Gleich drei Schulen erfolgreich

In Berlins größtem Schulwettbewerb zum Klimaschutz wurden zehn Siegerteams ausgezeichnet – davon kamen gleich drei aus Spandau.

Seit 2009 haben berlinweit über 12.500 Schülerinnen und Schülern an 90 Schulen am Wettbewerb teilgenommen und dabei rund 200 Projekte zum Klimaschutz eingereicht. Senat und Bezirke unterstützten die energetische Sanierung der prämierten Schulen bisher mit insgesamt 1,15 Millionen Euro. Der Wettbewerb „Berliner Klima Schulen“ wird jährlich durch das Land Berlin, die Gasag und den BUND Berlin ausgeschrieben.

Alle Geehrten Schülerinnen und Schüler bei der Preisverleihung.

Alle Geehrten Schülerinnen und Schüler bei der Preisverleihung. Foto: Berliner Klimaschulen

Ehrgeizige Klimaziele

Insgesamt wurden zehn Schulen ausgezeichnet, wovon die drei ersten Plätze an das John-Lennon-Gymnasium in Mitte, das Europäische Gymnasium Bertha von Suttner in Reinickendorf und an die Spandauer Schule an der Haveldüne gingen. „Die fachlichen, medialen und umweltpädagogischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler sind außergewöhnlich“, sagte Mark Rackles, Staatssekretär für Bildung, Jugend und Wissenschaft bei der feierlichen Preisverleihung. Lothar Stock, Leiter des Sonderreferats Klimaschutz und Energie, betonte deren Bedeutung: „Wir wollen Berlin bis zum Jahr 2050 zu einer klimaneutralen Stadt machen. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, das wir uns gesetzt haben und konsequent verfolgen. Mit dem Wettbewerb zum Klimaschutz haben die Schulen Gelegenheit, daran mitzuwirken.“

Klimaschützer mit Spaß und Engagement

„Klimaschutz ist kein Modethema, sondern eine langfristige Gemeinschaftsaufgabe, die wir fest in der Klimaschutzvereinbarung mit dem Berliner Senat verankert haben“, erläuterte auch Andreas Prohl, Vorstand der Gasag. Der Geschäftsführer des BUND Berlin e.V. und Vorsitzender der Jury Andreas Jarfe: „Klimaschutz hat viel mit Verbraucherverhalten zu tun. Ein eingefahrenes Verhalten zu ändern ist schwer. Daher freut es uns, wenn junge Menschen mit Spaß und Engagement Klimaschützer werden. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei zur Ideenschmiede, binden weitere Menschen mit ein und leisten Überzeugungsarbeit, konkret und im Kiez verankert.“

Auch die Beerwinkel gehört mit "Terra preta" weiterhin zu den ausgezeichneten Klima Schulen.

Auch die Schule im Beerwinkel gehört mit „Terra preta“ weiterhin zu den ausgezeichneten Klima Schulen. Foto: Patrick Rein

Platz 3 für Spandauer Schülerfirma

Den dritten Platz im Wert von 2.000 Euro erreichten 4 Schüler der 10. Klasse des Profilkurses „Schülerfirma“ der Schule an der Haveldüne mit dem Projekt „Die energieeffiziente Schulcafeteria – Die Havelbar.“ Die praxisnahe Architektur einer energieeffizient gestalteten Cafeteria stand im Mittelpunkt des Projektes. Regenerative Energieversorgung durch Photovoltaik, Nutzung der Wärmeenergie des Berliner Abwassers, Dämmung mit zertifizierten Naturfaserdämmstoffen, Kühlung und Beheizung wurden aufeinander abgestimmt und in einem Architekturmodell umgesetzt.

Mit einem vierten Preis im Wert von jeweils 500 Euro wurden zudem die Grundschule im Beerwinkel und die Schule an der Jungfernheide ausgezeichnet. Der Wettbewerb ist ein zentraler Baustein für die Vergabe des Siegels „Berliner Klima Schule.“ Zudem werden ausgezeichnete Schulen bei der Vergabe von Mitteln aus dem Schulsanierungsprogramm besonders berücksichtigt. Seit 2009 wurden dadurch gemeinsam mit den Bezirken etwa 1,15 Millionen Euro für 46 bauliche Maßnahmen an Berliner Schulen bereitgestellt.

Die nächste Wettbewerbsrunde startet nach den Herbstferien im Oktober 2013.

Patrick Rein


Zu finden unter: FeaturedNewsSchulen

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