Herthaner besuchen Gewaltopfer

Jeden Tag steht Hertha BSC im medialen Rampenlicht, wie beispielsweise beim Gipfeltreffen der 2. Bundesliga am Samstag wo Berlins Hauptstadtclub ein 1:1 bei Tabellenführer Eintracht Braunschweig erreichte. Doch manche Dinge geschehen auch ganz leise und weitestgehend unbemerkt. So besuchten vor knapp zwei Wochen Präsident Werner Gegenbauer und Geschäftsführer Ingo Schiller im Namen des Klubs nach Angaben auf der Homepage herthabsc.de den jungen Mann, der nach dem Spiel gegen Dynamo Dresden am S-Bahnhof Olympiastadion von Gewalttätern schwer misshandelt worden war.

Die Geschäftsführung von Hertha BSC besucht den Fan der Opfer eines Gewaltaktes

Die Geschäftsführung von Hertha BSC besuchte den Fan der Opfer eines Gewaltaktes wurde und überreichte ein signiertes Trikot. Foto: Hertha BSC

Fan durch und durch

Gemeinsam mit Prälat Dr. Bernhard Felmberg – der in der Kapelle des Olympiastadions oft die Andachten zelebriert – und Dr. Andreas Eckhoff vom evangelischen Jugendwerk besuchten sie den Herthaner in der Einrichtung von Leiterin Barbara Strickmann, in deren Haus der Herthafan seit Jahren lebt. „Wir hatten ein unterschriebenes Trikot dabei, haben mit dem jungen Mann gesprochen und ihm die absolute Unterstützung unseres Klubs zugesagt“, sagt Ingo Schiller. „Vor allem haben wir ihm auch versichert, dass die Hertha-Familie alle Maßnahmen der Ermittlungsbehörden unterstützt, diese Täter zu endlich identifizieren.“ Auch die Mannschaft nimmt großen Anteil am Schicksal ihres Anhängers, fast täglich erkundigen sich Peter Niemeyer, Änis Ben-Hatira und Co. nach dem Wohlergehen des jungen Mannes. „Wir wollen uns treffen“, sagt der Kapitän, „er soll wissen, dass wir immer bei ihm sind. Außerdem haben wir ja noch eine Überraschung für ihn.“

Volle Unterstützung

Mehrere Täter sollen am 26. September nach dem Hertha-Spiel gegen Dynamo Dresden den behinderten Hertha-Fan auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Olympiastadion überfallen, geschlagen und gewürgt haben. Hertha BSC hatte durch die zuständigen Ermittlungsbehörden davon Kenntnis erhalten. Geschäftsführer Ingo Schiller sagte: „Zuerst sind wir tief betroffen über diesen ungeheuerlichen Vorfall und verurteilen diesen auf das Schärfste. Hertha BSC wird alle Bemühungen und Ermittlungen der Polizei unterstützen, den oder die Täter zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.“ Währenddessen hat Hertha BSC – ebenso wie viele andere Proficlubs – das DFL-Konzept „Sicheres Stadionerlebnis“ abgelehnt, da in diesem die Faninteressen zu wenig berücksichtigt werden.

Nach wie vor wird um Mithilfe gebeten!

Die Polizei fragt in Zusammenhang mit dem Überfall des Herthafans weiter: Wer hat am 26. September zwischen 19.45 und 20.05 Uhr am S-Bahnhof Olympiastadion etwas beobachtet oder wahrgenommen, was mit der Tat in Verbindung stehen könnte? Wer hat im genannten Zeitraum Foto- und/oder Filmaufnahmen im Bereich des S-Bahnhofs Olympiastadion gemacht?

Hinweise bitte an:
Der Polizeipräsident in Berlin, Landeskriminalamt – LKA 712 Columbiadamm 4,
10965 Berlin, Telefon: 030 4664-977210
oder jede andere Polizeidienststelle


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