Informationen zu Hakenfelde

Hakenfelde

Der Spandauer Stadtteil Hakenfelde, der am nordwestlichsten gelegene Stadtteil im Bezirk Spandau, erstreckt sich über eine Fläche von 20, 4 Km2 und verzeichnet etwa 26.657 Einwohner. Dabei liegt die Bevölkerungsdichte von Spandau- Hakenfelde pro Km2 bei circa 1308 Einwohnern. Der Spandauer Stadtteil trägt überdies die Postleitzahl 13587 sowie die Ortsteilnummer 0507. Seinen Namen verdankt der Spandauer- Hakenfelde dem Molkereibesitzer Johann Ludwig Haake, der 1730 eine Molkerei am Stadtrand von Spandau erbaute, welche jedoch heute nicht mehr existiert.

Hakenfelde verfügt durch die vielen weitläufigen Grünflächen über eine Vielzahl von kleinen Siedlungen mit Ein- und Mehrfamilienhäusern. Zudem erfreut sich der Ortsteil an einer guten Infrastruktur, da mehrere Buslinien die Fahrgäste zum zentralen Spandauer Bahnhof bringen.

Zu den Hauptstraßen im Ortsteil Hakenfelde zählen die Hakenfelder Straße, die bis 1880 den Spandauer Forst von umliegenden Feldern trennte, der Falkenseer Platz, die Schönwalder Straße sowie die Schönwalder Allee, die nach Schönwalde-Glien und ins nahe gelegene Hennigsdorf führen. Zudem verfügt Hakenfelde über eine Fähranlegestelle, die jedoch nicht mehr angefahren wird. Die Personenfähre beförderte bis Ende 2010 die Fahrgäste nach Tegel- Ort, Valentinswerder, Maienwerder und Saatwinkel. Von 1914 bis 1916 entstand im Ortsteil die Gartenstadt „Waldsiedlung Hakenfelde“, welche heute durchgehend Einfamilienhäuser beherbergt und unter Denkmalschutz steht.

Zusätzlich zur gut ausgebauten Infrastruktur verfügt der Stadtteil über eine Menge interessanter Sehenswürdigkeiten wie etwa den Spandauer Forst. Dieser macht Zweidrittel der Fläche Hakenfeldes aus. Der Spandauer Forst im Stadtteil Hakenfelde zählt zu den größten Berliner Waldgebieten und gilt als Naherholungsgebiet mit tollen Radfahr- und Spazierwegen sowie einem großen Wildgehege, welches sich an Wochenenden großer Beliebtheit bei Familien mit kleinen Kindern erfreut. Zudem beherbergt der Spandauer Forst 90 der 120 in Berlin ansässigen Vogelarten. Auch schön anzusehen ist das Schlösschen Pepita im Spandau- Hakenfelde, benannt nach der Tänzerin Pepita de Oliva, die 1853 dort verweilte.

Überdies befindet sich in Hakenfelde eine JVA, die sich heute JVA offener Vollzug Berlin nennt und in der unter anderem die DDR- Politiker Egon Krenz, Günter Schabowski und Heinz Keßler inhaftiert waren. Besonders beliebt bei Einwohnern und Touristen war das Hakenfeldener Vergnügungslokal Karlslust, welches um die Wende zum 20. Jahrhundert eröffnet wurde, in dem sich jedoch am 8. Februar 1947 eine der größten Berliner Brandkatastrophen mit circa 80 Toten und 150 Verletzten abspielte. Das Lokal existiert schon lange nicht mehr. Heute steht an dieser Stelle im Spandauer Stadtteil Hakenfelde ein großes Wohnhaus. Im Nordwesten von Hakenfelde liegt Eiskeller, eine besondere Kälteregion, die Überlieferungen zufolge angeblich als Lagerungsort für Eis aus dem nahe gelegenen Falkenhagener See gedient hat. Heutzutage befindet sich dort eine Wettermessstation.

Einen wunderschönen Ausblick kann man auf der Spandauer See-Brücke genießen. Die 302,5 Meter lange und 28 Meter breite Brücke führt über die Havel und verbindet die Stadtteile Hakenfelde und Haselhorst. Ebenfalls bedeutend ist das evangelische Dieses wurde zu Zeiten von Kaiser Wilhelm II. von dem Pfarrer Alexander Spengler in Hakenfelde gegründet und war zuerst ein Waisenhaus. Die Einweihung fand am 8. Oktober 1906 statt. Ein weiterer Ort im Spandauer Stadtteil Hakenfelde, an dem man seine Freizeit gut und gerne verbringen kann, ist die Badeanstalt „Bürgerablage“. Unabhängig ob Sommer oder Winter vergnügen sich hier Kinder, Erwachsene aber auch Touristen.

Der Ortsteil Hakenfelde verfügt über drei Grundschulen, eine Gesamtschule sowie eine Sonderschule. Zu den Grundschulen zählen die Schule am Eichwald, die Carl- Schurz- Schule sowie die Evangelische Schule Spandau im Johannisstift. Ebenfalls im Johannisstift ansässig ist die Sonderschule August- Hermann-Francke. Die einzige Gesamtschule in Hakenfelde ist die Heinrich-Böll-Schule.

Neben Schulen und attraktiven Sehenswürdigkeiten bietet der Ortsteil aber auch eine Vielzahl an Kirchen und Gemeinden. So etwa die evangelische „Wichernkirche“ oder auch „wandernde Kirche“ genannt. Diese stand bis zu ihrem Umzug im Jahre 1932 in Siemensstadt. Darüber hinaus gibt es das katholische Gemeindezentrum St. Lambertus. Dieses ist der Spandauer Pfarrgemeinde „Maria, Hilfe der Christen“ zugehörig und wurde im August 1975 in Hakenfelde eingeweiht. Ebenfalls von Bedeutung ist die Heilig- Geist- Kapelle, die ursprünglich als Stadtvilla diente und erst seit 1958 als Gottesdienststätte. Sportbegeisterte können sich im Spandauer Stadtteil Hakenfelde in vielen Sportvereinen, unter anderem im Tennisclub STC Hakenfelde sowie im Spandauer Wassersportclub e.V. engagieren. Darüber hinaus stehen für sämtliche Sportarten geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung. So findet man Sporthallen Am Forstacker 9-11,im Gaismannshofer Weg 2 und in der Hakenfelder Straße 32. Komplette Sportanlagen befinden sich in der Streitstraße 86. Auch das Stadion Hakenfelde und der Sportplatz Johanisstift bieten gute Trainingsmöglichkeiten.

An Einkaufsmöglichkeiten mangelt es in Hakenfelde wahrhaftig nicht. So findet man in der Streitstraße 56 die Drogerie Rossmann, Bootszubehör kauft man bei TSW Yachtshop 24 in der Werderstraße 50 und Bücherwürmer werden in der Buchhandlung Johanisstift in der Schönwalder Allee 26 fündig. Weiterhin gibt es in Spandau- Hakenfelde das Reisebüro „Jules Verne“ und in der Hugo- Cassier- Straße 7 sowie den Blumenladen „Dornröschen dekorative Floristik und Pflanzen“ in der Streitstraße 60-61. Zweimal in der Woche, jeweils montags und donnerstags von 8 bis 12 Uhr hat der Wochenmarkt im Michelstadter Weg geöffnet. Entlang der Rauchstraße und Streitstraße befinden sich zudem Supermärkte wie REWE, Netto und Lidl.

Eine zünftige Küche bieten die Restaurants „Jagdhaus an der Bürgerablage“ in der Niederneuendorfer Allee 80, „Heidis Landgasthaus“ in der Schönwalder Allee 22 sowie das „Fährhaus“ am Aalemannufer 31 und das „Gasthaus Hakenfelde“ in der Streitstraße 31. Die Hotels „Centrovital“ in der Niederneuendorfer Straße 25 und das „Christopherus“ in der Schönwalder Allee 26 bieten ihren Gästen neben ausgezeichneten Speisen auch eine komfortable Unterbringung.

[[Kategorie:659]]