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Lady`s Spandau

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Hertha hautnah

Beim Benefizspiel zwischen Hertha BSC und dem SV Falkensee-Finkenkrug wurde der Fan-Kontakt gepflegt.

Zwar erlebten die 4500 Zuschauer auf dem Fußballplatz vor den Toren Spandaus kein Spiel auf höchstem Niveau, doch blieb dafür kaum ein Autogramm- oder Fotowunsch unerfüllt. Noch kamen nicht alle Neuzugänge beim Bundesligisten zum Einsatz, dennoch zeigte sich dem Fußballfachmann, dass Hertha auch in der höchsten deutschen Spielklasse auf seinen brasilianischen Star Ronny setzen wird.

Hertha's Ronny war in der ersten Halbzeit der spielentscheidende Mann auf dem Platz - und danach begehrtes Objekt der Autogrammjäger.

Hertha’s Ronny war in der ersten Halbzeit der spielentscheidende Mann auf dem Platz – und danach begehrtes Objekt der Autogrammjäger.

Alle Mann an Bord

Gegen den Oberligisten SV FF, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, taten sich die Favoriten von der Spree in der ersten Halbzeit jedoch schwer. Mit aller Kraft wollten die Falkenseer anscheinend eine zu hohe Niederlage verhindern. So dauerte es auch fast bis zur Halbzeit bis – wer auch sonst – Ronny per Freistoß das 1:0 erzielte. Die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay befindet sich erst seit einigen Tagen im Training, was sich an dem fehlenden Spielverständnis und unnötig komplizierten Abläufen bemerkbar machte.

Benefizspiel zwischen Hertha BSC und dem SV Falkensee-Finkenkrug zugunsten der Stiftung "yum me".

Benefizspiel zwischen Hertha BSC und dem SV Falkensee-Finkenkrug zugunsten der Stiftung „yum me“.

Standesgemäßer Endstand

Dennoch war zu erkennen, dass Hertha bisher weiterhin von Ronny abhängig ist. Der Brasilianer, welcher bösen Zungen zu Folge nur wegen seinem Bruder Raffael zu Hertha gekommen war, hat sich in der letzten Saison zu einem unverzichtbaren Strategen und Vollstrecker entwickelt. So lief auch in diesem ersten Vorbereitungsspiel zumindest in der ersten Hälfte alles über den bemühten Spielmacher. Im zweiten Durchgang stand er ebenso wie Torwart Kraft, Niemeyer, Wagner und nahezu der kompletten Startelf nicht mehr auf dem Feld. Adäquat kamen Ramos, Hatira und Allagui zum Einsatz die mit ihren Toren auch für den standesgemäßen 4:0 Endstand sorgten.

So wie hier Peter Niemeyer standen auch alle anderen Herthaner lange Zeit für die Wünsche der Fans zur Verfügung.

So wie hier Peter Niemeyer standen auch alle anderen Herthaner lange Zeit für die Wünsche der Fans zur Verfügung. Fotos (3): Patrick Rein

Autogramme, Fotos, gute Tat

Noch steht Luhukay sicherlich einige Arbeit bevor um den wiederholten Abstieg zu verhindern, aber es ist auch noch genug Zeit bis zum ersten Bundesligaheimspiel am 10. August gegen Eintracht Frankfurt. In Falkensee hingegen standen die Profis, ermöglicht von der AOK Nord-Ost, lange Zeit allen Anhängern für Autogramme und Fotos zur Verfügung. Die großen Gewinner der Partie waren sowieso die Kleinsten, denn: Die Erlöse des Benefizspiels kommen der Stiftung „yum me“ zugute, welche Kindern und Jugendlichen Lust auf gutes, gesundes und leckeres Essen machen soll.

Patrick Rein

KlimaWerkstatt mit neuem Beratungszentrum in Spandau

Ein Beitrag zur CO2-Reduktion

Feierliche Eröffnung der KlimaWerkstatt (Foto: Ralf Salecker)

Feierliche Eröffnung der KlimaWerkstatt (Foto: Ralf Salecker)

Fragen zur energetischen Sanierung eines Hauses können nun im Herzen der Spandauer Altstadt beantwortet werden. Am Samstag öffnete Bezirksstadtrat Carsten Röding die KlimaWerkstatt offiziell in der Mönchstraße. Zukünftig wird „im Laden“ das Service-Zentrum seine Arbeit tätigen, die es bisher im Rathaus ausgeübt hat. Regelmäßig wird es Ausstellungen und Veranstaltungen rund um Energieeinsparung präsentieren. Bis Ende des Jahres ist dieser Service gesichert. Gefördert von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, aus Mitteln der EU, sollen Spandauer bei der Senkung des Energieverbrauchs unterstützt werden. Parallel bietet die KlimaWerkstatt eine Ausstellung in der beispielhafte Sanierungen von unterschiedlichsten Gebäuden aufgezeigt werden. Besonders Altbauten scheinen für viele nicht vernünftig sanierbar. Die Ausstellung zeigt auf, dass es möglich ist, mit entsprechenden Maßnahmen, ehebliche Heizenergiekosten einzusparen. Dies ist ein direkter Beitrag zur Kohlendioxid-Reduzierung, schützt also unser Klima. Zielgruppe sind also ganz besonders Hauseigentümer, die Interesse an einer energetischen Sanierung ihres Hauses haben.

Lokaler Klimaschutz ist eine große Herausforderung

Ausstellungen und Workshops sollen auch zukünftig zum nachhaltigen Handeln beitragen. Vor kurzem wurde als Projekt das Repair-Café in der Spandauer Neustadt gestartet. Nachhaltig Handeln bedeutet auch sorgfältiger mit den Ressourcen umzugehen. Wer weniger wegwirft, trägt auch so zu einem energiesparenden Umgang mit unserer Umwelt bei. Im Paul-Schneider-Haus kann man mit seiner defekten Kaffeemaschine, seinem Hemd oder dem Datenschredder vorbeikommen, wenn diese Dinge ihren Geist aufgegeben haben. Neuere Produkte scheinen immer kürzere Lebenszeiten aufzuweisen. Reperaturen werden zumindestens erschwert. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die zu reparieren sind. Das kostet wenig bis kein Geld. Im Repair-Café gibt es zwar nicht die Sicherheit, dass alles repariert werden kann, eine Gelegenheit für nette Gespräche, während des gemeinsamen Kampfes mit widerspenstigen Geräten, ist dagegen immer da.

Eine neue Filmreihe, mit Filmen, die es meist nur kurz ins Kino geschafft haben, soll dem Zuschauer Inhalte zum Thema Umweltschutz nahe bringen. Sie zeigt das Verhältnis von Mensch und Umwelt und daraus entstehende Kurz- und absehbare Langzeitveränderungen der Umwelt. „Voices of Transition“ machte den Anfang. Der 65-minütiger Dokumentarfilm beschäftigte sich mit der Frage nach der zukünftigen Versorgung von uns Menschen. Er begleitete Projekte und ihre Macher in Kuba, Frankreich und England und zeigt so, welche Ansätze in verschiedenen Teilen der Welt entwickelt und verfolgt werden, um mit dem menschengemachten Problem der Ressourcenknappheit umzugehen.

Auch im Rahmen der zweiten Veranstaltung „Hinz und Kunst“ zur Spandauer Altstadtmeile, am 17.8.2013, wird die KlimaWerkstatt mit „Mitmach-Kunst“ vertreten sein.

 

Ralf Salecker

 

KlimaWerkstatt Spandau

Touristik-Entwicklung im Kiez Spandauer Neustadt

„Ideenfabrik“ für die wirtschaftliche Revitalisierung

Philip Royer (Foto: Ralf Salecker)

Philip Royer (Foto: Ralf Salecker)

Im neu eröffneten Café Paule kamen rund ein Dutzend Leute zusammen, um gemeinsam zu überlegen, wie die Spandauer Neustadt belebt werden könnte. Philippe Royer hatte zum Jour Fixe N°5 geladen. Das aktuelle Thema war diesmal die touristische Entwicklung der Spandauer Neustadt. Auf den ersten Blick ein eher gewagter Gedanke, der bei manch einem Kopfschütteln hervorrufen wird. Wieso soll die Neustadt für Touristen interessant sein?

Die „Ideenfabrik“ Philippe Royer von ist ein gefördertes Projekt des Quartiersmanagement in der Spandauer Neustadt. Ein Jahr lang sollen Geschäftsleute, Kreative und Interessierte gemeinsam über zukunftsweisende Wege diskutieren. Dem Leerstand im Kiez soll der Kampf angesagt werden. Ziel ist es, möglichst praktikable Ansätze zu entwickeln. Originelle Geschäftsideen sind gefragt, die auch eine Wirkung außerhalb der Neustadt entfalten können. Darum werden immer wieder Spezialisten zu bestimmten Themen in die Runde eingeladen.

Ein Audio-Guide für die Neustadt?

Wenn man Touristen herholen möchte, dann sollen sie etwas in die Hand bekommen, was ein eigenständiges Erkunden der Umgebung ermöglicht, etwas, was über die üblichen gedruckten Materialien hinaus geht, Ein „Audio-Guide“ wäre eine Möglichkeit. Für die Spandauer Altstadt gibt es ein solches Produkt schon. Der entsprechende MP3-Player kann jederzeit in der Tourismusinformation ausgeliehen werden.

Um eine fachkundige Auskunft zu einem solchen Projekt zu bekommen, wurde der Geschäftsführer von „Stadt im Ohr“ in die Runde geladen. Audio-Guides können unterschiedlich umfangreich und komplex erstellt werden. Angefangen von linearen historischen Beschreibungen bis zu interaktiven Anwendungen ist alles möglich. Die Daten können als MP3-Dateien auf das Handy oder ein anderes Medium geladen und genutzt werden. In der Anwendung unterscheiden sich hier noch GPS-gesteuerte Anwendungen, die automatisch die richtige Information am richtigen Ort liefern, oder solche, die eine manuelle Auswahl notwendig machen.

Ruben Kurschat, der Geschäftsführer von Stadt im Ohr machte deutlich, wie wichtig ein sinnliches Erlebnis bei solchen „Führungen“ ist. Ein simples Vorlesen von historischen Ereignissen genügt den wenigsten Nutzern. Elektronische Stadtführer sollten einen ausgewogenen Mix aus O-Tönen mit „Hörspielcharakter“ und passender Musikalischer Untermalung aufweisen. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, die Texte von professionellen Sprechern einspielen zu lassen.

Der überwiegende Teil der Kunden von Stadt im Ohr kommt aus Berlin. Es sind interessierte „Kulturtouristen“, die weniger an trockenen historischen Aufarbeitungen interessiert sind, als an einem lebendigen individuellen Abbild des jeweiligen Kiezes.

Für die Spandauer Neustadt bedeutet dies z.B. weniger den Versuch zu unternehmen, auf große historische Ereignisse und bedeutsame Bauten hinzuweisen, die eher beschränkt zu Verfügung stehen, als sich bewusst dem „Erzählen von Geschichten“ zu widmen, die auch aktuelle Bezüge zum Kiez herstellen. Von der grundsätzlichen Idee, bis zum fertigen Produkt ist aber noch ein weiter Weg.

 

Ralf Salecker

Hertha (fast) in Spandau erleben

Benefizspiel zwischen dem SV Falkensee-Finkenkrug und Hertha BSC ist gleichzeitig erster Auftritt des Bundesligisten der Saison 2013/14.

Die Partie zwischen dem SV Falkensee-Finkenkrug und Hertha BSC findet am Donnerstag, dem 27. Juni 2013 um 18:00 Uhr, auf dem Sportplatz Ringpromenade in Falkensee statt. Das von der AOK Nordost präsentierte Spiel wird anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des SV FF und zugunsten von „yum me“, Stiftung Ernährung-Bildung-Gesundheit, ausgespielt.

Die Ostkurve des Berliner Olympiastadions wird beim Auftritt in Falkensee sicherlich nicht erreicht werden.

Die Ostkurve des Berliner Olympiastadions wird beim Auftritt in Falkensee sicherlich nicht erreicht werden. Foto: Patrick Rein

Nachbarn in Falkensee feiern

Die Pause für die Aufstiegshelden von Hertha BSC und deren Anhang war kurz. Jetzt können sich die Hertha-Fans auf das erste offizielle Testspiel des erneuten Bundesligisten vor der neuen Saison freuen. Darüber hinaus werden zum ersten Mal die Neuzugänge in den Farben des Hauptstadtclubs auflaufen. Für den SV FF ist es hingegen ein historisches Spiel, denn der Verein feiert mit dieser Begegnung sein 100-jähriges Bestehen. Mit dem Slogan „Eine Stadt. Ein Jahrhundert. Ein Verein.“ verleihen die Falkenseer ihrem Jubiläum den angemessenen Rahmen. Bis zum 13.06.2013 wurden bereits mehr als  2.000 der insgesamt 4.500 Karten verkauft.

Karten in Spandau erhältlich

Wer den ersten Auftritt der Hertha-Stars hautnah erleben möchte, erhält Eintrittskarten in der Geschäftsstelle des SV FF (Info unter: 03322/286900) sowie in Falkensee an folgenden VVK-Stellen: Fleischerei Gädecke, Hellweg, Reisebüro Hiller, schrääg rüber, all4phone/o2 Shop. Außerdem in Spandau bei Sport Heinrich und auch im Hertha Fanshop auf der Geschäftsstelle, wo auch die Dauerkarten für die Bundesliga-Saison gekauft werden können. Tickets gibt es ermäßigt für 5 € und normal für 8 €. Einlass ist am 27. Juni ab 17:00 Uhr.

Gesunde Ernährung fördern

Die AOK Nordost – Die Gesundheitskasse ist Exklusivpartner von Hertha BSC und ermöglicht es mit ihrem Engagement, dass den Fußballfans schon zum Start der Vorbereitung ein Spiel vor einer prächtigen Kulisse präsentiert wird. Die Ticketeinnahmen der Partie kommen „yum me“, der Stiftung Ernährung-Bildung-Gesundheit zu Gute. Die vom AOK-Vorstandsvorsitzenden Frank Michalak und dem brandenburgischen Spitzenkoch Ronny Pietzner gegründete Stiftung will sich mit Aktionen und Projekten rund um das Thema „gesunde Ernährung“ einsetzen und Jugendliche aktiv mit einbeziehen.

Patrick Rein

Heimspiel im Gotischen Haus

Moderne Kunst in alten Mauern

Kunstamtsleiterin Andrea Theissen und Kulturstadtrat Gerhard Hanke (Foto: Ralf Salecker)

Kunstamtsleiterin Andrea Theissen und Kulturstadtrat Gerhard Hanke (Foto: Ralf Salecker)

Letztens hatten wir über einen ungewöhnlichen Ausstellungsort berichtet. Im historischen Gewölbekeller setzen sich acht Künstler und Künstlerinnen in der Ausstellung Kellerkinder mit dem Thema Kindheit auseinander. Die dortige Ausstellung läuft noch bis zum 23.6.2013. Nun, wo die Sommerferien vor der Haustüre stehen, möchten wir eine andere Ausstellung in der Spandauer Altstadt empfehlen: Heimspiel im Gotischen Haus.

Nein, das ist keine Ausstellung zum Thema Fußball, obwohl Fußball sogar zum Thema wird! Das Frauenmuseum Berlin, ein Verein ohne festen Ausstellungsort, bringt bildende Kunst in das Berliner Stadtgebiet. In allen Berliner Bezirken möchte der Verein mit einer Ausstellung Station machen. Nun auch in Berlins ältestem Bürgerhaus. Moderne Kunst in historischen Mauern – ausschließlich von Künstlerinnen – „da in großen Ausstellungen immer noch mehr Kunst von männlichen Künstlern gezeigt, sowie höhere Preise dafür erzielt werden“, obwohl in den Kunsthochschulen die Geschlechterverteilung 50:50 ist. Die Kunstamtsleiterin Andrea Theissen und Kulturstadtrat Gerhard Hanke eröffneten die Ausstellung, sichtlich angetan von der Qualität der Exponate.

Warum Heimspiel?

Nicht ohne Grund wurde der Titel gewählt. So sollen Künstlerinnen aus dem jeweiligen Bezirk die Gelegenheit bekommen, sich mit einem oder mehreren Werken zu präsentieren. In Spandau wählte eine Jury aus Frauenmuseum und Kunstamt die auszustellenden sechs Künstlerinnen aus.

Gleichzeitig ging es um eine Auseinandersetzung mit dem Begriff Heim, den die Künstlerinnen auf sehr unterschiedliche Art und Weise interpretierten. Nahmen die einen ihre bestehenden Werke oder Ausschnitte daraus, versuchten andere, den Raum der Ausstellung zu einem Teil der Kunst zu machen. Dazu gehören Blicke in die persönliche Vergangenheit der Künstlerinnen, die Erinnerungsfragmente-Fragmente aus der Kindheit aufgreifen und in Szene setzen oder abstrakt häusliche Verhältnisse betrachten, wie z. B. die scheinbar friedvolle Situation eine Ehepaares, die im Laufe der Bildgeschichte von Gabriele Styppa gewalttätig eskaliert. Frauke Danzer lässt filigrane Körper von der Decke schweben, mit denen die eigene Verletzlichkeit gezeigt werden soll. Nadya Dittmar beschreibt die Vergänglichkeit von Erinnerungen, während Nina Heinrichs Erinnerungen an die Schneiderwerkstatt der Mutter  beschwört.

Dazu Rachel Kohn und Julie August vom Frauenmuseum

„Im Sport wird mit »Heimspiel« eine Situation bezeichnet, die erleichterte Bedingungen mit sich bringt: man spielt im bekannten Umfeld, kann auf die Unterstützung von heimischen Fans und Freunden zählen, Anreisen und Transporte fallen weg – Heimspiele gelten als halb gewonnen. Wir hoffen, mit dieser Ausstellung nicht nur Heimvorteile zu genießen, sondern durchaus auch (kritische) Diskussionen anzuregen.“

Die sehenswerte Ausstellung läuft noch bis zum 24. August. Der Eintritt ist frei.

 

Ralf Salecker

Heimspiel im Gotischen Haus

  • Breite Straße 32
  • Öffnungszeiten: Mo-Sa von 10-18 Uhr

Das Wochenende war sportlich

Neben dem Havelfest zogen auch die F-Games auf dem Parkdeck, der Lamborghini Cup in Staaken und das Bürger- und Familienfest der SPD die Besucher nach draußen.

Die Voraussetzungen waren optimal für ein erlebnisreiches Wochenende: Endlich Sonne und kein Regen. Dennoch war der Besucherzuspruch bei einigen Veranstaltungen überschaubar. Sicherlich führte die Vielzahl der Angebote am Samstag bei dem ein oder anderen zu Entscheidungsschwierigkeiten. Denn neben dem alles überragenden Havelfest – bei dem es kurz vorm großen Feuerwerk sogar zu Nachschubproblemen beim Bierausschank kam – luden drei andere Veranstaltungen zur sportlichen Betätigung auf.

Die Stars von Morgen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und Dänemark zum Fußballturnier nach Staaken.

Die Stars von Morgen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet und Dänemark zum Fußballturnier nach Staaken.

Internationales Nachwuchsturnier

So hatte der SC Staaken zum bereits 3. Internationalen Lamborghini Berlin Fussball Cup des Jahrgangs 2004 (F-Jugend) in den Sportpark Staaken geladen, der ein erlesenes Teilnehmerfeld aus Nachwuchsmannschaften von Bundesligisten, Tradition- und Ausbildungsvereinen sowie zwei Vereinen aus Dänemark folgten. Letztendlich gingen der SC Staaken, Hertha BSC, 1.FC Union Berlin, Bredballe IF (DK), Boldklubben Søllerød-Vedbæk (DK), Potsdamer Kickers 94, RB Leipzig, 1.FC Magdeburg, Hallescher FC, LFC Berlin und der Weißenseer FC an den Start. Ein Kinderschmink- und Würfelstand sowie das schon fast obligatorische Speedschießen rundeten das Programm ab. Nach den abwechslungsreichen und fairen Partien setzte sich am Ende die Mannschaft des Bundesligaaufsteigers Hertha BSC gegen den Halleschen FC als Turniersieger durch. Den dritten Platz erspielten sich die Gäste aus Dänemark vom Boldklubben Søllerød-Vedbæk. Die Gastgeber vom SC Staaken beendeten das Turnier auf dem 5. Platz.

Ismail Öner (2. v. li.) erhielt für sein Projekt Mitternachtssport e.V. Fußbälle von Bezirksstadtrat Stephan Machulik (re.) und dem Bezirksverordneten Jürgen Keßling (li.).

Ismail Öner (2. v. li.) erhielt für sein Projekt Mitternachtssport e.V. Fußbälle von Bezirksstadtrat Stephan Machulik (re.) und dem Bezirksverordneten Jürgen Kessling (li.) überreicht.

Bürger- und Familienfest

Überwiegend unpolitisch ging es zeitgleich im Wilhelm-Schleusener-Stadion vor, obwohl hier die Abteilung Falkenhagener Feld der SPD zum Fest geladen hatte. Fußballturnier, laufen für den guten Zweck und die Footballer der Spandau Bulldogs standen im Vordergrund. Zudem wurde die Hans-Schultz-Ehrenmedaille an Heike Ließfeld, Detlef Schuster und Käthe Reiman verliehen. Allein der UNICEF Lauf über 100 Meter ermöglichte 500 Dosen gegen Masern, 4000 Wasserreinigungstabletten und 5000 Bleistifte für das Kinderhilfswerk. Und auch der Mitternachtssport e.V. wurde geehrt und erhielt anstatt Medaille nützlichere Fußbälle als Unterstützung.

Es war noch Platz zur sportlichen Betätigung auf dem Parkdeck der Spandau Arcaden hoch über den Dächern des Bezirks.

Es war noch Platz zur sportlichen Betätigung auf dem Parkdeck der Spandau Arcaden hoch über den Dächern des Bezirks. Fotos (3): Patrick Rein

Über den Dächern von Spandau

Zu guter letzt fand als Auftakt zu den Sommerferien auf dem Parkdeck F der Spandau Arcaden eine Veranstaltung für Groß und Klein statt. Bei den “Deck F Games” sollten Kinder und Jugendliche zeigen, welcher Sportsgeist in ihnen steckt. An verschiedenen Stationen konnte an motorischen und koordinativen Fähigkeiten gefeilt werden. Neben Torwand und Soccercage standen erstmals auch eine Minigolf- und eine Biathlonanlage zur Verfügung. Lediglich die angekündigte Verpflegung war nicht zu entdecken und auch das Teilnehmerfeld gestaltete sich bei so vielen Aktionen im Bezirk eher dürftig.

Patrick Rein

Spandaus Straßenkünstlerwettbewerb – Was Kunst Du?

Fünf vor zwölf ging es los …

Laccasax, drei virtuose klassische Instrumentalisten (Foto: Ralf Salecker)

Laccasax, drei virtuose klassische Instrumentalisten (Foto: Ralf Salecker)

Gemütlich trudelten die Spandauern gegen Mittag nichts ahnend in der Altstadt ein, als sie Fanfarenklänge sie aus ihrem Trott rissen. Naja, nicht ganz. Ein Bläserquartett gab das musikalische Startsignal vom Balkon der Stadtbibliothek. Vertreter der Wettbewerbsausrichter von MittendrIn Berlin! ließen es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Veranstaltern des Straßenkünstlerwettbewerbs „Was Kunst Du?“ einen Teil der gelben Altstadtmeile abzuschreiten.

Entlang der gelben Meile verführen gelb umrahmte Schaufenster zu einem neugierigen Blick. Schaufensterkunst ist angesagt. Spandauer Künstler präsentieren sich in den Auslagen. Manche Geschäfte präsentierten die Kunstobjekte in vorbildlicher Weise – der Kunst wird ein ansprechender Raum gewährt. Besonders hervorzuheben ist das große Eckschaufenster von Karstadt, in dem einerseits Werke von Schülern der Kunstbastion und zum anderen keramische Objekte von Dorothea Nerlich präsentiert werden. Fotografien, Gemälde, Panoramabilder, Skulpturen und perfekte Schaufensterdekoration zeigen noch bis in den September einen Ausschnitt aus dem künstlerischen Schaffen Spandaus. Eine Zusammenarbeit zwischen Geschäften und Künstlern, die hoffentlich Schule machen wird.

Straßenkünstlerwettbewerb in der Altstadt

Der eigentliche Höhepunkt des Tages war natürlich der Wettbewerb von Straßenkünstlern. Auf mehreren Bühnen in der Altstadt, vor Karstadt, am Marktplatz unter der Platane, an der Nikolai-Kirche, am Brunnen in der Havelstraße und auf der großen Bühne mitten auf dem Markt sorgten Musiker unterschiedlichster Stilrichtungen für eine bunte Unterhaltung. Zuschauer, Zuhörer und eine Jury bewerteten die Darbietungen. Der Organisator des Wettbewerbs, Marcel Krüßmann, besser bekannt als „Icke“, begeisterte das Publikum auf der Bühne am Markt, wo Liegestühle und mehr zu einem gemütlichen Verweilen einluden. Die drei besten Musiker traten am Schluss auf der Freilichtbühne zu einem kostenlosen Konzert an, wo sie mit dem musikalischen „Wanderpokal“, dem Grammelphon in Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet wurden. Gefertigt hat den ansehnlichen Preis Peter Seeger von den Inselspinnen.

Manch Spandauer reagierte sehr verwundert. Nicht jeder wusste von der seit langem breit angekündigten Auftaktveranstaltung zur Spandauer Altstadtmeile und staunte über das vielseitige musikalische Programm. Wer nicht dabei war, hat wirklich etwas verpasst!

Mitglieder der Privat-Theater-Gesellschaft Elektra, boten eine musikalische Zeitreise mit Berliner Gassenhauern. Laccasax, drei virtuose klassische Instrumentalisten, lieferten eine Melange aus Tango, Jazz, Klezmer und vielem mehr. Das Carmen Zapata Duo brachte lateinamerikanisches Flair in die betuliche Altstadt, ähnlich, das Trio Palmera, dessen Musik einen frischen tropischen Cocktail aus Salsa, Merengue, oder Rumba u. a. mit bekannten Stücken von den Altmeistern des Buena Vista Social Clubs lieferte.

In eine völlig andere musikalische Welt entführte die burundische Trommelgruppe Ingoma, die schon bei der Startveranstaltung des Kulturladens in der Altstadt begeisterte. Afrikanisches Lebensgefühl pur riss die Zuhörer mit. Der Rock ’n‘ Roll Preacher, Vrank-Michael Goedel, machte seinem Namen mit einem Mix aus Rock ’n‘ Roll und Gospel alle Ehre. Er stand am Schluss auch auf der Freilichtbühne.

Jens Ege, mit Szabó & Co, bot im Kontrast dazu deutsche und französische Chansons. Earl‘ Eve, eine der Musikgruppen des Vereins Klang-Holz e. V. auf der Zitadelle Spandau unterhielt mit deutschen Volksliedern, Rock-Balladen aus Ost und West, englischen und irischen Lovesongs.

Mit Sonne und Musik fand dieser Samstag viel zu schnell sein Ende. Wer weiß, möglicherweise findet der Straßenmusikerwettbewerb im nächsten Jahr seine Fortsetzung.

 

Ralf Salecker

 

P.S.

Spandaus größter Fotowettbewerb, der Foto-Kunst-Lauf, bei dem Preise im Gesamtwert von 4000 Euro zu gewinnen sind, läuft noch bis zum 19.6.2013!

So sehen Sieger aus

Zum vierten Mal in Folge gewinnt der Gänsemarkt den Gastro Cup.

Die Serie ist weiterhin ungebrochen. Auch den 8. Gastro Cup – das Fußballturnier der Spandauer Gastronomie – konnte der Gänsemarkt für sich entscheiden. Nachdem im letzten Jahr der Wanderpokal durch den dritten Gewinn in Folge bereits in den Besitz der Kneipe an der Plantage 1 übergegangen war, begibt sich nun auch die neue Trophäe – vorerst bis zum nächsten Turnier – in dessen Gesellschaft.

Erst das Elfmeterschießen brachte das Ergebnis des gutbesuchten Gastro-Cups.

Erst das Elfmeterschießen brachte das Ergebnis des gutbesuchten Gastro-Cups.

Entscheidung durch Elfmeterschießen

Nachdem der Gastgeber Norbert’s im ersten Vorrundenspiel des Tages mit einem 1:0 Sieg gegen die Fußballmacht Gänsemarkt vom Platz des Wilhelm-Schleusener-Stadions ging, schien deren Vormachtstellung im Bezirk bereits beendet. Doch mit drei 5:0 Erfolgen gegen die Gäste aus Falkensee vom Schrääg rüber, den Tennisverein Sutos als auch dem Landhaus Perle meldete sich der Titelverteidiger dann eindrucksvoll zurück. Das Norbert’s hingegen zog ohne eine einzige Niederlage ins Halbfinale ein, welches beide Teams als Sieger für sich entschieden. Außerdem dabei waren noch das Bricks, die Weißbier-Preußen, Stadtrandklause, Il Vagabondo, Casino Staaken, Alt-Spandau und Zum ollen Seemann. So war das erste Spiel des Tages auch gleichfalls das letzte. Das Finale gestaltete sich sodann wieder ausgeglichen, wodurch die Partie auch mit einem 1:1 Unentschieden endete und erst das Elfmeterschießen den Erfolg für den Gänsemarkt besiegelte.

Zum fünften Mal insgesamt und bereits zum vierten Mal in Folge heißt der Sieger: Gänsemarkt.

Zum fünften Mal insgesamt und bereits zum vierten Mal in Folge heißt der Sieger: Gänsemarkt. Fotos (2): Patrick Rein

Spende für das Jona’s Haus

Bei bestem Wetter – was in den letzten Jahren eher seltener der Fall war – fanden deutlich mehr Zuschauer den Weg ins Stadion. Mit Bratwurst, Steaks und meist alkoholischen Getränken herrschte während der gesamten Veranstaltung beste Stimmung. Nach einer Tombola in den letzten Jahren veranstaltete Organisator Norbert Lis dieses Mal zudem ein „Schinken schätzen“ um die begehrten Preise (Fußballtrikots von Hertha BSC, Bayern München und Borussia Dortmund) an die neuen Besitzer zu vermitteln. Die gesamten Einnahmen des Turniers gingen wiederholt an das Jona’s Haus in Staaken, die sich über die Spende besonders freuten.

Auch im nächsten Jahr wird es wieder den Gastro-Cup geben, ob dieser dann bereits in „Gänse-Cup“ umbenannt wurde, ist wohl doch eher unwahrscheinlich.

Patrick Rein

Kellerkinder, eine Ausstellung in der Spandauer Altstadt

Facetten der Kindheit im Gewölbekeller

Kellerkinder im Gewölbekeller (Foto: Ralf Salecker)

Kellerkinder im Gewölbekeller (Foto: Ralf Salecker)

Kennen Sie ein paar spannende Keller in der Spandauer Altstadt? Es gibt einen Keller, der nur wenige Male im Jahr seine Pforten öffnet. Nur noch kurze Zeit beschäftigt sich eine Ausstellung mit dem Thema Kindheit. Ganz bewusst wurde ein Keller als essentieller Teil dieser Ausstellung thematisiert. Seit nunmehr drei Jahren sucht sich Nadya Dittmar Themen, die zum historischen Gewölbekeller passen. Wieder einmal ist es ihr gelungen, die unterirdischen Räume nicht einfach nur zu füllen. Jedes Ausstellungsobjekt spiegelt den Ort, den Raum wieder, in dem es sich befindet. „In der Ausstellung „Kellerkinder“ werden Themen der Kindheit künstlerisch reflektiert: Spiel, Lernen, Wachsen, Schutz und Geborgenheit aber auch Mangel, Anpassung, Missbrauch. “

Kulturstadtrat Gerhard Hanke und Kunstamtsleiterin Andrea Theissen hatten diese Ausstellung vor kurzem eröffnet. 8 in Berlin lebende Künstler aus verschiedenen Ländern zeigen ihre Arbeiten und hauchen dem alten Gemäuer neues Leben ein. Beide hoffen, dass sich auch in Zukunft Kunst auf diese ungewöhnliche Art in Spandau präsentiert wird.

Reflektionen über die Kindheit

Früher einmal gehörte der Keller zu einem alten Patrizierhaus. Später wurde das Gebäude darüber als Prinz-Heinrich-Palais bekannt. Benannt nach dem Bruder Friedrichs des Großen. Den zweiten Weltkrieg hat das Gebäude nicht überstanden. Jetzt aber ruft ein Objekt der Ausstellung für manche die Erinnerung an Bombennächte im Keller zurück oder aber auch die Nachkriegszeit. Ein über eine Leiter begehbarer Kellerraum entpuppt sich als Zimmer mit laufendem Fernseher. Der Film „Wir Kellerkinder“, eine Gesellschaftssatire mit dem genialen Wolfgang Neuss, zeigte schon damals, welche Spannungen in einem Keller entstehen können, wenn dort Geschichten erzählt werden. Deutsche Filmverleiher boykottierten diesen Film erst einmal. Nadya Dittmar schuf diese Installation, deren Film gleichzeitig Namensgeber der Ausstellung wurde.

Ihre Künstler-Kollegin Madoka Chiba, mit der sie die Ausstellung gemeinsam konzipiert hat, verwandelte einen kleinen düsteren Kellerraum in ein Schlafzimmer. Ein schlichtes Bett in absoluter Finsternis. Nur ein Lichtstrahl, der durch ein Fenster dringt, projiziert „Schatten der Vergangenheit“ auf das Bett.

Licht dagegen wirkt direkt im Nachbarraum in der Installation Haut an Haut. Große Papierbahnen werden von Lichtern durchstrahlt und verwandeln den abweisenden Raum in ein warmes Nest.

Ganz bewusst verzichten die Künstler auf Erklärungen zu ihrer Kunst. Ein Titel allein soll genügen, um die Fantasie des Betrachters anzuregen. Bis zum 23. Juni ist noch Gelegenheit, dieses Ausstellung zu besuchen. Spandau hat mit diesem Gewölbe und den Ausstellungen von Nadya Dittmar ein echtes künstlerisches Kleinod bekommen. Hier wird Kunst präsentiert, die den Besucher auch ein wenig fordert.

 

Ralf Salecker

 

Projektraum Historischer Keller

  •     Carl-Schurz-Str. 49/51 (direkt hinter dem Torbogen)
  •     13597 Berlin
  •     Eröffnung am 23.5. 2013 um 19 Uhr
  •     Dauer bis zum 23.6. 2013
  •     Voraussichtliche Öffnungszeiten: Sa und So 14-18 Uhr
  •     sowie nach Vereinbarung: kontakt@projektraum-historischer-keller.de
  •     www.projektraum-historischer-keller.de
  •     oder 030/ 23180592

Selbst fahren in der Formel 10

In der Kartworld Spandau als auch in der Formel 10 kann jeder selbst mal in die Fußstapfen von Schumacher und Vettel treten.

Sebastian Vettel und Michael Schumacher sind nicht nur die herausragenden Serienweltmeister der Formel 1 sondern beide entdeckten bereits in jungen Jahren ihr Talent beim Kart fahren. Auch in Spandau hat diese Sportart bereits eine lange Tradition: während die erste Strecke noch in der Parkstraße verlief, ist die Kartworld seit Jahren am Juliusturm beheimatet. Dort findet regelmäßig auch die größte offene Privatliga Berlin und Brandenburgs – die Formel 10 – statt.

Wie alles ist in der Formel 10 auch das Pace-Car eine Nummer kleiner als in der bekannten Formel 1.

Wie alles ist in der Formel 10 auch das Pace-Car eine Nummer kleiner als in der bekannten Formel 1.

Erweiterung des Fahrerfeldes

Im Freundeskreis entstand 2011 die Idee eine eigene Liga zu gründen. Neben der Begeisterung fürs Kart fahren stand auch der Gedanke eines Wettbewerbs sowie die Möglichkeit gemeinsam bessere Konditionen auf den Strecken zu erlangen im Vordergrund. Denn durch den Unterhalt von Karts, Bahnen und Streckenposten handelt es sich um ein verhältnismäßig kostspieliges Vergnügen. Mittweile hat sich der Zusammenschluss der zehn Freunde zur Formel 10 etabliert und sich einem immer weiter wachsendem Publikum geöffnet.

Marco Papajewski ist einer der Mitbegründer der mittlerweile größten Privatliga.

Marco Papajewski ist einer der Mitbegründer der mittlerweile größten Privatliga. Fotos (2): Patrick Rein

Großes Interesse

Aus den Gründerjahren sind mittlerweile nur noch drei Fahrer übrig. Einer davon ist Marco Papajewski, der Bernie Ecclestone der Formel 10, organisiert und betreut das Fahrerfeld, welches mittlerweile um die 40 Teilnehmer umfasst. Die Rennen finden auf unterschiedlichen Anlagen – überwiegend in Berlin – statt. Natürlich ist auch die Kartworld immer wieder Austragungsort. Im Wettkampf fährt jeder für sich und kann Punkte für die Gesamtwertung sammeln. Nach einer Qualifikation findet das erste Rennen des Tages in Startreihenfolge der Platzierung statt. Um jedem die Möglichkeit zum Punktesammeln zu geben, findet das zweite Rennen entgegengesetzt des Zieleinlaufs statt. Heißt: Der letzte des ersten Rennens startet im zweiten Lauf als Erster.

Wer herausfinden möchte ob in ihm der nächste Vettel oder Schumacher steckt oder aber auch nur Interesse hat in der Privatliga an den Start zu gehen, kann sein Talent auch beim monatlich stattfindenden Midnight-Cup in der Kartworld unter Beweis stellen. Nächster Termin für alle Interessierten ist kommender Freitag, der 14. Juni, ab 21 Uhr.

Patrick Rein

Jeder fängt mal klein an

Eine Woche vor dem größten Jugendhandballturnier im Stadion Hakenfelde arrangierte Centrovital Schülern ein Schnuppertraining mit zwei Profispielern.

Schon ein Mal kamen Schülerinnen und Schüler der Wolfgang-Borchert-Oberschule in den Genuss mit zwei Handballprofis des Bundesligisten Füchse Berlin zu trainieren. Am letzten Freitag kamen nun wiederholt zwei Spieler nach Spandau, die selbst in der Jugend noch als SG Spandau/Füchse Berlin auf Torejagd gingen und danach den Sprung in den Profikader schafften: Johannes Sellin und Colja Löffler. Letzterer ist Spandauer Eigengewächs und nahm seine ersten Bälle bei der SG ASC/VfV Spandau in die Hand und spielte selbst bei dem am Wochenende wieder stattfindenden Bärlin-Cup im Stadion Hakenfelde.

Am Samstag und Sonntag treten wieder Groß und Klein aus dem gesamten Bundesgebiet beim Bärlin Cup im Stadion Hakenfelde an.

Am Samstag und Sonntag treten wieder Groß und Klein aus dem gesamten Bundesgebiet beim Bärlin Cup im Stadion Hakenfelde an.

Größtes Turnier der Region

Am Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr erwartet die SG ASC/VfV Spandauletztmalig als Spielgemeinschaft – wieder an die 150 Mannschaften aus Berlin und dem gesamten Bundesgebiet zum größten Jugendkleinfeldhandballturnier der Hauptstadt und Brandenburgs. Erstmalig werden auch Handballer des VfL Wolfsburg begrüßt, während Mannschaften aus Hamburg als auch vom MTV Lübeck schon seit Jahren zum Turnier nach Spandau kommen. Eine Herausforderung war in diesem Jahr auf Grund des Legionellen-Befalls einiger sanitären Hallenanlagen die Unterbringung der Gäste. Doch Schirmherr und Stadtrat für Schule und Sport Gerhard Hanke signalisierte: „Wir werden eine Lösung finden!“. Er als auch seine Mitarbeiter im Bezirksamt hielten Wort und stellten Räumlichkeiten zur Verfügung um allen Gastmannschaften eine Unterbringung zu gewährleisten.

Die Handballprofis Johannes Sellin (li.) und Colja Löffler spielten in der Jugend erfolgreich in der damaligen SG Spandau/Füchse Berlin.

Die Handballprofis Johannes Sellin (li.) und Colja Löffler spielten in der Jugend erfolgreich in der damaligen SG Spandau/Füchse Berlin. Fotos (2): Patrick Rein

Schüler waren begeistert

Nicht nur der Stadtrat möchte sich am Wochenende selbst ein Bild vom Turnier machen, auch Colja Löffler plant am Sonntag – wenn die älteren Jahrgänge antreten – an die alte Wirkungsstätte zurückkehren. Dabei müssen er als auch Johannes am Samstag selbst noch mal in Hannover beim letzten Saisonspiel ran. Neben dem Bärlin-Cup wird aber auch noch das Hinrundenspiel um die Deutsche Meisterschaft der A-Jugend in Berlin ausgetragen. Die Mannschaft der Füchse Berlin steht zum dritten Mal im Finale und konnte die letzten beiden Titel noch als SG Spandau/Füchse Berlin gewinnen. Die Entwicklung des Handballs in Berlin hat eine beeindruckende Entwicklung genommen, so überrascht es auch wenig dass der Deutsche Handballbund mittlerweile einen Umzug in die Hauptstadt beschlossen hat. Und auch beim  Probetraining der beiden Füchse – ermöglicht vom Gesundheitszentrum Centrovital – konnten wieder Schülerinnen und Schüler von der Sportart mit dem Ball in der Hand überzeugt werden.

Patrick Rein

Wiederbelebung der Altstadtplenen zur Aufwertung der Altstadt

Gemeinsam an einem Strang ziehen

Susanne Babst (Grafikerin) und Sven-Uwe Dettmann (Partner für Spandau) (Foto: Ralf Salecker)

Susanne Babst (Grafikerin) und Sven-Uwe Dettmann (Partner für Spandau) (Foto: Ralf Salecker)

Altstadtmanagement Spandau und das bezirkliche Wirtschaftsförderung luden zur Auftaktveranstaltung für eine neue Reihe von Altstadtplenen. In den Plenen soll ein Problembezogener Austausch unterschiedlicher Akteure im Bereich der Spandauer Altstadt stattfinden. Im Vordergrund steht dabei ein konkreter lösungsorientierter Ansatz. Mit der „Spandauer Altstadtmeile – Kunst verbindet“ und den dazu gehörenden drei Aktionstagen „Was Kunst Du?“ mit dem Straßenkünstlerwettbewerb am 8.6., „Hinz und Kunst“ und „Kunst Du Leuchten“, sowie dem Fotowettbewerb, der noch bis zum 19.6. läuft, ist ein mehr als beachtliches Ergebnis in den früheren Altstadtplenen erzielt worden.

Der Gewinn des berlinweiten Wettbewerbs „MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative“ ist eine gute Motivation für die Fortsetzung des erfolgreichen Konzeptes der Altstadtplenen. Da nicht alle Beteiligten regelmäßig an den Veranstaltungen teilnehmen können, wird ein „Ideenpool“ auf der Seite des Altstadtmanagements eingerichtet. So kann sich jeder per E-Mail an der Ideenfindung beteiligen.

Dazu Kerstin Schmiedeknecht vom Altstadtmanagement:

„Die Aufwertung der Spandauer Altstadt zu einem attraktiven und modernen Stadtzentrum ist ein Prozess, der einen „langen Atem“ und viel Unterstützung braucht. Vor allem aber kommt es darauf an, dass alle „an einem Strang ziehen“. Deshalb wollen wir die bewährten Altstadtplenen aus dem Jahr 2011 wieder reaktivieren; diese jedoch sowohl inhaltlich als auch organisatorisch „straffen“. Ziel der neuen Altstadtplenen soll es sein, neue Perspektiven für die Altstadt aufzuzeichnen und auf breiter Ebene zu diskutieren. Aber auch neue Projektideen sollen hier entwickelt werden. Die Ergebnisse der Altstadtplenen sollen als Handlungsempfehlungen für die Akteure vor Ort und die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung dienen.“

Drei Arbeitsgruppen wird es geben

In einer Leitbildentwicklung soll das Ziel einer anzustrebenden Entwicklung bestimmt werden. Spandau muss ein unverwechselbares Profil entwickeln. Die Altstadt soll ein Ort werden, an dem man etwas Besonderes erleben kann. Junge Menschen müssen für sie begeistert werden, wozu ein gesunder Branchenmix sicherlich beitragen kann, der zusätzlich einen hohen Qualitätsstandard aufweisen soll.

Dazu ist eine weitergehende Standortentwicklung notwendig, die lohnenswerte Angebote für bestimmte Zielgruppen schafft. Gemeinsamen Veranstaltungen schaffen dabei Synergieeffekte und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Dazu gehören auch „Spandau-Tage“ an anderen Orten, um für Spandau zu werben.

In der Gestaltung des öffentlichen Raums soll sich das Leitbild widerspiegeln. Dazu ist eine Gestaltung notwendig, die den Bedürfnissen der Besucher entspricht. Ein Leitsystem soll sie auf die interessantesten Orte, wie z. das neuzugestaltende Lindenufer, aufmerksam machen.

All diese Ziele sind nicht über Nacht zu erreichen. Ohne eine konstruktive Beteiligung der Geschäftsleute und Vermieter vor Ort dürfte es sehr schwierig werden. Die Altstadtmeile könnte ein Signal dafür sein, was möglich ist, wenn man an einem Strang zieht.

 

Ralf Salecker

Repair-Café in der Spandauer Neustadt

Im Paul-Schneider-Haus wird nachhaltig gehandelt

Manchmal ist es Kräfte zehrend (Foto: Ralf Salecker)

Manchmal ist es Kräfte zehrend (Foto: Ralf Salecker)

Haben sie schon einmal etwas zur Reparatur gebracht? Oft ist diese teurer, als der Neukauf eines Gerätes. Mich treibt die Neugierde ins Paul-Schneider Haus. Im letzten Sonnenschein wirkt das Haus, mit der neu gestalteten roten Fassade des Cafés sehr einladend. Am Café vorbei geht es in den großen Veranstaltungssaal. Ich bin gespannt, was mich erwartet. Mit defekten Geräten kann man hier hineinspazieren und – mit ein wenig Glück – glücklich, mit reparierten wieder gehen. Früher war so etwa normal. Nur wenig wurde weggeworfen. Vieles, was man sich früher leisten konnte, riss größere Löcher in den Geldbeutel. Heute, gerade in Zeiten niedriger Zinsen, ist es viel einfacher, etwas Defektes gedankenlos wegzuwerfen und Neues zu kaufen: „Aus den Augen aus dem Sinn.“

Vieles kann zu neuem Leben erweckt werden

Ein paar Leute stehen um ein einige Tische herum. Unterschiedlichstes Werkzeug und ein paar Messgeräte warten auf ihre Aufgabe. Abseits davon stehen Tee und Kaffee. Nebenan betrachtet ein anderer eine defekte Kamera und kurz zuvor wurden einem Wasserkocher wieder Leben eingehaucht. Zwei Herren versuchen derweil einen alten Aktenschredder wieder in Ordnung zu bringen. Eine Frau brachte ihn vorbei, in der Hoffnung, dass es hier kundige Hände gibt. Zwanzig Minuten dauert nun schon der Kampf mit dem alten Gerät. Keine Schraube, die zu lösen wäre und auch kein Nippel, den man einfach nur beiseite drücken müsste, um das widerspenstige Gerät endlich öffnen zu können. Schraubenzieher, Stechbeitel und ein Messer ragen nun schon aus dem Schredder heraus. Die ersten krachenden Geräusche lösen anfangs Erleichterung aus. Doch die Freude währt nur kurz. Wie sich kräftezehrende Minuten später herausstellt, war das defekte Gerät innen vollständig verklebt. Es sollte nie repariert werden. Nun musste nur das gelockerte Kabel innen wieder befestigt werden und alles ging wieder. Nebenan ließ sich ein anderes Elektrogerät immerhin leicht öffnen. Der Defekt dort war schnell entdeckt. Nur ein durchgeschmurgelter Kondensator muss ausgetauscht werden. Das geht mangels Ersatz nicht sofort, ist für jeden, der einen Lötkolben an der richtigen Seite anzufassen weiß, kein Problem.

Import aus Holland

Nicht nur knapper gefüllte Geldbeutel bringen Menschen auf den Gedanken, Dinge reparieren zu wollen. Schwindende Ressourcen machen klar, dass wir mit unserer Umwelt etwas pfleglicher umgehen sollten. Reparierte Geräte tragen dazu bei: Weniger Rohstoffverbrauch, geringere Abfallmengen und weniger Kohlendioxidausstoß.

Die ursprünglich aus Holland stammende Idee findet in ganz Europa neue Mitstreiter. Jeder kann kommen, sei es um etwas repariert zu kommen, oder selbst mit Hand anzulegen. Im Idealfall gibt es viele unterschiedliche Helfer. Jeder trägt dass bei, was er kann.

Eine vorherige Anmeldung ist empfehlenswert. Schließlich wäre es recht ärgerlich, mit einer Waschmaschine unter dem Arm hereinzukommen und unverrichteter Dinge wieder gehen zu müssen. Nebenbei ist das Repair-Café eine gute Gelegenheit zu einem netten Plausch. Man pflegt ein nachbarschaftliches miteinander. So stört es nicht, wenn eine Reparatur einmal nicht gelingen sollte. An diesem ersten Tag klappte es gut. Fast alles konnte sofort repariert, manches immerhin auf den richtigen Weg gebracht werden.

Das Repair Café findet von nun an jeden letzten Montag im Monat statt! Über Werkzeugspenden und helfende Besucher – auch mit eigenem Werkzeug – würde sich das Repair-Café im Paul-Schneider Haus sehr freuen.

 

Ralf Salecker

 

Repair Cafe in Spandau             

  • Paul-Schneider Haus
  • Schönwalder Str. 23
  • 13585 Berlin-Spandau
  • Uhrzeit 17.30 – 20.00
  • Weitere Informationen unter info@klimawerkstatt-spandau.de oder telefonisch unter 3979 8669.

Staaken bleibt Tabellenführer

Im Lokalderby zwischen den Spandauer Kickers und dem SC Staaken II trennen sich die beiden Aufstiegskandidaten unentschieden.

Sowohl der SC Staaken als auch die Spandauer Kickers stehen in der Bezirksliga mit deutlichem Vorsprung auf einem Aufstiegsplatz. Dementsprechend groß war – trotz Regen – auch der Zuschauerandrang auf dem Heimspielgelände der Kickers am Sommerbad Staaken West. Es ging um die Tabellenspitze, denn der Aufstieg ist beiden Mannschaften kaum noch zu nehmen. Die abwechslungsreiche Partie bot auch ebenso wie das Champions-League Finale am Sonnabend alles was das Fußballherz begehrt: Vier Tore mit teils sehenswerten Treffern, Elfmeter, zwei rote Karten und diskussionsanregende Schiedsrichterentscheidungen.

In einer fair gefürhten Partie trennetn sich Spaki und Staaken II unentschieden.

In einer fair geführten Partie trennten sich Spaki und Staaken II unentschieden.

Gerechtes Unentschieden

Während des Spiels erhielten die Gäste lautstarke Unterstützung des Staakener Anhangs, dennoch ging Gastgeber „Spaki“ durch Christian Oberreuter mit 1:0 in Führung ehe Sven Trautmann per Elfmeter noch vor der Halbzeit den Ausgleich erzielte. Mit einem fulminanten Freistoß, ausgeführt von Marc Theilig, konnte der Eintore-Vorsprung für die Kickers wiederhergestellt werden. Doch die Staakener steckten nicht auf und Frederik Kammer erzielte per Kopfball den 2:2 Endstand. In einer fairen Partie beendeten sowohl die Spandauer Kickers als auch der SC Staaken das Spiel um jeweils einen Mann reduziert. Die Schiedsrichterentscheidungen sorgten in beiden Fällen für Diskussionen und wurden von beiden Lagern als zu „hart“ interpretiert. Zwar konnte der SC durch dieses Ergebnis die Tabellenführung behaupten, beide Mannschaften bleiben aber durch die Punkteteilung auf dem Sprung in die Landesliga.

Der anhaltende Regen des Wochenendes machte auch beim Lokalderby nicht halt.

Der anhaltende Regen des Wochenendes machte auch beim Lokalderby nicht halt. Fotos (2): Patrick Rein

Pokalhalbfinale der Ersten

Am Mittwoch muss dann die erste Mannschaft von Staaken zum Halbfinale im Berliner Pilsner Pokal zum SV Lichtenberg 47. Für das Auswärtsspiel und der Chance auf den Finaleinzug – in dem im letzten Jahr bereits mit Gatow ein anderer Spandauer Fußballverein stand – wird extra ein Fanbus gechartert. Nervenstärke hatten die Staakener schon beim Gewinn des Spandauer Bürgermeisterpokals im letzten Sommer bewiesen.

Und am nächsten Wochenende, den 8. Juni, tritt dann auch wieder die Spandauer Gastronomie zum mittlerweile 8. Gastro-Cup für den guten Zweck an. Gespielt wird auch in diesem Jahr wieder im Helmut-Schleussener-Stadion am Askanierring von 10 bis 16 Uhr.

Patrick Rein

Worte der Kritik von den Heimatkundlern

Jahreshauptversammlung im Bürgersaal

Erster Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V. (HKV) Karl-Heinz Bannasch (Foto: Ralf Salecker)

Erster Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V. (HKV) Karl-Heinz Bannasch (Foto: Ralf Salecker)

Die Versammlung begann mit einem traurigen Teil, dem ehrenden Gedenken an drei im letzten Jahr verstorbene Mitglieder der Heimatkundler. In seiner Einstiegsrede hielt sich der Erste Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V. (HKV) Karl-Heinz Bannasch mit Kritik nicht zurück, als er die Jahreshauptversammlung im Bürgersaal eröffnete. Das Verhältnis zu Bildungsstadtrat Gerhard Hanke ist anscheinend etwas angespannt. Bannasch betonte, dass sie nur vorübergehend ihre Räumlichkeiten auf der Zitadelle verlassen hätten, um den Renovierungs- und Sanierungsarbeiten während des Umbaus von Haus 8 nicht im Wege zu stehen. Er machte deutlich, dass die ausgesprochene Kündigung für die Vereinsräume in Haus 9 durch Gerhard Hanke wieder zurück genommen werden musste. „Wir kommen wieder zurück!“

Einige Veranstaltungen konnte die Vereinigung auch im vorangegangenen Jahr durchführen. Bannasch hob dabei die Gedenkveranstaltung für die Mauertoten und die umfangreiche Exponatübergabe an das Stadtgeschichtliche Museum im Schätzwert von rund 12000 Euro hervor.

Im Jahr 2013 starteten die Heimatkundler ihr Gedenktafelprogramm. Die erste Gedenktafel hat ihren Platz in der Filiale der Volksbank am Markt. An der Stelle des heutigen Volksbankgebäudes stand einst das alte Rathaus, in dem vor 100 Jahren die Entscheidung zum Bau des heutigen Rathauses getroffen wurde. Die Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V. beteiligt sich an der Vorbereitung der Feierlichkeiten zum diesjährigen Jubiläumsprogramm und wird auch einige Programmpunkte aktiv bestreiten. Gerne, erklärte Bannasch, sind die Heimatkundler auch zukünftig bereit, mit Rat und Tat im Sinne des Bezirkes mitzuwirken – wenn man sie bittet.

Oft muss die HKV Besuchern und Anrufern und per E-Mail auf der Zitadelle Auskünfte erteilen zu Dingen, die eigentlich nicht in ihren Aufgabenbereich fallen, sei es zu Veranstaltungen oder Eintrittsgeldern. Aber sie machen es gerne, betonte der 1. Vorsitzende. Die Vereinigung sieht sich als Teil der Zitadelle. Nicht so gerne sehen sie Zeugnisse der DDR-Vergangenheit, die als Exponate in der großen Ausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ zu sehen sein werden.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein langer – ein wenig zu patriotischer – Vortrag von Manfred Schulze, der die Befreiung Spandaus vor 200 Jahren von den Franzosen thematisierte. Spannend war der Ansatz, den Blick auf Frauen und ihre Beteiligung an dieser Befreiung zu beleuchten, so gab es einige, die als Mann verkleidet in den Krieg zogen. Kritik wurde am Bezirk geäußert, der es versäumt hat, diesem wichtigen Jubiläumsdatum in der Bezirksgeschichte eine entsprechende Würdigung zu geben.

 

Ralf Salecker

Ein Hauch von Meisterfeier

Hertha BSC schafft ohne Heimniederlage den direkten Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga.

Nach dem letztjährigem Abstieg in der Relegation gegen Fortuna Düsseldorf spielte der Hauptstadtclub eine überragende Zweitligasaison: Frühzeitig den Aufstieg als auch die Zweiligameisterschaft perfekt gemacht und sogar noch den Punkterekord von Hannover 96 eingestellt. Mit Jos Luhukay ist Hertha BSC endlich wieder auf Erfolgskurs und will sich nun auch in der höchsten deutschen Spielklasse etablieren.

Die Ostkurve im Berliner Olympiastadion sorgte schon lange vor Spielbeginn für Stimmung.

Die Ostkurve im Berliner Olympiastadion sorgte schon lange vor Spielbeginn für Stimmung.

Tore- und Spielerrückstand

Bereits vor Anpfiff herrschte Feierstimmung im Oval des Olympiastadions. Die Fans stimmten den Abschied aus der 2. Bundesliga ein, Cottbus hielt mit Pyrotechnik dagegen und Ikone Frank Zander gab wiederholt die blau-weiße Hymne „Nur nach Hause“ zum Besten. Es war angerichtet zum Finale der Saison 2012/2013 von deren Beginn an nur ein  Ziel herrschte: Aufstieg. Doch vor den Ehrungen und Feierlichkeiten stand noch 90. Minuten Fußball auf dem Programm. Das Lokalderby gegen Energie Cottbus erwies sich jedoch noch mal zur Geduldsprobe. Für beide Mannschaften ging es um nichts mehr und dementsprechend schleppend verlief das Gekicke. Nicht unbedingt verdient gingen die Gäste in Führung und Hertha geriet auch Mannschaftsmäßig nach einem Platzverweis von Maik Franz in Rückstand, beziehungsweise Unterzahl. Umso erfreulicher war für das fast ausverkaufte Stadion der Ausgleich in der 88. Minute durch Anthony Brooks. Somit war angerichtet für die Festlichkeiten.

"Nie mehr zweite Liga" ist die Erwartung der Fans.

„Nie mehr zweite Liga“ ist die Erwartung der Fans. Fotos (2): Patrick Rein

Das Warten hatte ein Ende

Was jedoch folgte hatte eher den Charme einer A-Jugendmeisterschaftsfeier als den Gewinn der Meisterfelge, welche natürlich auch nicht mit dem einer Schale gleichgesetzt werden kann. Dennoch waren die Festlichkeiten geprägt vom Warten: Erst warteten die Spieler auf die Aufstiegsshirts, die Ostkurve lange auf das Erscheinen der Mannschaft vorm Fanblock und dort die Spieler wiederum lange auf die Bierkrüge für die obligatorischen Duschen. Vielleicht hatte sich der ein oder andere mehr erwartet, doch es war halt auch „nur“ das Ende einer Mission die erfüllt wurde: Hertha ist nach nur einer Saison wieder erstklassig. Und was die Freude nach den Skandal-Relegationsspielen nur noch steigerte, Düsseldorf ist direkt wieder abgestiegen – ohne Relegation.

Und für die zahlreichen Hertha-Fans aus Spandau war der Heimweg an der Heerstraße ebenfalls noch mal mit warten verbunden, dieses Mal auf den Bus. In der kommenden Saison erwarten alle nun die Champions-League Finalisten aus Dortmund und Bayern wieder als Gäste im Olympiastadion.

Patrick Rein

Laufen und Gutes tun inklusive

Auch der mehrfache Paralympics-Sieger Henry Wanyoike läuft dieses Jahr erneut beim Run of Spirit am Pfingstmontag mit.

Bereits zum 5. Mal unterstützt und bereichert der blinde Ausnahmeathlet das Laufevent für Menschen mit und ohne Behinderungen im Evangelischen Johannesstift. Wanyoike zeigt, dass jeder Mensch auf seine Weise ein Champion sein kann, dass jeder für sich etwas erreichen kann, wenn er hart arbeitet und seinem Herzen folgt. In diesem Jahr feiert der Run of Spirit am 20. Mai mit der 5. Ausrichtung ein kleines Jubiläum und das im 155. Jahr des Evangelischen Johannesstifts.

Der Zieleinlauf mit seiner Kulisse und Zuschauern wird auch in diesem Jahr wieder die letzten Kräfte mobilisieren.

Der Zieleinlauf mit seiner Kulisse und Zuschauern wird auch in diesem Jahr wieder die letzten Kräfte mobilisieren.

Vom Kinder- bis zum Volkslauf

Nicht nur Schirmherrin Marianne Buggenhagen blickt dem Laufevent bereits voller Freude entgegen: „Ich freue mich, den Namen dieses Laufes nicht nur in meinem Herzen zu tragen, sondern der Sportwelt nun auch in offizieller Funktion davon berichten zu können“. Unter dem Motto „Bewegung und Begegnung“ finden acht Wettbewerbe, vom Kinderlauf bis zum klassischen 10 km Volkslauf und einer Teamstaffel statt. Neu hinzugekommen ist ein Jugendlauf über 2,5 km integriert, um das sportliche Angebot für den Nachwuchs zu erweitern. Die vielfältigen Laufkategorien ermöglichen die Teilnahme von Jung und Alt, von Anfängern und Profis, von Menschen mit und ohne Behinderung. Der Hauptlauf geht dabei über eine Distanz von 10 Kilometern. Mit rund 600 Teilnehmern/innen startete das Laufevent 2009 und in diesem Jahr soll die 1.500 Personen-Meldemarke überschritten werden. Den Gästen bietet sich eine motivierende Kulisse am Streckenrand und wenn es mal eine Laufpause gibt, dann ist für gute Stimmung gesorgt. Kinder erwartet ein buntes Rahmenprogramm und wer will, kann es auf dem Rasen rund um Start und Ziel gemütlicher angehen lassen.

Einer der schnellsten blinden Marathonläufer, Henry Wanyoike, aus Kenia beim Zieleinlauf. Er ist seit dem ersten Run of Spirit dabei. Auf dem Foto wird er von Lennart Sponar geführt. Einem der schnellsten Berliner Langstreckler.

Einer der schnellsten blinden Marathonläufer, Henry Wanyoike, aus Kenia beim Zieleinlauf. Er ist seit dem ersten Run of Spirit dabei. Auf dem Bild wird er von einem der schnellsten Berliner Langstreckler, Lennart Sponar, geführt. Fotos (2): Evangelisches Johannesstift

Sport verbindet

Herzstück des Laufevents ist die Teilhabe und Teilnahme von Menschen mit Behinderung. Ausdrücklich sollen Menschen mit und ohne Behinderung daran teilnehmen und das nicht nur in getrennten Disziplinen, sondern gemeinsam über die Distanzen von 0,4 km bis 10 km. Zu diesen Wettbewerben werden Gäste aus Kenia, Israel, Polen und der Türkei erwartet, deren Leistungen großen Respekt verdienen. So auch bei dem nahezu „heimischen“ Gast aus Kenia, dem blinden kenianischen Ausnahmeläufer und mehrfachen Paralympics Gewinner Henry Wanyoike. Auch der Verband Lebenshilfe aus Delmenhorst ist mit drei Marathonläufern mit am Run of Spirit Start.

Gutes tun seit 2009

Der Lauf verbindet sportliches Treiben mit dem Geist des Helfens. In diesem Jahr unterstützt jede Sportlerin und jeder Sportler mit einem Teil der Startgebühr und freiwilligen Spenden nach 2009 wieder das „House of Hope“ von Henry Wanyoike. Das „House of Hope“ ist ein Angebot für die ärmsten Kinder und Waisen in den Kanjeru-Slums, in der Nähe von Nairobi. Mit dem diesjährigen Charity-Projekt soll der Einbau einer Küche ermöglicht werden.

Patrick Rein