Keine einheitliche Weihnachtsbeleuchtung in der Pichelsdorfer Straße

Neues aus der Wilhelmstadt

Leerstand in der Wilhelmstadt (Foto: Ralf Salecker)

Leerstand in der Wilhelmstadt (Foto: Ralf Salecker)

Ein neues Treffen des Forum Geschäftsstraßenmanagement in der Spandauer Wilhelmstadt, bei dem Anwohner, Dienstleister, Vermieter, Interessierte, Einzelhändler, die Stadtteilvertretung, der Verein Meine Wilhelmstadt, Kunstschaffende und viele mehr zusammenkommen könnten, um sich über das Geschehen im Sanierungsgebiet Wilhelmstadt zu informieren. Einige Treffen hat es schon gegeben. Die Anzahl der Neugierigen hält sich in Grenzen. Immer wieder sind es die „üblichen Verdächtigen“, die sich informieren wollen. Ab und an kommen neue Gesichter hinzu. Dabei hätten sie diesmal wieder allen Grund gehabt, dabei zu sein.

Stadtteilzeitung für die Wilhelmstadt

Vor einiger Zeit wurde vom Bezirksamt Spandau die Suche nach einer Stadtteilzeitung für das Sanierungsgebiet Wilhelmstadt ausgeschrieben. Eine Person oder ein Team wurde gesucht, welches die komplette Abwicklung einer Zeitung übernehmen kann. Dies ist nun gefunden. Ulrike Steglich und Christoph Schaffelder, die auch schon drei andere Stadtteilzeitungen (Moabit, Wedding, Mitte) in ihrem Programm haben, bekamen den Zuschlag.

Beide stellten sich vor und beschrieben allgemein, wie die neue Zeitung inhaltlich aussehen könnte. In erster Linie geht es um die Information und Einbindung der Wilhelmstädter, speziell der Gewerbetreibenden und Dienstleister, in das Sanierungsgeschehen. Sie hoffen auf eine rege Beteiligung der unterschiedlichen Akteure im Kiez im Rahmen dieser gedruckten Diskussionsplattform, die später an den unterschiedlichsten Stellen zur kostenlosen Mitnahme ausliegen wird. Ambitioniertes Ziel ist die Stärkung der Verbundenheit der Bewohner mit ihrer Umgebung.

Manch Wilhelmstädter, wäre es lieber gewesen, ein Spandauer hätte den Zuschlag erhalten. Worauf das neue Team schlagfertig konterte, aus der Mitte Berlins bräuchten sie nur eine halbe Stunde, um nach Spandau zu gelangen. So müssten auch andere Berliner denken, wenn es darum geht, Spandau einen Besuch abzustatten.

Handwerkerführer für die Wilhelmstadt

Ein erstes Probeexemplar eines Handwerkerführers für das Sanierungsgebiet Wilhelmstadt wurde zur kritischen Begutachtung gezeigt. Das kleine Heftchen entstand anlässlich des „Tag des Handwerks“, der in der Neustadt und eben auch in der Wilhelmstadt durchgeführt wurde. Fast 70 Handwerksbetriebe in den Geschäftsstraßen des Sanierungsgebietes finden sich dort wieder. Nicht alle wollten dabei sein, mache, weil sie sich nicht als Handwerker sahen.

Natürlich kann so ein Heft nicht wirklich vollständig sein. Fehlende Betriebe waren schnell gefunden. Der eine oder andere war überrascht, gleichartige Betriebe in unterschiedlichen Rubriken wiederzufinden. Die Einteilung ergab sich aus der unterschiedlichen Selbsteinschätzung. Tattoo-Studios in der Rubrik „Schönheit & Gesundheit“ zu entdecken, rief ein wenig Schmunzeln hervor. Fehlende Bäckereien wurden bemängelt, stellten sich aber schnell als reine Aufback-Shops heraus, die als Einzelhändler zahlten, nicht als Handwerker. Um die ging es aber in diesem Heftchen.

Vergleichbare Hefte, mit anderen Schwerpunkten sind für die Zukunft geplant.

Lebendiger Adventskalender und Weihnachtsbeleuchtung

24 Tage im Dezember, 24 Türen des Kalenders und 24 Akteure aus der Wilhelmstadt, von der Kirche bis zum Dienstleister, sollen in einem begrenzten Zeitfenster des Tages ein besonderes Angebot präsentieren. Das kann von Glühwein reichen, über Musikeinlagen, bis zur Vorführung typischer berufsspezifischer Arbeiten. Fast ein Dutzend haben sich schon gefunden, weitere können sich gerne beim Geschäftsstraßenmanagement melden, welches die Aktion koordiniert.

Eine einheitliche Weihnachtsbeleuchtung wird es in der Pichelsdorfer Straße nicht geben. Zu gering scheint das allgemeine Interesse – oder zu hoch die Kosten. Selbst die Minimalversion eines kleinen Weihnachtsbaums vor den Geschäften, ausgestattet mit einer Lichterkette, zum Preis von etwa 25 Euro stieß auf wenig Resonanz. „Wir haben ja unsere eigene Dekoration“, hieß es da oft. Von der war aber im letzten Jahr nur wenig zu erkennen.

 

Ralf Salecker


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