Jubiläum der Nathan-Söderblom-Gemeinde

Am Sonntag feiert Gemeinde ihr 50-jähriges Jubiläum mit einem Sommerfest.

Bereits 1963 entschieden sich die evangelischen Bewohner des Spandauer Quartiers zwischen Wilhelmstraße, Bullengraben und der damaligen Müllkippe unter dem heutigen Lutoner Berg, sich von der Melanchthon-Gemeinde zu trennen und eine eigene Gemeinde zu bilden.

Das heutige Gemeindehaus der Nathan-Söderblom-Gemeinde.

Das heutige Gemeindehaus der Nathan-Söderblom-Gemeinde. Foto: Herter-Zimmermann

Gottesdienst im Wohnzimmer

Fortan traf man sich in einem schwedischen Holzhaus am Ebersdorfer Platz. Die neue Gemeinde zählte damals fast 4000 Menschen. Die Entscheidung – welche damals in ähnlicher Weise auch andere Spandauer Gemeinden trafen – bedeutete auf repräsentative Kirchenbauten zu verzichten. Man wollte Kirche im Kiez sein, mit Angeboten für alle Menschen und mit kurzen Wegen. Das Konzept ging auf: Über viele Jahre war das Gemeindehaus (ab 1968 das jetzige in der Ulrikenstraße) Treffpunkt für Kinder und ihre Eltern, für Jugendliche und Senioren. Man traf sich mehrmals in der Woche. Es wurde gestrickt und gefeiert, gestritten und gelacht. Man trieb zusammen Sport, unternahm Ausflüge und verbrachte die Freizeit miteinander. Feste wurden gefeiert und natürlich Gottesdienste. Auch die Form der Gottesdienste wandelte sich entsprechend dem Wohnzimmercharakter des Gemeindehauses.

Teilweise vereint

Seit 1963 hat sich viel nicht nur gesellschaftlich viel verändert. Auch die Nathan-Söderblom-Gemeinde hat sich gewandelt. Heute gibt es nur noch 1400 Gemeindemitglieder und entsprechend weniger Mitarbeiter. Gruppen verschwanden, neue kamen hinzu. Was blieb sind Haus, Garten und Menschen, die gerne ins Gemeindehaus kommen. Es wird Theater gespielt, Musik gemacht, trifft sich zum Yoga, Kinder proben Circus. Einmal im Monat wird der Gottesdienst in der großen alten Melanchthonkirche gemeinsam mit der Nachbargemeinde Melanchthon gefeiert. Stärker als bisher sind in Zukunft die Blicke auf die Region und ihre Gemeinden gelenkt, um den Menschen im Gebiet auch weiterhin vielfältige Angebote bieten zu können.

Am Sonntag, 25. August 2013, wird das Jubiläum beim traditionellen Sommerfest in der Ulrikenstraße 7-9 gefeiert. Beginn ist um 11 Uhr mit einem Festgottesdienst inklusive Chor. Die Predigt hält Pfarrer Feierabend zudem erwartet die Besucher ein Auftritt des Circus Theaters Regenbogen, Mitmachtänze von DanzaCourtale und weitere musikalische Unterhaltung von einer Band der Melanchthon-Gemeinde. Auf dem Sommerfest kann auch die knapp 70-seitige Festschrift erworben werden (5 Euro), welche die 50-jährige Geschichte der Gemeinde dokumentiert.

Patrick Rein


Zu finden unter: FeaturedKirchenNews

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