Neustadt öffne Dich – Spandauer Gewerbe trifft sich


Von Bummellotsen und mehr …

Ulis Fahrrad-Museum in der Spandauer Neustadt (Foto: Ralf Salecker)

Ulis Fahrrad-Museum in der Spandauer Neustadt (Foto: Ralf Salecker)

Etwa zwischen Schönwalder und Neuendorfer Straße spielt sich das Geschäftsleben im Quartier der Spandauer Neustadt ab. Der Kiez hat nicht den besten Ruf. Nicht umsonst sind hier ein Quartiersmanagement, eine Zwischennutzungsagentur und viele andere Beteiligte aktiv.

Leerstand ist ein großes Problem.

Arbeitslosigkeit im Kiez sorgt für eine geringe Kaufkraft der Bewohner, mit entsprechenden Folgen für die Geschäfte. Es gibt durchaus noch alteingesessene Gewerbebetriebe. Daneben existieren deutlich mehr Kleinbetriebe, die von Migranten betrieben werden.

Auch die Schleckerpleite hinterlässt in der Neustadt ihre Spuren. Damit fehlen den Bewohnern nicht nur Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf, sondern den benachbarten Geschäftsleuten auch potentielle Kundenmagneten. Umso wichtiger ist eine bewusste Ansiedlung von passenden Nachfolgern in den leerstehenden Räumen. Spielhallen gibt es hier schon genug.

AG Gewerbe

Solche Probleme, aber ebenso die alltäglich spürbare Veränderung des Kaufverhaltens der Bevölkerung ist ein Thema der AG Gewerbe in der Spandauer Neustadt. An immer wieder neuen Orten kommen Gewerbetreibende, das Quartiermanagement, die Zwischennutzungsagentur und die Wirtschaftsberatung des Bezirksamts Spandau zusammen.

Der regelmäßige Austausch dient einerseits dem Kennenlernen und schafft so eine Grundlage für eine intensivere Vernetzung, soll andererseits über das emotionale Gemeinschaftsgefühl hinaus auch eine inhaltliche Arbeit in Gang halten.  Mittel- und langfristiges Ziel aller Beteiligten ist es, die Kaufkraft im Gebiet zu stärken. Existenzgründer finden hier passende Ansprechpartner.

Neustadt öffne Dich

Die nächste geplante Aktion der Zwischennutzungsagentur coopolis ist die temporäre Nutzung der nun leerstehenden Schleckerfiliale. Nach dem Motto „Neustadt öffne Dich“ wird so der Blick auf den frischen Leerstand gelenkt. Die entsprechende Verwaltung hat sich dazu schon positiv geäußert – keine Selbstverständlichkeit. Solch ein Blick hat mit dem Kulturkaufhaus am Park schon einmal nachhaltigen Erfolg erzielt. Dort, wo vorher jahrelang Leerstand herrschte, haben vier Geschäfte geöffnet.

Mit dem „Bummellotsen“ für die Neustadt hat die AG Gewerbe ein den ersten Blick überraschendes Ergebnis ihrer Arbeit präsentiert. Es gibt mehr Anbieter in den Bereichen Handel, Wellness, Gesundheit, Kultur, Gastronomie, Service und Handwerk, als erwartet.

Bald, mit der Schließung des Flughafen Tegels, wird Stille über den Dächern der Neustadt herrschen. Wegen ihrer attraktiven Wassernähe ziehen dann wieder ganz neue Bewohner hierher. Der Boden für eine sich langsam verbessernde Infrastruktur wird schon einmal bereitet.

 

Ralf Salecker

 

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