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Britta Oppelt ist Sportlerin des Jahres

Erstmals vergibt der Bezirk Spandau Ehrenurkunde für besondere sportliche Leistungen und plant die Errichtung einer „wall of fame“.

An der Sportlerehrung konnte Britta nicht teilnehmen, jetzt wurde die Ehrung nachgeholt.

An der Sportlerehrung konnte Britta nicht teilnehmen, jetzt wurde die Ehrung nachgeholt.

Viele Spandauerinnen und Spandauer fieberten im letzten Jahr mit als bei den Olympischen Spielen Britta Oppelt im Rudern mit dem Vierer an den Start ging und die Silbermedaille errang. Auch der Bezirk ist stolz auf solche sportlichen Erfolge, denn nicht nur in London zeigte die Ruderin von Hellas Titania herausragende Leistungen: sie ist ebenso amtierende Weltmeisterin. So sollte sie auch am 1. März im Rahmen der Sportlerehrung, neben den anderen aus dem Bezirk stammenden Welt- und Europameistern, im Gotischen Saal der Zitadelle geehrt werden.

Krankheitsbedingte Absage

Doch der kalte Winter machte auch vor einer Ausnahmeathletin wie Britta nicht Halt und so musste diese ihre Teilnahme krankheitsbedingt absagen. Für die geplante Laudatio war kein geringer als der Charlottenburger Diskuswerfer und Goldmedaillengewinner aus London Robert Harting vorgesehen. Dennoch wollte sich der Bezirk eine nachträgliche Würdigung nicht nehmen lassen und so folgte am Dienstag im kleineren Rahmen und mit den beiden Laudatoren Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Sportstadtrat Gerhard Hanke die Ehrung.

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Sportstadtrat Gerhard Hanke verliehen erstmals den Titel: "Spandaus Sportlerin des Jahres".

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Sportstadtrat Gerhard Hanke verliehen erstmals den Titel: „Spandaus Sportlerin des Jahres“.

Sportlerin des Jahres

Im Beisein von Angehörigen und Gabriele Wrede, Vizepräsidentin des Landessportbundes, wurde Britta zudem ein besonderer Titel zu teil: Spandaus Sportlerin des Jahres. Diese Würdigung sportlicher Leistungen soll nun Tradition und jährlich verliehen werden. Alle damit Gewürdigten sollen an einer „wall of fame“ für immer verewigt sein. Eine entsprechende Stelle wird momentan noch gesucht und als erstes wird auch dort dann Britta Oppelt’s Auszeichnung ihren Platz finden.

Auch die Eintragung in das Buch des Sports wurde nachgeholt.

Auch die Eintragung in das Buch des Sports wurde nachgeholt. Fotos (3): Patrick Rein

Randsportarten in den Vordergrund

Während im Fußball auch in unteren Ligen Geld verdient wird, müssen Sportlerinnen wie Oppelt neben dem Leistungssport einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Auch die Bundespolizistin könnte ebenso wie Soldaten ohne die Sportförderung ihren Leistungssport auf dem hohen Niveau nicht betreiben. Doch auch die Verbände als auch Vereine und somit der gesamte Breitensport profitieren von Erfolgen ihrer Sportlerinnen und Sportler. Nach den Olympischen Spielen entfachte eine erneute Diskussion über die Möglichkeiten den Leistungssport zielfördernd zu unterstützen. Wie und in welcher Form es weitergeht ist dennoch nicht geklärt.

Während Randsportarten es überwiegend nur während Olympia in den Fokus der Öffentlichkeit schaffen, steht Britta Oppelt in diesem Jahr bereits wieder vor der Titelverteidigung bei den jährlich stattfindenden Weltmeisterschaften. Und fast unbemerkt gibt es seit drei Jahren auch im Rudern eine Bundesliga.

Mein Spandau gratuliert Britta zu ihren Erfolgen als auch zur Auszeichnung „Spandaus Sportlerin des Jahres“ und wünscht viel Erfolg bei den nächsten sportlichen Zielen!

Patrick Rein

Von Falkensee nach Spandau

Am Sonntag ist es wieder so weit: der 24. Lauf der Sympathie eröffnet die Laufsaison und Sportjahr 2013.

Spandau hat viele Traditionen und eine davon ist bereits seit der Wiedervereinigung der Lauf der Sympathie von Falkensee nach Spandau. Auch wenn das Wetter momentan noch nicht wirklich zum anziehen der Laufschuhe einlädt, liegen dem Team um Organisator Klaus Scholz zahlreiche Meldungen vor. Und wer sich erst jetzt zu einer Teilnahme entschließt, kann sich am Freitag und Samstag noch nachmelden.

Am Freitag und Samstag sind noch Nachmeldungen möglich.

Am Freitag und Samstag sind noch Nachmeldungen möglich.

Nachmeldungen im Rathaus

Kurzentschlossene können sich für die 10 oder 5 Kilometer am Freitag von 16 bis 18.30 Uhr und Samstag von 10 bis 15 Uhr im Rathaus bei der Startnummernausgabe je nach noch vorhandenen Kapazitäten anmelden. Eine Meldung am Veranstaltungstag ist nicht mehr möglich. Der Start für die 10 Kilometer findet um 11 Uhr an der Stadthalle Falkensee statt und ist für alle Altersklassen ab 11 Jahren offen. Zusätzlich bietet sich der 5 Kilometer Einsteigerlauf für alle Teilnehmer an, die im Rahmen eines großen Volkslaufes etwas von der einmaligen Atmosphäre schnuppern möchten, nach dem Winter aber noch keine längeren Strecken absolvieren können. Die Läuferinnen und Läufer des 5 Kilometerlaufs starten nach der Spitzengruppe des Hauptlaufes gegen 11.15 Uhr an der Falkenseer Chaussee Ecke Stadtrandstraße.

Bei der Sportlerehrung zeigten die Nachwuchs-Cheerleader spontan ihr Können.

Bei der Sportlerehrung zeigten die Nachwuchs-Cheerleader spontan ihr Können.

Spandau ist sportlich

Über den Lauf der Sympathie hinaus zeichnet sich der Bezirk auch weiterhin als besonders sportlich aus. Die von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport aktuell herausgegebene Vereinsmitgliederstatistik hat den Ruf Spandaus als „Sportstandort“ erneut bestätigt. So sind 171 Sportvereine und 12 Betriebssportgemeinschaften mit insgesamt 46 225 Mitgliedern im Bezirk ansässig, das heißt rund 21 Prozent der Spandauer Bevölkerung sind in Sportvereinen tätig. Bei der Gesamtzahl der Mitglieder wird berlinweit bereits der fünfte Platz belegt. Im Verhältnis zu den melderechtlichen Einwohnerzahlen der Bezirke ergibt sich sogar ein normierter Index von 1,23 und der 2. Platz hinter Charlottenburg-Wilmersdorf.

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Stadtrat Gerhard Hanke würdigten die sportlichen Leistungen der Spandauer Vereinssportler überregional.

Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Stadtrat Gerhard Hanke würdigten die überregionalen sportlichen Leistungen der Spandauer Vereinssportler. Fotos (3): Patrick Rein

Sportlerehrung im Gotischen Saal

Neben dem Breitensport kann der Bezirk aber auch im Leistungssport immer mehr Erfolge aufweisen. So muss die Sportlerehrung mittlerweile durch deren Vielzahl zweigeteilt werden. Den Anfang machte dabei am 1. März die Würdigung der insgesamt 64 Erst- bis Drittplatzierten bei Welt- und Europameisterschaften, der fünf Olympia– und Paralympicsteilnehmer/innen sowie die Auszeichnung von vier besonderen Sportfunktionären aus Spandauer Vereinen im Gotischen Saal der Zitadelle. Die regionalen Erfolge werden dann zusätzlich beim Sommerfest Mitte des Jahres gewürdigt. Der Bezirk und allen voran Sportstadtrat Gerhard Hanke legen großen Wert auf die offizielle Auszeichnung und setzen sich daher trotz Sparzwangs für dessen Fortsetzung ein: „Sowohl die große Anzahl von über 500 Sportlerinnen und Sportlern, die im Durchschnitt jedes Jahr herausragende Platzierungen bei den Berliner und Deutschen Meisterschaften sowie bei Europa- und Weltmeisterschaften belegen, als auch die aktuellen statistischen Vereinsdaten belegen eindrucksvoll, dass der Bezirk Spandau nicht nur innerhalb Berlins, sondern auch weit über die Stadtgrenzen hinaus einen besonderen Ruf als Sportstandort besitzt.“

Patrick Rein

Martin-Buber-Oberschule nach wie vor gefragt

Das Schuljahr 2012/2013 ist in vollem Gange und schon laufen die Planungen fürs kommende – ebenso wie bei Bauvorhaben von Sportanlagen

Der Anmeldezeitraum fürs Schuljahr 2013/2014 an die weiterführenden Schulen ist abgeschlossen. Demnach liegen 408 Anmeldungen für die Gymnasien und 1034 für die Integrierten Sekundarschulen (ISS) vor. Besonders beliebt sind bei den Schülerinnen und Schülern dabei die Martin-Buber-OS mit 286 Meldungen bei 156 Plätzen, der Berthold-Brecht-OS mit 199 Meldungen und 175 Plätzen sowie neu der Wolfgang-Borchert-OS mit 127 Meldungen und 104 Plätzen.

Nicht nur das moderne und im Dezember eingeweihte Schulgelände ist für den Zulauf an der Martin-Buber-OS verantwortlich.

Nicht nur das moderne und im Dezember eingeweihte Schulgelände ist für den Zulauf an der Martin-Buber-OS verantwortlich.

Ablehnungsbescheid im April

Übersteigt die Anmeldezahl die Aufnahmekapazitäten einer Schule ist unter den angemeldeten Schülerinnen und Schülern nach schulgesetzlich festgelegten Kriterien ein vorgegebenes Auswahlverfahren durchzuführen. Dabei werden verfügbare Plätze an „Härtefälle“ und über die Hälfte nach von der Schule selbst festgelegten Kriterien vergeben. Ein Drittel wird dann durch Losentscheid zugeteilt. Dabei bildet die Martin-Buber-Oberschule jedoch als Schule mit besonderer pädagogischer Prägung die einzige Ausnahme. Ende April erhalten die Erziehungsberechtigten der nicht aufgenommenen Kinder den Ablehnungsbescheid und werden zudem über das Ergebnis der Aufnahme an der angegebenen Zweit- oder Drittschule informiert. Im Schuljahr 2012/2013 konnte man damit in 98,6 Prozent der Fälle den Wünschen gerecht werden.

Meldeanlagen für Gefahrensituationen

Aus Mitteln des Schul- und Sportanlagensanierungsprogramms (SSSP) konnten mittlerweile nahezu alle Schulen im Bezirk mit Meldeanlagen ausgestattet werden. Diese sollen in den verschiedensten Gefahrensituationen zur Alarmierung dienen, werden aber hoffentlich einen geringen Bedarf erfahren. Ebenso erfreulich ist auch, dass eine Kooperation zwischen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft sowie dem Jugend- und Schulamt geschlossen wurde, wodurch die Zusammenarbeit intensiviert werden soll. Momentan arbeitet eine Arbeitsgruppe an den Themenfeldern Verringerung der Schuldistanz, Verbesserung des Übergangs von der Kita in den Hort sowie der Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe.

Auch weiterhin werden Schulgebäude und Sportanlagen saniert um sie auf einen Stand des aktuellen Jahrhunderts zu bringen.

Auch weiterhin werden Schulgebäude und Sportanlagen saniert um sie auf einen Stand des aktuellen Jahrhunderts zu bringen. Fotos (2): Patrick Rein

Bauvorhaben Schule und Sport

Nachdem zahlreiche Baumaßnahmen bereits umgesetzt und abgeschlossen werden konnten, herrscht dennoch weiterhin Handlungsbedarf. Insgesamt stehen dem Bezirk aus dem SSSP dafür im Jahr 2013 rund 4,7 Millionen Euro zur Verfügung, welche für unterschiedlichste Sanierungsmaßnahmen genutzt werden. Zudem hat der Bezirk im Rahmen der Haushaltsaufstellungen 195.000 Euro für energetische Maßnahmen bereitgestellt und aus dem Bereich Schule stehen Mittel in Höhe von 3.975.000 Euro zur baulichen Unterhaltung zur Verfügung.

Neue Hallen und Gebäude

Doch auch die Sportanlagen profitieren: Neben geplanten Um- und Erweiterungsbauten an Schulgebäuden sollen im Laufe der nächsten Jahre auch sieben neue Sporthallen entstehen. Bei den oftmals katastrophalen Zustände der Schulsporthallen auch für die Freizeitsportvereine eine erfreuliche Nachricht. Zudem sind auch größere Sanierungsarbeiten am Sportplatz Jaczostraße, dem Wassersportheim Gatow sowie der Sportanlage Grüngürtel vorgesehen.

Patrick Rein

Auch schwimmen gehört zur Bildung

Auf der zweiten Station der diesjährigen Bildungstour besuchte Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank den renommierten Verein „Wasserfreunde Spandau 04“

Normalerweise stehen Schulen auf dem Programm der Bildungstour des Bürgermeisters. Daher stand beim Besuch der Wasserfreunde Spandau 04 das Kita- und Schulschwimmen im Vordergrund. Bereits seit 10 Jahren existiert das erfolgreiche Projekt des Vereins „Früher – Schwimmen – Lernen“.  Kindergartenkinder im Alter von 4 bis 6 Jahren und Schulkinder bis zur zweiten Klasse haben hier die Möglichkeit, das Schwimmen zu erlernen.

Auch heute wollen die "Spandauer" in der Wasserball-Bundesliga wieder den Gegner aus Duisburg "nass" machen.

Auch heute wollen die „Spandauer“ in der Wasserball-Bundesliga wieder den Gegner aus Duisburg „nass“ machen.

Grenzen erreicht

Es werden rund 800 Kinder, zusätzlich zu den über 3000 Vereinsmitgliedern, aus insgesamt 69 Kitas und Horten – hauptsächlich aus den Bezirken Spandau und Charlottenburg – betreut. Mit vereinseigenen Bussen werden die Kinder an der Kita bzw. Schule abgeholt und zur Schwimmhalle gefahren. Der Verein ist hiermit an seiner Kapazitätsgrenze angekommen und ist auf zusätzliche Wasserflächen, die das Land Berlin über die Berliner-Bäder-Betriebe zur Verfügung stellt, angewiesen. Ebenso erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang eine vor einigen Jahren ins Leben gerufene Stiftung, die das Projekt seit 2010 mit einer jährlichen Geldspende für sozial benachteiligte Berliner Kinder unterstützt, um auch denen die Teilnahme am Schwimmunterricht zu ermöglichen.
Zudem arbeitet der Verein gezielt mit Kindern mit Migrationshintergrund, um so den Grundstein zu legen, dass gerade diese Kinder sich mit dem Schwimmen und allgemeinen Sport vertraut machen.

Um so mit dem Ball in der Hand schwimmen zu können, muss früh mit der Schwimmausbildung begonnen werden.

Um so mit dem Ball in der Hand schwimmen zu können, sollte früh mit der Schwimmausbildung begonnen werden. Fotos (2): Patrick Rein

Rekordmeister Wasserball

Bekannt ist der Verein durch unzählige Titel im Wasserball. Zwar spielen die Wasserfreunde seit Jahren nicht mehr in Spandau sondern sind in die Schöneberger Schwimmhalle am Sachsendamm umgezogen, wo sie auch heute um 16 Uhr in der Wasserball-Bundesliga auf den punktgleichen ASC Duisburg treffen. Auch die Geschäftsstelle befindet sich mittlerweile in der Hanns-Braun-Straße in Charlottenburg. Darüber hinaus wird die Trainingsstätte des Vereins von den Sportlerinnen und Sportler der Poelchau-Oberschule, einer Eliteschule des Sports, genutzt und bietet zudem zahlreiche Schwimmkurse in den Sommerferien an. Doch die Wasserfreunde zählen sich zu Spandau und leisten in diesem Zusammenhang viel für den Bezirk – wie beispielsweise der Schwimmausbildung. Bezirksbürgermeister Kleebank hierzu: „Die alljährlich veröffentlichten Zahlen der Nichtschwimmer und verunglückten Kinder durch Ertrinken sind Anlass genug, das unentgeltliche Schulschwimmen bereits ab der ersten Klasse zu integrieren. Darüber hinaus wird so die körperliche Entwicklung der Kinder frühzeitig gefördert und entwickelt.“

Patrick Rein

Frauen stehen im Final-Four

Mit einem 31:24 über den OSC Schöneberg-Friedenau erreichen die Handballerinnen der SG ASC/VfV Spandau das Pokalhalbfinale

Mit drei Niederlagen in Folge begann das neue Kalenderjahr äußerst erfolglos für den bis dahin souveränen Tabellenführer der Oberliga-Ostsee-Spree. Erst im Heimspiel Anfang Februar gegen die HSG Neukölln konnte wieder gewonnen werden. Zwar konnte auch weiterhin Platz 1 behauptet werden, doch der Vorsprung ist auf nur noch einen Punkt geschmolzen. Am vergangenen Samstag wartete nun im Pokalviertelfinale mit den Schönebergerinnen eine Mannschaft, gegen die man selbst erst im Januar knapp mit 26:28 verloren hatte und die mittlerweile zwei Punkte hinter den Spandauerinnen in der Tabelle steht.

Äußerst knapp ging es beim Pokalspiel zwischen Spandau und Schöneberg am vergangenen Samstag zu.

Äußerst knapp ging es beim Pokalspiel zwischen Spandau und Schöneberg am vergangenen Samstag zu.

Sicherheit verloren

Im Pokalspiel konnte das Trainerteam Henry Germann und Ines Herz auf alle Spielerinnen zurückgreifen. Bei einem generell für diese Spielklasse eng besetztem Kader standen auch die sich aus beruflichen Gründen eine Auszeit nehmende Rückraumspielerin Ronja Bohle ebenso wie die nach Bayern abwandernde Klara Bachmann zur Verfügung. Die Souveränität und Lockerheit aus der Hinrunde ist jedoch durch die Niederlagen verloren gegangen, so dass sich das Spiel bis zur Halbzeit ausgeglichen gestaltete. Beide Mannschaften konnten sich abwechselnd knappe Führungen erspielen. Nur langsam verschafften sich die Damen der SG ASC/VfV Spandau über die Tugenden Einsatz und Kampf einen kleinen Vorteil.

Ob in Liga oder Pokal sind die Heimspiele der Frauen am Falkenseer Damm stets gut besucht.

Ob in Liga oder Pokal sind die Heimspiele der Frauen am Falkenseer Damm stets gut besucht.

Knappe Führung zur Halbzeit

Mit einem Tor Vorsprung ging es dann in die Halbzeitpause. Durchgang zwei verlief ebenso ausgeglichen weiter, wobei die Heimmannschaft die Führung jedoch nicht mehr aus der Hand gab. Erst in den letzten Minuten waren dann die lang vermisste Sicherheit und das Selbstvertrauen wieder da, was zu dem am Ende doch deutlichen Ergebnis von 31:27 führte. Dementsprechend groß waren nach dem Abpfiff die Freude und Erleichterung über den Einzug ins Final-Four der Pokalmeisterschaft des Handball-Verbandes-Berlin.

Der Jubel war groß nach dem erreichen des Final-Fours am 23./24. März.

Der Jubel war groß nach dem erreichen des Final-Fours am 23./24. März. Fotos (3): Patrick Rein

Besser als die Männer

In diesem standen in der letzten Saison bereits die Männer der Spandauer Spielgemeinschaft – die sich zum Saisonende wie berichtet auflöst – und mussten sich jedoch da im Halbfinale geschlagen geben. Zwar steht der Gegner für die Frauen am Wochenende 23./24. März im Horst-Kober-Sportzentrum noch nicht fest, dennoch wollen sie es besser als die Männer machen und den Titel nach Spandau holen. Bereits diesen Samstag treten die Frauen wieder in der Liga gegen den Tabellenletzten aus Altlandsberg an. Anwurf ist um 17 Uhr in der Sporthalle Falkenseer Damm 20.

Patrick Rein

Hertha verpasst Tabellenspitze

Bereits im Vorfeld zum Lokalderby im Olympiastadion zwischen dem Tabellenzweiten Hertha BSC und dem FC Union in der 2. Bundesliga war viel los

Seit Tagen war in ganz Berlin und Spandau, dem Bezirk mit angeblich den meisten Hertha-Fans, die Derbystimmung zu spüren. Zu dem besonderen Anlass präsentierte der United Colors Fanclub der Blau-Weißen sogar ein eigens komponiertes Lied. Doch bei einigen Anhängern stieg die Energie bedauerlicherweise bis ins kriminelle.

Ausverkauftes Olympiastadion beim Lokalderby. Mittlerweile ist auch der Fanprotest zum "Sicheres Stadionerlebnis" verstummt.

Ausverkauftes Olympiastadion beim Lokalderby. Mittlerweile ist auch der Fanprotest zum „Sicheres Stadionerlebnis“ verstummt. Foto: Patrick Rein

Schmierereien am Vereinsbus

Unbekannte verschafften sich unerlaubt Zutritt auf ein Betriebsgelände der Verkehrsbetriebe in Rudow auf dem der Vereinsbus der Unioner abgestellt war und besprühten diesen mit Hertha BSC Logo und Schriftzug. Zwar konnten die Schmierereien schnell wieder entfernt werden, dennoch wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Auch Hertha BSC drohte Konsequenzen an, sollten die Täter aus dem eigenen Umfeld stammen.

Emotionen ausgelöst

Auch Hertha Trainer Jos Luhukay versuchte mit einer Wutrede am Donnerstag die Emotionen seiner Spieler im Hinblick auf das Lokalderby sowie die anstehenden Aufgaben zum Wiederaufstieg zu wecken. Dies gelang anscheinend mehr als gewünscht, denn im Training gerieten Maik Franz und Michel Lasogga so heftig aneinander, dass beide aus dem Kader fürs Spiel gegen Union gestrichen wurden.

Früher Rückstand

Am Montagabend überraschte dann das Auftreten der Heimmannschaft aus Charlottenburg im ausverkauften Rund des Olympiastadions. Während die Eisernen locker aufspielten und gerade im Zweikampfverhalten überzeugten, wirkten die Herthaner verunsichert. Ergebnis war ein früher unglücklicher Rückstand den der FC in der zweiten Halbzeit sogar auf 2:0 ausbauen konnte. Erstmals in dieser Spielzeit lief der BSC einem Zweitorerückstand hinterher. Eine Viertelstunde vor Schluss konnte dann Ramos den Anschlusstreffer erzielen und fünf Minuten vor  Spielende gelang dem wieder ein Mal überzeugendem Ronny mit einem sehenswerten Freistoßtreffer der Ausgleich.

Hertha hält mit dem Unentschieden und Tabellenplatz zwei weiterhin Aufstiegskurs und auch die Unioner halten Anschluss an den Relegationsplatz, an dem Hertha BSC in der letzten Saison im Skandalspiel gegen Düsseldorf scheiterte und den bitteren Gang in die 2. Liga antreten musste.

Patrick Rein

Plätze top, Sanitär flop

Trotz des Schul- und Sportanlagensanierungsprogramms ist bislang wenig an den sanitären Anlagen von Schulgebäuden und Hallen geschehen

Besonders bei knappen Kassen müssen Ausgaben immer genau kalkuliert werden. Zwar hat der Hauptausschuss den Spandauer Haushalt für 2013 freigegeben und die von der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beschlossenen Mittel stehen somit zur Verfügung, jedoch hat die Senatsverwaltung für Finanzen Haushaltsrisiken in Höhe von 1,5 Millionen Euro gesehen und den Bezirk verpflichtet Verfügungsbeschränkungen in gleicher Höhe vorzunehmen. Da kommt es den oftmals maroden Schulgebäuden und Sportstätten durchaus gelegen, dass Berlin seit Jahren finanzielle Mittel für dessen Sanierungen zur Verfügung stellt. Im Doppelhaushalt 2012/2013 wurde dieser sogar auf 64 Millionen aufgestockt.

Mit allein drei Fußballplätzen ist die Anlage am Grüngürtel im Sommer eine Hochburg des Breitensports.

Mit allein drei Fußballplätzen ist die Anlage am Grüngürtel im Sommer eine Hochburg des Breitensports.

Was wird gefördert?

Doch während mittlerweile viele Sportplätze davon profitierten und mit neuen Belägen ausgestattet sowie ganze Komplexe neu entstanden sind, lassen viele Schul- als auch Hallensanitäranlagen mehr als zu wünschen übrig. Jetzt kritisiert auch die GAL-Fraktion in der BVV Spandau die Verteilung. Zwar werden nach vielen Jahren der Verwahrlosung jetzt mit Geldern des Berliner Senats die Umkleidetrakte der Sportanlage am Grüngürtel in Höhe von 200.000 Euro saniert, doch über Jahre hinweg wurde die am stärksten frequentierte Sportanlage des Bezirks vernachlässigt. Ein Großteil der Sanitärbereiche ist unbenutzbar: defekte Duschköpfe, fehlende Armaturen, Schimmel und marode Toiletten sind Folge einer Bezirkspolitik, die den Breitensport nur noch am Rande wahrgenommen hat. Doch die auch von der GAL-Fraktion in der BVV Spandau begrüßte Sanierung der Umkleidetrakte kann nach deren Ansicht nur ein erster Schritt sein, dem weitere Maßnahmen folgen müssen. Die Sanierung von Dach und Sanitärbereich wird an den viel zu engen Räumlichkeiten wenig ändern. Eine grundlegende Verbesserung ist daher zur Stärkung des Breitensports dringend erforderlich.

Besonders für die Mädchenmannschaften bestehen zu wenig Umkleidemöglichkeiten.

Besonders für die Mädchenmannschaften bestehen zu wenig Umkleidemöglichkeiten. Fotos (2): Patrick Rein

Sinnvoll Prioritäten setzen

Doch nicht nur am Standort Grüngürtel ist Handlungsbedarf erforderlich sondern auch für die Toilettennutzung in Schul- und anderen Sportanlagen wie Turnhallen. Auch die Heizungsanlagen sind häufig dringend sanierungsbedürftig. Der Wegfall von Hausmeistern zeigt hier sicherlich ebenso seine Auswirkungen. Hierzu erklärt Holger Gorski, sportpolitischer Sprecher der GAL-Fraktion: „Für den seit Jahren für den Sport zuständigen CDU-Stadtrat hat die Sportanlage am Grüngürtel offenbar nur eine untergeordnete Bedeutung, obwohl hier jede Woche allein dutzende von Fußballvereinen trainieren. Auch für andere Sportarten und für den Schulsport hat die Sportanlage eine große Bedeutung. Sie ist das Herzstück des Spandauer Breitensports. Wir fordern den Bezirksstadtrat auf, endlich für die regelmäßige Instandhaltung der Sportanlagen zu sorgen, anstatt dem Verfall bis zur Sanierungsbedürftigkeit tatenlos zuzuschauen. Die GAL-Fraktion erwartet konkrete Vorschläge zur Umsetzung weiterer, dringend erforderlicher Schritte zur Förderung des Breitensports im Bezirk.“ Sicherlich ist eine Prioritätensetzung nicht einfach, dennoch sollten möglichst viele profitieren können.

Patrick Rein

Spandau wieder ein Mal „ausgezeichnet“

FV Blau-Weiß Spandau wurde für „Fußball und mehr“ Silber durch Johannes Gauck bei „Sterne des Sports“ verliehen

Erst vor kurzem hatten wir in unserem Beitrag „mit Fußball zum Schulabschluss“ das Projekt des Spandauer Fußballvereins Blau-Weiß aus der Wilhelmstadt ausführlich vorgestellt. Seit Dienstag ist es nun Gewissheit: Das Projekt ist ausgezeichnet – mit dem „Großen Stern des Sports“ 2012 in Silber. Nicht nur Trainer und Projetinitiator Axel Vogel ist nun stolz auf diese außergewöhnliche Auszeichnung und Anerkennung für sein Engagement.

Axel Vogel vom FV Blau-Weiß und Bundespräsident Joachim Gauck.

Axel Vogel vom FV Blau-Weiß und Bundespräsident Joachim Gauck. Foto: Kai Bienert und Meike Engels

Vereinsheim zum Klassenraum

Auch wenn räumlich begrenzt bietet Axel Vogel nahezu eine Rundum-Betreuung. Nach der Schule Praktikum bei einem der mittlerweile zahlreichen Projektpartner, überwiegend aus dem Handwerk, danach Mittagessen auf dem Vereinsgelände, Hausaufgaben unter Leitung von Studenten bis zum abschließenden Training. Der schulische Erfolg gibt dem Projekt Recht und auch die Lehrkräfte bestätigen die Leistungssteigerungen der vormaligen Problemschüler. Mittlerweile profitieren rund 20 Jugendliche von dem Angebot. Mehr ist räumlich als auch mannschaftlich bisher nicht drin. Dabei ist die Nachfrage nach einem Platz in seiner B-Jugend hoch.

vorne v.l.n.r.: Uwe Fröhlich (Präsident Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken ),Dr. Thomas Bach ( Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes ),Axel Vogel ( Trainer FV Blau-Weiss Spandau 1903 e.V. ),Joachim Gauck ( Bundespräsident ),Carsten Jung ( Vorstand Berliner Volksbank ),

vorne v.l.n.r.: Uwe Fröhlich (Präsident Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken ),Dr. Thomas Bach ( Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes ),Axel Vogel ( Trainer FV Blau-Weiss Spandau 1903 e.V. ),Joachim Gauck ( Bundespräsident ),Carsten Jung ( Vorstand Berliner Volksbank ). Foto: Kai Bienert und Meike Engels

Nach der Schule geht’s weiter

Doch die Hilfestellungen werden auch nach dem Schulabschluss nicht abgebrochen. Auch bei Fragen bezüglich Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen sowie ein weiterführendes Nachhilfeangebot während der Berufsschulzeit sind im Rahmen des Projekts gegeben. Denn: Ein Trainer lässt sein Team nie im Regen stehen. Ob auf dem Platz oder wie hier beim beruflichen Findungsprozess. Die 4000 Euro Preisgeld für den Landessieg investiert der FV Blau-Weiß Spandau wieder in die Maßnahme. Insgesamt fallen jährlich Kosten von fast 8000 Euro für das Projekt an. Mit Silber im Bundeswettbewerb fließen nun weitere 7500 Euro in die Vereinskasse. Insgesamt hatten sich bei der Berliner Volksbank 67 Vereine beworben, aus denen auch der Sportclub Siemensstadt e.V. sowie Menschen in Bewegung e.V. mit einem vierten Platz und 500 Euro hervor gingen.

Verleihung durch Bundespräsident

Viele Sportvereine in Deutschland engagieren sich über den normalen Breitensport hinaus für benachteiligte Jugendliche, helfen Menschen mit besonderen Krankheitsbildern oder fördern die Gleichstellung in der Gesellschaft. Seit neun Jahren zeichnet der DOSB gemeinsam mit den deutschen Volks- und Raiffeisenbanken Sportvereine für ihr Engagement aus. In einem dreistufigen Wettbewerb hatten die Preisträger der „Großen Sterne des Sport“ in Gold zuvor bereits auf der kommunalen und auf der Landesebene überzeugt. Die Preisverleihung am vergangenen Dienstag für den FV Blau-Weiß Spandau übernahm dann auch kein geringerer als Bundespräsident Joachim Gauck.

Patrick Rein

Bruno-Gehrke-Halle, ein Phönix aus der Asche?

Endlich eine langfristige Perspektive in Aussicht

Bruno-Gehrke-Halle bald mit neuem Nutzungskonzept (Foto: ralf Salecker)

Bruno-Gehrke-Halle bald mit neuem Nutzungskonzept (Foto: Ralf Salecker)

Wir kennen sie noch, die immer wiederkehrenden Nachrichten zur Bruno-Gehrke-Halle. Sie war zu einem politischen Streitobjekt geworden. Nun scheint ein allgemeiner Konsens gefunden zu sein, der nicht nur eine langfristige Perspektive wahrscheinlich werden lässt, sondern, die dem Bezirk wohl auch keine zusätzlichen Kosten auf die Schultern lädt. Sportstadtrat Gerhard Hanke und Jürgen Kessling sind guten Mutes.

Ein kurzer Rückblick

Wir schreiben das Jahr 2010. Spandau hat einen Berg von Schulden und muss sparen. Mietkosten für Gebäude sind eine Einsparmöglichkeit. In der Folge kündigt der Bezirk auf Initiative der CDU und mit Unterstützung von FDP und PANTHER den Mietvertrag für die Bruno-Gehrke-Halle mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BimA) und verhandelte neu. Den Vereinen werden Alternativ-Standorte angeboten. Viele haben Probleme damit. Die Mietkosten können in der Folge, durch Nutzung von Teilflächen, auf einen deutlich geringeren Betrag (max. 30.000 Euro) gesenkt werden. Immer wieder warf die SPD der CDU vor, die Halle aus politischen Gründen nicht zu wollen. So wurde das Thema schnell zum Wahlkampfthema. Schon damals gab es Überlegungen, die Halle nicht nur als reine Sporthalle, sondern auch anderweitig zu nutzen. Genau dieser Punkt scheint nun wieder ins Gespräch zu kommen.

Neues Nutzungskonzept für die Bruno-Gehrke-Halle ist gefragt

Da der Bezirk kein Geld hat, ist ein Kauf der Halle vom Bund ausgeschlossen, ein Tausch gegen ein anderes Objekt in Berlin dagegen schon. Damit fällt ein erhebliches Kostenhindernis schon einmal weg.

Zukünftig soll die Halle nicht mehr ausschließlich dem Sport dienen. Unterschiedlichste soziale Einrichtungen sind als zusätzliche neue Nutzer gewünscht. Gerhard Hanke könnte sich dabei den in der Spandauer Neustadt aktiven Verein „Stark ohne Gewalt“ wie auch das dort sehr aktive Quartiersmanagement vorstellen. Voraussetzung ist, dem Bezirk entstehen keine zusätzlichen Kosten. Diese wären vollständig von den Nutzern zu erbringen. Um dies zu gewährleisten, muss ein tragfähiges Nutzungskonzept her, welches Ende September 2013 stehen muss. Viel Zeit ist dafür nicht mehr. Eine Arbeitsgruppe hat sich der Sache angenommen.

Jürgen Kessling, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der BGH und  Stadtrat Gerhard Hanke betonten einmütig, dass es einen parteiübergreifenden Konsens gäbe, der die Zukunft der Bruno-Gehrke-Halle unter diesen Umständen positiv beurteilen würde.

Sportgemeinschaft Siemens Berlin zieht als neuer Mieter ein

Die Ballsporthalle der Bruno-Gehrke-Halle wird ab Januar 2013 wieder genutzt. Deren Dornröschendasein hat nach zwei Jahren ein Ende. Die SG Siemens Berlin, mit seinen 500 Mitgliedern, findet hier eine neue Unterkunft, da ihre alte auf dem Siemensgelände nicht mehr zur Verfügung steht. Bisher läuft der Nutzungsvertrag nur bis Ende September 2013.

 

Ralf Salecker

Bewegte Winterspielplätze im Falkenhagener Feld

Sport, Spiel und Spaß mit der Familie

Bewegte Winterspielplätze

Bewegte Winterspielplätze

Ein Erfolgsmodell geht in die Verlängerung. Sport hält Gesund, das ist eine alte Weisheit. Am 4. November starteten im Falkenhagener Feld die „Bewegten Winterspielplätze“, um ein sportliches Angebot für Kinder mit ihren Familien zu bieten. Kinder und ihre Eltern konnten bis zum letzten Dezember-Wochenende gemeinsam spielen und toben. Dieses Angebot wurde nun bis zum Winterausklang, Ende März, Anfang April 2013 verlängert. Das Jugendamt finanziert das Projekt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Evangelischen Waldkrankenhaus.

Mangelnde Bewegung führt zu Koordinationsschwierigkeiten

Viele Menschen bewegen sich in heutiger Zeit viel zu wenig. Übergewicht und schlechte Körperkoordination sind keine Ausnahmeerscheinungen mehr, ganz besonders in Familien aus ärmeren Bevölkerungsschichten. Bei Einschulungsuntersuchen im Falkenhagener Feld wurde eine stete Zunahme dieses Umstandes registriert. Kinder haben diese Probleme nicht von Natur aus. Die Ursache liegt im familiären Umfeld und dem dort praktizierten Freizeitverhalten. Computerspiele und Fernsehkonsum sind in vielen Familien die typischen Freizeitgestaltungen. Überraschend scheint, dass dieses Problem von den Betroffenen durchaus erkannt wird.

Einseitigem Freizeitverhalten entgegenwirken

Gesundes Aufwachsen verhindert Kranksein im Erwachsenenalter (wir berichteten)! Auch im neuen Projekt ist das „Netzwerk Präventionsmedizin und Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter“, kurz KiJu Fit, federführend beteiligt.

Aus dem einseitigen Freizeitverhalten ergeben sich neben den körperlichen Folgen noch andere Umstände, die eher zwischenmenschlicher Natur sind. Das familiäre Miteinander wird nicht mehr trainiert. Familienmitglieder entfremden sich. Die Eltern-Kind-Bindung ist gestört.

Das sportliche Angebot im Falkenhagener Feld ist gerade im Winter sehr überschaubar. Mit den „Bewegten Winterspielplätzen“ gibt es ein kostenloses Angebot, welches gerade am letztgenannten Punkt ansetzt. In der Sport- und Begegnungsstätte im Spektefeld, bei Schwarz-Weiß Spandau und in der Siergerland-Grundschule soll ein buntes Angebot mit Sport, Spiel und Spaß, diese gestörte Beziehung wieder ins rechte Lot bringen.

In anderen Bezirken funktionieren die Winterspielplätze kleinteiliger und finanziell besser ausgestattet. Trotzdem muss man sich auch über die in Spandau eher beschränkten Mittel freuen. Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren, aber auch älter, können sonntags drei Stunden lang mit ihren Eltern etwas gemeinsam unternehmen. Bis zu 85 Kinder nutzten dieses Angebot zu Spitzenzeiten in der Siegerland-Grundschule, während sich die Nutzerzahlen in der Sport- und Begegnungsstätte eher in Grenzen hielten. Möglicherweise liegt dies auch an der besseren Ausstattung der Sporthalle in der Grundschule.

Eltern können ihre Kinder nicht einfach abgeben, um sich anderweitig zu vergnügen. Sie müssen explizit Verantwortung übernehmen. Unterstützt durch fachkundige Übungsleiter vom TSV-Spandau 1860 werden die Familien an die zur Verfügung gestellten Materialien herangeführt.

 

Ralf Salecker

 

Bewegte Winterspielplätze in Spandau

  • sonntags zwischen 14:30 und 17:30Uhr
  • Sporthalle der Siegerland Grundschule
    • Westerwaldstr. 19
  • Sport- und Begegnungsstätte im Spektefeld – bei Schwarz-Weiß Spandau
    • Spektefeld 27a

Noch gehen zu wenig Spandauer am Stock

Nordic Walking Route am Hahneberg sucht noch Läufer

Aufgang zum Hahneberg (Foto: TSV)

Aufgang zum Hahneberg (Foto: TSV)

Im Oktober wurde eine neue Nordic Walking Strecke am Fuße des Hahnebergs eröffnet. Für die Planung ist eine Menge Zeit ins Land gegangen. Spandaus größter Sportverein, der TSV Spandau 1860, und die Bauabteilung des Bezirkes hatten sich gemeinsam über die Route am Hahneberg abgestimmt. Sechs Kilometer lang ist der Rundkurs, mit unterschiedlichen Anforderungen und Untergründen, geworden. Die Gemeinschaftsleistung des Vereins und des Bezirks wurde von Baustadtrat Carsten Röding und Vereinsmanager Michael Pape vom TSV 1860 e.V. vorgestellt und eröffnet.

Die Beschilderung der Strecke hat der Bezirk nicht aus eigener Tasche bezahlt. Vielmehr gab es hierfür eine Förderung mit Mitteln der EU, der Bundesrepublik Deutschland und des Landes Berlin aus dem Programm “Soziale Stadt”.

Noch hat der neue Weg nicht genügend begeisterte Fans gefunden. Das mag am Wetter liegen, sollte für einen sportlichen Menschen aber keine Entschuldigung sein. Die Umgebung bereitet im Wechsel der Jahreszeiten viel Spaß. Schnell vergisst man, am Rande einer Großstadt zu sein.

Hürden gleich zu Beginn

Den Weg zum Rundkurs zu finden ist nicht wirklich leicht. Von der Heerstraße kommend, auf der Höhe der Bergstraße, bewegt man sich einfach Richtung Parkplatz. Dann sollte das Hinweisschild ins Auge springen. Anscheinend haben einige Sportsfreunde den Sinn von Hinweisschildern falsch verstanden. Jedenfalls wurden schon einige Opfer von Vandalismus. Der möglichen Zerstörungswut geschuldet, sind die eigentlichen Wegmarkierungen dann leider recht hoch angebracht. In etwa 2,40 Meter Höhe befinden sich kleine weiße quadratische Schilder mit einem Durchmesser von 12 bis 13 cm. Ein flüchtiger Spaziergänger wird sie möglicherweise übersehen.

Nordic-Walking als kleines Erlebnis am 8.12.

Fragt man Tante Google nach Nordic-Walking in Spandau, muss es viele Interessierte geben, die sich alleine nicht überwinden können. Der innere Schweinehund ist einfach zu stark.

Am 8.12. gibt es die Möglichkeit zu einer Erlebnis-Schnupper-Tour am Hahneberg unter fachfraulicher Begleitung. Bei diesem kleinen Event haben Körper und Geist gleichermaßen etwas davon. Dagmar Steinmetzer ist schon lange Jahre mit dem Herzen beim Nordic-Walking dabei. Ihr ist daran gelegen, dass man nicht nur achtlos durch die Gegend läuft, sondern, dass die Nordic-Walking Einheiten mit ihr, als ein Erlebnis im Gedächtnis bleiben, von dem man noch lange was hat.

Wenn Dagmar Steinmetzer ihre Gruppe durch die Landschaft führt, an Kräutern, Bäumen und sonstigen Pflanzen entlang walkt, dann erfährt der sportlich Interessierte Mitwalker etwas über die Art und Beschaffenheit der Natur ringsherum, welche Kräuter wofür Verwendung finden, wie die Kräuter heißen und welche heilsamen Wirkungen sie haben.

Frau Steinmetzer ist daran gelegen, dass der sportlich interessierte Nordic Walker bewusst läuft, sich klar macht, welcher Schatz ihn umgibt und dass Natur nicht nur grün und braun ist, sondern lebt und ein wichtiger Teil des großen Ganzen ist. Die Übungsleiterin möchte ein Gefühl dafür entwickeln, dass dazu führt, die Natur die uns im Alltag umgibt wert zu schätzen und sie uns nutzbar zu machen.

  • Zeit: 8.12.2012
  • Ort: Heerstraße / Ecke Bergstraße (Parkplatz am Fuße des Hahnebergs)
  • 13591 Berlin

 

Ralf Salecker

 

 

„Weihnachten für Alle“ eine Spandauer Aktion

Freude schenken

"Weihnachten für alle" - Jürgen Kessling (Foto: Ralf Salecker)

„Weihnachten für alle“ – Jürgen Kessling (Foto: Ralf Salecker)

Weihnachten ist für die Einen das Fest der Freude, für andere dagegen ein Trauerspiel. Immer dann, wenn der „Konsumterror“ sich augenscheinlich zur Höchstform entwickelt, wird den sozial schwächeren unter uns ganz besonders deutlich bewusst, wie wenig der eigene Geldbeutel hergibt, um sich auch nur ansatzweise daran zu beteiligen. Schon die kleinsten Geschenke sind nur auf Kosten anderer, möglicherweise wichtigerer Dinge möglich. Kurz und gut, immer mehr werden Weihnachten ohne Geschenke verbringen.

Es mag für viele ein wenig verrückt anmuten, jetzt schon an Weihnachten zu denken. Schaut man in die Supermärkte, dann relativiert sich dieser Gedanke ganz schnell. Diese haben – gefühlt – schon mitten im Sommer mit Weihnachtsartikeln in den Auslagen angefangen.

„Weihnachten für Alle“, wie alles begann

Mit Unterstützung aus Mitteln der Deutschen Klassenlotterie werden wahrscheinlich auch in diesem Jahr noch vom Ehrenamtsbüro organisierte Weihnachtsfeiern unterstützt. Seit 2003 dagegen gibt es keine Unterstützung mehr, um kleine Weihnachts-Präsente für hilfsbedürftige Spandauer zu finanzieren, die damals durch das Sozialamt überreicht wurden.

Vereine aus der Bruno-Gehrke-Halle nahmen dies 2005 zum Anlass, selbst eine Geschenke-Aktion zu starten. „Weihnachten für Alle – Freude verschenken“, war geboren. Im ersten Jahr kamen 312 Pakete zusammen, die als Weihnachtsüberraschung an Bedürftige weitergegeben werden konnten. Von Jahr zu Jahr wurden es mehr.

„Weihnachten für Alle“, am 24. November!

Auch 2012 gibt es gegen Ende November wieder einen großen Pack-Tag in der Bruno-Gehrke-Halle. Seit 2005 sind mehr als 3000 Pakete verschenkt worden. Für dieses Jahr haben sich die Organisatoren viel vorgenommen. Mehr als 800 Pakete sollen von freiwilligen Helfern gepackt werden. Einen Monat vor Heiligabend, am 24.11. um 11 Uhr geht es in der Bruno-Gehrke-Halle (Neuendorfer Straße 67-69) los.

Die BZ hatte 2010 in einem Beitrag von einem Weltrekord im Geschenkepacken gesprochen. 100 ehrenamtliche „Helden“ packten 600 Pakete. Pakete und Inhalte flattern natürlich nicht vom Himmel. Sponsoren und Helfer sorgen unermüdlich dafür, dass es etwas für bedürftige Spandauer zu verpacken gibt. Unterstützung in Form von Sachspenden ist auch weiterhin gerne gesehen. Typisch Weihnachtliches, wie Gebäck, Kerzen, Honig, besinnliche Literatur uvm. wird liebevoll verpackt.

Während der Auftaktveranstaltung am 16. Oktober wies Jürgen Kessling, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Bruno-Gehrke-Halle und Organisator von „Weihnachten für Alle“, noch einmal darauf hin, dass es sich um eine Aktion von Spandauern für Spandauer handelt.

Weitere Infos gibt es auf der Internetseite der Aktion, unter www.weihnachtenfueralle.de.

Arbeitsgemeinschaft Bruno-Gehrke-Halle

  • Neuendorferstraße 67 – 69
  • 13585 Berlin
  • Spendenkonto
    Fitness Club Spandau e.V.
    Kreditinstitut: Berliner Bank
    BLZ: 100 70 848
    Kontonr.: 44 55 65 500

Ralf Salecker

Spandau überragt im Kanupolo

Spandau überragt im Kanupolo

Die KSV-Havelbrüder wurden gleich in zwei Altersklassen Deutscher Meister.

Während der 42. Deutschen Meisterschaft holen sich gleich drei Spandauer Vereine Titel

Spandau ist nicht nur für seine Wasserball Mannschaft und für seine vielen Fußballvereine bekannt sondern setzt sich auch in weit „exotischeren“ Sportarten bundesweit durch. Vom 16. bis zum 19. August fanden in Essen die 42. Deutschen Meisterschaft im Kanupolo statt, eine Mischung zwischen Handball und Basketball, das ganze aber auf Kanus (eine ausgiebigere Beschreibung finden Sie hier). Vor Ort haben sich dann gleich drei Spandauer Vereine Titel geholt.

  • Die Dammenmannschaft KC Nordwest holte sich den Deutschen Meistertitel gegen den SKG Hanau (neben Frankfurt).
  • Der Spandauer Verein VMW Berlin gewann den Deutschen Meistertitel in der Jugend Kategorie.
  • Die 10 bis 14 Jahre alten Kanufahrer der Schülermannschaft KSV Havelbrüder haben ihrerseits die 42. Deutsche Meisterschaft gewonnen. Mit 6:1 haben sie im Finale die Gegnermannschaft Rote Mühle Essen überragt.
  • Die Juniormannschaft des gleichen Vereins hat in der Klasse 16-18 Jahre ebenfalls den Deutschen Meistertitel gewonnen.
  • Der Trainer der KSV Havelbrüder, Christian Kunz, erhielt den Förderpreis des Kanupolo e.V. für seine hervorragende Arbeit mit den Schülern. Der Preis wurde für das erste Mal verliehen.

Leider ist die Kanupologemeinde noch sehr klein und die Sportart findet nur wenig Begeisterung. Die verschiedenen Vereine sind sich einig: Um an die Öffentlichkeit zu gelangen, muss Kanupolo eine olympische Disziplin werden. Die KSV-Havelbrüder freuen sich daher um Sponsoring-Anfragen oder finanzielle Unterstützung.

Jubel am Bahnhof: Britta Oppelt zurück in Spandau

Britta Oppelt holte Silber im Doppelvierer in London.

Britta Oppelt holte Silber im Doppelvierer in London.

Die Ruderin wurde am Spandauer Bahnhof feierlich begrüßt

Letzten Donnerstag kam die Spandauer Silbermedaillengewinnerin Britta Oppelt wieder nach Spandau zurück. Am Fernbahnhof wurde Sie von über 100 Spandauerinnen und Spandauern in Empfang genommen. Die meisten Anwesenden stammten aus ihrem Ruder Heimatverein der RV Hellas Titania. Doch auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank, der Spandauer Sportstadtrat Gerhard Hanke, der Vize-Präsident des Landessportbundes Gabriele Wrede, der Leiter des Sportamts Lars Marx und der Vorsitzende des Sportausschusses Lars Reinefahl waren Vorort und lobten die Spandauerin für ihren Sieg.

Bei den diesjährigen Olympischen Spielen in London holte sich Britta Oppelt die Silber-Medaille im Frauen-Doppel-Vierer (Rudern). Sie hatte bereits an zwei weiteren Olympischen Spielen teilgenommen und gewann Bronze in Athen 2004 und Silber in Peking 2008. Außerdem hat die Sportlerin schon zahlreiche Titel in der Welt und bei deutschen und europäischen Meisterschaften gewonnen. Wir gratulieren (noch mal) zu diesem wunderbaren sportlichen Erfolg.

Bulldogs verlieren Heimspiel

Spandaus Footballer unterliegen dem Tabellenführer aus Wernigerode nach Führung knapp

Die große Begeisterung nach dem amerikanischen Nationalsport hat in den letzten Jahren in Deutschland und Europa merklich nachgelassen. Vorbei die Zeiten wo im Berliner Olympiastadion der Super-Bowl vor über 70.000 Zuschauern ausgetragen wurde oder an gleicher Stelle die Berlin Thunders gegen die Clubs aus ganz Europa antraten. Doch es gibt ihn noch, den Sport der ausgepolsterten starken Männer, der von Taktik geprägt ist und wo es doch immer zur Sache geht.

Lange Verletzungsunterbrechung und sicherlich Schock für Akteure und Zuschauer.

Lange Verletzungsunterbrechung und sicherlich Schock für Akteure und Zuschauer.

Schock in der Anfangsphase

Auch in Spandau gehen die Bulldogs in der Oberliga Ost auf die Jagd nach dem unförmigen Spielgerät. Am Sonntag war dabei mit den Wernigerode Mountain Tigers kein geringerer als der Tabellenführer zu Gast im Helmut-Schleusner Stadion am Askanierring. Nachdem das Hinspiel noch deutlich mit 27:7 verloren wurde, hatten sich die Männer zur Revanche viel vorgenommen. Doch beim Spielstand von 7:7 kam erstmal der große Schock: Ein Spieler der Tigers blieb verletzt auf dem Rasen liegen. Es folgte eine lange Verletzungsunterbrechung die mit dem Abtransport im Rettungswagen endete. Schwer sich nach solch einer Dramatik wieder aufs Spiel zu konzentrieren. Doch an dieser Stelle natürlich vorrangig ist eine schnelle Genesung des Verletzten.

Der Tabellenführer aus Wernigerode konnte das Spiel knapp gewinnen.

Der Tabellenführer aus Wernigerode konnte das Spiel knapp gewinnen.

Führung durch field goal

Nachdem die Partie wieder aufgenommen werden konnte, erwischten die Bulldogs den besseren Start und konnten sogar mit 3 Punkten nach einem field goal Versuch in Front gehen. In dieser Phase haderten die Tigers zusehends mit den Schiedsrichtern, was zu hohen Raumstrafen führte. Doch die Defense des Tabellenführers stand meist richtig, ebenso wie die der Heimmannschaft, so dass wenig Touchdowns bejubelt werden konnten. Am Ende gewannen die Tigers das Spiel mit 19:10 und benötigen jetzt noch lediglich einen Sieg um sich vorzeitig den Meistertitel zu sichern.

Noch erfolgreicher als die Spandauer Footballer sind deren Cheerleader.

Noch erfolgreicher als die Spandauer Footballer sind deren Cheerleader. Fotos (3): Patrick Rein

Noch zwei Heimspiele

Für die Bulldogs geht es jetzt erst wieder im September weiter: Erst auswärts bei den Erkner  Razorbacks bevor es am 9. September im Heimspiel gegen Radebeul geht. Am letzten Spieltag am 23. September kommt es dann bei Hamburgern und Bier sowie mit den erfolgreichen Cheerleadern von Spandaus Footballteam zum Berliner Lokalderby gegen die Bullets. Und so wie alle Sportvereine so sind auch die Bulldogs immer auf der Suche nach Nachwuchs.

Patrick Rein

Britta holt Silber!

Spandauer Schlagfrau wird mit dem Doppelvierer Zweite bei den Olympischen Spielen

Der Doppelvierer der Frauen ist seit jeher erfolgreich unterwegs. Seit 1988 geht das Boot bei Olympischen Spielen ohne Steuerfrau an den Start und seitdem kamen die Sieger – bis auf Peking 2008 wo Bronze erlangt wurde – immer aus Deutschland. Doch auch in London reichte es nicht für ganz oben: Die Damen um die Spandauer Schlagfrau Britta Oppelt errangen wieder „nur“ die Silbermedaille. Beim public viewing fieberte ihr Heimverein RVG Hellas Titania mit ihrer Vereinskameradin im Clubhaus mit.

Im Clubhaus fieberten die Vereinskameraden beim public viewing mit.

Im Clubhaus fieberten die Vereinskameraden beim public viewing mit. Foto: Patrick Rein

Weltmeisterin am Schlag

Schon in Athen 2004 war es im Doppelzweier Silber und bei den letzten Olympischen Spielen in Peking mit dem Doppelvierer Bronze. Doch im letzten Jahr zeichnete sich ein möglicher Erfolg ab, als der Doppelvierer in Slowenien Weltmeister wurde. Damals jedoch noch in anderer Besetzung, denn jetzt saß Britta Oppelt zusammen mit Julia Richter, Carina Bär und Annekatrin Thiele im Boot. “Die Priorität im Frauen-Bereich liegt auf dem Doppelvierer. Nun sitzen die aktuell vier besten Einer-Fahrerinnen im Boot”, erklärt Oppelt in ihrem Blog. Eigentlich war sie gemeinsam mit Thiele für den Doppelzweier vorgesehen.

Die Marien Apotheke an der Gatower Straße zeigt nicht nur zu Olympia Flagge.

Die Marien Apotheke an der Gatower Straße zeigt nicht nur zu Olympia Flagge. Foto: Patrick Rein

Vorfreude war groß

“Wir wollen in London diese Medaille”, gab Oppelt im Vorfeld die Parole aus. Die Mannschaft sei gut vorbereitet und hoch motiviert, was sich auch im souveränen Vorlauf bestätigte. 2011 in Bled stand sie erstmals bei einer WM ganz oben auf dem Treppchen. “Das war schon sehr bewegend”, erinnert sie sich. Nun war sie auf den Geschmack gekommen. Die haushohen Favoriten aus der Ukraine machten aber einen Strich durch die Rechnung, die USA wurden dritte. “Natürlich braucht man auch immer ein wenig Glück, aber vielleicht haben wir das ja”, sagte die Schlagfrau. Die Ukrainierinnen dominierten vom ersten Schlag an das Rennen, zwar kamen die Deutschen immer näher ran, aber es reichte nicht.

Mit einem Lächeln zeigte sich Britta nach dem Rennen im Interview. Von Enttäuschung keine Spur. Warum auch. Der Erfolg der Ruderdamen darf nicht geschmälert werden! Silber für Deutschland, Berlin und vor allem Spandau ist ein großartiger Erfolg. Gratulation!

SC Staaken gewinnt Pokal

Im Endspiel des Bürgermeisterpokals setzen sich die Fußballer des SC Staaken gegen den SSV durch

Am Sonntag ging das alljährliche come-together der Spandauer Fußballgemeinschaft mit den Endspielen im Ziegelhof zu Ende, nachdem bis dahin alle Begegnungen im Sportpark Staaken auf Kunstrasen ausgetragen wurden. Auf dem Rasenplatz sollte es nun zu den letzten Showdowns des diesjährigen Bürgermeisterpokals kommen, bei dem natürlich auch der Namensträger, Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank als auch Sportstadtrat Gerhard Hanke, zugegen waren. Letzterer hatte sich mehrmals selbst ein Bild über den aktuellen Vorbereitungsstand der Spandauer Vereine gemacht.

Gespannt verfolgten zahlreiche Zuschauer die Partien der vergangenen 10 Tage.

Gespannt verfolgten zahlreiche Zuschauer die Partien der vergangenen 10 Tage.

Knappes Halbfinale

Am Freitag wurde es für den späteren Pokalsieger noch ein Mal knapp bevor das Finale erreicht werden konnte. Mit 1:0 setzten sich die Staakener gegen die erste Mannschaft des SSC Teutonia durch, während der letztlich Zweitplatzierte Spandauer SV mit einem deutlichen 8:0 gegen den SC Alemania 06 ins Endspiel einzog.

Bester Blick für den Linienrichter auf die Abseitsposition in Spiel um Platz 3.

Bester Blick für den Linienrichter auf die Abseitsposition in Spiel um Platz 3.

„Elfmeterschießen“ um Platz 3

Um 11 Uhr hatten die Alemanen dort auch gegen Teutonia wenig entgegenzusetzen, dennoch kam es zum Ende der regulären Spielzeit sogar noch zu einer Art Elfmeterschießen – jedoch ausschließlich für die Teutonen. Der Schiedsrichter sprach ihnen mehrere Strafstöße zu, nachdem es schon eine rote Karte für Alemania gegeben hatte. Mit einem klaren 8:2 sicherte sich der SSC Teutonia den dritten Platz im diesjährigen Wettbewerb.

Pokalübergabe und Gratulation durch den Bezirksbürgermeister (rechts).

Pokalübergabe und Gratulation durch den Bezirksbürgermeister (rechts).

Pokalsieger 2012: SC Staaken

Wesentlich knapper ging es dann zwei Stunden später im Finale zu. Zwar ging der Favorit aus Staaken mit zwei zu null in Führung doch konnte der SSV noch vor der Halbzeit den Anschlusstreffer erzielen. Doch vor über 250 Zuschauern ließen dann doch die Kräfte beim Aufsteiger nach und der SC Staaken stand mit einem 5:2 Erfolg als Nachfolger des letztjährigem Titelgewinners SC Gatow fest. Die anschließende Pokalübergabe durch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank fand ebenso wie die beiden Partien noch im Trockenen statt, bevor der dann ausbrechende Dauerregen alle Spuren des Wettbewerbs beseitigte. Wir gratulieren dem SC Staaken zum Gewinn des Spandauer Bezirkspokals und freuen uns auf 2013. Bis dahin allen Mannschaften eine erfolgreiche und verletzungsfreie Saison!

Spandauer Bezirkspokalsieger 2012: Der SC Staaken!

Spandauer Bezirkspokalsieger 2012: Der SC Staaken! Fotos (4): Patrick Rein

Patrick Rein