Freund und Helfer

Statt Raser aus dem Verkehr zu ziehen, zog ein Polizeiobermeister gestern Vormittag ein Kind, das zu ertrinken drohte, in Haselhorst aus dem Wasser. Der 28-Jährige nahm seit 9 Uhr 30 mit einigen Kollegen einer Einsatzhundertschaft als Messposten an einer Geschwindigkeitskontrolle am Haselhorster Damm teil. Gegen 10 Uhr 45 hörte er plötzlich eine Kinderstimme, die vom alten Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal her lauter und lauter um Hilfe rief. Er lief hin und sah zunächst nur eine Sporttasche auf einem Steg. Dann entdeckte er vom Ufer aus einen Jungen im Wasser, der sich ängstlich an einem Pfahl festhielt. Der Polizist beugte sich hinunter und zog den Zehnjährigen heraus. Dieser erzählte, nachdem er sich beruhigt hatte, beim Angeln ins Wasser gefallen zu sein. Er könne zwar schwimmen, ist aber in der nassen und schweren Kleidung völlig in Panik geraten, drohte unterzugehen und konnte sich im letzten Moment noch an den Pfahl klammern. Die Polizisten setzten ihn in den Gruppenwagen und fuhren ihn zu seiner Mutter.

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