Neue Straßenverkehrsordnung (k)ein Aprilscherz?

Neue Schilder braucht das Land

Verordnung zur Neufassung der Straßenverkehrsordnung (Foto: Ralf Salecker)

Verordnung zur Neufassung der Straßenverkehrsordnung (Foto: Ralf Salecker)

Mit dem 1. April 2013 ist die „Verordnung zur Neufassung der Straßenverkehrsordnung“ in Kraft getreten. Betroffen sind alle, die am Verkehr teilnehmen, seien es Fußgänger, Radfahrer, Inline-Skater oder Führer von Kraftfahrzeugen.  Viele Bußgelder erhöhen sich.

Radfahrer aufgepasst!

Eine ganze Reihe von „Preiserhöhungen“ kommen auf die Ignoranten unter den Radfahrern zu. Es ist schon erstaunlich, wie leichtfertig manche ihre Gesundheit durch ihr eigenes Fehlverhalten riskieren. Der Schrecken der Autofahrer, Radfahrer ohne Licht, dürfen mit 20 Euro doppelt so viel bezahlen, wie zuvor. Wer eine Einbahnstraße in falscher Richtung nutzt, muss je nach Schwere der Behinderung bis zu 35 Euro „auf den Tisch legen“. Vorgeschriebene Radwege zu ignorieren kostet nun 20 Euro. Erfreulich ist dagegen ein Hinweiszeichen, welches auf eine Weiterfahrmöglichkeit für Radfahrer am Ende ein Sackgasse hinweist.

Falschparken für Autofahrer wird teurer!

Manch Autofahrer hat in der Vergangenheit bewusst ein kleines Knöllchen in Kauf genommen, weil er absichtlich die Parkzeit an der Parkuhr ignoriert hat. Mit fünf Euro war er bisher dabei. Das war billiger als manches Parkhaus, billiger als ein Strafzettel für Falschparken in jedem Fall. Jetzt kostet es grundsätzlich 10 Euro, bei einer Überschreitung der Parkzeit unter 30 Minuten. Darüber gibt es Staffelungen bis zu 30 Euro. Passend zur aktuellen winterlichen Witterung ist die Neuerung, nach der bei glatten Straßenverhältnissen Reifen genutzt werden müssen, die den Eigenschaften für Winterreifen entsprechen..

Die Behinderung von Radfahrern kostet nun ebenfalls mehr. Ein Fahrstreifen für Radfahrer auf Straßen zu blockieren ist nun mit 20 Euro doppelt so teuer, wie bisher. Wer bisher gerne auf Radwegen geparkt hat, ist nun mit 15 anstatt von 15 Euro dabei. Wer, wie bisher, leichtsinnig die Autotür öffnet und damit Radfahrer gefährdet, darf zukünftig 20 Euro bezahlen.

Noch mehr Schilder im Straßenverkehr

Der Schilderwald in deutschen Straßen wächst und wächst. Experten haben immer wieder festgestellt, dass die große Anzahl zur Gefahr werden kann, weil nicht mehr alle wahrgenommen werden. Nun kommen noch ein paar hinzu, bei sehr vielen ändert sich nur ein wenig das Aussehen. Dafür verschwindet das Zeichen für den beschrankten Bahnübergang. Skater dürfen sich über klare Hinweise freuen: Neu hinzugekommen ist ein Schild, dass es Inline-Skatern und Rollschuhfahrern gestattet, Radwege und Fahrbahnen zu nutzen.

Bei einigen der Änderungen mag sich manch einer verwundert die Augen reiben, bei anderen stellt sich die Frage, ob gleichzeitig eine große Anzahl von Neueinstellungen erfolgt, um die Änderungen auch durchzusetzen. Die Antwort gleich vorneweg: Es werden NICHT mehr Leute eingestellt. Verstärkte Kontrollen kann es also nicht geben. Ein Papiertiger? Mehr Verkehrssicherheit will Bundesverkehrsminister Ramsauer damit erreichen. Der ADAC bemängelte, dass höhere Bußgelder kein Umdenken der Autofahrer bewirken würde.

 

Ralf Salecker

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Zu finden unter: Auto & VerkehrFeaturedRadwege

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