Saisonbeginn der Bolzplatzliga

Nachdem der erste Termin für die Auftaktveranstaltung wetterbedingt verschoben wurde, konnte am Samstag endlich wieder gekickt werden.

Während sich im Profifußball Hertha BSC erst am Sonntag den vorzeitigen Wiederaufstieg im Berliner Olympiastadion sichern konnte, starteten am Samstag Groß und Klein in Spandau wieder in den Spielbetrieb. Traditionell stieg das Bolzplatz-Fieber wieder mit der großen Auftaktveranstaltung im Spekteweg des Falkenhagener Feldes. In fünf Altersklassen traten Jungen und Mädchen zum ersten Kräftemessen der Saison an. Mit Musik, Hüpfburg und kostenlosem Grillen war das erste Turnier bei bestem Wetter ein gelungener Auftakt des Spandauer Vorzeigeprojekts.

Die Freude über den Beginn der neuen Bolzplatzliga-Saison war nach der langen Winterpause groß.

Die Freude über den Beginn der neuen Bolzplatzliga-Saison war nach der langen Winterpause groß.

Soziales Straßenfußballprojekt

Bereits 2006 wurde das Projekt unter der Trägerschaft des 1. FFV Spandau e. V. in den drei Spandauer Stadtteilmanagementgebieten Falkenhagener Feld Ost und West sowie Heerstraße ins Leben gerufen. Dabei ist die Bolzplatzliga in Spandau ein gänzlich kostenloses soziales Straßenfußballprojekt für Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren, bei dem trotz allen sportlichen Ehrgeizes Toleranz, Fairness und Gewaltfreiheit oberstes Gebot sind. Damit kein 10-Jähriger gegen einen körperlich überlegenen 18-Jährigen spielen muss, gibt es mehrere Staffeln. Und nachdem im Bundestag die gesetzliche Frauenquote vergangene Woche zwar gescheitert ist, nehmen auch immer mehr Mädchen an der Bolzplatzliga teil. Interessierte Jugendliche, egal ob männlich oder weiblich, dürfen in Eigenregie Teams bilden und müssen sich anschließend nur noch anmelden.

Jungen und Mädchen gleichermaßen "kämpfen" nach speziellen Bolzplatzregeln um den Ball.

Jungen und Mädchen gleichermaßen „kämpfen“ nach speziellen Bolzplatzregeln um den Ball. Fotos (2): Patrick Rein

Saison geht noch bis November

In regelmäßigen Abständen finden die Spieltage und Turniere statt, wobei der Fokus im Betrieb einer Liga liegt. Gespielt wird auf verschiedenen Plätzen in den drei Quartieren in Spandau. Natürlich sind die Bolzplatzligaregeln zu beachten und auch einzuhalten, welche im Einklang mit den Spielern über die gesamte Projektlaufzeit geändert wurden und kontinuierlich werden. Zu gewinnen gibt es je nach Veranstaltung verschieden Preise. Hauptpreise gehen bis zu einer Playstation 3. Zum Projekt gehören aber auch Aktivitäten jenseits des Fußballs über die sich Interessierte wie über alles andere auch auf der Internetseite informieren können.

Helfer gesucht

Schon kleine Zuwendungen können dem Projekt Bolzplatzliga eine außerordentlich große Hilfe sein. Dabei handelt es sich in erster Linie jedoch nicht unbedingt um Geldbeträge, sondern vor allem um Materialien und Preise für die Jugendlichen. Auch einfache Arbeitskraft kann von großem Nutzen – beispielsweise als Elternteil als Grill-Chef – bei einem der großen Feste sein. Auch Kontakte zu Unternehmen, die sich sozial engagieren wollen, sind gerne gesehen.

Patrick Rein


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