Kai Wegener – ein Spandauer wird Generalsekretär der Berliner CDU


Anfang Januar ist es dann amtlich

Kai Wegner, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der Berliner Landesgruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Kai Wegner, Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der Berliner Landesgruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Kurz vor Weihnachten, am 16. Dezember kam der Landesvorstand der Berliner CDU zusammen, um den Spandauer Kai Wegner zum Generalsekretär der CDU zu wählen. In der nächsten Woche, am 10. Januar,  wird ihn der Kleine Landesparteitag der CDU in seiner neuen Position bestätigen. Der Bundestagabgeordnete Kai Wegner folgt Bernd Krömer im Amt, der in das Amt des Staatssekretärs beim Innensenator gewechselt ist. Das Thema „Aufbau Ost“ wird ihn zukünftig auf eine ganz besondere Art und Weise begleiten. In den Ost-Bezirken der Bundeshauptstadt hat die CDU als Partei noch einigen Wachstumsbedarf. Dem Aufbau der CDU dort möchte er sich verstärkt widmen.

Politische Karriere

Der in Spandau geborene 39-jährige Kai Wegner lebt mit seiner Familie im Ortsteil Staaken. 1989, noch während seiner Schulzeit auf der Hans-Carossa-Oberschule, wurde er Mitglied der Jungen Union Spandau. Schon ein Jahr später war er  Landesvorsitzender der Berliner Schüler Union. Dieses Amt hatte er bis 1992 inne. Schnell ging es weiter, in seiner politischen Karriere. In der Jungen Union Spandau war er von 1994 bis 1997 Kreisvorsitzender. Ein Jahr darauf wählte ihn die Spandauer CDU erst zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden, 2005 dann zum Kreisvorsitzenden. Daneben, von 2000 bis 2003, bekleidete Kai Wegner die Position des  Landesvorsitzenden der Jungen Union Berlin.
Nur sechs Jahre nach seinem Eintritt in die Spandauer CDU wurde er Bezirksverordneter in Spandau, bis ihm dann 1999 der Sprung in das Berliner Abgeordnetenhaus gelang. Seit 2005 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2009 Vorsitzender der Landesgruppe Berlin in der CDU/CSU-Fraktion.

In der Novemberausgabe von „Spandau heute“ ging Kai Wegner auf die komplizierte politische Situation in Spandau ein: „Ich hoffe sehr, dass gerade in der Kommunalpolitik unideologisch und bürgernah Politik für die Menschen gemacht wird. Die Parteien sollten in einen Ideenwettbewerb eintreten und im Sinne der Spandauerinnen und Spandauer entscheiden.“
Ähnliches betonte er auch in einem Interview mit der Berliner Morgenpost, kurz vor seiner Nominierung zum Generalsekretär: „Als letzte verbliebene bürgerliche Partei in unserer Stadt werden wir eine Politik mit Pragmatismus, mit Lösungen und mit Lebensnähe statt mit Ideologie betreiben.“

Berliner Politik

Lösungen und Pragmatismus werden in der noch frischen großen Koalition von SPD und CDU sicherlich gefragt sein. Kai Wegner ist von Frank Henkel nicht ohne Grund in diese Position geholt worden. Politische Ämter spiegeln auch immer das Geschehen in der Partei wider. Frank Henkel (Kreisverband Mitte)  hat aus einer zerstrittenen Berliner CDU, die sich eher mit sich selbst beschäftigte, eine nach außen geeinte Partei formiert. Innerhalb der CDU sticht ein neues Machtzentrum hervor, welches die  Kreisverbände Mitte, Tempelhof-Schöneberg, Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf bilden. Fraktionsvorsitzender der CDU ist der Kreisvorsitzende Florian Graf aus Tempelhof-Schöneberg. Dieser gilt eher als ausgleichende Persönlichkeit, was in der Zusammenarbeit mit der SPD von besonderer Bedeutung ist. Kai Wegners Aufgabe wird dagegen darin bestehen, in der Koalition mit der SPD die Kontur der der CDU zu bewahren.

Ralf Salecker

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