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Bowl Arena Spandau

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„Meine Oma van Gogh“ in der Stadtbibliothek

 Im hohen Alter noch zum Pinsel greifen

Die Stadtbibliothek verwandelt sich in ein altes Wohnzimmer (Foto: Ralf Salecker)

Die Stadtbibliothek verwandelt sich in ein altes Wohnzimmer (Foto: Ralf Salecker)

Alte Menschen zwischen 55 und 100 haben zum Pinsel oder einem anderen Malwerkzeug gegriffen und „auf die Leinwand“ gebracht, was ihnen auf der Seele lag. Das Ergebnis kann seit einigen Tagen in einer Ausstellung im Lesecafé der Stadtbibliothek in der Spandauer Altstadt betrachtet werden.

Nun mag man sagen, das ist doch nichts Besonderes, schließlich ist fast ein Drittel aller Spandauer über 60. Es sind nicht irgendwelche ältere Menschen, die künstlerisch tätig wurden. Alle nutzen die Seniorentagespflegestätte der AWO und sind auf die eine oder andere Art und Weise pflegebedürftig.

Wir werden glücklicherweise alle älter, leider nicht immer bei vollständiger körperlicher oder geistiger Gesundheit. Unsere größte Angst ist es, alt und pflegebedürftig, genauer gesagt, abgeschoben, hilflos und zum Nichtstun abgestempelt zu sein.

Kunsttherapeuthische Begleitung

Allzu leicht besteht die Gefahr, im Alter zu verkümmern. Sei es, weil andere uns nichts mehr zutrauen, wir selbst ebenso denken oder echte Grenzen uns Probleme bereiten. Körperliche oder geistige Defizite erscheinen manchmal als der absolute Bremsschuh. Gerade dann ist es wichtig, jemanden zu haben, der verschüttete oder bisher ungenutzte Potentiale weckt.

Dies macht Elena Melichowa-Hass, die bei der AWO als Kunsttherapeutin tätig ist. In ihrer Malgruppe gibt sie den Senioren ein Werkzeug an die Hand, sich sinnvoll zu betätigen und damit wieder eine positive Erfahrung zu machen. Mit dem steigenden Selbstwertgefühl bekommen auch andere Dinge wieder eine positive Bedeutung.

„Farbe heilt die Seele“, davon ist Elena überzeugt. „Manche Menschen, die nicht sprechen können, reden durch ihre Bilder. Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für alte oder kranke Menschen, die ganz lange nichts Künstlerisches mehr getan haben – und sich vielleicht doch danach sehnen.“

Alte Menschen kommen und gehen

Das Alter und Krankheit fordern immer wieder ihren Tribut. Von einem Tag zum anderen sind Mitglieder der Gruppe nicht mehr dabei. Tod und Krankheit sind ein alltäglicher Begleiter. So bilden die Bilder oft einzige bleibende Erinnerung an einen Menschen.

„In dieser Zeit kamen Senioren und gingen …einige sind verstorben, einige kamen ins Altersheim, einige sind so dement geworden, dass sie ihr eigenes Bild gar nicht mehr erkennen … Es ist traurig. Ich muss mich damit abfinden, wenn ich morgens komme, könnte es immer passieren, dass einer „meiner Künstler“ einfach nicht mehr lebt …“

Aber das Ergebnis zählt. Manch einer hat erst spät seine schöpferische Ader entdeckt, ein anderer bekam erst in der Gruppe wieder die Gelegenheit, eine alte Leidenschaft auszuleben. So sind die Bilder alle höchst unterschiedlich, schließlich spiegeln sie die vielfältigsten Schicksale wider.

 

Ralf Salecker

 

Ausstellung im Lesesaal der Stadtbibliothek Spandau bis zum 29.11.2012.

  • Öffnungszeiten:
  • Mo, Mi, Fr 11 bis 20 Uhr
  • Di, Do 11 bis 18 Uhr, Sa 10 bis 14 Uhr
  • Stadtbibliothek Spandau, Carl-Schurz- Str.13 13597 Berlin

 

Das Stadtgeschichtliche Museum in neuem Gewand

Neue Ausstellungsgestaltung im Zeughaus

Eröffnung des Stadtgeschichtlichen Museums (Foto: Ralf Salecker)

Eröffnung des Stadtgeschichtlichen Museums (Foto: Ralf Salecker)

Betritt man den Innenhof der Zitadelle, fällt sofort ein markantes Gebäude ins Auge. Nein, diesmal sind weder Juliusturm noch Palas gemeint. Das Neue Zeughaus, mit seinem gelben Backstein, besticht durch seine klaren Formen. Baubeginn war das Jahr 1856, seine Fertigstellung 1858. Bis zum Ende des 1. Weltkrieges wurde es Lager für Geschütze und Gewehre genutzt. Heute beherbergt es das Stadtgeschichtliche Museum. Zwanzig Jahre hatte die alte Ausstellung schon auf dem Buckel. Es war an der Zeit für etwas Neues.

Heimatmuseum, der Weg vom Rathaus ins Zeughaus

Regierungspräsident von Moltke gab Anfang des 20. Jahrhunderts den Anstoß zur Gründung eines Heimatmuseums. 1924 zog es ins neugebaute Rathaus ein. Ein Teil der schnell wachsenden Sammlung ging im 2. Weltkrieg verloren. Bis heute hat sich der Charakter der Sammlung ein verändert, da inzwischen auch Alltagsgegenstände gesammelt werden. 1992 eröffnete das Museum am derzeitigen Ort.

20 Jahre sind eine lange Zeit

Seit der Eröffnung 1992 fanden hier über ein Dutzend große Ausstellungen zu unterschiedlichsten Themen statt.

  • 1993: Ausgrabungen am Burgwall – Das Frühmittelalter in Spandau
  • 1994: Ausflugslokale entlang der Havel
  • 1994: Fahrzeugbau in Spandau
  • 1998: Militärstadt Spandau
  • 2002: Zwangsarbeit in Berlin
  • 2006: Kinogeschichte in Spandau
  • 2008: Das verschwundene Schloss der Lynars

Jede Ausstellung vertiefte das Wissen über Spandau und Berlin. Jedes Mal kamen neue Stücke in den Besitz des Museums. Manche davon gab es leider nur noch als Leihgabe, auch wenn sie einmal Spandau gehörten. Die Tür zum Gefängnis von Kinkel ist nur ein Beispiel dafür.

Die neue Ausstellung

Trotz knapper Kassen ging es an die Modernisierung der Dauerausstellung. 20 Jahre Patina mussten ab. Trotzdem galt es bewährtes zu erhalten und Neues passend einzufügen.

In seiner Zeit als Festungsstadt und auch darüber hinaus war Spandau eine Stadt mit vielen Gefängnissen, wovon das ehemalige Kriegsverbrechergefängnis möglicherweise das bekannteste ist. So ist es nicht verwunderlich, das sich dies auch in der neuen Ausstellung widerspiegelt. Man muss sich leider immer noch den Mund fusselig reden. Rudolph Hess hat nie in der Zitadelle gesessen, Andenken aus seiner Zelle gibt es hier auch nicht.

Die Industriegeschichte Spandaus zeigt sich u.a. in einem Schaufenster, wie es auch in einem Kaufhaus zu besichtigen hätte sein können. Kleingeräte, angeordnet nach den Gestaltungsvorschlägen der Siemens Hausmitteilungen öffnen ein Fenster in die nahe Vergangenheit.

Ein Gang durch die neugestalteten Räume lohnt in jedem Fall. Altbekanntes und Neues wechseln sich ab.

 

Ralf Salecker

Woche der Sprache und des Lesens in Spandau

Abtauchen in fremde Welten

Berliner Woche der Sprache und des Lesens

Berliner Woche der Sprache und des Lesens

Sprache scheint uns so normal, dass wir uns kaum noch Gedanken darum machen. Sie wird eher wie ein Konsumartikel genutzt – manchmal sogar abgenutzt. Man schaue sich nur die Kommunikation über die modernen Medien an. Sprache gekürzt, zerhackt, verwurstet und ab und an ziemlich sinnentleert. Da mutet es fast anachronistisch an, wenn plötzlich die Woche der Sprache und des Lesens ausgerufen wird, in einer Zeit, in der das analoge Buch scheinbar unaufhaltsam von seiner elektronischen Variante verdrängt wird.

Ein Psychologe lehrt uns Kommunikation

Die Woche der Sprache und des Lesens fand ihren Ursprung in Neukölln. Warum gerade dort, wird sich manch einer fragen – oder eben doch nicht. Ein türkischer Mitbürger, Kazim Erdogan, war Initiator dieser Tage rund um die Sprache. Er kam 1974 nach Berlin, um Psychologie zu studieren. Seine Eltern selbst waren Analphabeten. Fast 10 Jahre unterrichtete Kazim Erdogan dann an einer Hauptschule, um später ein paar Jahre als Schulpsychologe aktiv zu sein. Seit 2003 arbeitet er nun beim Psychosozialen Diensten des Bezirksamtes Neukölln.

Die Woche der Sprache und des Lebens ist nur ein kleiner Teil seines großen Ideenreichtums, wenn es um das Thema Kommunikation in den unterschiedlichsten Situationen innerhalb kultureller Grenzen oder diese überwindend geht. Seit 2011 ist er „Botschafter für Demokratie und Toleranz“. In Neukölln wurden in der Lesewoche 2008 durchaus rekordverdächtige Ergebnisse erzielt. In 109 Sprachen wurde gelesen, für ihn ein Zeichen für Neuköllns Vielfalt.

Gelesen wurde an den unterschiedlichsten Orten

Andere Bezirke können durchaus vom Vorbild Neuköllns lernen. In diesem Jahr ist die Woche der Sprache und des Lesens erstmalig eine berlinweite Aktion. Auch Spandau bot ein buntes abwechslungsreiches Programm. Die Orte waren so unterschiedlich wie die vorgetragenen Geschichten, die sich an die Jüngsten genauso richteten, wie auch an andere Altersgruppen. Für jeden war etwas dabei.

Kazim Erdogan: „In allen Berliner Bezirken werden mehr als 1000 Lesungen, Theater- und Musikveranstaltungen und vielfältige Aktionen in Kitas, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen sowie anderen Bildungsorten stattfinden. Auch diesmal ist das Ziel, Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Erfahrungen zusammen zu führen und das Verbindende, aber auch den Reichtum, der in der Verschiedenartigkeit liegt, erlebbar zu machen.“

Ein Supermarkt im Falkenhagener Feld bot eine (Vor-)Leseecke für Kinder und Jugendliche. Schwerpunkt waren hier die bekannten Fantasy-Geschichten. In der Wilhelmstadt gab es eine amüsante Lesung in einem Bestattungsinstitut zum Thema Tod. Die Freizeitsportanlage Am Südpark ließ diesmal sportliches eher in den Köpfen der Menschen stattfinden, als Michael Horeni aus seinem Buch  “Die Brüder Boateng – drei deutsche Karrieren” las.

Selbst bekannte Autoren ließen es sich nicht nehmen, aus ihren Büchern zu lesen. Horst Bosetzky las Geschichten aus dem alten West Berlin auf der Freilichtbühne an der Zitadelle. Spandau hat in diesem Jahr gut vorgelegt. Im nächsten Jahr, mit ein wenig mehr Werbung, lassen sich möglicherweise noch mehr Menschen, als in diesem Jahr für das lesen begeistern.

 

Ralf Salecker

Winterbienen schlüpfen mitten im Sommer

Imker gibt es auch in Spandau

Nicht nur dekorative Pflanzen würden ohne Bienen verschwinden. (Foto: Ralf Salecker)

Nicht nur dekorative Pflanzen würden ohne Bienen verschwinden. (Foto: Ralf Salecker)

Fast alle freuen sich gerade über den echten Sommer. Nun herrschen Temperaturen, wie wir sie schon lange vermisst haben. Klar mosern wieder einige, weil es zu warm ist. Das Wetter ist schließlich ein Thema, welches jeden betrifft. Eines ist sicher, fast niemand von uns denkt jetzt an den Winter. Bei den Bienen ist es anders. Im August schlüpfen die Winterbienen. Darum ist für die fleißigen Honigspender in der Zeit von Ende Juli bis in den Dezember Ruhe angesagt. Imker achten sehr darauf, dass diese Ruhe nicht gestört wird. Schließlich sind die Winterbienen die Babysitter für die Sommerbienen. Jeder kann sich vorstellen was geschieht, wenn es einmal zu wenige davon gibt.

Imkern in Spandau

Imkern ist heutzutage modern. Gerade in der Großstadt besinnen sich immer mehr auf diese Möglichkeit, ein naturbelassenes Lebensmittel zu produzieren. Was in der Berliner City, zwischen Häuserschluchten noch exotisch anmutet, weil zwischen dem vielen Beton Bienen und Imker oft noch als verirrte Einzelgänger gesehen werden, ist Spandau und seine Natur ein ausgesprochenes Paradies für Bienen.

Wälder, Felder, Wiesen und Uferlandschaften bieten eine unglaublich große Vielfalt. Schaut man sich Spandau auf der Landkarte an, dann sind der Spandauer Forst im Norden, Spekte- und Bullengrabengrünzug, Tiefwerder Wiesen, Rieselfelder, Gatower Heide, der gesamte Uferbereich um den Spandauer See und entlang der Havel, ja selbst der eher einer Parklandschaft ähnelnde Friedhof in den Kisseln ideale Gebiete für Bienenvölker.

Spandauer Imkerverein

Der Spandauer Imkerverein wurde vor mehr als 110 Jahre gegründet. Imkern hat also eine sehr lange Tradition im Bezirk. An die 70 Mitglieder sind für etwa 350 Bienenvölker verantwortlich – Tendenz steigend.

Der Erfolg liegt sicherlich nicht alleine an einem wachsenden Interesse für natürliche Nahrung – Honig schmeckt einfach gut. Der Verein und seine Mitglieder betreiben eine breit gefächerte Öffentlichkeitsarbeit. Projekte in Schulen, Präsenz auf Veranstaltungen und das Angebot an Neulinge, intensiv in das neue Hobby eingeführt und betreut zu werden, weckt die Neugierde bei Jung und Alt.

Hinter der Revierförsterei Gatow (Kladower Damm 148) haben die Vereinsmitglieder einen Lehrbienenstand errichtet. Hier können die anwesenden Imker gelöchert werden zu allem, was mit der Imkerei zu tun hat. So ist das kleine Holzhäuschen nicht nur eine willkommene Abwechslung für zufällige Spaziergänger, sondern scheint schon einen festen Stamm von Fans zu haben.

Eine Welt ohne Bienen?

Wir würden nicht aussterben, soviel ist klar, aber es wäre ziemlich schwierig. Schön ist eine Welt ohne die fleißigen Bestäuber nicht. 80 Prozent unserer Nutzpflanzen sind zwingend auf eine Bestäubung durch Bienen angewiesen. Weniger Bienen bedeuten automatisch geringere Ernteerträge. Uns würde nicht nur die geliebte breite Nahrungspalette fehlen, sondern alle, die in der Nahrungskette darauf angewiesen sind hätten ein großes Problem. Für manche wären die daraus erwachsenen Probleme wirklich existenziell.

 

Ralf Salecker

2012 km und Samsung spendet großzügig

Bei 2012 km spendet Samsung großzügigDer Charity-Lauf „Samsung Hope for Youth“

Am 26. August 2012 findet der Charity-Lauf „Samsung Hope for Youth“, im Rahmen des Festival Tour 2012 statt. Falls alle Teilnehmer zusammen an diesem Tag mehr als 2012 Km laufen, wird Samsung eine großzügige Spende an das SOS Kinderdorf Berlin überreichen. Die Teilnahme ist kostenlos und ohne Altersbeschränkung. Der Gesamtkilometerstand wird durch die Anzahl der Runden (2000 Meter) pro Teilnehmer gemessen. Auch drei Handys der Samsung Galaxy Familie werden zwischen den Teilnehmern verlost. Man kann sich am 26. August direkt vor Ort bis 16.20 Uhr anmelden. Wenn größere Gruppen jedoch gleichzeitig starten wollen, können diese sich im Vorfeld schon per E-Mail (linke@scs-berlin.de) oder direkt beim Sport Club Siemensstadt Berlin e.V. (Buolstraße 14) bei Frau Kathrin Linke bis zum 20. August anmelden.

Neben dem Lauf gibt es am besagten Tag auch viele weitere Möglichkeiten Sport zu betreiben und über 40 Sportarten können oft auch kostenlos ausprobiert werden. Ein Luftlabyrinth, Kistenklettern, eine 70 Meter lange Lufthindernisbahn, ein Segway Parcours, das Quarter Tramp und auch ein ausgefallenes Bühnenprogramm werden Groß und Klein ins Staunen versetzen. Und wer dem olympischen Gold nachträumt, kann sich im Landesleistungszentrum Rudern mit einem echten Olympia-Ruderboot aufs Wasser begeben.

Programm:

  • 10.30 Uhr: Startvorbereitung mit Samsung und Gästen
  • 11.00 Uhr: Offizieller Start des Laufes mit Raul Spank und Julia Fischer
  • bis 16.30 Uhr: Kontinuierlicher Start
  • 17.00 Uhr: Verlosung auf der großen Hauptbühne

Mehr Infos unter www.festival.scs-berlin.de

Sport Centrum Siemensstadt
Buolstraße 14.,
13629 Berlin
Tel.: 030 3800240
E-Mail.: linke@scs-berlin.de
Webseite: www.scs-berlin.de
 
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Besichtigung des Siemens Technoparks

Führung von SPD-Abgeordneten Daniel Buchholz in der Besichtigungsreihe „Geheime Orte“

Die Besichtigungsreihe „Geheime Orte“ des Spandauer SPD-Abgeordneten Daniel Buchholz setzt sich mit der Führung durch den Siemens Technopark fort. Das alte Gelände, das früher rund 2000 Arbeitern von Siemens beschäftigte, wurde 2006 zum Technopark umgebaut. Seitdem haben sich dort 50 Unternehmen angesiedelt, die mehr als 5000 Menschen beschäftigen. Zum Beispiel hat dort das hoch-moderne BSH-Technologiezentrum Wäschepflege seinen Sitz. Die 700 Mitarbeiter entwickeln eine neue Generation Waschmaschinen und Trocknern. Daniel Buchholz führt aus:

„Höhepunkt der Besichtigungstour ist die Möglichkeit zum Aufstieg auf den Siemensturm. Mit 70 Meter Turmhöhe ist der Uhrenturm das Wahrzeichen der Siemensstadt und Aushängeschild des Siemens Technoparks. Die Aussicht auf Gelände und Umgebung ist überwältigend.“

Die Besichtigung findet am Freitag den 17. August und am Freitag dem 7. September, jeweils um 16 Uhr statt und dauert ungefähr zwei Stunden. Da die Anzahl der Teilnehmer begrenzt ist, muss man sich per E-Mail (infor@daniel-buchholz.de) oder unter der Rufnummer 23 25 22 80 anmelden (beim Anruf, einfach den Namen und die Telefonnummer hinterlassen). Teilnehmer werden anschließend benachrichtigt.

Sommerfest des Vitanas Senioren Centrum Birkenhof

Sommerfest des Vitanas Senioren Centrum BirkenhofEine Anregung zum Gespräch in der Nachbarschaft

Das Vitanas Senioren Centrum Birkenhof und der Kiezladen „Forum13591“ laden Sie am Samstag den 11. August 2012 zwischen 11 Uhr und 18 Uhr zu ihrem Sommerfest ein. Kaffee und Kuchen, Musik und viele mitmach Aktivitäten stehen für Alt und Jung im Seniorenzentrum und im Kiezladen bereit. Unter dem Motto „MittenDrin und DrumHerum“ soll das Sommerfest Gespräche zwischen Nachbarn aber auch zwischen Jung und Alt fördern.

Wer einen Beitrag leisten oder sich künstlerisch an der Veranstaltung beteiligen will kann sich unter der Rufnummer 030 37340480 oder unter der Handynummer 0172 188 0939 anmelden. Man kann sich auch direkt im Kiezladen „Forum 13591“ im Stieglakeweg 21 oder per E-Mail unter info@forum13591.de einschreiben.

Vitanas Senioren Centrum Birkenhof
Spandauer Straße 22
13591 Berlin
Tel.: 030 37340480
 
Forum 13591 – Kiezladen Birkenhof
Spandauer Straße 22
13591 Berlin
Tel.; 030 37340281
E-Mail: info@forum12591.de

Eine Stadtteilzeitung für die Wilhelmstadt

Redaktionsteam wird gesucht

Schon ab Ende 2012 wird Spandau-Wilhelmstadt eine Stadtteilzeitung mit sieben geplanten Ausgaben pro Jahr herausgeben. Das Bezirksamt sucht jedoch noch nach einem kompetenten und fähigen Redaktionsteam. Das unabhängige Team wird für die gesamte Herausgabe der Zeitung verantwortlich sein: Ausgaben planen, Recherchen und Interviews führen, Artikel schreiben, Bild- und Grafikbeiträge erstellen, Layout und Druck organisieren und den Vertrieb verwalten.

Das Bezirksamt hat beschlossen sich auf die Kreativität und den Unternehmensgeist der Wilhelmstädter zu verlassen und wartet nun gebannt auf die Vorschläge und Bewerbungen. Wer also an einem solchen Projekt interessiert ist, kann bis zum 10. August einen formlosen Teilnahmeantrage im Bezirksamt Spandau, Stadtentwicklungsamt -Fachbereich Stadtplanung- stellen. Gesucht werden Journalist(inn)en, Fotograf(inn)en und / oder Gestalter(inn)en mit Erfahrung in der Herausgabe von regelmäßig erscheinenden Publikationen. Bewerber haben dann drei Wochen um mit Ihren Teams ihre Ideen auszuarbeiten und ein Angebot am 5. September im Bezirksamt einzureichen.

Mehr Informationen dazu erhalten Sie unter www.vergabeplattform.berlin.de und unter www.spandau.de

Das Spandauer Neustadt Radio

Der Radiosender für den Kiez

Logo von Spandau Neustadt Radio

Unscheinbar in einem kleinen Büro in der Schützenstraße befindet sich das Spandauer Neustadt Radio. Seit über 5 Jahren gibt es dieses lokale Internetradio welches Musik von internationalen Interpreten sowie Nachrichten und Reportagen aus Spandau ausstrahlt und dabei sogar einige Fans in anderen Ländern hat. Das Spandauer Neustadt Radio ist ein ehrenamtlich betriebener Radiosender in Spandau. Über das Internet berichten die Moderatoren Sven Brommann und Tina Renn über Themen rund um den Kiez: Kultur, Musik, Vereinsgeschehen. Täglich 24 Stunden läuft im Radio Musik und von Montags bis Freitags sind von 19.00 – 23.00 Uhr Moderatoren aus ganz Deutschland auf Sendung.

An Veranstaltungen nimmt das Spandauer Neustadt Radio ebenfalls teil und berichtet vom Erlebten, so z.B. am 25.8.2012 beim „Tag der offenen Tür“ der Feuerwehr Spandau Nord und Menschen-in-Bewegung e.V. mit „Neustadt inklusiv“ in der Triftstraße in Spandau.

„Mit dem Internetradio geben wir dem Nachwuchs eine Chance. Jeder kann zu uns kommen und seinen Song oder sein Album vorstellen. Wir möchten außerdem die Bevölkerung in Spandau über Veranstaltungen und Termine in Ihrer Gegend informieren.”, so die Radioleiter. ,,Natürlich suchen wir auch Menschen, die gerne mitmachen würden: ob als Moderator/in, Interviewer/in oder auch um Reportagen zu recherieren.“

Durch einen Bekannten wurde der Kontakt zu Menschen-in-Bewegung e.V. geknüpft. Der Vorsitzende bot den Suchenden die Möglichkeit an, das Vereinsbüro als  Anlaufstelle und Studio für das Spandauer Neustadt Radio mit zu nutzen. Sven Brommann und Tina Renn waren vom Menschen-in-Bewegung e.V. und deren Tätigkeiten überzeugt und nahmen dankend das Angebot an. Sie arbeiten mittlerweile sehr eng zusammen. In dem Büro hat der Sender einen Platz gefunden, den die beiden Verantwortlichen lange gesucht haben.

Ideen sind auch viele da, aber es fehlt an Interessenbekundungen und auch an finanziellen Mitteln.

„Das Spandauer Neustadt Radio möchte zum Beispiel gerne Anleitungskurse geben und mit Schülern aus verschiedenen Schulen in Spandau Musik- und Moderationsprojekte erarbeiten. Durch solche Projekte erlernen die Schüler sich besser zu artikulieren, ihre Umwelt genauer zu erkennen und Ihre Talente und Fähigkeiten anwenden zu können. Ihre Texte und ihre Musik sind die Ausdrucksweisen der Jugendlichen von heute und das senden im Internetradio dient der Kontrolle und Wiederfindens dieser Bemühungen.  Jeder Hörer des Spandauer Neustadt Radios  unterstützt damit das Lernen und sich finden junger Menschen.“

Wieviele Hörer es tatsächlich gibt, lässt sich schwer beziffern, aber gefunden wird das Spandauer Neustadt Radio im Internet ganz schnell. Und gelegentlich gibt es auch Post. Von Fans aus Bayern oder dem Sauerland beispielsweise, wie erst kürzlich geschehen.

Mehr Informationen unter : www.spandauer-neustadt-radio.com oder unter der Rufnummer 01520-1587185

 

Sven Brommann

Den ermordeten Juden einen Namen geben

Spatenstich für die Erweiterung des Mahnmals am Lindenufer

Spatenstich für die Erweiterung des Mahnmals am Lindenufer: Kay Zareh (l), Carsten Röding (m), Gudrun O'Daniel-Elmen, (r) (Foto: Ralf Salecker)

Spatenstich für die Erweiterung des Mahnmals am Lindenufer: Kay Zareh (l), Carsten Röding (m), Gudrun O’Daniel-Elmen, (r) (Foto: Ralf Salecker)

Das Mahnmal für die zerstörte Spandauer Synagoge und die ermordeten und deportierten jüdischen Spandauer Bürger bekommt endlich die geplante Erweiterung. Eine Gedenkmauer aus Ziegelsteinen, die in einem sanft ansteigenden Bogen als optische Fortsetzung des Mahnmals gestaltet wird, soll die Namen aller 115 bisher bekannten Opfer tragen.

In der Einleitung zum Spatenstich wurde der am 25.Mai verstorbenen Architektin des Mahnmals Ruth Golan Zareh gedacht, die den Spatenstich für den 2. Teil ihrer Arbeit leider nicht mehr erleben kann. Ihr Mann, der Architekt Kay Zareh wird diese Arbeit zu Ende führen. Am 9. November soll die offizielle Einweihung der fertigen Erweiterung erfolgen.

Wir wollen, dass diese Menschen nicht vergessen werden!

Das sind Worte von Grundschul-Kindern, die sich mit dem Schicksal jüdischer Familien beschäftigt hatten.

Gudrun O’Daniel-Elmen, als Vertreterin des Ev. Kirchenkreises Spandau und Carsten Röding, als stellvertretender Bürgermeister, begrüßten die zahlreichen Gäste der Veranstaltung. Carsten Röding machte noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, die Namen der ermordeten Spandauer Mitbürger der Anonymität zu entreißen.

Ein kurzer Blick zurück

Während einer Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Novemberpogrome legten Menschen mehr als 100 handbeschriebene Feldsteine am Mahnmal nieder, die Namen der ermordeten jüdischen Mitbürger trugen. Die Opfer sollten so aus ihrer Anonymität herausgeholt werden. Damit war die Idee für die Erweiterung geboren. Die Idee, genau diese Steine im Mahnmal zu integrieren ließ sich nicht verwirklichen. Im Turm der Nikolai-Kirche werden sie einen Ehrenplatz finden.

Spandauer Firmen scheinen sich kaum für das Mahnmal zu interessieren

Rund 15.000 Euro sind bisher für die Erweiterung des Mahnmals durch eine Gedenkmauer zusammen gekommen. Den allergrößten Teil trugen Privatleute dazu bei. Das Architektenbüro Zareh hat sich mit viel unentgeltlicher Arbeit an diesem Projekt beteiligt. Von der Firma Wall wird es eine Erinnerungsstele am Mahnmal geben.

Eine Grundschulklasse aus der Spandauer Neustadt erwirtschaftete im Rahmen einer Veranstaltung das Geld für zwei Namensgedenksteine, nämlich die von Frau Simonsohn und ihrer Tochter Bela. Gleich für sechs Namensteine möchte die Kindergottesdienstgruppe der Gemeinde zu Staaken/Gemeindeteil Heerstraße-Nord die Patenschaft übernehmen.

Paten und Spender sind noch immer willkommen!

100 Euro kostet die Patenschaft für einen Namensstein. 20 von 115 Namensteinen sind noch ohne Paten. Auch kleine Spenden tragen zur Finanzierung der Gesamtsumme von 65.000 Euro bei. 40.000 kommen vom Bezirk im Rahmen der Neugestaltung des Lindenufers. Der fehlende Rest wird vom evangelischen Kirchenkreis Spandau aufgebracht.

20 Namenssteine ohne Paten:

 

  1. Albert E. Brodtmann, Straßburger Str., 28
  2. Lea Herta Dember, Ruhlebener Str. 155
  3. Kurt Frank, Am Pichelssee, 15
  4. Leib Friedländer Feldstr., 8
  5. Gertrud Goldstein, Ruhlebener Str., 155
  6. Julius Lieber Breite Str. 15
  7. Gerhard Lieber Breite Str. 15
  8. Gertrud Lieber Breite Str. 15
  9. Erich Marcuse, Carl-Schurz-Str., 43
  10. Margarete Marcuse,Feldstr., 8
  11. Fritz Reinglass Teltower Str., 19
  12. Michael Rosenbaum, Ruhlebener Str., 149
  13. Karl Samter, Feldstr., 8
  14. Schwinke Sakrower, Kirchweg, 49-51
  15. Emma Stargardter, Moltkestr., 43 (heute Galenstr. bzw. Groenerstr.)
  16. Henri Stargardter, Moltkestr., 43(heute Galenstr. bzw. Groenerstr.)
  17. Lothar Teckel, Mahnkopfweg, 13-15
  18. Anna Widawski, Franzstr., 13
  19. Josef Widawski, Franzstr., 13
  20. Richard Zehden, Franzstr., 32

 

Spendenkonto:

  • Ev. Kirchenkreis Spandau
  • EDG-Ev. Darlehnsgenossenschaft,
  • Kontonr.: 67687, BLZ: 210 602 37
  • Verwendungszweck: KK-Spandau, Mahnmalserweiterung

 

Ralf Salecker

Fotowettbewerb am Falkenhagener Feld

Fotowettbewerb am Falkenhagener Feld

Schicken Sie einfach Ihre besten Fotos aus dem Alltag im Falkenhagener Feld

Eure schönsten Alltagsfotos bis zum 29. Juli

Wer gerne Fotos schießt und diesen Sommer die Gelegenheit hat das Falkenhagener Feld zu fotografieren, für den ist der hier beschriebene Foto-Wettbewerb genau das richtige. Zur Teilnahme sollen Fotos aus dem Alltag im Falkenhagener Feld  zugeschickt werden. Die besten Bilder werden dann am 25. August auf dem Stadtteilfest ausgestellt.

Am 21. Juli können Sie die Veranstalter des Wettbewerbs Natalia Pichtner und Ralf Salecker um 10 Uhr am Henri-Dunant-Platz (Siegener Strasse) und um 12 Uhr am Einkaufszentrum (Posthausweg) treffen, um ihnen Fragen zu stellen.

Wettbewerbsregeln:

  • Die Bilder sollen zwischen dem 21. Juli und dem 29. Juli im Falkenhagener Feld geschossen werden.
  • Maximal 5 Bilder sollen spätestens bis zum 29. Juli eingesendet werden.
  • Bei Einsendung, Name und Kontaktdaten nicht vergessen.
  • Schicken Sie ein Einverständnis der fotografierten Personen mit.
  • Am Besten sollte auch eine kurzer Text mit dem Bildern eingereicht werden.
  • Durch das Einschicken der Bilder versichern Sie, dass Sie die Bilder selbst gemacht haben.

Die Bilder sollen spätestens am 29. Juli entweder auf CD in einem der beiden Quartiersmanagementbüros (Pionierstraße 129 oder Kraepelinweg 3) oder per E-Mail zur Adresse webredaktion-qm-ff-ost@stern-berlin.de geschickt werden.

 

In den Sommerferien auf dem Havel-Radweg durch den Bezirk

Eine manchmal problematische Teilstrecke durch Spandau

Mauerradweg, Badestelle Bürgerablage (Foto: Ralf Salecker)

Mauerradweg, Badestelle Bürgerablage (Foto: Ralf Salecker)

In Spandau führt der Havel-Radweg auf einer Strecke von etwa 22 Kilometern durch den Bezirk. Damit ist dies eine auch für Fahranfänger zu bewältigende Leistung. Möglichkeiten für eine Pause unterwegs gibt es mehr als genug. Hier besteht eher die Gefahr, mehr Zeit mit dem Ausruhen zu verbringen, als mit dem Radeln selbst. Okay, manch einer begibt sich auch nur ins Fitnessstudio, um an der Theke sein Getränk zu sich zu nehmen.

Der Weg beginnt traumhaft

In der touristischen Radwegeplanung in Spandau wird die Strecke, als „noch in Durchführung“ bezeichnet. „Teilabschnitte sind schon befahrbar“. Beginnen wir auf der Höhe der Bürgerablage, an der Grenze zu Brandenburg. Auf einem wunderbar ausgebauten asphaltierten Weg geht es immer an der Havel entlang in Richtung Spandau Altstadt. Zwei Brücken erleichtern uns die Überquerung von Teufelsseekanal und Aalemannkanal.

Kurz danach beginnt ein zwar noch ruhiger, nicht unbedingt aber schöner Teil der Strecke. Wir verlassen das Havelufer und bewegen uns durch kleine Straßen am Maselakekanal vorbei in die vielbefahrene Rauchstraße. Durch die Wasserstadtstadt geht es in Richtung Havelspitze, um die Maselakebucht herum, durch Maselakepark hindurch, mit einem Schlenker um den Nordhafen herum wieder an die Havel, um dann offiziell über die verkehrsreiche Neuendorfer Straße geführt zu werden.

An manchen Stellen wird die Tour unfreiwillig zum Abenteuer

Um den Falkenseer Platz herum geht es über die Straße Am Juliusturm durch die Hertefeldstraße zum Lindenufer in der Spandauer Altstadt. Auf diesem Kopfsteinpflaster ist eine Gehirnerschütterung vorprogrammiert. Da hilft nur viel Geduld, bis dieser Bereich an der Havel, fahrradfreundlich ausgebaut sein wird.

Ein paar Schlenker später, im Nahkontakt mit unzähligen Autofahrern, schwenken wir am Batardeau in den Stabholzgarten hinein. Hier wird es wieder schön. Schnurstracks am Ufer entlang verfahren sich hier bestimmt einige, die in der Sackgasse am Seniorenhaus Bethanien landen.

Wer den Weg kennt, radelt am Burgwallgraben entlang, um wenig später wieder für kurze Zeit die Havel zu sehen. Durch kleine Straßen in der Wilhelmstadt, am Grimnitzsee vorbei, überqueren wird die Heerstraße um an der Scharfen Lanke entlang in Havelnähe weiterzukommen. Kurz nach Alt Gatow geht es  an den Havelmathen zum schönsten Teil der Strecke, der uns über den Gutspark Kladow bis nach Imchen, zum Fähranleger nach Wannsee, führt. Hier endet der Spandauer Teil des Havel-Radweges.

Wer über eine Karte verfügt oder ortskundig ist, dem seien ein paar bewusste Abweichungen von der offiziellen Strecke empfohlen! An manchen Stellen ist es durchaus erlaubt, mit dem Drahtesel unterwegs zu sein. Diese sollten dann auch genutzt werden. Bis der Havel-Radweg in Spandau durchgehend seinem Namen alle Ehre macht, werden wohl noch viele Jahre ins Land gehen. Theoretisch ist es eine traumhafte Strecke.

 

Ralf Salecker

Jugend Sinfonie-Orchester Berlin-Spandau (JSO)

Jugend Simfonie Orchester Berlin SpandauDas Jugend Sinfonie Orchester Berlin-Spandau (JSO)  ist ein in Spandau etabliertes Laienorchester unter dem Dirigat von Eberhard Schallenberg und Sven Schilling. Die Mitglieder sind unterschiedlichen Alters und aus den verschiedensten Berufen und erarbeiten gemeinsam ein Repertoir, das von Sinfonien bis hin zu Filmmusiken reicht. Probenarbeit findet jeden Dienstagabend (außer in den Schulferien) in der Zeit von 19-21.30 Uhr in der Aula der Freiherr-vom-Stein-Oberschule (Ga­lenstraße 40-44) statt und münden in Konzerte in und um Berlin.

Die traditionellen Adventskonzerte finden am ersten Adventswochenende in der St. Nikolai-Kirche und dem Gotischen Saal der Zitadelle Spandau statt. Anfang des Jahres hat die JSO mit einem besonderen Projekt begonnen, in dem sie im Sinne „Von Schülern für Schüler“ gemeinsam mit Spandauer Grundschülern das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ von Sergei Prokofjew aufführten. Außerdem unternehmen sie jährliche Proben- und Konzertreisen, die sie in diesem Jahr nach Budapest führen werden.

Probenarbeit:
Dienstagabend
19-21.30 Uhr
Aula Freiherr-vom-Stein-Oberschule
Galenstraße 40-44
Tel: 030 / 332 42 51
E-Mail: jso.spandau@gmx.de

 

Kinder der Sonne in der Spandauer Stadtbibliothek

Bilderwelten von Kindern mit Down Syndrom und Autismus

"Kinder der Sonne" in der Jugendbibliothek

„Kinder der Sonne“ in der Jugendbibliothek

In der Spandauer Hauptbibliothek wurde die Ausstellung „Kinder der Sonne!“ mit Bildern von Kindern aus Spandaus Partnerstadt Wolgograd, dem früheren Stalingrad, eröffnet. Vom 10 Juli bis zum 24. August gibt es die Gelegenheit, sich die Bilder in der Jugendbibliothek zu den üblichen Öffnungszeiten anzuschauen. Mehr Mitglieder der BVV als üblich waren bei der Eröffnung dabei.

Alle Bilder stammten von Kindern, die unter dem Down Syndrom oder Autismus leiden. In der Russischen Föderation entwickelt sich langsam ein offenerer Umgang mit Behinderten Menschen. Früher neigte man dazu, sie zu verstecken oder in Heime abzuschieben. Eine Entwicklung, wie sie vergleichbar auch in Deutschland vor langen Jahren überwunden wurde.

Eine Kunsttherapeuthin holte die Bilder nach Spandau

Elena Melichowa-Hass, die im letzten Jahr eine Ausstellung ihrer eigenen Bilder im Kulturhaus Spandau hatte, entdeckte bei einem Besuch in ihrer Heimatstadt Wolgograd die Bilder. Als Kunsttherapeuthin war es ihr wichtig, diese Bilder in Deutschland zu zeigen. In ihrer Arbeit als Kunsttherapeuthin mit Senioren hat sie einmal folgendes formuliert: „Durch die Anerkennung … erleben sich unsere Künstler als Menschen, die fähig sind, etwas zu gestalten. Es wird nicht – wie so oft im alltäglichen Leben – darauf geschaut, was sie nicht können, sondern sie werden als Menschen mit ganz besonderen Fähigkeiten wahrgenommen.“ Diese Aussage trifft auf die aktuelle Ausstellung ebenso zu.

Kulturstadtrat Hanke betonte bei der Ausstellungseröffnung, „dass es nicht immer die großen Künstler sind, die uns mit ihren Werken verzaubern„. In diesem Fall sind es Bilder von jungen – etwas anderen – Menschen, die eine ganz besondere Sprache sprechen. Ihn freute es daher ganz besonders, eine Gruppe von Kindern aus Wolgograd zu begrüßen, die ihrer Partnerstadt Spandau gerade einen Besuch abstatteten. Mit Blick auf die Bilder hofft er, dass es auch weiterhin einen intensiven Austausch zwischen Spandau und Wolgograd geben müsse.

Elena Melichowa-Hass stellte einen bemerkenswerten Unterschied zwischen den Hauptbildern der Ausstellung und einer gleichzeitig präsentierten Reihe von Bildern eines Malwettbewerbs aus der Partnerstadt heraus. So sind erstere eher aus dem Bauch heraus entstanden, während die gesunden Kinder „kopflastiger“ malten. Vergleichen sollte man beide aber nicht, sondern sie jeweils für sich alleine sehen.

Spielfilme, in denen Autisten die Hauptpersonen sind oder Filme und Theaterstücke, in denen Menschen mit Down-Syndrom sogar bedeutende Rollen spielen, haben dazu beigetragen, die althergebrachte Vorstellung von einer Behinderung und ihren Folgen etwas zu relativieren.

In Deutschland gibt es seit vielen Jahren eine hauptberufliche Künstlerinstitution „Die Schlumper“, in der ausschließlich Behinderte oder psychisch kranke tätig sind. Bis Kunst von Behinderten als solche bei uns anerkannt wurde, galt es einen langen Weg zurückzulegen. Die Bilderausstellung in der Jugendbibliothek bietet die Gelegenheit, sich selbst mit dem Thema Behinderung und Kunst auseinanderzusetzen.

 Jugendbibliothek

  • Carl-Schurz-Str. 13
  • 13597 Berlin
  • Öffnungszeiten:
  • Montag, Mittwoch, Freitag 11 – 20 Uhr
  • Dienstag, Donnerstag 11 – 18 Uhr
  • Samstag 10 – 14 Uhr

 

Ralf Salecker

Buntes Ferienprogramm im Falkenhagener Feld

Persönliches Engagement Einzelner und Förderung durch das Quartiersmanagement

Trommelbau-Kurs im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Ralecker)

Trommelbau-Kurs im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Ralecker)

Vorurteile sind dafür da, widerlegt zu werden. Mit dem Sommerferienprogramm im Falkenhagener Feld können gleich mehrere davon ad absurdem geführt werden: Es gibt keine kostenlosen Ferienangebote für Kinder und Jugendliche mehr, Investitionen durch das Quartiersmanagement sind für die Katz und kaum jemand ist mehr bereit, sich persönlich und ohne Geldforderung einzubringen.

Im Quartiersrat des Falkenhagener Feld Ost entstand die Idee, Kindern und Jugendlichen, die während der Sommerferien in Spandau bleiben etwas Abwechslung zu bieten. Das Quartiersmanagement im Falkenhagener Feld Ost erklärte sich bereit, die notwendige Finanzierung in Form einer Projektförderung zu übernehmen. Natalia Fichtner, als Quartiersrätin, führte dutzende Telefongespräche. Ergebnis der Mühe war schließlich ein kleiner bunter Strauß an Ferienangeboten mit dem sich die Wochen in den Ferien aktiv füllen lassen und sogar noch Raum für weitere Überraschungen bleibt. Es lohnt sich also immer wieder auf den Seiten des Quartiersmanagements  nachzuschauen.

Das Ferienprogramm

Die Einleitung klingt vielversprechend:

Liebe Mädchen, liebe Jungen. Dieses Jahr ist es gelungen ein Ferienprogramm für euch zu organisieren. In den 6 Ferienwochen könnt ihr euch austoben, ausprobieren, lernen und eure versteckten Talente entdecken. Das Angebot ist für Kinder und Jugendliche im Wohngebiet kostenfrei.

Da mag es draußen noch so regnerisch sein, im Berliner Aquarium können die Besucher trockenen Fußes Lebewesen aus feuchten Gefilden beobachten. Donnerstags trifft man sich um 11 Uhr auf dem Henri-Dunant-Platz und dann geht´s schon los.

Zwei Wochen lang konnten sich Kinder mit Unterstützung der Instrumentenwerkstatt Klang-Holz die berühmte Spandauer Handtrommel bauen. Auf dem Sommerfest im FF werden sie diese Instrumente vorführen. Künstlerisch, filmisch-musikalisch geht es beim Filmworkshop der Jugendtheater-Werkstatt zu, dessen krönender Abschluss ein Streetdance Musik- und Tanzvideo ist.

Körper und Geist sind bei der Kinderolympiade im „Familie im Zentrum Ost„ gefordert. Wie bei einer Schnitzeljagd sind unterschiedlichste Aufgaben zu bewältigen. Alle Teilnehmer erhalten eine Abschlussurkunde.

Ein gemütliches Ereignis für die ganze Familie war das Lagerfeuer im Garten der Jeremia-Gemeinde. Kein Streichholz wurde genutzt, um das Lagerfeuer zu entzünden. Ein Hartholzstab auf weichem Holz gerieben zeigte, wie schwer es früher einmal war, zu einem warmen Essen zu kommen. Ein riesiger Kessel nahm den Eintopf aus frischen Zutaten auf. Hungrig blieb hier niemand.

Tischtennisturniere werden auf dem Henri-Dunant-Platz immer mittwochs ab 14 Uhr abgehalten. Ihre Kunstfertigkeit konnten und können Kinder mit Unterstützung der Kunstbastion von der Zitadelle in der Ev. Jeremia-Kirchengemeinde schulen. Ging es im ersten Teil darum, ein eigenes Buch mit künstlerischen Mitteln zu schaffen, sind zerschlagene Fliesen das notwendige Material, um Mosaiken zu fertigen.

Ein weiterer künstlerischer Programmpunkt findet sich normalerweise eher als illegaler Beitrag zur „Stadtverschönerung“ an Spandau Hauswänden wieder. Von der Kunst des Graffitis ist die Rede. Vom 23.7. bis zum 29.7. kann ganz legal ein Garagentor aus dem alltäglichen Einerlei herausgerissen werden.

Wen es im Sommer auf das Wasser zieht, kann es sich am Dienstag, den 10.7. auf einer Dampferfahrt gut gehen lassen. Treffpunkt ist um 11 Uhr auf dem Henri-Dunant-Platz.

Da soll doch noch einer sagen, im Falkenhagener Feld Ost wäre nichts los. Weit gefehlt!

 

Ralf Salecker

Jazz am Hafen und Mondschein-Fähre

Jazz am Hafen 2012Ein Genuss für alle Sinne

Vom 6. bis zum 8. Juli wird im Spandauer Süden ein drei Tage langes Jazzkonzert am Spandauer Hafen zwischen der Altstadt Kladow und der Imchenallee stattfinden. Vier Jazz-Bands werden dort auftreten: die Umbrella Jazzmen am Freitag um 19 Uhr, die Papa Binnes Jazz Band so wie die Gusche Band am Samstag und die Tower Jazz Band am Sonntag. Auch andere musikalische Richtungen werden dort vertreten, so zum Beispiel die Rock und Pop Klassiker der Band „Beast and Gentle“ am Samstagnachmittag um 14 Uhr 30.

Hochwertige Gastronomie

Für den großen Hunger findet man eine raffinierte Auswahl an gastronomischen Angeboten in der Gourmet-Meile. Zum Beispiel gibt es da Scampipfannen und Rehragout. Eine nicht geringe Auswahl an Getränken steht dem Besucher zur Verfügung, zum Beispiel in der internationalen Cocktailbar. Ein Kinderspielplatz mit Großspielgeräten sorgt auch bei Kindern für Unterhaltung und wer sich ein Andenken mitnehmen will der hat die Auswahl zwischen zahlreichen Handelsständen.

Jazz am Hafen und Mondschein-Fähre

Die Gourmet-Meile bietet gastronomisch-hochwertige Leckerbissen

Mondscheinfahrt über der Havel

Leider ist das Parkplatzangebot im Kladowerhafen sehr begrenzt und man erreicht die Veranstaltung am Besten mit den Bussen der BVG X34 und 135. In Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt und der BVG ist es Partner für Spandau, Gesellschaft für Bezirksmarketing gelungen, dass am Freitag, 6. Juli, und Samstag, 7. Juli, die Schiffe der Fährlinie F10 zusätzlich:

  • ab Anleger Wannsee um 20.00 Uhr, 21.00 Uhr und 22.00 Uhr
  • ab Anleger Kladow um 20.31 Uhr, 21.31 Uhr und 22.31 Uhr

verkehren. Das Jazz-Festival ist also auch eine Gelegenheit, die Wannsee-Passage mal bei Mondschein zu überqueren.

Jazz am Hafen 2012

Die Umbrella Jazzmans werden am Freitag den 6. Juli um 19 Uhr auftreten

Das Bühnenprogramm

Freitag, 6. Juli (17-24 Uhr)

19 Uhr: Umbrella Jazzmen; Dixieland aus Berlin

Samstag, 7. Juli (11 bis 24 Uhr)

14.30 Uhr: BAG – Beast & Gentle; Klassiker aus Rock & Pop
19 Uhr: Papa Binnes Jazz Band; Traditional Jazz von Oldtime bis Swing

Sonntag, 8. Juli (11 bis 19 Uhr)

12 Uhr: Sir Gusche Band; New Orleans Revival Jazz
16 Uhr: Tower Jazz Band; Swing zum Festausklang

mehr unter www.spandau-live.de

Trommelbau mit dem Klang-Holz e.V. im Falkenhagener Feld

Eine kinderleichte Angelegenheit mit der richtigen Unterstützung

Trommelbau-Kurs im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Ralecker)

Trommelbau-Kurs im Falkenhagener Feld (Foto: Ralf Ralecker)

Ich kann niemals ein Musikinstrument selbst bauen. So denken die meisten Menschen, die sich zuerst das mögliche Ergebnis anschauen und dann resignieren, bevor es losgeht. Kaum jemand hat es gelernt, mit seinen eigenen Händen etwas zu bauen. In den Schulen ist Werkunterricht meist Schnee von gestern.  Musikinstrumente erscheinen als etwas geheimnisvolles, dem nur Spezialisten sich widmen.

20 Jahre Erfahrung

Die Instrumentenbau-Werkstatt Klang-Holz e.V. hat es sich seit rund 20 Jahren auf die Fahnen geschrieben, dem Instrumentenbau sein scheinbar abweisendes Geheimnis zu nehmen. Mit der richtigen Unterstützung ist es eine fast kinderleichte Angelegenheit – genügend Geduld einmal vorausgesetzt.

Diese Erfahrung konnten in den letzten zwei Wochen 7 Kinder machen, die sich an den Bau einer eigenen Trommel heranwagten. Möglich wurde dieser besondere Sommerferienkurs durch eine Projektförderung durch das Quartiersmanagement Falkenhagener Feld Ost.

In guten Händen

Zwei erfahrene Mitglieder des Klang-Holz e.V. von der Zitadelle Spandau waren 14 Tage lang mit Rat und Tat zur Stelle um der der quirligen Rasselbande ihre eigene Trommel zu ermöglichen. Wenn man den „Trick“ kennt ist es wirklich kinderleicht. Wie ein altes Holzfass, wird der Grundkörper der Spandauer Handtrommel aus einem kleinen Berg von Dauben zusammengesetzt.

In einem festen Winkel vorgeschnitten mussten sie „nur“ geleimt und zusammengesetzt werden. Der Lein durfte dann über Nacht aushärten, damit der Korpus am nächsten Tag mit dem Hobel in Form gebracht werden konnte. Manche gingen erst sehr zaghaft ans Hobeln, andere legten gleich kräftig mit viel Elan los. Irgendwann hatte jeder seinen Trommelkorpus rund und einigermaßen glatt bekommen.

Fleißarbeit ist angesagt

Mit Sandpapier und Ziehklinge ging es an die letzten Unebenheiten. Der scharfen Kante im oberen Bereich, über den einmal das Trommelfell gespannt werden soll, rückten alle mit der Raspel zu Leibe. Mit der richtigen Wippbewegung kommt die gewünschte Rundung fast von alleine.

Ein ganz besonderer Moment war es für die vier Mädel und drei Jungen der Trommel das vorbereitete Fell über die Ohren zu ziehen. Acht Spannschnüre mussten symmetrisch angeordnet und mit Knebel gespannt werden, um die Trommel auf den richtigen Ton zu stimmen.

Nun ist der Augenblick der Wahrheit nicht mehr weit, bis die ersten Trommelklänge zu hören sind. Vier Mädels und drei Jungen halten ihre eigenen Trommeln in den Händen. Schaut man zurück und überlegt, wer konsequenter bei der Sache war, dann liegen die Mädchen sicherlich vorne. Jetzt muss nur noch regelmäßig geübt werden, damit der Auftritt beim Sommerfest im Falkenhagener Feld ein Erfolg wird. Daran besteht kein Zweifel. Auf der Offenen Bühne im Klubhaus hatten alle ihren Trommelbau-Rap schon zum Besten geben können.

 

Ralf Salecker