27
Gläser und Flaschen GmbH

Alle Einträge unter "Shopping & Gastro"

Kolk begrüßte deutsche Weinköngin

Bereits zum 10. Mal gab sich am Freitag die amtierende Weinkönigin die Ehre und besuchte den Sommergarten des Restaurants „Kolk“.

Spandau hat viele Traditionen und darüber hinaus sehenswert historisches zu bieten. Unter anderem gehört dazu auch der Kolk, das älteste Siedlungsgebiet des Bezirks unmittelbar an die Altstadt angrenzend auf der früheren Insel Behnitz.  Dort ist seit 1994 auch das „Restaurant Kolk“ unter der Leitung von Familie Richter beheimatet. Diese begrüßten im historischen Gefährt der Rennfahrerin Heidi Hetzer ankommend am Freitag die 64. Deutsche Weinkönigin Julia Bertram aus Neustadt an der Ahr.

Der Sommergarten des Restaurant Kolk. Im Hintergrund die alte Stadtmauer Spandaus.

Der Sommergarten des Restaurant Kolk. Im Hintergrund die alte Stadtmauer Spandaus.

Glanzpunkt zwischen Alt- und Neustadt

Das ursprüngliche Gebäude des Restaurants – welches heute mit seinem Sommergarten neben der alten Stadtmauer und direkt am Mühlengraben zum Verweilen einlädt – wurde 1873 als „Spritzenhaus“ beziehungsweise Feuerwache Spandau errichtet.  Da es zu klein geworden war wurde es jedoch 1882, nur knapp zehn Jahre später, wieder abgerissen. Im Dezember desselben Jahres wurde es in der jetzigen Größe wiedererrichtet und war bis April 1916 erneut das Domizil der Feuerwehr. In den darauf folgenden Jahren waren verschiedene Geschäfte in dem Haus untergebracht bis schließlich 1989 die Familie Richter den Betrieb übernahm und an die lange eigene gastronomische Tradition mit dem Bezirk anknüpfte.

Auf dem Heimweg ging es mit dem Oldtimer von Heidi Hetzer (Erste von links) nicht weiter. Neben ihr Weinkönigin Julia Bertram und Klaus-Dieter Richter vom "Kolk".

Auf dem Heimweg ging es mit dem Oldtimer von Heidi Hetzer (Erste von links) nicht weiter. Neben ihr Weinkönigin Julia Bertram und Klaus-Dieter Richter vom “Kolk”. Fotos (2): Patrick Rein

Autopanne auf dem Rückweg

Gemütliche Ecken und festliche Tische, erlesene Speisen und eine reichhaltige Auswahl von Getränken gestalten einen angenehmen Aufenthalt im traditionsreichen Haus, welches schon häufiger Erwähnung in namenhaften Restaurantführern fand. Die Küche des Kolk orientiert sich dabei an den kulinarischen Prägungen durch die Schlesier, Ostpreußen und Hugenotten Berlins seit dem 18. Jahrhundert. So sind auf der Speisekarte vorwiegend Gerichte aus diesen Regionen vertreten. Dazu gehören Spezialitäten wie z.B. Himmelreich, Mohnpielen, Ostpreußische Krautwickel, Aal, Königsberger Klopse, Enten- und auch vegetarische Gerichte. Der Küchenchef, Küchenmeister und Vizepräsident des Hotel- und Gaststättenverband Berlin e.V. (DEHOGA Berlin) ist Klaus-Dieter Richter. Dieser hieß dann auch die Weinkönigin Julia Bertram und ihre Fahrerin Heidi Hetzer mit dem 100-jährigen Oldtimer am und im Kolk willkommen.

Auf dem Rückweg ging es dann jedoch weniger erfreulich zu: Rallyefahrerin Hetzer blieb mit ihrem geliebten Oakland am Südwestkorso liegen.

Patrick Rein

Zurück in „Stube & Küche“

Drei Jahre lang war das traditionsreiche Gasthaus am Lindenufer geschlossen, jetzt ist es mit neuen Betreibern zurück.

Gutes Essen in gemütlicher Atmosphäre, das war jahrelang das Aushängeschild von „Stube & Küche“. „Die Tradition als auch der gute Ruf verpflichten“, dachten sich Norbert Dinse und Silvia Schulze als sie auf der Suche nach einer Lokalität – um ihren Traum zu leben – auf die verlassene „Stube“ am Lindenufer stießen. Sofort waren sie bereit sich der Herausforderung zu stellen und nachdem drei Jahre Ruhezustand aus elektrischen Leitungen, Küche und Einrichtung beseitigt waren, erfolgte pünktlich zum Havelfest am 15. Juni die Eröffnung.

Der neue Geschäftsführer Norbert Dinse ist sieben Tage die Woche für seine Kundschaft da.

Der neue Geschäftsführer Norbert Dinse ist sieben Tage die Woche für seine Kundschaft da.

Klein aber fein

Bis auf den Namen erinnert wenig an die glorreichen Zeiten als ohne vorherige Reservierung selten ein Platz zu bekommen waren. Doch die neuen Inhaber sind engagiert. So gibt es an jedem letzten Sonntag im Monat Berliner Lieder und Texte von Angelika Arndt und Peter Hoffmann mit „Wir sind uffjeklärt“. Beginn jeweils 18 Uhr zum Preis von 7 Euro, nächster Termin ist der 28. Juli. Und auch an diesem Samstag soll gefeiert werden: Bei freiem Eintritt werden 40 Jahre Neue Deutsche Welle zelebriert. Die Speisekarte hingegen ist noch in den Anfängen, doch die ersten Bewertungen in gängigen Internetportalen bescheinigen eine kleine aber feine Küche. Von Klassikern wie Wiener Schnitzel über hausgemachte Soljanka bis hin zum Kaiserschmarrn reicht die kulinarische Rundreise.

Jahrelang gehörte "Stube & Küche" am Lindenufer zu den Geheimtips in der Spandauer Altstadt.

Jahrelang gehörte “Stube & Küche” am Lindenufer zu den Geheimtips in der Spandauer Altstadt. Fotos (2): Patrick Rein

Sieben Tage geöffnet

Laut Bewertungen stimmt das Preis-Leistungsverhältnis und Anpassungen an die Wünsche der Kundschaft werden nach Aussage von Norbert ständig vorgenommen. Nach Renovierung und Eröffnung muss nun aber erst ein Mal Geld in die Kassen kommen. Auch um die noch einfache Ausstattung um das ein oder andere Detail ansprechend zu verfeinern. Dafür steht die gesamte Familie momentan sieben Tage die Woche montags bis donnerstags von 11 bis 23 Uhr, freitags bis 24 Uhr sowie Samstag und Sonntag mit Frühstücksangebot von 8 bis 24 Uhr beziehungsweise 23 Uhr in der „Stube & Küche“. Demnächst soll das Angebot auch noch um einen Lieferservice erweitert werden. „Der erste Schritt ist gemacht und wir werden alles probieren um dem Ruf vergangener Tage wieder gerecht zu werden“, verspricht Norbert.

Patrick Rein

Das Barfly zieht zur Ellipse

Im Rahmen der fete de la musique wird die Bühne in diesem Jahr vom „Plan B“ zur Ellipse verlegt.

Am Freitag ist wieder die längste Nacht des Jahres. Und auch in Berlin wird mittlerweile traditionell der Beginn des Sommeranfangs mit der fete de la musique eingeleitet. Lange machte dieses Ereignis vor den Toren Spandaus halt doch nun hält das Fest auch immer mehr Einzug in die Zitadellenstadt. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr veranstaltet das Barfly aus der Wilhelmstadt dabei nun an anderem Ort ein Novum.

In diesem Jahr wird sich an der Bühne bei der Ellipse eher ein anderes Publikum einfinden.

In diesem Jahr wird sich an der Bühne bei der Ellipse eher ein anderes Publikum einfinden.

Ellipse zieht mit Mauerpark gleich

Die fete de la musique ist ein Straßenmusikfest bei dem ohne behördliche Genehmigung ausnahmsweise an öffentlichen Orten musiziert werden darf. Dabei steht der „unplugged“ Gedanke im Vordergrund. Elektrisch verstärkte Musik mittels Strom ist grundsätzlich nicht erlaubt. Bisher gab es lediglich eine Ausnahme: Den Mauerpark im Prenzlauer Berg. Doch in diesem Jahr erhält auch eine zweite Bühne dieses Privileg und wird sich in Spandau an der Ellipse befinden.

Menschenansammlungen am Plan B zur fete de la musique gehören vorerst der Vergangenheit an.

Menschenansammlungen am Plan B zur fete de la musique gehören vorerst der Vergangenheit an.

Nachbarschaftsstreit umgehen

Organisiert wird das Ganze vom Szenelokal Barfly, wo es bereits in den letzten zwei Jahren zu großen Feierlichkeiten im Rahmen der fete de la musique kam. Nach Lärmschutzbeschwerden aus deren Umgebung führten Jugendliche zur Durchführung der vergangenen Veranstaltung eine Unterschriftensammlung bei den Anwohnern durch. Mit Erfolg. Die Party mit Live-Musik an der Wilhelmstraße konnte stattfinden. Dennoch gab es wieder vereinzelte Beschwerden beim Ordnungsamt weshalb eine neue Lösung gefunden werden musste.

Bezirksamt unterstützte

Auf der Suche nach einer Möglichkeit sich dennoch wieder an dem Kulturevent beteiligen zu können, stießen Cornelia Ort und Lucie Friede vom Barfly auf tatkräftige Unterstützung der Stadträte Stephan Machulik (SPD) und Carsten Röding (CDU). Gemeinsam wurde der Ort an der Ellipse neben Florida Eis ausgewählt – wodurch die Veranstaltung unter dem Slogan „Eis mit Stil“ steht – und notwendige Anträge ausgefüllt. Organisatoren als auch Unterstützer versprechen somit ein unvergessliches Ereignis bei der längsten Nacht des Jahres. Und neben der Ellipse wird auch noch an anderen Orten des Bezirks musiziert.

Die Berliner Fête de la Musique ist eine Veranstaltung der Stadt Berlin, zu 25 Prozent finanziert durch die Senatskanzlei-Kulturelle Angelegenheiten sowie zusätzlich durch Mittel der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Das dezentrale Musikfest in allen Berliner Bezirken wird seit 1995 von Fete Company koordiniert. Die Finanzierung ab 2015 ist hingegen ungewiss. Im nächsten Jahr am Samstag, dem 21. Juni 2014, begeht die FeteBerlin ihr 20. Jubiläum.

Alt und Jung werden auch dieses Mal feiern, jedoch nicht in der Wilhelmstraße sondern an der Ellipse.

Alt und Jung werden auch dieses Mal feiern, jedoch nicht in der Wilhelmstraße sondern an der Ellipse. Fotos (3): Patrick Rein

Programm für Spandau:

Bühne Ellipse, Altstädter Ring 1, 13597 Berlin Spandau

16:00 SchneeWittchens (deep house), 17:30 Tonarmee (deep house), 19:00 Spanks (deep house), 20:00 Suburbians (deep house), 21:00 Gunshine (live, reggae electro)

Spandauer Altstadt

Musikstil(e): SingerSongwriter mit fünf (5) Standorten:
OPEN STAGES, 16:00 bis 18:00 Uhr: offene Bühnen auf denen spontan Künstler spielen können – vor dem Musikhaus Spandau (Moritzstr. 9b) und vor dem Restaurant Prima Luna (Moritzstr 3)

HOF DER STADTBIBLIOTHEK, Carl-Schurz-Str. 13, 16:00-18:30 Uhr: 16:00 Weezle, 16:40 Simone Oberstein (singersongwriter), 17:20 Millionenschulze (schlager, singerSongwriter), 18:00 Roadchat (pop, singersongwriter)

RAAB-PASSAGEN, Carl-Schurz-Str. 53, 16:00-19:00 Uhr: 16:00 Jan Frederik Warda (singersongwriter, dt.), 16:50 Tauchschemel (mittelalter, rock, folklore), 17:40 Fokko Wolkenstein (pop, schlager), 18:30 Paint Attack (folk, pop, country), 19:20 Anouschka Pearlmann (singersongwriter/ SE)

FREILICHTBÜHNE ZITADELLE, 16:00-23:00 Uhr:
Am Juliusturm 60, 13599 Berlin Spandau
16:00 – 23:00 Uhr (Open Air)
Programm: 16:00 tba, 17:00 Salt, 17:30 Berlin Community Ensemble feat. Queen Yahna (gospel/ US), 18:00 R.J. Schlagseite (liedermacher), 19:00 Sascha Gutzeit (singersongwriter & comedy), 20:00 Delta Q (a-cappella), 21:00 Icke & Band (akustik chillrock), 22:15 bis 23:00 Fernando Perez Molinari ( Lichtkunst-Vorführung)

Patrick Rein

So sehen Sieger aus

Zum vierten Mal in Folge gewinnt der Gänsemarkt den Gastro Cup.

Die Serie ist weiterhin ungebrochen. Auch den 8. Gastro Cup – das Fußballturnier der Spandauer Gastronomie – konnte der Gänsemarkt für sich entscheiden. Nachdem im letzten Jahr der Wanderpokal durch den dritten Gewinn in Folge bereits in den Besitz der Kneipe an der Plantage 1 übergegangen war, begibt sich nun auch die neue Trophäe – vorerst bis zum nächsten Turnier – in dessen Gesellschaft.

Erst das Elfmeterschießen brachte das Ergebnis des gutbesuchten Gastro-Cups.

Erst das Elfmeterschießen brachte das Ergebnis des gutbesuchten Gastro-Cups.

Entscheidung durch Elfmeterschießen

Nachdem der Gastgeber Norbert’s im ersten Vorrundenspiel des Tages mit einem 1:0 Sieg gegen die Fußballmacht Gänsemarkt vom Platz des Wilhelm-Schleusener-Stadions ging, schien deren Vormachtstellung im Bezirk bereits beendet. Doch mit drei 5:0 Erfolgen gegen die Gäste aus Falkensee vom Schrääg rüber, den Tennisverein Sutos als auch dem Landhaus Perle meldete sich der Titelverteidiger dann eindrucksvoll zurück. Das Norbert’s hingegen zog ohne eine einzige Niederlage ins Halbfinale ein, welches beide Teams als Sieger für sich entschieden. Außerdem dabei waren noch das Bricks, die Weißbier-Preußen, Stadtrandklause, Il Vagabondo, Casino Staaken, Alt-Spandau und Zum ollen Seemann. So war das erste Spiel des Tages auch gleichfalls das letzte. Das Finale gestaltete sich sodann wieder ausgeglichen, wodurch die Partie auch mit einem 1:1 Unentschieden endete und erst das Elfmeterschießen den Erfolg für den Gänsemarkt besiegelte.

Zum fünften Mal insgesamt und bereits zum vierten Mal in Folge heißt der Sieger: Gänsemarkt.

Zum fünften Mal insgesamt und bereits zum vierten Mal in Folge heißt der Sieger: Gänsemarkt. Fotos (2): Patrick Rein

Spende für das Jona’s Haus

Bei bestem Wetter – was in den letzten Jahren eher seltener der Fall war – fanden deutlich mehr Zuschauer den Weg ins Stadion. Mit Bratwurst, Steaks und meist alkoholischen Getränken herrschte während der gesamten Veranstaltung beste Stimmung. Nach einer Tombola in den letzten Jahren veranstaltete Organisator Norbert Lis dieses Mal zudem ein „Schinken schätzen“ um die begehrten Preise (Fußballtrikots von Hertha BSC, Bayern München und Borussia Dortmund) an die neuen Besitzer zu vermitteln. Die gesamten Einnahmen des Turniers gingen wiederholt an das Jona’s Haus in Staaken, die sich über die Spende besonders freuten.

Auch im nächsten Jahr wird es wieder den Gastro-Cup geben, ob dieser dann bereits in „Gänse-Cup“ umbenannt wurde, ist wohl doch eher unwahrscheinlich.

Patrick Rein

Repair-Café in der Spandauer Neustadt

Im Paul-Schneider-Haus wird nachhaltig gehandelt

Manchmal ist es Kräfte zehrend (Foto: Ralf Salecker)

Manchmal ist es Kräfte zehrend (Foto: Ralf Salecker)

Haben sie schon einmal etwas zur Reparatur gebracht? Oft ist diese teurer, als der Neukauf eines Gerätes. Mich treibt die Neugierde ins Paul-Schneider Haus. Im letzten Sonnenschein wirkt das Haus, mit der neu gestalteten roten Fassade des Cafés sehr einladend. Am Café vorbei geht es in den großen Veranstaltungssaal. Ich bin gespannt, was mich erwartet. Mit defekten Geräten kann man hier hineinspazieren und – mit ein wenig Glück – glücklich, mit reparierten wieder gehen. Früher war so etwa normal. Nur wenig wurde weggeworfen. Vieles, was man sich früher leisten konnte, riss größere Löcher in den Geldbeutel. Heute, gerade in Zeiten niedriger Zinsen, ist es viel einfacher, etwas Defektes gedankenlos wegzuwerfen und Neues zu kaufen: „Aus den Augen aus dem Sinn.“

Vieles kann zu neuem Leben erweckt werden

Ein paar Leute stehen um ein einige Tische herum. Unterschiedlichstes Werkzeug und ein paar Messgeräte warten auf ihre Aufgabe. Abseits davon stehen Tee und Kaffee. Nebenan betrachtet ein anderer eine defekte Kamera und kurz zuvor wurden einem Wasserkocher wieder Leben eingehaucht. Zwei Herren versuchen derweil einen alten Aktenschredder wieder in Ordnung zu bringen. Eine Frau brachte ihn vorbei, in der Hoffnung, dass es hier kundige Hände gibt. Zwanzig Minuten dauert nun schon der Kampf mit dem alten Gerät. Keine Schraube, die zu lösen wäre und auch kein Nippel, den man einfach nur beiseite drücken müsste, um das widerspenstige Gerät endlich öffnen zu können. Schraubenzieher, Stechbeitel und ein Messer ragen nun schon aus dem Schredder heraus. Die ersten krachenden Geräusche lösen anfangs Erleichterung aus. Doch die Freude währt nur kurz. Wie sich kräftezehrende Minuten später herausstellt, war das defekte Gerät innen vollständig verklebt. Es sollte nie repariert werden. Nun musste nur das gelockerte Kabel innen wieder befestigt werden und alles ging wieder. Nebenan ließ sich ein anderes Elektrogerät immerhin leicht öffnen. Der Defekt dort war schnell entdeckt. Nur ein durchgeschmurgelter Kondensator muss ausgetauscht werden. Das geht mangels Ersatz nicht sofort, ist für jeden, der einen Lötkolben an der richtigen Seite anzufassen weiß, kein Problem.

Import aus Holland

Nicht nur knapper gefüllte Geldbeutel bringen Menschen auf den Gedanken, Dinge reparieren zu wollen. Schwindende Ressourcen machen klar, dass wir mit unserer Umwelt etwas pfleglicher umgehen sollten. Reparierte Geräte tragen dazu bei: Weniger Rohstoffverbrauch, geringere Abfallmengen und weniger Kohlendioxidausstoß.

Die ursprünglich aus Holland stammende Idee findet in ganz Europa neue Mitstreiter. Jeder kann kommen, sei es um etwas repariert zu kommen, oder selbst mit Hand anzulegen. Im Idealfall gibt es viele unterschiedliche Helfer. Jeder trägt dass bei, was er kann.

Eine vorherige Anmeldung ist empfehlenswert. Schließlich wäre es recht ärgerlich, mit einer Waschmaschine unter dem Arm hereinzukommen und unverrichteter Dinge wieder gehen zu müssen. Nebenbei ist das Repair-Café eine gute Gelegenheit zu einem netten Plausch. Man pflegt ein nachbarschaftliches miteinander. So stört es nicht, wenn eine Reparatur einmal nicht gelingen sollte. An diesem ersten Tag klappte es gut. Fast alles konnte sofort repariert, manches immerhin auf den richtigen Weg gebracht werden.

Das Repair Café findet von nun an jeden letzten Montag im Monat statt! Über Werkzeugspenden und helfende Besucher – auch mit eigenem Werkzeug – würde sich das Repair-Café im Paul-Schneider Haus sehr freuen.

 

Ralf Salecker

 

Repair Cafe in Spandau             

  • Paul-Schneider Haus
  • Schönwalder Str. 23
  • 13585 Berlin-Spandau
  • Uhrzeit 17.30 – 20.00
  • Weitere Informationen unter info@klimawerkstatt-spandau.de oder telefonisch unter 3979 8669.

Nachbarschaftszentrum bald mit Cafe

Im Paul-Schneider-Haus in der Spandauer Neustadt eröffnet in zwei Wochen das Nachbarschaftscafe.

Der erste Bauabschnitt des traditionsreichen Paul-Schneider-Hauses in der Schönwalder Straße ist endlich abgeschlossen. Mit neuen Ideen und Vorstellungen geht Mathias Wohlfahrt, Pfarrer der Luthergemeinde, seit zwei Jahren ans Werk um den stetig sinkenden Kirchenmitgliedszahlen entgegenzuwirken. Dem folgend eröffnet nun in zwei Wochen direkt vorne am Eingang ein neues Cafe, welches nicht nur die Gemeindemitglieder ansprechen soll.

Inge Clausert, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Mathias Wohlfahrt, Pfarrer der Luther-Gemeinde, und Ulrike Herrmann, Leiterin des Quartiersmanagements Neustadt.

Inge Clausert, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, Mathias Wohlfahrt, Pfarrer der Luther-Gemeinde, und Ulrike Herrmann, Leiterin des Quartiersmanagements Neustadt (v. li.).

Zentrum der Neustadt

Und nicht nur die Gemeinde sieht im Cafe als auch dem gesamten Paul-Schneider-Haus großes Potenzial um sich nicht nur als Nachbarschaftszentrum sondern sogar Mittelpunkt der gesamten Spandauer Neustadt zu profilieren. So fand auch Ulrike Herrmann, Leiterin des entsprechenden Quartiersmanagements, ausschließlich lobende Worte  und würdigte das „das Zentrum der Neustadt als ein offenes Haus“. Dritter im Bunde ist der Betreiber des am 14. Mai um 15 Uhr eröffnenden Cafes: der Spandau-Neustadt e.V.

Alle fürs Cafe: Mitglieder von Gemeinde, Spandauer neustadt e.V. und Quartiersmanagement.

Alle fürs Cafe: Mitglieder von Gemeinde, Spandau Neustadt e.V. und Quartiersmanagement.

Kein Konkurrenzunternehmen

Alle Beteiligten betonten jedoch, dass mit dem Cafe keine Konkurrenz zu Gewerbetreibenden geschaffen werden soll. Demnach werden auch nur Speisen im kleinen Umfang angeboten und ausschließlich Dinge, die bisher in der Umgebung nicht zu finden sind – wie beispielsweise Suppen, Bockwurst und ähnliches. Darüber hinaus sollen natürlich auch Kaffee-Variationen sowie Kuchen und Eis auf der kleinen Karte zu finden sein. Es soll ein Ort der Zusammenkunft und des interkulturellen Austausches werden, zudem auch die Terrasse zur Schönwalder hin einlädt.

Das Paul-Schneider-Haus als Nachbarschaftszentrum und Mittelpunkt der gesamten Neustadt,

Das Paul-Schneider-Haus als Nachbarschaftszentrum und Mittelpunkt der gesamten Neustadt. Fotos (3): Patrick Rein

Zweiter Bauabschnitt: Großer Saal

Der Spandau Neustadt e.V. begibt sich mit dem Cafe auf neues Terrain, ist aber ebenso wie der Gemeindekirchenrat als Bauträger sowie dem Quartiersmanagement zuversichtlich mit dem neuen Angebot auf Interesse im Sanierungsgebiet zu stoßen. Das Projekt ist vorerst für eine Laufzeit von einem halben Jahr mit Option der unbefristeten Verlängerung vorgesehen. Im zweiten Bauabschnitt wird nun auch der große Saal des seit 1961 bestehenden Paul-Schneider-Hauses instandgesetzt und soll dann noch vermehrt auch für private Vermietungen sowie bisher von Einrichtungen als auch Vereinen genutzt werden.

Nach seiner offiziellen Eröffnung am Dienstag, den 14. Mai, soll das Cafe dann Dienstag, Donnerstag und Freitag von 12 bis 18 Uhr sowie Sonntag von 15 bis 18 Uhr geöffnet sein.

Patrick Rein

Insolvenzen, sparen, informieren – alles rund um die Energie

Beim dritten Energiespar-Tag in den Spandau Arcaden informierten unter anderem Vattenfall, Gasag, Berliner Mieterverein und die Klimawerkstatt.

Seit einigen Wochen schockt die Insolvenz des Energiekonzerns TelDaFax Energy die Verbraucher. Auf Grund der hohen Gläubigerzahlen scheint eine Erstattung der oftmals geleisteten Vorauszahlungen eher unwahrscheinlich. Auch Spandaus Baustadtrat Carsten Röding bekannte sich gestern im Rahmen des 3. Spandauer Energiespar-Tages in den Arcaden zur Gruppe der Geschädigten zu gehören.

Thomas Bünger von Vattenfall (re.) gab Hinweise zum richtigen Verfahren für TelDaFax Geschädigte.

Thomas Bünger von Vattenfall (re.) gab Hinweise zum richtigen Verfahren für TelDaFax Geschädigte.

Kündigung erforderlich

„Trotz des eingeleiteten Insolvenzverfahrens müssen die Kunden ihre bestehenden Verträge kündigen“, erklärte Thomas Bünger, Leiter der Kundenbetreuung Nord von Vattenfall. Kein Verbraucher muss jedoch fürchten ohne Strom dazustehen, im Falle einer Liefereinstellung springt der örtliche Hauptanbieter  – in Berlin Vattenfall – mit einer Grundversorgung ein. Informationen über TelDaFax vom Insolvenz-verwalter finden Interessierte hier. Bünger hingegen gab auch bekannt, dass die Umstellung auf Fernwärme in Spandau von 58 Millionen Euro zügig voranschreitet.

Anschaulich wurde über alles aus dem Bereich Energie informiert.

Anschaulich wurde über alles aus dem Bereich Energie informiert.

Klimawerkstatt eröffnet Laden

In den Arcaden präsentierte sich auch die im letzten Jahr gegründete Spandauer Klimawerkstatt, welche sich mit Veranstaltungen als auch persönlichen Beratungen zur effizienten Energienutzung bereits etabliert hat. In diesem Zusammenhang soll noch in diesem Jahr ein eigener Laden in der Mönchstraße 8 eröffnen. Und für die anstehende „Woche der Sonne“ bietet die Klimawerkstatt noch ein besonderes Highlight: Am Donnerstag, 2. Mai, können Interessierte um 18 Uhr zusammen mit Stadtrat Carsten Röding den Rathausturm besteigen und erfahren dabei alles Wissenswerte über die umliegenden Solaranlagen. Eine telefonische Anmeldung unter 90279-3031 oder per Mail an info@klimawerkstatt-spandau.de ist erforderlich.

Wenn auch kleiner als im letzten Jahr nutzten Spandauerinnen und Spandauer den Energiespar-Tag in den Arcaden.

Wenn auch kleiner als im letzten Jahr nutzten Spandauerinnen und Spandauer den Energiespar-Tag in den Arcaden. Fotos (3): Patrick Rein

Früher aber kleiner

Generell fiel der diesjährige Energiespar-Tag kleiner als der letztjährige aus. Auf Nachfrage der Kreditinstitute wurde der Termin vorverlegt, doch gerade deren Beteiligung blieb aus. Zudem musste ein Spandauer Unternehmen kurzfristig seine Teilnahme absagen, da es aus mangelnder Zahlungsmoral von Großkunden Konkurs anmelden muss. Ein weiteres Unternehmen erschien trotz Anmeldung nicht. Dennoch ist Björn Martin, Leiter der Wirtschaftsförderung im Bezirksamt, optimistisch den nächsten Energiespar-Tag wieder im größeren Rahmen und über zwei Etagen durchführen zu können.

Patrick Rein

Frischemarkt und Bibliothek brachten Unruhe in die Wilhelmstadt

Zwei Stadträte klärten auf

Frischemarkt am Földerichplatz (Foto: Ralf Salecker)

Frischemarkt am Földerichplatz (Foto: Ralf Salecker)

Zwei offene Briefe der Stadtteilvertretung der Wilhelmstadt zeugten vom Unmut im Ortsteil über ungewollte Entwicklungen. Wenn es nach dem Wunsch der Mitglieder der Stadtteilvertretung gegangen wäre, hätte der neu gestartete Frischemarkt auf dem Földerichplatz ohne Konkurrenz dastehen sollen. Die Schließung der bisher für die Öffentlichkeit nutzbaren Schulbibliothek der Berthold-Brecht-Oberschule wurde enttäuscht zur Kenntnis genommen – gerade im Hinblick auf die missliche Lage des Sanierungsgebietes Wilhelmstadt. Gerhard Hanke und Stefan Machulik versuchten die Situation den Mitgliedern der Stadtteilvertretung zu erklären.

Eine Schulbibliothek ist keine Stadtteilbibliothek

Ausgerechnet im Sanierungsgebiet Wilhelmstadt ist eine liebgewordene Bibliothek nicht mehr für die Öffentlichkeit, sondern nur noch schulintern zugänglich und das trotz beneidenswert großer Nutzerzahlen. Die Nutzung der Schulbibliothek als Stadtteilbibliothek wurde zur schönen Selbstverständlichkeit. Ein großer Luxus, obwohl die Hauptbibliothek in der Altstadt nur wenige Fußminuten entfernt liegt. Eine Haupt-, vier Stadtteil und eine Fahrbibliothek sorgen für die Versorgung mit Lesestoff in Spandau. 60 Mitarbeiter sind dort tätig. Spandau muss bis 2016 72 Stellen einsparen. Auf den außerschulischen Bildungsbereich entfallen dabei 7 Stellen.

Auf die Frage, ob die weggefallenen stellen nicht mit Ehrenamtlichen besetzt werden könnten, antwortete Gerhard Hanke, dass dies aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich sei. Eine Begründung, die viel Unmut hervorrief.

Alternativ soll möglicherweise zukünftig eine Teilöffnung über das Projekt „Familienwelten“, eine Helferbörse in Spandau, möglich sein. Der Verein „Berliner Verein für Integration e.V.“ stellt kostenlose Helfer zur Verfügung. Kann das eine anzustrebende Lösung sein?

 

Zwei Märkte in der Wilhelmstadt?

Der Frischemarkt auf dem im letzten Jahr neugestalteten Földerichplatz fand nicht den gewünschten Zuspruch. Anders, als auf anderen Märkten sollten hier bewusst nur hochwertige Lebensmittel angeboten werden, eine berlinweit einzigartige bezirkliche Einrichtung.

Um dieser guten Idee eine zweite Chance zu geben, kam es kürzlich zu einem Neuanfang mit Händlern, die sich nach längeren Verhandlungen bereiterklärten, dort regelmäßig ihre Waren anzubieten. Einige in der Wilhelmstadt hatten sich andere Öffnungszeiten vorgestellt, als die aktuell geltenden. Vor allem konnten sich nur wenige wegen der Offenhaltung des bestehenden Samstag-Marktes in der Adamstraße freuen, für sie bedeutet er eine Gefährdung des neuen Marktes.

Wie sich herausstellte würden die drei dortigen Händler um keinen Preis ihren alten Platz aufgeben wollten, weil sie an einem anderen Ort keine Chance auf Kundschaft sehen. Offensichtlich teilt sich die Wilhelmstadt in sehr unterschiedliche Kaufgebiete. Ein Jahr bleibt der Adamstraße, um auf 5 bis 10 Stände zu kommen. Erst dann trägt er sich finanziell. Klappt dies nicht, findet er endgültig sein Ende.

Für die Bewohner der Wilhelmstadt war es schwer einzusehen, welche Schwierigkeiten es bedeutet, Händler zu finden, die bereitwillig zu bestimmten Zeiten den Markt am Földerichplatz beleben. Mit den bestehenden Händlern ist eine attraktive Mischung gefunden, die noch ein paar zusätzliche Stände vertragen könnte. Langfristig bleiben sie nur, wenn dort auch gekauft wird. Es liegt also auch an den Bewohner selbst, ob dieses Projekt von Erfolg gekrönt ist.

 

Ralf Salecker

Empörung in der Wilhelmstadt

Stadtteilvertretung kritisiert das Vorgehen des Bezirksamtes beim Frischemarkt sowie der Schließung der Stadtteilbibliothek.

In der Wilhelmstadt wird viel bewegt, doch nun stoßen zwei Entscheidungen des Bezirksamtes auf Unmut bei der Stadtteilvertretung. Während bürgerschaftliches Engagement auf der einen Seite immer gefordert wird, kritisiert die Wilhelmstädter Vertretung nun den Umgang sowie die Informationspolitik. Dabei stehen sowohl Stadtrat Gerhard Hanke (CDU) als auch Stephan Machulik (SPD) im Fokus. Thematisch geht es um die Schließung der Bibliothek in der Berthold-Brecht-Oberschule wegen Personalnot sowie der Änderung der Öffnungszeiten des Frischemarktes auf dem Földerichplatz.

Auch an den beiden Frischemarkttagen ist bisher am Földerichplatz nicht viel los.

Auch an den beiden Frischemarkttagen ist bisher am Földerichplatz nicht viel los. Foto: Patrick Rein

Neustart des Frischemarktes

So hat sich die Stadtteilvertretung (STV) Wilhelmstadt während der letzten Monate häufig mit der Thematik des Frischemarktes befasst, da dieser sich seit seinem Start im vergangenen Jahr nicht etablieren konnte. Für einen Neustart gab es unter anderem einen „Runden Tisch“, an welchem auch Ordnungsamtsstadtrat Machulik teilnahm. Deren Ergebnis war die besonders für Berufstätige nicht bürgerfreundlichen Öffnungszeiten (Dienstagvormittag und Donnerstagnachmittag) aus dem der Vorschlag folgte, dass es eine Öffnungszeit am Samstag geben müsste. Darüber hinaus wurde angeregt, die im März 2013 auslaufende Betriebsgenehmigung für den ebenfalls schlecht laufenden Markt in der Brüderstraße nicht zu verlängern. Auf diese Weise sollte vermieden werden, dass sich zwei gleichermaßen schlecht laufende Märkte Konkurrenz machen.

Verlängerung in der Brüderstraße

Zur ihrer Überraschung erhielt die Stadtteilvertretung nun eine Einladung sich an einer Neueröffnung des Frischemarktes auf dem Földerichplatz am Freitagvormittag zu beteiligen sowie einer Mitteilung der neuen Öffnungszeiten des Marktes von Dienstag- und Freitagvormittag. Zudem wurde auch die Betriebsgenehmigung für den Wochenmarkt in der Brüderstraße verlängert. Dieser Umgang als auch die Informationspolitik stößt bei den Vertretern des Stadtteils auf Unverständnis. Diese fühlt sich durch das Verhalten des Bezirksamtes als aktive Bürgervertretung für das Sanierungsgebiet Wilhelmstadt nicht ernst genommen.

Bürgerproteste gegen Schließung

Auch die Entscheidung von Stadtrat Hanke aus Einsparungsgründen eine Bildungseinrichtung wie der Stadtteilbibliothek im Sanierungsgebiet Wilhelmstadt zu schließen, sorgt bei den Mitgliedern der STV für Verärgerung. Zahlreich eingegangene Proteste von Bürgern zeigten auch das Unverständnis der Bevölkerung gegenüber dieser Maßnahme. Auch die Stadtteilkonferenz sowie die Berthold-Brecht-Oberschule sprechen sich klar gegen die Schließung aus. Zudem hatten bereits Hanke’s Parteikollege und Bundestagsabgeordneter Kai Wegner als auch die Junge Union öffentlich Position gegen die Entscheidung bezogen. Die STV verweist unter diesen Umständen auf die Missbilligung  des Umgangs miteinander und auf die Art der Benachteiligung der Bürger durch Schließung von sozialen Einrichtungen in der Wilhelmstadt.

Beide Stadträte wurden jetzt für eine Stellungnahme zur nächsten öffentlichen Sitzung der Stadtteilversammlung am 17.04.2013 um 19 Uhr in den Stadtteilladen Adamstraße 39 eingeladen.

Patrick Rein

Beim Curry-Pilz geht’s weiter

Nach 30 Jahren hat sich Hermann Laggner in den Ruhestand begeben doch vorher noch mit Thore Rothenburg einen adäquaten Nachfolger für den Curry-Pilz gefunden.

Berlin hat wenig traditionelle Gerichte im Vergleich zu anderen Regionen. Ein Wahrzeichen war daher immer die Currywurst – auch wenn mittlerweile das Ruhrgebiet sich dessen Erfindung anmaßt. Im Laufe der Jahre sind jedoch immer mehr Buden aus dem Stadtbild verschwunden, überregionale Aufmerksamkeit gewannen hingegen „Konnopke“ im Prenzlauer Berg oder auch „Curry 36“ in Kreuzberg. Doch auch Hermann’s Curry Pilz an der Heerstraße Ecke Pichelsdorfer hat Kultstatus erlangt und ist nicht nur bei den Spandauerinnen und Spandauern beliebt.

Aus "Hermann's Curry Pilz" wurde der "Curry Pilz" - sonst bleibt alles wie es war.

Aus “Hermann’s Curry Pilz” wurde der “Curry Pilz” – sonst bleibt alles wie es war.

Traditionen fortführen

Fast zwei Jahre musste Hermann nach einem Nachfolger suchen bis er schließlich mit dem 36-jährigen Thore Rothenburg fündig wurde. Schließlich sollte auch weiterhin Currywurst im Angebot stehen und nicht ein zusätzlicher Dönerladen oder Asia-Imbiss dort seinen Platz finden. Zwei Monate lang ging Thore beim „Meister“ in die Lehre und absolvierte ein Praktikum, eignete sich das Wissen über die selbstangerührten Saucen an, lernte Lieferanten und Stammkundschaft kennen. Seit Anfang des Jahres führt er den Laden, doch auch der Altmeister schaut ab und zu nach dem Rechten.

Der neue Chef Thore hat ein Praktikum bei Hermann absolviert und alle Rezepturen erlernt.

Der neue Chef Thore hat ein Praktikum bei Hermann absolviert und alle Rezepturen erlernt.

Alles auf eine Karte

Der neue Betreiber kündigte für den Traum eines eigenen Ladens sogar seinen Job als Personalleiter eines Pharmakonzerns. Viel Risiko welches von der Stammkundschaft honoriert wird. Thore und seine Lebensgefährtin haben ihre Wurzeln in Spandau auch wenn es sie mittlerweile nach Köpenick verschlagen hat. Über seinen neuen Arbeitsplatz sagt Thore selbst: „Hier ging es nie nur um die Wurst, nebenher muss auch immer Zeit für einen Spruch und ein kurzes Schwätzchen sein. Das schätzt die Kundschaft und macht den familiären Flair des Curry-Pilz aus.“

Der Klassiker: Curry mit Pommes.

Der Klassiker: Curry mit Pommes. Fotos (3): Patrick Rein

Riesencurrywurst, Suppen, Burger

Im Gegensatz zu Hermann betreibt Thore den Laden nicht mehr allein und hat sich mit Jaqueline und Christine zwei Damen mit an den Grill geholt. Doch sonst bleibt alles wie es war: die Würste werden auch weiterhin frisch von der Tempelhofer Fleischerei Otmar Ullrich bezogen und ein hoher Maßstab an Qualität gesetzt. Suppen und Burger stehen ebenso im Angebot. Mit 180 Gramm neu im Programm ist hingegen die Riesencurrywurst. Pünktlich zu Ostern soll morgen dann auch der kleine Sommergarten wieder in Betrieb gehen um auch sitzend und mit bestem Ausblick auf den Grimnitzsee Berlins als auch Spandaus Klassiker genießen zu können.

Patrick Rein

Aus Sonne Eis machen

Am Mittwoch wurde die neue und erste CO2 neutral produzierende Eismanufaktur Deutschlands der Spandauer Florida Eis GmbH offiziell eröffnet.

Nachdem bereits die Zulassungsbegehung erfolgreich verlief, wurde die Produktionsstätte feierlich eingeweiht. Dabei hatte Geschäftsführer Olaf Höhn gleich noch eine Überraschung parat: Neben Berlin und Brandenburg wird die Erfolgsgeschichte nun auch in Bayern zusammen mit dem Haus Wittelsbach und der eigens kreierten „König-Ludwig-Eiscreme“ fortgesetzt. Doch Prestigeobjekt bleibt neben dem Eiscafe in der Klosterstraße – wo vor fast dreißig Jahren alles begann -, dem Bau der Ellipse am Rathaus jetzt die erste umweltschonende Eisproduktion am Zeppelinpark in Staaken.

Baustadtrat Carsten Röding, Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer, Geschäftsführer Olaf Höhn, Geschäftspartnerin Simone Gürgen mit der "König-Ludwig-Eiscreme" und Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank.

Baustadtrat Carsten Röding, Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer, Geschäftsführer Olaf Höhn, Geschäftspartnerin Simone Gürgen mit der “König-Ludwig-Eiscreme” und Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (v. li.).

Abwanderung nach Brandenburg

Dabei war der Weg zur neuen Anlage in Spandau kein einfacher und schon fast spielte der Unternehmer mit dem Gedanken seine Produktion nach Brandenburg zu verlagern, da es schwierig war ein geeignetes Gelände zu finden. Diese scheinen im Bezirk mittlerweile knapp zu werden, wie uns auch andere Firmeninhaber bereits erzählten und ebenso mit Abwanderungsgedanken spielen. Im Fall von Florida Eis konnte dann mit dem aufstrebenden Standort am Zeppelinpark noch ein glückliches Ende gefunden werden. Somit blieben auch die Arbeitsplätze und für die Bezirkskasse dementsprechende Einnahmen erhalten.

Viel Applaus und Informationen für eine umweltschonende Zukunft bei der Eröffnung der CO2-neutralen Produktionsstätte in Staaken.

Viel Applaus und Informationen für eine umweltschonende Zukunft bei der Eröffnung der CO2-neutralen Produktionsstätte in Staaken.

Wirtschaftssenatorin bei Eröffnung

So ließen es sich am Mittwoch auch Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank (SPD) als auch Baustadtrat Carsten Röding (CDU) nicht nehmen der Eröffnungsfeier beizuwohnen und dem mittelständischen Unternehmen zur eigenen Erfolgsgeschichte zu gratulieren und sich für die Bereicherungen für den Bezirk zu bedanken. Auch die Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) nahm an den Feierlichkeiten teil und stellte bei ihrer Rede die Bedeutung des Mittelstandes für Berlin nachmals in den Vordergrund.

Die Tiefkühlfahrzeuge werden über Nacht geladen und fahren tagsüber ohne zusätzliche Kühlung durch die Stadt.

Die Tiefkühlfahrzeuge werden über Nacht geladen und fahren tagsüber ohne zusätzliche Kühlung durch die Stadt. Fotos (3): Patrick Rein

Qualität und Ökologie vereinen

Mit der Produktionsstätte, bei der auch weiterhin auf den hohen Qualitätsanspruch Wert gelegt wird, konnten jedoch auch im Bereich des vieldiskutierten Umstiegs auf Erneuerbare Energien und CO2-Einsparungen neue Maßstäbe gesetzt werden. Perimeterdämmung durch Glasschaumschotter, Ausgleich der versiegelten Bodenfläche durch großflächiges Gründach, Photovoltaikanlage und eine noch zu errichtende Windkraftanlage machen Florida-Eis zum Vorreiter bei Qualität und Umweltverträglichkeit.

Um auch anderen Unternehmen einen Anreiz zu geben, hat Olaf Höhn einen Kurzfilm erstellen lassen den Interessierte hier sehen können:

Florida Eis Kurzfilm

Patrick Rein

Es kommt Licht ins Dunkle

Der Gewinnerentwurf zur Umgestaltung der Bahn-Unterführung an der Klosterstraße steht fest

Sie ist schon lange ein Dorn im Auge der Spandauerinnen und Spandauer aber auch Besucher schreckt sie ab: Die Unterführung an der Klosterstraße zwischen Rathaus und Arcaden. Aus drei eingereichten Vorschlägen hat die Jury nun den Gewinner ermittelt. Dieser als auch die anderen beiden Entwürfe können noch bis zum 24. Februar im Untergeschoss der Spandauer Arcaden begutachtet werden. Die finanziellen Mittel werden aus dem Programm „Aktive Stadtzentren“ zur Verfügung gestellt.

Baustadtrat Carsten Röding erläuterte die Entscheidung der Jury für den Gewinnerentwurf.

Baustadtrat Carsten Röding erläuterte die Entscheidung der Jury für den Gewinnerentwurf.

Heller, leiser, schöner

Bei der Ausstellungseröffnung am 14. Februar erläuterte Baustadtrat Carsten Röding die Entscheidungskriterien. Dabei sollte die Unterführung nicht nur augenscheinlich aufgewertet, sondern auch im Rahmen der beschränkten Umgestaltungsmöglichkeiten – die Unterführung ist Eigentum der Deutschen Bahn – der Verkehrslärm gedämmt und heller werden. Dies wird durch eine Mittelwand und Schallisolierung sowie LED-Leuchten erreicht. Die zahlreichen Interessierten bei der Ausstellungseröffnung äußerten dennoch Bedenken in Bezug auf Reinigung durch die zahlreichen Waben, dem anhaltenden Tauben-Problem sowie Verunstaltung durch Graffiti. Sicherlich können nicht alle Probleme ausreichend gelöst werden, doch wird die Unterführung aufgewertet und dadurch voraussichtlich verstärkt genutzt werden statt den Umweg durch die Bahnhofshalle zu nehmen.

Neben Center-Manager Bernd Muchow (re.) interessierten sich auch viele Besucher der Arcaden für die Ausführungen Rödings.

Neben Center-Manager Bernd Muchow (re.) interessierten sich auch viele Besucher der Arcaden für die Ausführungen Rödings. Fotos (2): Patrick Rein

Großzügige Beteiligung

Bei allen Bedenken zeigten sich Röding als auch Center-Manager Bernd Muchow – die Arcaden beteiligen sich finanziell an der Umgestaltung – überaus zufrieden mit dem Gewinnerentwurf und stellten zudem fest, dass es jetzt noch an die Feinheiten der Maßnahmen geht. In idesem Zusammenhang werden auch Gespräch mit der DB AG als Eigentümer der Brücke sowie der Ströer AG als Ansprechpartner der Werbetafeln bezüglich Beteiligungen und Unterstützung geführt. Mit der Umsetzung ist nun das Bearbeitungsteam von aletja plus GmbH, livebau solutions GmbH und AiR Ingenieurbüro GmbH betraut, die den Gewinnerentwurf eingereicht hatten. Bereits Ende 2014 soll die Umgestaltung vollzogen sein. Welche Verkehrsbeeinträchtigungen die Bürgerinnen und Bürger während dieser Zeit erwarten, ist noch nicht abzusehen.

Neben den Arcaden ist auch hier bei uns der Gewinnerentwurf komplett anzuschauen:

Gewinnerentwurf_Unterführung

Patrick Rein

Sind wir denn alle Jecken?

Seit gestern steht der Westen der Republik wieder still: Es ist Karneval. Doch auch in Berlin und Spandau werden diese und andere Traditionen übernommen

Bis zur Wiedervereinigung war Berlin innerhalb als auch nach außen durch die Mauer getrennt. Die DDR bezeichnete sie als kapitalistischen Schutzwall. Doch schützte diese Berlin vielleicht auch vor Traditionen und Bräuchen wie Oktoberfest, Halloween und eben Karneval? Denn was haben wir als Bundesland mit den wenigsten Feiertagen an eigenen Festen hervorgebracht? Früher gab es die Volksfeste deutsch-amerikanisches und deutsch-französisches als Zeichen der Verbundenheit mit den Alliierten. Dennoch sind Berliner kreativ – wie unsere eigene „Erfindung“ des Karnevals der Kulturen zeigt – und können überzeugend kopieren wobei wir vielleicht manchmal sogar das Original übertreffen. Wie Besucher im Rahmen der Berliner Wiesn erzählten, die das Münchner Oktoberfest als zu überlaufen empfinden.

Auch in Spandau wird es wieder närrisch.

Auch in Spandau wird es wieder närrisch. Foto: derausdo_clipdealer.de

Festumzug am Kudamm

Durch den Zuzug vieler Rheinländer im Zusammenhang mit dem Regierungswechsel von Bonn nach Berlin war es nur eine Frage der Zeit, dass auch deren Traditionen fortgeführt werden sollten. Wobei es Spandau bereits sogar seit 1985 sogar einen eigenen Karnevalsverein hat, der jährlich das Rathaus stürmt. Letzten Sonntag nahm dieser auch wieder am großen Karnevalsumzug am Kudamm teil. Eine Woche vor den traditionellen Karnevalsumzügen, deutlich kleiner und eher als Versuch anzusehen, den Kölner Dom per Hand nach Berlin zu ziehen. Wer wirklich erfahren will was die Faszination „der fünften Jahreszeit“ ausmacht, muss daher wohl doch weiterhin ins Rheinland.

Berlin wird auch weiterhin nicht zu den Karnevalshochburgen gehören.

Berlin wird auch weiterhin nicht zu den Karnevalshochburgen gehören. Foto: clipdealer.de

Brauhaus machte den Anfang

Sei es, wie es ist. Spandauer und Berliner feiern halt gerne und dafür kupfern wir auch woanders ab. Gestern machte das Brauhaus traditionell den Anfang der Spandauer Narrenzeit mit der Altweiberfastnacht. Samstag folgt dort dann eine Faschingsparty. Ebenso kann kostümiert bis in die Morgenstunden aber auch wieder im Plan B (Wilhelmstraße 144), Gänsemarkt (Plantage 1), im Meilenstein (Am Juliusturm 104) und vielen weiteren Bars gefeiert werden. Und so bald wir Thanksgiving und Truthahnessen haben – was bei uns bislang nur geringfügig als Erntedankfest bekannt ist – gibt es eigentlich keine Tradition oder Brauch den wir hier nicht auch zelebrieren würden. Allerdings kann man sich dabei nicht verkleiden. Wahrscheinlich gilt für Berlin auch einzig und allein der Grundsatz: Man soll die Feste feiern wie sie fallen.

Patrick Rein

Unbeschwerter Weihnachtsgenuss? Kekse und andere „Krankmacher“?

Wer billig kauft, bekommt manchmal Probleme

 

Weihnachtsgebäck, manchmal mit Vorsicht zu genießen ... (Foto: Ralf Salecker)

Weihnachtsgebäck, manchmal mit Vorsicht zu genießen … (Foto: Ralf Salecker)

Weihnachten steht nicht nur vor der Türe, sondern wird uns schon seit Monaten um die Ohren gehauen, dass uns Hören und Sehen vergeht. Während andere sich noch am Havelstrand sonnten eröffneten die Supermärkte die Weihnachtssaison. Weihnachtsgebäck bei 25 Grad im Schatten. Über Sinn und Unsinn solcher frühen Verkäufe mag man trefflich streiten. Interessant ist aber ein anderer Aspekt. Der Verbraucher mag es lieber billig, koste es, was es wolle. Darum wird auch bei den Weihnachtsnaschereien dort am häufigsten konsumiert, wo es billig ist. Alle wissen, dass billig eben nicht immer preiswert bedeutet, doch die „Geiz ist Geil“-Mentalität wirkt noch immer nach.

Manche Zimtsterne sind ungesund

Cumarin ist die Substanz, welche den Duft von Heu und Waldmeister bestimmt und auch in Parfüms gerne eingesetzt wird. In den 1950er Jahren geriet es im Rahmen von Tierversuchen in den Verdacht krebserregend zu sein. Später wurden Leberschäden durch Cumarin diagnostiziert, die aber nur bei wenigen Menschen auftraten. Die Folge waren festgelegte Grenzwerte in Lebensmitteln. Eine Korrektur nach unten erfolgte im Rahmen einer Neubewertung der Gefährlichkeit.

In den Jahren 2005 und 2006 gab es einen großen Medienrummel um Cumarin in Zimt. Überschreitungen der Grenzwerte in den Zimtsternen bis zum 40fachen wurden festgestellt. Die Lebensmittelindustrie reagierte damals erstaunlich schnell und senkte den Anteil von Cumarin. Immerhin ein Zeichen dafür, dass öffentlicher Druck durchaus zu einer Veränderung von Lebensmitteln führen kann.

Zimt ist nicht gleich Zimt. Es gibt den billigen Cassia-Zimt, der sehr hohe Cumarin-Werte aufweist und den teuren Ceylon-Zimt, in dem sich nur geringe Mengen finden. Steht nichts auf der Packung, kann man wohl vom Billig-Zimt ausgehen. Beim Pulver kann man äußerlich keine Unterschiede feststellen. Der billige Zimt in Stangenform dagegen ähnelt einer dicken Borke, während der teure aus mehreren erkennbaren Schichten besteht.

Damals hieß es, schon 20 Gramm belasteter Zimtsterne (drei Kekse) können gesundheitsschädlich für Kleinkinder und Erwachsene sein. Heute ist davon nicht mehr die Rede.

Acrylamid war in aller Munde

Wir kennen die Diskussion noch vom Grillfleisch, aber auch bei Chips. Acrylamid entsteht in einer Reaktion von Kohlenhydraten und Eiweiß, der Maillard-Reaktion. Es soll beim Menschen Krebs auslösen können. Genauere Erkenntnisse gibt es dazu bisher nicht. Eines ist sicher. Durch Absenkung der Brat-, Back- und Grilltemperatur lässt sich die Acrylamidentstehung deutlich minimieren. In Lebkuchen und anderen Weihnachtsleckereien wurde der Acrylamidgehalt in den letzten Jahren deutlich verringert. Eine Gefährdung ist also nicht zu befürchten.

Gefahr durch Adventskalender

Ende November fand die Stiftung Warentest in 24 Schoko-Kalendern für Kinder problematische Ölrückstände. Auffällig waren hier nicht nur die Billigprodukte. Mineralöle stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Quelle für die Verunreinigung war wahrscheinlich das recycelte Verpackungsmaterial. Einerseits wurde prinzipiell vor dem Verzehr gewarnt, andererseits ist es recht unwahrscheinlich, dass Kinder einen Berg von Adventskalendern verspeisen.

Fazit: Nicht alles wird immer so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Panikmache ist nicht angesagt. Trotzdem  kann ein bewusster Blick auf das was man kauft nie ein Fehler sein. Die Wahrscheinlichkeit, bei hochwertigen Produkten auf der Nase zu landen, ist

 

Ralf Salecker

Weihnachten, mehr Konsum, als der Geldbeutel verträgt

Schuldenatlas zeigt für Spandau einen negativen Rekord

Konsum wird zur Schuldenfalle (Foto: Ralf Salecker)

Konsum wird zur Schuldenfalle (Foto: Ralf Salecker)

Während die ganze Welt mit den Problemen der Finanzkrise zu kämpfen hat, scheint Deutschland fast unbeeindruckt seine Wirtschaftsentwicklung steigern zu können. Sogar die Binnennachfrage ist inzwischen gestiegen. Anscheinend geben aber immer mehr Menschen Geld aus, was sie nicht haben. Die Untersuchungen der Creditreform betrachtet die Überschuldung von Erwachsenen in ganz Deutschland. Berlin kommt dabei auf Platz 2 der Schuldnerskala. Rund jeder 10. Erwachsene kann seine Verbindlichkeiten nicht mehr bestreiten. Schaut man sich die Bezirke an, dann weist Spandau die zweithöchste Schuldnerquote auf, Gatow und Kladow einmal ausgenommen.

Wie kann das sein?

Eine immer noch prosperierende Wirtschaft, dazu sinkende Arbeitslosenzahlen, da kann doch eigentlich nichts schiefgehen. Anscheinend doch! Denn, wie üblich, zeigen blanke Zahlen nur das, was man vorgaukeln will. In diesem Fall entwickelt sich der Arbeitsmarkt nicht für alle gleichermaßen positiv. Eine große Anzahl von Tätigkeiten sind entweder schlecht bezahlt, keine Vollzeitjobs oder beides. Arbeitgeber schalten die Betriebsräte aus, indem sie Arbeitskräfte nur noch über Werkverträge anstellen – nachdem im Bereich der missbrauchten Zeitarbeit nachgebessert werden musste. Das System prekärer Arbeitsverhältnisse scheint nicht zu stoppen.

Die prosperierende Wirtschaft in den letzten Jahren hat zu einem gewissen Nachholbedarf im Konsumverhalten geführt. Dabei sind besonders diejenigen besonders für Anschaffungen anfällig, über die eigene Leistungsgrenze hinausgehen, die in prekären Arbeitsverhältnissen sind. Neben dem Nachholbedarf greift auch die Vorstellung, das eigene Geld lieber in materielle Güter anzulegen, als es bei niedrigen Zinsen zu einem Opfer der Inflation werden zu lassen.

Konsumfalle

Die Feststellung, was als „wertvoll“ angesehen wird, ist dabei sehr unterschiedlich. Zudem führt der Drang nach elektronischen Statussymbolen zu einer „Lustbefriedigung“, die offensichtlich jegliche rationale Handlung blockiert.

Während in den Jahren zuvor Arbeitslosigkeit einer der Hauptauslöser für Überschuldung war, ist nun das aus dem Ruder laufende Konsumverhalten die Ursache mit dem größten Steigerungsfaktor. Im Vergleich zum Vorjahr, wird für das Konsumverhalten als Schuldenfalle eine Steigerung von 31 % prognostiziert. Besonders anfällig scheint die Altersgruppe der 20 bis 29-jährigen. Für den Faktor Arbeitslosigkeit ist dagegen ein Rückgang von 15 %, im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Fast gleichauf zum Konsumverhalten, nehmen auch Scheidungen und Trennungen einen besonderen Platz ein.

„Konsumterror“ Weihnachten

Nicht unerheblich wird der Anteil der kommenden Feiertage sein, wenn am Ende des Jahres Kassensturz gemacht wird und nur ein großes Minus auf dem Konto das niederschmetternde Ergebnis ist.

Entgehen Sie der Versuchung, den Wert eines Geschenkes unabhängig seines Kaufpreises zu betrachten? Schenken Sie bewusst oder auf den letzten Drücker – und dann natürlich teuer? Muss es in diesem Jahr der Fernseher mit 2 Meter Diagonale sein oder die neueste Handy- oder Tablet-PC-Generation?

 

Ralf Salecker

Gänsemarkt gewinnt zum vierten Mal den Gastro Cup

Spandauer Gastronomie kickt für einen guten Zweck trotz ständigem Regen

Bereits zum 7. Mal trafen sich Bars, Restaurants und Kneipen samt Tresenpersonal kombiniert mit Stammgästen im Helmut-Schleusner-Stadion ein um den Gerhard-Hanke-Wanderpokal zu erringen. Wie bei der Fußballeuropameisterschaft besonders im Spiel der Ukraine gegen Frankreich war das Wetter jedoch auch in Spandau der große Spielverderber. Dennoch lockte das Turnier neben den Teilnehmern zahlreiche Besucher ins Stadion und es kam zu dem alljährlichen come-together der Gastroszene.

Aufmarsch zum Einlagespiel des Raidosenders Star FM.

Aufmarsch zum Einlagespiel des Radiosenders Star FM mit T-Bone's Allstars und Bianca' Kicker Queens. Foto: Patrick Rein

Einlagespiel von Star FM

Auch in diesem Jahr unterstützte der Rockradiosender Star FM Berlin die Veranstaltung von Norbert Liß und die Morgenshow Moderatoren T-Bone und Bianca traten sogar zum Wettkampf der Allstars gegen die Kickerqueens an. Klar mit 6:1 hatte dabei T-Bone’s Mannschaft die Nase vorn. Doch viel mehr interessierte die 837 Zuschauer der Gastro Cup als auch die Tombola mit lukrativen Preisen.

Elfmeter-Krimis zum Ende

Ohne sie wäre keine Sportveranstaltung möglich: Die Schiedsrichter.

Ohne sie wäre keine Sportveranstaltung möglich: Die Schiedsrichter. Foto: Patrick Rein

Auf dem Feld kämpften das Norbert’s, Bricks, Gänsemarkt, Clubhaus Sutos, Falkenseer Krug, Zum Tröpfchen, Alt Spandau, Kaiserhof, Hanschi’s, Casino FC Staaken, Il Vagabundo, Weißbierpreußen, Landhaus Perle und Bumbar in freundschaftlich aber dennoch hart umkämpften Spielen um den Turniersieg. Dabei konnte der Gänsemarkt das Halbfinale gegen den Gastgeber von der Erlebnisgaststätte Norbert’s als auch das Finale gegen das Altstadt Spandau Team erst im Elfmeterschießen für sich entscheiden. So sicherten sich die Mannen um Inhaber Vincent Allrich den insgesamt vierten Turniersieg und sogar zum dritten Mal in Folge.

Viele Zuschauer trotz schlechtem Wetters sorgten für eine großzügige Spende.

Viele Zuschauer trotz schlechtem Wetters sorgten für eine großzügige Spende ans Jona's Haus Staaken. Foto: Patrick Rein

Jona’s Haus freut sich

Alle Einnahmen der Benefizveranstaltung kamen wieder dem Jona’s Haus in Staaken zu. Die Einrichtung in der Schulstraße ist die Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche aus sozialschwachen Familien und bietet ihnen Freizeitangebote, Aktivitäten aber auch Unterstützung und Perspektiven. Jeder Cent ist daher notwendig und kommt dort an wo er benötigt wird: Bei den Kindern.

Gastro Cup 2013 gesichert

Norbert Liß (zweiter von links) und Stadtrat Gerhard Hanke (erster von rechts).

Norbert Liß (zweiter von links) und Stadtrat Gerhard Hanke (erster von rechts) übergaben den Wanderpokal zum dritten Mal in Folge an den Gänsemarkt. Foto: Patrick Rein

Nachdem der Gänsemarkt das Turnier zum dritten Mal in Folge gewinnen und somit den eigentlichen Wanderpokal behalten darf, stellte Stadtrat Gerhard Hanke unter dem Beifall des Publikums auch einen neuen Pokal fürs Jahr 2013 in Aussicht. Auch Organisator und Gründer des Gastro Cups, Norbert Liß, ist dem nicht abgeneigt und bekam von Hanke viel Lob und Anerkennung für sein Engagement für den Bezirk. Der Erfolg dieser einzigartigen Veranstaltung spricht auch für sich und es würde ein besonderer Tag verloren gehen. Heute heißt es nun wieder in allen Bars und Kneipen Daumen drücken für den Gruppensieg der Deutschen Fußballnationalmannschaft. Nicht nur im Gänsemarkt und Norbert’s würde es dann über den Gastro Cup hinaus Grund zum Feiern geben.

Patrick Rein

Clever Surfen mit dem Sparberater


Wer bietet den besten Preis?

Shopping und Bummeln gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen der meisten Frauen und auch vieler Männer. Doch was früher nur in der Stadt möglich war, passiert mittlerweile gehäuft im Internet. Und nicht ohne Grund. Preise vergleichen ist vor dem PC einfacher und schneller. Und wer viel und gerne auf Shopping-Seiten surft, ist mit einer Software gut beraten, die sich Sparberater nennt, denn damit lässt sich der eine oder andere Euro einsparen.

Beim Sparberater handelt es sich um ein Browser-Addon von dem Preisvergleich billiger.de. Er meldet sich nur dann zu Wort, wenn man sich auf einer Internetseite eines Shops befindet. Sieht man sich einen Artikel an, den der Sparberater auch bei anderen Händlern findet, öffnet sich in einer Leiste unterhalb der Menüleiste ein Feld mit nützlichen Informationen, zum Beispiel ob er einen günstigeren Preis findet. Zudem bietet das Addon weitere Informationen zum Produkt, wie Bewertungen oder Produktvideos. Ein nützliches Feature also, das Shoppingbegeisterten unter die Arme greifen kann.

Hier können Sie sich das Add-on Sparberater downloaden: http://www.billiger.de/sparberater/abstract.htm