zum Wildgehege. Treffpunkt ist vor der Lutherkirche. Eine kleine grüne Oase ist der Gemeinschaftsgarten in der Mittelstraße. Neben gemeinsamen gärtnerischen Tätigkeiten gibt es Tipps, wie mit Pflanzenfarben Stoffe gefärbt werden.

Man muss also keine weiten Wege unternehmen, um sich während der Ferien zu vergnügen. Es muss noch nicht einmal viel geld kosten.

 

Ralf Salecker