Frohe Weih… Verzeihung, Ostern …

Jeder nur ein Ei?

Eischnee einmal anders (Foto: Ralf Salecker)

Eischnee einmal anders (Foto: Ralf Salecker)

Niemand kann genau sagen, warum gerade zu Ostern das „Osterei“ so von Bedeutung ist. Eine ganze Reihe kultureller Einflüsse haben Eingang in diesen Brauch gefunden. Fakt ist, für viele scheint Ostern ohne Eier nicht vorstellbar zu sein. Klar ist nur, der Osterhase bringt sie nicht! Oder? Die meisten von uns kaufen sie in Supermärkten. Ein Umstand, der nach den Bio-Ei-Skandalen der letzten Zeit nicht zur allgemeinen Sicherheit beiträgt. Die Ziffer „0“, eigentlich ein Zeichen für Bio-Eier gibt heute leider keine Gewissheit über eine ökologische Herkunft.

Milliarden Eier werden jährlich verzehrt

Der Bedarf an Eiern zur Osterzeit explodiert geradezu. Es ist eine logistische Meisterleistung, diesem Bedarf mit einer passenden Anzahl von Eiern zu begegnen. Mit einem Alter von etwa zwei Monaten legen Hühner die meisten Eier, entsprechend vorher müssen sie also in den Stall. Wer billig kaufen will, kann mit Sicherheit davon ausgehen, Ware aus überfüllten Ställen zu bekommen. Etwa 210 Eier werden in Deutschland pro Kopf verzehrt. Das macht im Jahr 16,8 Milliarden Stück. Bei dieser Anzahl kann sich jeder ausrechnen, dass Tricksereien ein lohnendes Geschäft sind. Diese große Zahl ist durch Inlandsproduktion nicht mehr zu decken. So sollen 2009 etwa 7 Milliarden Eier importiert worden sein.

Warum eigentlich Ostern?

Ostern wurde schon zu vorchristlichen Zeiten gefeiert. Es war ein Fest, welches den Ausgang des Winters oder besser, den Beginn des Frühlings feierte. Eine Zeit der beginnenden Fruchtbarkeit und der Erneuerung. So ist es nur verständlich, dass so ein einschneidendes Ereignis im Jahr auch mitchristlichen Bräuchen belegt wurde. Das christliche Osterfest hat seine Wurzeln im jüdischen Pessach-Fest, der Feier zum Auszug des Auszuges aus Ägypten. Mit der Festlegung des ersten Sonntages nach dem Frühjahrsmondes als Ostersonntag sollte bewusst eine Unterscheidung zum Pessach-Fest geschaffen werden. Die Opfertiere des Pessach-Festes und der Opfer-Tod von Jesus Christus stehen in diesem Zusammenhang synonym für die Bewahrung vor dem Unheil.

Cholesterin, das große Übel?

Früher hat man Cholesterin generell verteufelt. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Gesunde Menschen werden von größeren Cholesterinmengen nicht negative beeinflusst. Auch wenn schon das Eigelb selbst mehr Cholesterin enthält, als die empfohlene Tageshöchstmenge, muss niemand Bange haben, wenn er zu Ostern kräftig zuschlägt. Selbst Menschen mit erhöhten Cholesterin-Werten dürften ausnahmsweise etwas über die Stränge schlagen, wenn sie sich ansonsten halbwegs vernünftig ernähren. In der Woche sollte man in der Regel nicht mehr als zwei Eier verzehren. Über die Osterfeiertage darf also ohne Angst geschlemmt werden.

Ach ja, hart gekochte gefärbte Eier mit unbeschädigter Schale sind bei Zimmertemperatur etwa zwei bis drei Tage haltbar, im Kühlschrank sind es etwa drei Wochen.

Frohe Ostern!

 

Ralf Salecker


Zu finden unter: FeaturedWellness & Gesundheit

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