Hagen Stamm und das Wasserball Nationalteam: Auf dem Sprungbrett nach Olympia?

Spandauer Wasserfreunde stellen 9 von 13 Spielern

Erotische Fotos des Nationalteams:  hier >>>

Hagen Stamm und das Wasserball Nationalteam

Hagen Stamm und das Wasserball Nationalteam

Die Geschichte von Hagen Stamm und den Wasserfreunden Spandau 04 e. V. liest sich wie ein großes Familienepos. Schon der Großvater war Schwimmmeister, die Mutter Schwimmerin, der Vater Ringer. „Die logische Kombination daraus ist doch Wasserball“, meint Stamm. Konsequenterweise lernte er auch seine Zukünftige – die Chef-Schwimmtrainerin – bei den Wasserfreunden kennen. Genauso lief es bei seinen Eltern, die über Stamms Onkel – einen Turmspringer – bei den Wasserfreunden zueinander fanden. Die Krönung der Familiengeschichte sind die Kinder: die Tochter ist lange geschwommen, der Sohn und der Schwiegersohn spielen zusammen in der Nationalmannschaft der Wasserballer. Bundestrainer ist seit 2001 Hagen Stamm. Ebenfalls – wie könnte es anders sein – seit 1994 Präsident der Wasserfreunde

Spandau. „Das ist eine Generationenverpflichtung“, meint Stamm dazu. „Wenn man selbst als Jugendlicher eine schöne Zeit erlebt hat, gibt man das an die nächste Generation weiter.“

Hagen Stamm

Hagen Stamm vor seinen Fahrrädern.

Hauptberuflich im Fahrradgroßhandel

Neben seiner Tätigkeit als Bundestrainer und Vereinspräsident leitet er einen Fahrradgroßhandel. Die BBF Bike GmbH mit Sitz in Hoppegarten ist natürlich ebenfalls ein Familienunternehmen. „Die Großmutter meiner Frau hatte einen Fahrradladen, der sollte verkauft werden“, erzählt Stamm. Nach seinem Sportstudium auf Lehramt habe er gefragt ob er es denn nicht einmal probieren könnte. Das Probieren war sehr erfolgreich, heute hat der BBF sieben Filialen in ganz Deutschland, 200 Mitarbeiter und liefert an Fahrradhändler in Österreich, Tschechien und Polen. Hier, bei seiner Arbeit, treffe ich den 51-jährigen blonden Hünen. Viel Zeit um für ein Gespräch nach Spandau zu kommen, bleibt bei so viel Engagement natürlich nicht. Nach zehn Minuten im Büro mit Katzenhai („Den habe ich auf Kuba als Torschützenkönig gewonnen und im Flugzeug 11 Stunden auf dem Schoß transportiert, danach wollte ihn mir der Zoll nach so viel Mühe auch nicht mehr abnehmen. Und weil er nun schon mal tot war, konnte ich ihn ja auch aufhängen.“) geht es im großen BMW auf den Weg nach Hause. In Britz wartet seine Frau, die sich heute extra freigenommen hat, was Stamm bei unserer Verabredung aber leider gerade nicht auf der Liste hatte.

“Das geht nur, weil meine Frau auch so verrückt ist”

Hagen Stamm

Hagen Stamm in seinem Büro mit Katzenhai.

Etwa 80 bis 100 Tage im Jahr ist er wegen des Wasserballs auf Reisen. Wie man das mit einer eigenen Firma und dem Präsidentenamt hinbekommt frage ich mich. „Man braucht auf jeden Fall eine verständnisvolle Familie“, meint Stamm, „das geht ja alles nur, weil meine Frau auch so verrückt ist“. Außerdem habe er eine gute zweite Reihe, sowohl in der Firma als auch im Verein. „Wenn einem alles Spaß macht ist man außerdem Leistungsfähiger“, erklärt er mir das Erfolgsrezept.

Auf Nachfrage zählt er mir seine Titel auf: Europameister 1981 und 1989, Bronze bei den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles, 14 deutsche Meistertitel, vier Europacupsiege der Landesmeister ( die Championsleague des Wasserballs). Insgesamt spielte er in 323 Länderspielen. „Und immer im gleichen Verein“, erzählt er stolz, dass sei ja auch nicht selbstverständlich. Obwohl, wenn man bedenkt, dass die Wasserfreunde Spandau in 33 Jahren 31 Mal deutscher Meister im Wasserball wurden (eine einzigartige Serie im europäischen Ballsport) und auch heute neun der 13 Wasserballer im Nationalteam Spandauer sind – warum wechseln?

Olympia 2012?

Mit zwölf Jahren kam er 1972 zum Wasserball in den Verein, nachdem das Schwimmen ohne Ball zu langweilig wurde. „Außerdem macht Mannschaftssport mehr Spaß.“ Seit 2001 ist er nun Bundestrainer und peilt die Olympiaqualifikation 2012 an. Das ist allerdings nicht so einfach, denn auf eine solche Vorreiterrolle wie in Deutschland, kann das Wasserball Nationalteam International nicht zurückgreifen. „Ungarn, Italien, Kroatien und Serbien sind International ganz weit vorn.“ In den Mittelmeerländern habe der Wasserball einfach einen ganz anderen Stellenwert, dort sei der Sport früher viel in Hafenbecken gespielt worden, „in Italien wird jede Woche Wasserball im Fernsehen übertragen“, erzählt Stamm.

Gefährlich sei der Sport vor allem für Trommelfell und Nasenbein, erzählt Stamm noch. Beim Nasenbein hatte er Glück, beim Trommelfell zwei Mal Pech. „Bei Wasser im Ohr ist der kleinste Schlag fatal.“ Die Spieler sind meist Studenten oder werden von der Bundeswehr freigestellt. So ist es auch bei seinem Schwiegersohn (Student) und Sohn (Soldat). „Aber man verdient auch was im Wasserball“, meint Stamm, „man wird nicht Reich, aber der Wasserballer kann seinen Lebensunterhalt bestreiten.“

Zum Ende lädt er mich zum Spiel am Samstag in die Schwimmhalle Schöneberg ein. „Der Sport ist ja auch schön für Frauen“, meint er. Obwohl man heutzutage immer erst einmal fragen müsse, ob die Frau sich überhaupt für Männer interessiere. „In keiner Sportart haben die Männer so wenig an wie im Wasserball – und die sehen gut aus“.

Und zum Schluss noch ein Highlight der besonderen Art: Spektakuläres Foto-Shooting: Wasserball-Team Deutschland kämpft mit Top-Model Schenkenberg


Fotos von QVC. Danke an Michael Zellmer Deutsches Wasserball-Nationalteam (Herren) Team-Manager / Assistenz-Trainer für die Erlaubnis die Bilder verwenden zu dürfen

Kirsten Stamer

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