Privatautos sind für Berlin einfach nicht geeignet

Verkehr in Berlin

Manchmal ist der Nahverkehr schneller und prakischer als das Auto ©  Johannes Vortmann / PIXELIO

Autofahren in Berlin ist nicht immer eine einfache Sache und oft wird das Auto für die kurzen Strecken auch gar nicht benötigt. Öffentliche Verkehrsmittel sind da viel schneller und auch billiger und vermeiden einem die frustrierenden Staus. Für viele Berliner lohnt es sich also gar nicht ein Auto zu kaufen, geschweige denn eine Garage oder ein Parkplatz in unmittelbarer Nähe zu mieten. Und wenn man dann doch Mal Auto fahren will, kann man sich beim Carsharing anmelden. Auf Anfrage oder per Handy-Suche findet der Nutzer schnell ein Auto in nächster Nähe und spart zusätzlich auch noch eine Menge Geld.

Car2Go Smart wartet auf Nutzer

© Alex Stanhope / wikipedia.org

 

 

Berlin ist für Carsharing wie gemacht

In Berlin gibt es statistisch gesehen nur drei Autos für zehn Einwohner und daher boomt Carsharing regelrecht. Der Markt ist jedoch von den acht Berliner Car-Sharing Anbieter (Cambio, Car2Go, DriveNow, Flinkster, Granwheel, Hertz-on-Demand, Stadtmobil und Multicity) hart umkämpft. Jeder Anbieter hat seine Vor- und Nachteile und bietet verschiedene Preise an. Da kann jeder Kunde etwas finden, was zu seinen Bedürfnissen passt. Mit seinen 1.000 Smart-Fahrzeugen ist Car2Go der Daimler AG der größte Berliner Anbieter. Car2Go Nutzer bezahlen 29 Cent pro Minute und können ihre Autos einfach per Handy-App finden. Wenn man die 500 Fahrzeuge von der Carsharing Firma DriveNow von BMW dazu zählt, teilen sich rund 39.ooo Berliner 1.500 Autos. Ein großer Schritt für die Umwelt und für die Verkehrsentlastung der Innenstadt. In Spandau findet man momentan nur drei Carsharing-Anbieter: zwischen dem Rathaus und den Spandau Arcaden haben Herz-on-Demand und Flinkester ihre „Tausch-Parkplätze“ und seit Neustem auch den Anbieter Car2Go-Autos im Spandauer Stadtteil Wilhelmsstadt. Die Nachfrage wächst ständig und in den nächsten Jahren wird Carsharing wohl auch in Spandau immer populärer werden.

Das Privat-Auto passt nicht mehr in die Großstadt

Sich für Carsharing zu entscheiden ist nicht immer einfach, denn viele Leute haben Angst davor nicht mehr spontan Auto fahren zu können. Besonders geeignet ist Carsharing für den sogenannten „urbanen Lebensstil“, also für Stadtbewohner, insbesondere Familien, die nur kurze Strecken fahren und etwas mehr Zeit aufbringen können. Carsharing ist nämlich auch eine gemeinschaftliche Einstellung und ein Weg sich für Umwelt und Verkehrsentlastung in seiner Stadt einzusetzen. Denn Autos passen weltweit einfach immer weniger zu modernen Großstädten. Und so betont Dieter Schnaas, ein Berliner Car-Sharing Nutzer:

„Ich glaube, dass Privatautos in der Großstadt bald überholt sind.“

Multicity, der neueste Berliner Anbieter

Carsharing hat auch was Avantgardistisches an sich. So bietet Multicity, das neueste Berliner Carsharing-Unternehmen, ausschließlich sogenannte E-Cars an. 100 Aufladegeräte und 100 Citroën C-Zeros werden seit dem 30. August von Multicity angeboten. In ein paar Jahren soll die Flotte sogar auf 500 Fahrzeuge vergrößert werden. Momentan findet man Multicity nur im Berliner S-Bahn-Ring. Doch mit seiner am Spandauer Rathaus liegenden Ladestation, ist es gut möglich das Multicity auch schon bald Elektrofahrzeuge in Spandau anbieten wird.


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