Kein „perfect day“ beim citadel music festival

Lou Reed, der Rocktitan, spielt in der Zitadelle bei Dauerregen

Lange mussten die Fans warten, doch gestern war es so weit: Lou Reed war nach 2008 erstmals wieder in Deutschland zu sehen. Jahrelang hatte der Veranstalter mit dem Management verhandelt um diesen Auftritt zu ermöglichen.

Das jahrelange Warten hatte ein Ende - der Regen beim Lou Reed Konzert nicht.

Das jahrelange Warten hatte ein Ende – der Regen beim Lou Reed Konzert nicht. Foto: Trinity Music

Sinnbild einer ganzen Generation

Als Gründungsmitglied der von Andy Warhol geförderten und inspirierten Band velvet underground gilt diese trotz ausbleibenden kommerziellen Erfolgs als eine der einflussreichsten Undergroundbands und prägte wie keine andere die Independent- und Punkmusik. Nach der Trennung startete Lou Reed 1972 dann seine überaus erfolgreiche Solokarriere. Wobei die ersten beiden Alben noch wenig Beachtung erlangten.

Ununterbrochener Regen

Schirme, Capes, Pfützen und noch jede Menge Platz auf der Zitadelle.

Schirme, Capes, Pfützen und noch jede Menge Platz auf der Zitadelle. Foto: Patrick Rein

Gestern kam es dann zum langerwarteten Auftritt auf der Zitadelle. Doch der anhaltende Regen setzte der Stimmung merklich zu. Auch die beiden Vorbands konnten daran nichts ändern. Normalerweise hätten die Auftritte ein erfreulicheres Wetter verdient gehabt. Doch ist dies leider nicht zu beeinflussen. Lou Reed verzichtete auf das sonst mittlerweile übliche Drumherum einer großen Bühnenausstattung und so konzentrierte sich der Solist ausschließlich auf die Musik. Ein Hit folgte dem nächsten doch unter den Schirmen hielt sich die Begeisterung meist in Grenzen.

Nur die Wenigsten verzichteten auf Regenutensilien wie Lou Reed auf impulsante.

Nur die Wenigsten verzichteten auf Regenutensilien wie Lou Reed auf impulsante Bühnenausstattung. Foto: Patrick Rein

Verbundenheit der Fans bleibt

Neben den Songs seiner Sololaufbahn gab Lou Reed auch Hits aus der Zeit von velvet underground zum Besten, mit denen er 1996 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde. Zu den bekanntesten Liedern gehören „walk on the wild side“ als auch „perfect day“, doch wie schon beim Saisonauftakt von Soundgarden ließ das Wetter zu wünschen übrig und es kam nicht zum perfekten Tag. Doch die wahren Fans verließen zwar durchnässt aber wieder ein Mal begeistert von ihrem Idol die Festungsanlage. Bereits Dienstag kommt es dann schon zum nächsten Highlight beim citadel music festival: Die Irish Punk Band flogging molly and friends gastiert in Spandau. Hoffentlich dann bei trockenerem Wetter.

Patrick Rein


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