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50. Jahrestag des Mauerbaus – Gedenken an Tote in Spandau

Bewegende Worte von der Exzellenz, dem amtierenden britischen Botschafter Andrew Noble und der Spandauer Politikprominenz

Kranzniederlegung [1]

Kranzniederlegung

Die Heimatkundliche Vereinigung Spandau lud am Freitag zu einer öffentlichen Zusammenkunft an der Spandauer Mauergedenkstätte ein. Neben gut 100 Menschen war auch Andrew Noble, Botschafter Großbritanniens,  der Einladung gefolgt  Der Botschafter sprach über die gemeinsame Geschichte der Deutschen und der Briten sowie der Freundschaft, die sich in den vielen Jahren, in denen die Berliner Mauer stand, entwickelt hat. „Spandau was for decades the home of my compatriots“, hauchte er sichtlich gerührt  von der großen Anteilnahme der Spandauer zum 50. Jahrestag des Mauerbaus am 13.  August 1961 ins Mikrofon. Er appellierte ebenso an die Vernunft und das Gewissen der Spandauer, die gekommen waren, um den insgesamt acht Mauertoten an der innerdeutschen Grenze Heerstraße/ Bergstraße zu gedenken.

Botschafter Andrew Noble [2]

Botschafter Andrew Noble

„The disregard of the right of every person on freedom, shall never be legitimised“. Rührende Worte sprach er in seiner knapp 30-minütigen Rede, die ihn selbst sehr nachdenklich stimmten und an die grausame Unterdrückung des Deutschen Volkes, welches viele Mauertote zu beklagen hatte, erinnerten.

Als weitere Redner traten Bezirskstadtrat Carsten Röding sowie der Vorsitzende der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau e.V., Karl-Heinz Bannasch und der amtierende Spandauer Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz, der wie auch sein Vorredner Andrew Nobles auf die Mauertoten und die Unterdrückung eines ganzen Volkes einging, an das Rednerpult. „Es ist immer noch unverständlich, mit welchen Mitteln ein Staat die freie Beweglichkeit der eigenen Bevölkerung unterbunden hat.“

Nachdem die Redebeiträge beendet waren, ging es an die Kranzniederlegung. Andrew Noble, Konrad Birkholz, Carsten Röding und Karl-Heinz Bannasch traten nach vorne an die wunderschön geschmückten Kränze und gedachten in einem Schweigemoment den Mauertoten. Zum Abschluss wurde den Maueropfern in zwei gemeinsamen Gebeten, dem „Vater Unser“ und „Herr, erbarme dich“ gedacht, bevor sich jeder für sich mit seinen eigenen Gedanken zum Berliner Mauerbau wieder auf den Heimweg machte.

 

Hinweis: Auf Anregung der Heimatkundliche Vereinigung Spandau e.V. [3] wurdeim letzen Jahr vom Bezirksamt die Spandauer Mauergedenkstätte an der Heerstraße/Bergstraße eingeweiht.  Weitere Informationen zum Mauerbau finden Sie hier:  Eine Stadt erinnert sich [4].

Nadine Mittag

Gedenkstätte Spandau © Sammlung Bannasch [5]

Gedenkstätte Spandau © Sammlung Bannasch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heerstraße, Ecke Bergstraße
Bus: M37 oder M49 bis Haltestelle „Hahneberg“


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