Herbsttag in der Spandauer Altstadt


Klönschnack mit Konni auf dem Dorfplatz

Bunt sind schon die Wälder, Gelb die Stoppelfelder und der Herbst beginnt.

Der Text dieses schönen Herbstliedes wurde zum Herbsttag in Spandau vom Wetter sehr wörtlich genommen. Auch kühler weht der Wind war zu vermelden. Auch wenn die Sonne hin und wieder hinter den Wolken herauskam, blieb es doch deutlich

Bürgermeister Konrad Birkholz eröffnete den Herbsttag.

Bürgermeister Konrad Birkholz eröffnete den Herbsttag.

kühler als an den vorangegangenen Tagen.

Konrad Birkholz „volksnah“ wie immer

Bürgermeister Konrad Birkholz ließ sich dadurch aber nicht abhalten und eröffnete anstatt um 11 Uhr, um 12 den Herbsttag der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e. V. mit seiner bloßen Anwesenheit. Genau wie die Spandauer ihn kennen und lieben, ließ er sich zunächst einmal zu einer Sprite und einer Zigarette bei Toni Salzberger vom Kaiserhof nieder. Salzberger, von allen nur „unser Toni“ genannt, verkaufte zur Feier des Herbsttages Kartoffelpuffer und -Suppe; wer die Kartoffel verschmähte bekam Leberkäse im Brötchen. Dazu vielleicht noch ein Federweißer oder eine Weinschorle und die herbstliche Mahlzeit war perfekt.

Konrad Birkholz plauderte derweil wie gewohnt mit Gott und der Welt bevor er sich zu einem Foto auf dem Markt erhob. „So einen wie ihn bekommen wir nie wieder“, war der allgemeine Tenor der Spandauer, „man sagt ja, keiner sei unersätzlich – aber unser Konni…“. Für jeden, ob bekannt oder unbekannt, fand der scheidende Bürgermeister ein offenes Ohr. „Was ist den jetzt mit den Piraten, die mehr Sitze als Abgeordnete haben? Müssen die Wahlen in Zehlendorf nach der Wahlpanne nicht eigentlich wiederholt werden?“ – solche und ähnliche Fragen, stellten die Spandauer ihrem Bürgermeister. „Und er ist so unglaublich volksnah“, erklärt mir eine Anwohnerin bei einem Kartoffelpuffer vom Kaiserhof. „Er kommt zu jeder Gartenparty und was er bei der Tombola gewinnt, verteilt er nachher im Rathaus“, erklärt sie mir gutmütig lachend.

Der Bürgermeister kann seinen Ruf als selbsternannten „Dorfschulze“ wieder einmal verteidigen. Der Marktplatz wirkt wie ein Dorfplatz, jeder kennt jeden, und bei so viel herbstlicher Atmosphäre und gutem Essen, ist auch das Wetter schnell vergessen.

Kirsten Stamer


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