Jugendfußballspiel nach Bedrohung abgebrochen

Nachdem Jugendspieler bei der Partie beim SC Staaken den Schiedsrichter massiv bedrohen, bricht dieser die Partie ab

Besonders im Fußball kochen die Emotionen durch den harten Körperkontakt schon mal hoch. Auch wird der Respekt von Kindern und Jugendlichen gegenüber Erwachsenen immer häufiger kritisiert. Doch was sich am Sonntag beim B-Jugendspiel des SC Staaken gegen den FC Kreuzberg in der Kreisliga ereignete, dürfte auch für erfahrene Pädagogen eine neue Dimension bedeuten.

Durch das körperbetonte Spiel steht der Schiedsrichter wie hier im Erwachsenen

Durch das körperbetonte Spiel steht der Schiedsrichter – wie hier im Erwachsenenbereich – oft im Mittelpunkt.

Beleidigungen dann Bedrohung

Nach einer Freistoßentscheidung vor dem Tor der Gäste in der zweiten Halbzeit kam es zu Beleidigungen und Bedrohungen gegenüber dem Schiedsrichter durch die gegnerischen Spieler. Besonders ein Spieler wollte dabei die Entscheidung des Schiedsrichters nicht akzeptieren. Daraufhin stellte der den 15jährigen mit Roter Karte vom Platz.

Zweite rote Karte

Eine zweite Rote Karte brachte sowohl die Spieler als auch Verantwortlichen des FC Kreuzberg so in Aufregung, dass der Schiedsrichter das Spiel in der 66. Minute abbrechen und anschließend vom Platz in der Spandauer Straße flüchten musste.

Auch Abseitsentscheidungen des Linienrichters können die Gemüter erregen.

Auch Abseitsentscheidungen des Linienrichters können die Gemüter erregen. Fotos (2): Patrick Rein

Sport als Ausgleich

Was im Erwachsenenbereich oftmals dazu gehört, ist im Jugendbereich umso erschreckender. Vereine werben damit, den Jugendlichen einen respektvollen Umgang und soziales miteinander beizubringen. Auch der Berliner Fußballverband wirbt mit zahlreichen Aktionen gegen Rassismus und ein fair play den Spielleitern gegenüber. Schiedsrichterentscheidungen sind bis hin zum Profibereich immer wieder Grund für Emotionsausbrüche. Das gehört zum Spiel doch muss der Respekt vor Personen und Entscheidungen gewahrt bleiben. Nun werden der Spielabbruch und das Verhalten von Spielern als auch Verantwortlichen vorm Sportgericht des Berliner Fußballverbands verhandelt.

Patrick Rein


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