Lichter gegen Gewalt und Intoleranz

Seit zwei Tagen wird der Koeltzepark einen Monat lang von Laternen mit einer klaren Botschaft erleuchtet: In Spandau ist kein Platz für Gewalt!

Im Paul-Schneyder-Haus wurde am Freitag eine besondere Aktion des mittlerweile bundesweit bekannten Projekts „Stark gegen Gewalt“ eröffnet: Über 200 Teilnehmer hatten unter der Leitung des Künstlerpaares Sofia Camargo und Thomas Klasen Laternen gebastelt, die teils mit klaren Botschaften versehen waren. Seit der Eröffnung erhellen diese nun und noch bis zum 15. Februar als „Lichter des Respekts und der Gewaltfreiheit“ den Koeltzepark.

Dies sind nur einige der selbstgebastelten Lichter die nun den Koeltzepark erhellen.

Dies sind nur einige der selbstgebastelten Lichter die nun den Koeltzepark erhellen.

Für ein gewaltfreies Spandau

Das Präventionsprojekt „Stark ohne Gewalt“ setzt sich neben den Kiezstreifen immer wieder auch für kulturelle Auseinandersetzungen mit dem Themenschwerpunkt einer gewaltfreien, von Respekt, Toleranz  und Anerkennung geprägten Gesellschaft ein. Der Eröffnungsveranstaltung wohnten so auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) sowie die Stadträte Stephan Machulik (SPD) und Gerhard Hanke (CDU) bei. Dieser zollte dem Engagement größten Respekt und regte an: „Ich hoffe, dass die Lichter nicht nur in Spandau ein Zeichen gegen Gewalt und Intoleranz setzen, sondern bald auch ganz Berlin erhellen.“

Mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm und kalren Positionierungen wurde die Gallerie eröffnet.

Mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm und klaren Positionierungen wurde die Gallerie eröffnet.

Vorreiterrolle

So wie das Jugend- und Präventionsprojekt berlinweit bekannt geworden ist, hofft nicht nur Hanke, dass auch diese Aktion wieder die Aufmerksamkeit findet, die es verdient. Jugendliche berichteten von ihren Erfahrungen im Koeltzepark und bedauerten, dass sich Bürgerinnen und Bürger nachts kaum noch durch den schwach beleuchteten Park trauen. Mit den Laternen soll nun zumindest für einen Monat etwas Licht ins Dunkel kommen und die Botschaften ein Gefühl von „Miteinander stehen wir gemeinsam gegen Gewalt ein“ entwickeln.

Große und Kleine, Junge und Alte "Neustädter" nahmen an der Veranstaltung im Paul-Schneyder-Haus teil.

Große und Kleine, Junge und Alte „Neustädter“ nahmen an der Veranstaltung im Paul-Schneyder-Haus teil. Fotos (3): Patrick Rein

Gelungener Auftakt

Immer wieder ist in den Medien von Gewaltexzessen, Verbrechen aber auch Perspektiv- und Respektlosigkeit von Jugendlichen als Begründung zu lesen. Projekte wie „Stark ohne Gewalt“ aber auch andere Initiativen und Einrichtungen kämpfen dagegen jedoch an und zeigen deutlich, dass die Heranwachsenden klare Zeichen gegen falsches Verhalten der oftmals Gleichaltrigen setzen wollen. Wenn diese positiven Ereignisse auch in der Öffentlichkeit stärker in den Vordergrund gestellt werden, kann auch gesellschaftlich optimistischer in die Zukunft geblickt werden.

Spandau legt im Koeltzepark jetzt zumindest für einen Monat ein klares und deutliches Bekenntnis gegen Gewalt, Rassismus und Intoleranz ab!

Patrick Rein


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