Kiezläufer in der Neustadt unterwegs

Neben dem Ordnungsamt achten seit Jahresbeginn auch die Kiezläufer auf Sauberkeit und Ordnung um das Wohnumfeld aufzuwerten.

Seit 2005 gibt es die Kiezläufer bereits im Bezirk Mitte, jetzt haben sie ihren Weg auch nach Spandau gefunden. Ziel ist es, in sozialen Brennpunkten einen Beitrag zur Verbesserung des Stadtbildes und des sozialen Miteinanders im öffentlichen Raum zu leisten. Dabei arbeiten die Kiezläufer im Rahmen von Beschäftigungsförderungen und erhalten eine Mehraufwandsentschädigung für ihre wöchentlich 30 stündigen Rundgänge.

Seit Anfang des Jahres sind die Kiezläufer wie hier in Berlin Mitte auch in der Spandauer Neustadt unterwegs.

Seit Anfang des Jahres sind die Kiezläufer wie hier in Berlin Mitte auch in der Spandauer Neustadt unterwegs. Foto: Michael Becker

Kooperation mit dem Bezirksamt

In Abstimmung mit der Abteilung Bürgerdienste und Ordnung des Bezirksamtes als auch in Zusammenarbeit mit den Quartiersmanage-mentgebieten des Bezirks sind die Kiezläufer in verschiedenen Gebieten unterwegs. Den Anfang machte für die 14 Männer und eine Frau die Neustadt, schon bald sollen Falkenhagener Feld West  und auch die Wilhelmstadt als Einsatzorte folgen. Dabei erledigen sie auftrags- und projektbezogene Aufgaben zur Kontrolle des Wohnumfeldes, der Park-, Spiel- und Sportanlagen sowie deren Sauberhaltung. Träger der Maßnahme ist die Schildkröte GmbH.

Die Freude über den Projektbeginn ist bei den Vertreterinnen der Schildkröte GmbH sowie des Quatiersmanagements Spandauer Neustadt groß.

Die Freude über den Projektbeginn ist bei den Vertreterinnen der Schildkröte GmbH sowie des Quatiersmanagements Spandauer Neustadt groß.Foto: Patrick Rein

Arbeitskreis „Bleib sauber Spandau“

Mit den Kiezläufern wird die Idee des seit 2004 existierenden Arbeitskreises „Bleib sauber Spandau“ erfolgreich fortgesetzt. So stellte auch Ordnungsamtsstadtrat Stephan Machulik fest: „Die Kiezläufer passen damit bestens in die bereits vorhandene Initiative Saubere Stadt.“ Und auch Baustadtrat Carsten Röding fügte an wie wichtig es sei, dass „das Augenmerk von der Metropole Berlin wieder auf die Kieze gelegt wird.“ Der Arbeitskreis selbst organisiert zudem in diesem Jahr noch den sogenannten „Hundekottag“ an verschiedenen Orten wie Wröhmännerpark, Koeltzepark und am Földerichplatz in dessen Rahmen Hundehalter für die ordnungsgemäße Entsorgung der Ausscheidungen ihres Vierbeiners belohnt werden.

Einwirken und aufwerten

Auch die Kiezläufer sollen auf ihren Wegen auf Hundehalter einwirken. Ohne mit besonderen Befugnissen wie Polizei oder Ordnungsamt ausgestattet, bleibt ihnen nur das Wort um Verständnis zu erwecken. Müllablagerungen werden demnach an die zuständige Behörde gemeldet. Dennoch ist nicht jeder für die vielfältigen Aufgaben geeignet. Christiane Liedholz von der Schildkröte GmbH führt dazu aus: „Kiezläufer identifizieren sich mit ihrer Aufgabe, dem Bezirk und ihrem Stadtteil. Durch die neue Tätigkeit wird diese Bindung noch verstärkt.“ Und auch die Stadträte Machulik und Röding hoffen, dass durch das Projekt weitere Nachahmereffekte entstehen.

Patrick Rein


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