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teichterrassen Spandau

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Bio-Welle schwappt auch die Spree entlang

Der Trend zur bewussten Ernährung mit Produkten aus ökologischem Anbau ist nicht neu. Bereits 1971 eröffnete der erste Bio-Laden „Peace Food“ in Deutschland, genauer gesagt in Berlin. Generell wurde die Hauptstadt wie so oft seiner Vorreiterrolle gerecht und bot ideale Bedingungen für die damals im wahrsten Sinne des Wortes frische Branche.

Spätestens ab der Jahrtausendwende fand die Idee ein breiteres Publikum, seitdem präsentiert die Bio-Industrie ständig wachsende Zahlen. Allein über 650 Bauern aus dem Nachbarbundesland Brandenburg versorgen die zahlreichen Bioläden in Berlin mit Ware.

Angefangen bei Beelitzer Spargel, Gurken aus der Lausitz oder Edelfisch aus Peitz, lässt sich die Liste nahezu beliebig fortführen. Für Qualität aus der Region ist somit gesorgt.

Bio-Welle schwappt auch die Spree entlang

Angefangen bei Beelitzer Spargel lässt sich die Liste nahezu beliebig fortführen © Petra Bork  / PIXELIO

Bioläden auch in Spandau immer beliebter

Doch wer im Geschäft bestehen will, muss seinen Kunden auch etwas Besonderes bieten.  Dem Ideenreichtum scheinen auch in Spandau keine Grenzen gesetzt.

Bereits etabliert sind Bio-Supermärkte wie die der Kette Bio Company. Fair gehandelte Produkte findet man im Dritte Welt Laden in der Spandauer Altstadt.

Ansonsten ist ein eigenes Restaurant oder Café neben dem Geschäftsbetrieb fast schon Standard. Eher ungewöhnlich, aber dafür am Ende eine wertvolle Erfahrung, ist es, wenn man sich sein Gericht unter professioneller Hilfe in  Küche selbst zubereiten darf. Wie Berlin selbst präsentieren sich viele Lokale zudem multikulturell. Internationale Gerichte sorgen unter anderem in der „viv Lounge“ für einen bunten Blumenstrauß des Geschmacks und bringen Würze in die deutsche Küche.

Stark im Kommen ist momentan wieder die jüdische Küche. Koscheres Essen ist dabei nur ein Beispiel für die breite Akzeptanz der Berliner Bio-Fans gegenüber neuartigen Speisen.

Thomas

 

Der größte Ü-Ei-Laden Deutschlands steht in Spandau

Thomas Siebrecht ist der Herr der Ü-Ei-Figuren

Für viele Menschen bestehen die Kinder-Überraschungseier aus Schokolade und einem billigen Spielzeug in einem Plastikei im Inneren. Dieses wird, nachdem das Interesse daran nachlässt, schnell auch wieder entsorgt. Dieses kleine Spielzeug hingegen ist für Thomas Siebrecht Handelsware – und auch ein bisschen Lebensinhalt.

Thomas Siebrecht

Thomas Siebrecht zwischen seinen Ü-Eiern.

Er unterhält in der Jüdenstraße in der Spandauer Altstadt den einzigen Ü-Ei-Laden Berlins und den größten in Deutschland – den Ü-Ei-Punkt Berlin.

Millionen Einzelteile finden in dem kleinen Laden mit dem großen Lager Platz. In kleinen Tüten lagern Schildkröten neben Igeln oder allem was eben mal in einem Ü-Ei zu finden war. „Als wir 1990 hier eingezogen sind, war es wie ein Sechser im Lotto in der Altstadt ein Geschäft zu bekommen“, erzählt Siebrecht. Die Miete betrug damals 4000 DM. Heute ist der kleine Laden in der Jüdenstraße weit ab vom Schuss. Auch deshalb ist Siebrecht seit fünf Jahren mit einem Computerprofi am Werk. Über den Online-Shop werden die Ü-Ei-Figuren nun auch international verkauft.

Die Sammler sterben weg

Aber die Sammler sterben aus. Schon heute sind sie zwischen 40 und 80 Jahren alt. Häufig wird Siebrecht zu

Ue-Ei-Fassade-Spandau

1990 war er froh in der Altstadt einen Laden zu bekommen, heute ist wenig los.

Wohnungsauflösungen gerufen um die Sammlungen abzukaufen. „Ich war schon in Wohnungen, da war kein Platz mehr für Besuch“, erzählt der 50-Jährige. Aber heute sammle ja niemand mehr Irgend etwas. „Das sind doch schon alles kleine Elektrikerkinder. Die sammeln höchstens I-Phones“, meint er halb im Scherz. Heute hätten die Kinder keine Ruhe mehr für Sammlungen.

Dabei sind die älteren Figuren heute bares Geld wert. „Der große Boom kam 1989“, erklärt der Ü-Ei-Fachmann. „Drüben haben die damals alle angefangen zu sammeln. Ältere Sachen kosten deshalb schnell mal über 1000 Euro. Das neue Zeug ist Massenware.“ Er zeigt mir einen Satz mit 10 Pumuckelfiguren. Kürzlich machte er einen Tausch mit einem Geschäftsmann der jahrelang alle Pumuckelsätze in Deutschland aufgekauft hatte. „Heute sammelt er Bonbonfiguren“, sagt Siebrecht abfällig und meint damit die „normalen Figuren“. Er nahm 30.000 Teile aus dem Ü-Ei-Punkt mit und bezahlte mit einem Kultsatz Pumuckelfiguren.

Richtig scharf wäre Siebrecht auf einen kompletten Verkaufssatz, ein Display mit 72 Figuren. „Das gäbe schon mal 10.000 Euro“, meint er ein wenig träumerisch. „Aber das ist wirklich sehr selten.“ Eine Lieblingsfigur hat er jedoch nicht. „Alle meine Lieblingsstücke verkaufe ich – bin ja Händler“, erklärt er. „Wenn du einem Sammler seine Lieblingsfigur kaputt machst –  der stirbt“, wird nachgeschoben. Die Zerrissenheit zwischen Sammlertum und Händlereigenschaften will er wohl nicht erst aufkommen lassen. Das Telefon klingelt. „Ü-Eier kaufen wir nicht“, wehrt Siebrecht ab. Auf den ersten Blick ist er gern ein bisschen bärbeißig, es sind schließlich Ü-Ei-Figuren. „Wie alt ist das denn? Nein Älter ist keine Angabe – von wann? Vor 88 ist interessant.“ Die Anruferin könne ja mal ihre Figuren vorbei bringen, versprechen könne er jedoch nichts, schließt er das Gespräch. So geht es ihm den ganzen Tag. „Manchmal sag ich einfach: tun sie sich einen Gefallen und werfen alles in die gelbe Tonne.“

900 Euro für einen Beipackzettel

Das verrückteste: sogar die kleinen Beipackzettel sind wertvoll. Da sie früher niemand aufhob, werden sie heute ab 200 Euro

Ue-Ei-Pumuckel-Spandau

Die Pumuckelsätze sind selten und dem entsprechend teuer. Fotos (3): Kirsten Stamer

gehandelt. Ein Kunde von ihm, ein reicher Geschäftsmann, hat kürzlich bei einem Freund 35 dieser Zettel erworben – für 900 Euro das Stück! Und bar bezahlt. So etwas gibt es auch noch. Insgesamt geht das Geschäft mit der Sammelleidenschaft jedoch zurück. Die alten Sammler sterben oder können es  sich nicht mehr leisten. „Ich hab manchmal das Gefühl jeder dritte Berliner lebt von Hartz IV“, sagt Siebrecht. Einer seiner Kunden starb kürzlich den perfekten Ü-Ei-Tod: auf einer Ü-Ei-Messe. „Er ist einfach tot umgekippt.“ Danach haben die Erben natürlich die Sammlung an ihn verkauft.

Während unseres Gesprächs geht ein älterer Mann in den Laden und verschwindet ohne einen Gruß im Hinterzimmer. Er kommt auch nicht wieder zurück. Irgendwann frage ich irritiert nach. „Da hinten sind die Erwachsenenfilme“, klärt mich Siebrecht auf. Noch ist der Ü-Ei-Punkt auch Videothek, aber mit dem Internet wird dies bald der Vergangenheit angehören. „Als wir aufgemacht haben, haben sie uns wegen den Videos den Laden eingerannt, heute macht es noch etwa 20 Prozent des Umsatzes aus.“ Siebrecht, ehemaliger Berliner Meister im Bodybuilding, machte sich schon mit 19 selbstständig und ist kürzlich 50 geworden. Einen Plan B hat er nicht und über die zu erwartende Rente macht er sich auch keine Illusionen. Es muss also weitergehen. Das Geld kommt nun vor allem von reichen Russen oder europäischen Geschäftsleuten. Immer mehr läuft über das Internet. So musste sich der eingefleischte Internethasser Siebrecht auch damit auseinander setzen. Aber es gibt auch schöne Tage, zu Weihnachten in etwa hat er zwei Sätze der Olympiade der Schlümpfe verkauft – zu 1500 Euro je Satz.

Kirsten Stamer

Keine Eintagsfliegen im Kiez

Das Café Barfly in der Brüderstraße feiert seinen 20. Geburtstag

Die Wilhelmstadt hat sich zu dem Szenestadtteil von Spandau entwickelt. Unzählige Restaurants, Bars und Cafés haben sich dort niedergelassen und trotz starkem Konkurrenzdruck etabliert. Nicht unweit entfernt befindet sich auch das Ballhaus, nach eigenen Angaben die erste und damit auch älteste Rockdisco Europas, in der selbst der gebürtige Spandauer Bela B. von der Rockgruppe die Ärzte früher schon verkehrte. Der Metzer Platz ist das Zentrum des Kiezes um den herum unter anderem das Metz, Zilini, La Amistad, Salt & Pepper, das Bricks und zig weitere Läden zum Verweilen einladen.

Keine Eintagsfliegen im Kiez

Das Barfly in der Brüderstraße, hier mit den beiden Geschäftsführerinnen Cornelia Ort und Lucie Friede, prägt seit 20 Jahren das Spandauer Nachtleben. Foto: Frank Jerke

Zwei Jahrzehnte Barfly

Dazu zählt auch das Café Barfly in der Brüderstraße welches, wie kaum eine andere Bar das Erscheinungsbild prägt und es nach eigenen Angaben geschafft hat, Berlin Mitte nach Spandau zu bringen. So schafften es die beiden Geschäftsführerinnen Cornelia Ort und Lucie Friede sogar, ihren Laden über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt zu machen. Das Konzept war dabei denkbar einfach: Familiäre Atmosphäre, gutes Essen zu akzeptablen Preisen und Trends aus der Hauptstadt frühzeitig erkennen und in unseren Randbezirk zu übertragen. Oftmals brauchte es seine Zeit, bis diese akzeptiert wurden, doch trotzdem blieb man seiner Linie bis heute treu, was von einem großen Kreis an Stammgästen anerkannt und geschätzt wird.

Noch mehr Raum für Ideen

Im Jahr 2008 erweiterten die beiden Freundinnen ihren Aktionsradius und übernahmen das schräg-gegenüberliegende, ehemalige Downtown, um daraus die passende Alternative zum Barfly, das Plan B zu eröffnen. Zwar gab es vor kurzem über Facebook leichte Kritik am Umgang des Ordnungsamtes, mit dem gerade von jüngeren Leuten genutzten Ladens, dennoch hat sich auch der Plan durchgesetzt und seinen Platz im Kiez gefunden. Dart, Flipper, Kicker und Spezial-Events wie Kneipenquiz, Motto-Party, Oktoberfest oder die Kleidertauschbörse finden immer wieder aufs Neue reges Interesse und bieten abwechslungsreiche Unterhaltung.

Zeit zum feiern

Keine Eintagsfliegen im Kiez

Auftakt der Geburtstagswoche des Barflys war ein Brunch mit Live Musik von Slupi am Keyboard und Gesang von Lisa/Patrick Rein

Das Barfly, welches seit diesem Wochenende komplett rauchfrei ist, feiert hingegen in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag. Passend dazu werden 20 Events über das ganze Jahr verteilt angeboten. Besonderes Highlight ist dabei die eigentliche Geburtstagswoche die mit einem Brunch mit Live-Musik von Slupi und Gesang von Lisa an diesem Sonntag begann, nun folgt am Dienstag die Erste von zwei Geburtstagspartys bevor Samstag, 28. April, die große Feier mit Buffet und DJ ansteht.

Trotz großer Konkurrenz zeigt sich an diesem und den anderen Kiezgrößen der Wilhelmstadt, dass mit der richtigen Idee und etwas Mut auch heute noch Läden keine Eintagsfliege sein müssen. Herzlichen Glückwunsch Barfly und weiter so.

Patrick Rein

Das bringt der Sommer: Schuhtrends für modebewusste Spandauerinnen


Von Bast über Blumen zu Metallic, in diesem Jahr wird das Unmögliche kombiniert

Schreiend bunte Farben. Schauen Sie mich an“, sagt Monika Ackermann. Die Filialleiterin der EGA, mit dem Slogan: „Schuhmode und mehr…“, in der Spandauer Altstadt, ist völlig in Pink und Orange gekleidet.

Der Keilabsatz mit Naturstoff ist in diesem Jahr gefragt.

Der Keilabsatz mit Naturstoffen ist in diesem Jahr gefragt.

Dem Schuhfachgeschäft ist es wichtig, dass die Mitarbeiterinnen die neuen Schuh- und Modetrends verinnerlichen. Zu diesem Zweck veranstalten sie eigens Modenschauen und Präsentationen unter den Angestellten. Man sieht: es wirkt. Neben den bunten Farben wie Rot, Hellblau, Orange, Apricot oder sogar Hautfarben sind Bast-Keilabsätze in diesem Jahr der Renner.

Keilabsätze gibt es in sämtlichen Schuhformen“, erklärt eine EGA-Mitarbeiterin, „als Sandale, Pumps oder sogar als Schnürschuh“. Auch in der Kleidung kämen die 20er wieder. „Röcke und Kleider knielang, Pastelltöne und die bunten Röcke der 80er.“ All das ist dieses Jahr voll im Trend. Auch mit großen Blumenprints oder Tiegerdrucken kann man glänzen. Paisley-Prints sind im Kommen. Dazu viel Metallic und Glanz. „Schwarz-Weiß war natürlich auch noch nie out“, versichert die Schuhverkäuferin. Allerdings gehe der Trend hier in diesem Jahr weg von den großen auffälligen Drucken.

Monika Ackermann von EGA in den Trendfarben.

Monika Ackermann von EGA in den Trendfarben.

„Der Schwarz-Weiß- und Marine-Look kommt in diesem Jahr ohne grobe Muster und mit vielen klaren Linien“, verrät sie.

Mode zum wohlfühlen

Sogar ein Heft für den internen Gebrauch haben sie zusammengestellt. Jeder Mitarbeiter soll die neuen Trends verinnerlichen. „Natürlich muss man sich in der Mode auch wohlfühlen“, gibt Ackermann zu bedenken. Deswegen werden die Kunden beim Kauf individuell beraten. „Wir fragen auch schon mal nach was schon im Schrank hängt.“

Im Trend: Hidden Wedge Sneaker

Auch bei Quick Schuh ist man von den Keilabsätzen überzeugt. „Außerdem trägt man Farben zusammen, die man sonst nie kombiniert hätte“, verrät mir die Verkäuferin. „Etwa Rot und Orange oder Rot und Blau.“ Außerdem würden sportliche Schuhe zu eleganten Sachen getragen. Gegensätze seien gefragt. Der Trend für die Männer sei die Chino-Hose, unten eng und oben weit, mit Bundfalten.

Hauptsache schön bunt.

Hauptsache schön bunt.

Dazu Mokassins oder ein eleganter Schuh. „Schön flippig“, stellt sie fest.
Ebenfalls ein Trend seien die Hidden Wedge Sneaker, Schuhe die wie normale Turnschuhe aussehen, jedoch einen Absatz eingebaut haben. Sie seien Aufgrund der durchgehenden Sohle bequemer als normale High Heels und streckten dennoch das Bein.

Kirsten Stamer

Galerie Spandow: zeitgenössischer Schmuck trifft Kunst und Kultur


Das Team um Helge Mischler bietet Beratung und Können

Kette von Susanna Kuschek-Galerie Spandow

Bei Design ist das Material egal: hier eine Kette von Susanna Kuschek

„Wenn das Design gut ist, ist das Material egal.“ Helge Mischler, seit 2002 Leiter der Galerie Spandow will weniger den industriell gefertigten Schmuck; er setzt auf Design. In der kleinen Galerie im Hof hinter dem Haus des Juweliergeschäftes Brose gibt es deshalb sowohl Schmuck aus Kunststoff, als auch Stücke aus Platin mit Brillanten.
Katrin Germershausen, über die wir schon im März letzten Jahres berichteten, betreibt neben dem Juweliergeschäft einen Kunstsalon und eine Goldschmiedewerkstatt; die 1987 von ihr gegründete Galerie Spandow, als Teil der Wilhelm Brose GmbH. Der Name Spandow ist der alte slawische Name für Spandau und passt zur Galerie im ehemaligen Pferdestall, des um 1760 entstandenen Gemäuers.

Erbstücke umarbeiten oder einschmelzen

Außenansicht der Galerie Spandow

Die Galerie liegt im Hinterhof des Juweliers Brose.

Helge Mischler kam 1989 in das Geschäft und war seit 1995 Geschäftsleiter für den Bereich Schmuck. Der heutige Leiter der Galerie Spandow geht immer wieder selbst auf die Suche, um neue Designer zu finden. Er will wissen, welche Person hinter dem Schmuckstück steht. Kleine Designer aus Deutschland, Belgien und der Schweiz ohne eigene Galerie stellen dann hier in Spandau aus. Außerdem bietet die Galerie mit der eigenen Goldschmiedewerkstatt die Reparatur, Umarbeitung und Neuanfertigung von Schmuckstücken. „Wir haben viele Kunden, vor allem aus Spandau, die mit Familienerbstücken zu uns kommen“, erzählt Mischler. Hier werden sie dann Beraten. Was will man aus dem Stück machen? Welche Erinnerungen hängen daran? Will man es bewahren und umarbeiten lassen oder soll es eingeschmolzen werden und als etwas Neues auferstehen? Und zu allerletzt: könnte man sich vorstellen, was der Verstorbene wollen würde? All diese Fragen werden im Kundengespräch berücksichtigt. „Wir fragen nicht nur: Was wollen Sie und wie viel darf es kosten?“, erklärt Mischler. Viele Treue Kunden schätzten diese Herangehensweise.

Der besondere Trauring

Eheringe Galerie Spandow

Hier gibt es den besonderen Trauring. In diesem Fall ein Platin-Roségold-Ring von Heinrich & Denzel. Fotos (3): Galarie Spandow

Ein weiteres Augenmerk der Galerie Spandow liegt auf Trauringen. Dabei soll sich der Trauring abheben vom Einheitseinerlei und das Besondere bieten. Viele der besonderen Ringe sind direkt vor Ort zu haben, aber auch für Eigenkreationen sind die jeweils zwei Goldschmiedegesellinnen und -meisterinnen offen. Mischler ist als Leiter, der einzige Mann im Team. Er sieht einen deutlichen Zuwachs im hochwertigen Segment. „Viele Menschen wissen es zu schätzen, dass wir etwas besonders machen“. Wer heute heirate, wolle sich jeden Tag an seinem besonderen Trauring erfreuen, nebensächlich was er koste. Aber auch günstig könne man in der Galerie tolle Ideen umsetzen. „Wir definieren uns nicht über den Preis“, meint Mischler. Er sieht das so: „Ein Produkt hat ein gutes Design und dazu gibt es dann einen angemessenen Preis.“
In diesem Jahr feiert die Galerie Spandow ihr 25-jähriges Bestehen, dazu wird, wie schon zum 120-jährigen Jubiläum von Brose ein eigener Katalog herausgegeben werden. Außerdem wird in der ersten Septemberwoche, während des Spandauer Weinfestes, ein Hoffest gefeiert.
Hofkonzerte finden jeden Sommer in Zusammenarbeit mit dem Klassik in Spandau e.V. statt und die nächste Ausstellung in der Galerie Spandow gibt es ab dem achten März mit Schmuck von Mike Kircher und Malerei von Aan de Veex.
Katrin Germershausen wolle Spandau etwas bieten, erklärt mir Mischler, das Kulturangebot hier sei ja etwas dünn. Privat, ohne Zuschüsse sei man so innerhalb der Jahre zur Kulturinstanz in Spandau geworden. Zeitgenössischer Schmuck trifft Kunst und Kultur, ein Erfolgsrezept.

Kirsten Stamer

RUNNERS POINT jetzt auch in den Spandau Arcaden


Neueröffnung am 26.01.2012 mit 20 % Rabattaktion

Am 26. Januar wird in den Spandau Arcaden eine neue Filiale von RUNNERS POINT eröffnet. Besonders interssant für Schnäppchenjäger: Bis zum 28.01.2012 wird auf alle Artikel 20 % Rabatt gewährt.

RUNNERS POINT vertreibt nicht nur Schuh- und Textilmode im Laufsportsegment, sondern bietet auch eine große Auswahl an modischen Sneakers. Das Lifestyle-Sortiment richtet sich vor allem an junge, trendige Zeitgenossen.

Der ehemalige Leichtathlet und diplomierte Sportökonom Heiko Plorinn ist neuer Franchise-Partner von Runners POINT und zuständig für die Filiale Berlin-Spandau. Er hat bereits langjährige Erfahrung im deutschen Sporteinzelhandel und sieht seiner neuen Aufgabe mit freudiger Erwartung entgegen. Er und seine Kollegen können auf eigene Erfahrungen als Läufer und Triathleten zurückgreifen.

„Wir sehen uns als kompetenter Ansprechpartner für den Freizeitsportler und -kunden, aber auch, dank sportmedizinischer Vorbildung, als direkten Gesprächspartner für unsere ambitionierten Gäste. Hier hilft uns die Geschäftsausstattung mit Laufband, Videoanalyse, Fußmessplatte dabei den richtigen Schuh zu finden. Doch auch Lauftextilien, Ernährung und Pulsuhren sind darüber hinaus im Angebot zu finden“, so beschreibt Heiko Plorinn sein Angebot.

Der Sportschuhspezialist RUNNERS POINT will im Jahr 2012 mit noch weiteren 12 Franchise-Stores sein deutsches Filialnetz erweitern. In Berlin ist RUNNERS POINT bereits mit 7 Filialen vertreten.

Spandau Arcaden
Klosterstraße 3,  13581 Berlin
RUNNERS POINT Berlin Spandau auf Facebook

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10:00 bis 21:00 Uhr und am verkaufsoffenen Sonntag, 29.01.2012 von 13:00 – 18:00

Ute Kempf

Was verschenken die Spandauer zum Muttertag?

In der Altstadt gibt es die klassischen Geschenke: vom Parfüm über Schokolade bis zu Blumen

An jedem zweiten Sonntag im Mai wird in Deutschland Muttertag gefeiert.

In Fahrenkrug's Parfümerie

In Fahrenkrug's Parfümerie gibt es für die Kunden eine Muttertags-CD

In diesem Jahr fällt der Tag zu Ehren der Mutter so auf den 13. Mai. Bereits 1923 von den Blumenhändlern eingeführt, wurde der Ehrentag im Dritten Reich von den Nazis instrumentalisiert und später wieder als nicht gesetzlicher Feiertag gefeiert.

Wir haben einmal in den Geschäften der Spandauer Altstadt nachgefragt: Was wird besonders gern gekauft? Und vor allem: Wer kauft was?

Parfüm, Bodylotion und Badesalz

In Fahrenkrug’s Pafümerie ist Manuela Fricke perfekt auf den Muttertag vorbereitet. Am Freitag und Samstag vor dem Muttertag bekommen alle Kosmetikkunden bei ihr eine Muttertags-CD der Kosmetikmarke „Juvena“. Hier kaufen vor allem viele Männer Geschenke für ihre Frauen. Das Alter der einkaufenden Frauen liegt jedoch jenseits der 40.

Anders ist das in der Douglas Filiale in der Carl-Schurz-Straße, hier kaufen viele jüngere Männer mit ihrer Frau oder Freundin ein. Diese kauft dann etwas für ihre Mutter und gibt unauffällig den Wink mit dem Zaunpfahl über die eigenen Wünsche.

In der Altstadt wird für den Muttertag geworben.

In der Altstadt wird für den Muttertag geworben.

„Am Donnerstag sind viele Frauen gekommen, die Männer sind immer etwas zögerlich“, verrät mir die Verkäuferin. Vor allem die altbekannten Parfüms wie „Miracle“ oder  „Trésor“ werden gern gekauft um sicherzugehen, dass die Mutter es auch mag. „Häufig wird auch etwas zum Verwöhnen gekauft: Badesalz, Bodylotion oder Duschgel zum Beispiel“. Was der Douglas-Angestellten jedoch nicht gefällt: Sie hört immer wieder, es sei ja „nur“ Muttertag. Hier wollen die Kunden dann auch nicht so viel ausgeben wie zum Beispiel zu einem Geburtstag.

Frühstück oder etwas Süßes

Häufig wird die Mutter zu ihrem Ehrentag auch ausgeführt. Etwa 30 Reservationen zum Muttertagsfrühstück kann zum Beispiel das Altstadt Cafe an der Nikolaikirche zählen. Natürlich bereiten auch viele Kinder der Mutter Zuhause selbst das Frühstück.

Kinder setzten beim Geschenk häufig auf etwas Süßes. In den Schokoladenläden in der Altstadt werden Pralinen, Maikäfer oder Herzchen gekauft. Auch im Bärenland kaufen viele Kinder für ihre Mütter ein. Hier gibt es Gummibärenpizza in Herzform oder Proseccogummibärchen im passenden Glas.

Blumen, Blumen, Blumen

Väter setzen vor allem auf den klassischen Rosenstrauß. Eddi, vom Blumenstand auf dem Marktplatz ist jedoch mit den Reaktionen der Blumenindustrie nicht einverstanden.

Alternativ zu den Schnittblumen

Alternativ zu den Schnittblumen werden auf dem Markt auch Rosen-Bäumchen oder Ampeln angeboten. Fotos (3): Kirsten Stamer

„Die Blumenhändler heben die Preise zum Muttertag oft um das doppelte an“, beklagt er sich. Auch sein Stand muss da nachziehen, denn: „Wir können ja nicht unter Einkaufspreis verkaufen“. Seiner Meinung nach sollte ohnehin jeden Tag Muttertag sein, die Dankbarkeit auf einen Tag im Jahr zu beschränken scheint ihm nicht rechtens.

„Oft muss es dann auch noch schnell gehen“, meint er über die Kunden. Da werde dann schnell mal wahllos eine Blumenampel gegriffen und fertig sei das Muttertagsgeschenk. „Schnell mal beim Vorbeigehen, bloß keine Zeit verschwenden.“ Trotzdem freut auch er sich sicher über das Muttertagsgeschäft.

Kirsten Stamer

FR!TZ-Chef Frank Platzk über die neuen Räume im Spandauer Ratskeller


„Im Januar wird das ganze Herzblut in den Laden gesteckt“

„Wenn Heilig Abend alle kommen die sich angemeldet haben“, meint Frank Platzk, „dann wird das fürs erste Mal schon eine gute Party“. Er schaut positiv in die Zukunft. Seit meinem letzten Besuch im Februar hat sich im Ratskeller des Spandauer Rathauses, in den neuen Räumen des Fritz, einiges verändert. Und auch mit dem Umbau geht es langsam voran. Die Frage wer den behindertengerechten Umbau, mit Fahrstuhl und Toilette bezahlen soll, hat er auch erfolgreich gelöst. Platzk

Auch die Theke im Fritz

Auch die Theke im Fritz ist weihnachtlich geschmückt.

bezahlt selbst, die Kosten kann er jedoch in den nächsten drei Jahren von der Miete absetzen. Das Behinderten-WC ist bereits gebaut, im Januar folgen dann der Behinderten-Aufzug sowie das erste Zimmer. In Reihenfolge Turmzimmer, Sitzungszimmer und Hauptsaal werden dann alle Zimmer renoviert und bekommen eine neue Bestuhlung.

Nettes, gepflegtes Publikum

Besonders erfolgreich seien bis jetzt die Ü-30-Partys gewesen. „Dort liegt schließlich auch unsere Zielgruppe“, meint Platzk. Die Besucherzahlen bei den Ü-30-Party hätten sich seit Beginn verdreifacht. Keine betrunkenen Jugendlichen die einem die Toiletten vollkotzen, merke ich an. Platzk stimmt zu: „Wir haben ein sehr nettes gepflegtes Publikum“. Bei allen Partys habe es bis jetzt noch nicht eine körperliche Auseinandersetzung gegeben. „Das spricht für das Publikum und die Selektion an der Tür“, meint der Fritz-Chef.

Im nächsten Jahr soll es mit den gut etablierten Ü-30-Partys an jedem vierten Samstag im Monat weitergehen. Außerdem soll eine Ladies-Night jeden dritten Samstag im Monat etabliert werden. Die Schlagerpartys werden an jedem zweiten Samstag im Monat fortgeführt. Ansonsten bleibt das Fritz eine Event-Location ohne Tagesgeschäft, da der Schwerpunkt auf dem Catering-Service liegt.

Fasching, Fußball und Oktoberfest

Im Turmzimmer

Im Turmzimmer findet gerade eine Weihnachtsfeier statt. Fotos (2): Kirsten Stamer

Außerdem soll themenbezogen gearbeitet werden. So ist für Februar eine Faschingsparty und im laufenden Jahr Fußball  und Oktoberfest geplant. Auch in diesem Jahr war das Fritz schon für das Essen in dem Oktoberfestzelt hinter den Spandauer Arcaden verantwortlich.

Zusätzlich können die Räume natürlich für jede Art von Feiern gemietet werden. „Im November hatten wir einen Fußball-Fan-Club hier“, erzählt Platzk. Der habe die Räume von 11 Uhr morgens bis 3 Uhr nachts gemietet. Allerdings brachten die Fußball-Fans all ihre Freunde mit. „So viele konnten wir nicht reinlassen“, meint er. Irgendwann seien die Raumkapazitäten erschöpft.

Viele Vorbestellungen fürs Entenessen

Die Silvesterparty sei schon fast ausgebucht. „Und die restlichen zwanzig Karten verkaufen wir in den nächsten Tagen“, ist Platzk sich sicher. Viele Leute kennen das Fritz von früher. So ist auch das diesjährige Publikum vom Entenkeller in den letzten drei Jahren häufig in dem Fritz-Zelt auf dem Spandauer Weihnachtsmarkt gewesen. „Heute haben wir zum Beispiel 60 Vorbestellungen für Ente und eine Weihnachtsfeier“, zählt der Chef auf. Die Masse der Entenesser komme aus der Stammkundschaft vom Zelt. Für den Entenkeller am Mittwoch sei eine Höchstzahl von 120 Bestellungen zusammengekommen.

Viele liefen jedoch auch täglich am Ratskeller vorbei und wunderten sich dann das Fritz dort zu finden. „Heute habe ich mit einer Kundin telefoniert, die läuft jeden Tag hier vorbei, hat uns aber erst im Internet wiedergefunden“,erklärt Platzk das Problem. Vielleicht sei doch einmal mehr Werbung angebracht. So weit ist der Fritz-Chef jedoch erst einmal mit der Entwicklung zufrieden. „Wir hatten bis jetzt auch zu viel zu tun, um unser ganzes Herzblut in den Laden zu stecken. Das ändert sich im Januar“, kündigt er an.

Der Januar beginnt jedenfalls mit einer Welcome 2012 Party am 7. Januar, bei der gemeinsam auf ein erfolgreiches Jahr 2012 angestoßen werden soll. Vielleicht bekommt Franz Platzk auch ein Gläschen ab.

Kirsten Stamer

Ausgefallene Leckereien bei VOM FASS in der Spandauer Altstadt


Holger und Silvia Wolinski verkaufen seit Mai 2010 in der Breiten Straße

Holger Wolinski

Holger Wolinski packt seine Flaschen aus.

Das Ausgefallenste was wir mal gemacht haben, waren Hochzeitstischkarten“, erzählt Silvia Wolinski. Auf kleine dreieckige Flaschen wurden die Namen der Hochzeitsgäste und das Datum graviert. Für die Erwachsenen gab es Kirschlikör, für die Kinder Kirschsaft. „Die Dame war völlig begeistert, sie macht heute noch Werbung für uns“, meint Wolinski. Die Franchise-Filiale VOM FASS in Spandau ist eben immer für eine Geschenkidee gut. Hier kann alles probiert werden und in kleinen Mengen abgefüllt. „Der teuerste Whisky kostet bei uns im Moment 150 Euro die Flasche“, erklärt Holger Wolinski. Bei VOM FASS kann man aber auch kleine Mengen vom Extravaganten suchen. „Sie können ja auch 100 Milliliter Whisky kaufen“, meint Wolinski.

 

Von Handys zu Spirituosen

Seit Mai 2010 betreibt das Ehepaar in der Breiten Straße ihren kleinen Laden mit Wein, Essig, Spirituosen und ein bisschen Feinkost, wie zum Beispiel Oliven, Salze oder Wildterrinen. „Wir waren vorher auch schon selbstständig und brauchten etwas neues“, erzählt Wolinski, „da haben wir uns eben für etwas Leckeres entschieden“. Das Paar kocht gern und kann so Rezeptideen aus eigener Erfahrung weitergeben. Das hatten wir schon in unserem Herbstartikel festgestellt. Damals hatten die beiden Kürbiskernöl auf Vanilleeis empfohlen. Seine Frau habe schon länger die Idee mit VOM FASS im Kopf gehabt und so habe man eben angefangen. Der studierte Wirtschaftsingenieur mit kaufmännischer

VOM FASS Auto

Die Flaschen gibt es in den Ausgefallensten Variationen und Kombinationen.

Ausbildung hatte zuletzt Handys repariert, nun verkauft er Flüssiges in Flaschen. Diese kann man hier natürlich auch erwerben. Von 50 Cent für den kleinen Geldbeutel reichen die Preise für eine Schmuckflasche auch schon mal an die 50 Euro heran. Dabei sind aber auch besonders schöne Exemplare mit Glasschiffen- oder figuren und Autos in den Flaschen oder Holzkränen und Schneemobilen als Untersatz. Man kann aber auch eigene Flaschen zum Abfüllen mitbringen. „Nur die vergesslichen Leute kaufen jedes Mal eine neue Flasche“, meint Holger Wolinski scherzhaft.

Alles rund um Essig, Wein und Liköre

Vor allem für den ausgefallenen Geschmack findet der Spandauer hier alles was das Herz begehrt. Ob Lebkuchen-Sahnelikör, Marzipan-Sahnelikör oder jetzt zu Weihnachten Likör mit Bratapfel, alles kann ab 100 Millilitern einzeln abgefüllt werden.

80 Prozent der Essige und Liköre werden VOM FASS selbst hergestellt“, erzählt Wolinski. Der 46-Jährige und seine Frau

VOM FASS Schuhe

Abgefüllt wird je nach Wunsch, aber auch kleine Mitbringsel stehen schon bereit. Fotos (3): Kirsten Stamer

Silvia, die „ein bisschen älter“ ist, betreiben den Laden mit viel Engagement. Als ich komme, tragen sie gerade die morgendliche Lieferung herein, viele leere Flaschen müssen ausgepackt und in die Regale gestellt werden. In der letzten Woche haben sie einen Wein- und Geschenkebasar mit einer öffentlichen Weinprobe veranstaltet und ab dem nächsten Jahr gibt es wieder Whisky-Kurse und Ölabende, bei der die Besucher etwas über die verschiedenen Flüssigkeiten lernen und sie natürlich auch probieren können. Whisky-Kurse gibt es übrigens für Einsteiger oder Fans. Die Wolinskis gehören auf jeden Fall zu letzterem.

VOM FASS Berlin-Spandau

Breite Straße 47

Tel: 030/33002300

Kirsten Stamer

Fotoshop H & H der Spandauer Adamstraße


Service und alte Schätze vom Fachmann

„Die Adamstraße hatte mal einen besseren Ruf“, bedauert Frank Haase, vom Fotoshop H & H. „Nebenan war mal ein hochwertiger Herrenausstatter, heute ist dort ein Casino.“ Am schlimmsten sei für die Straße aber das Wegfallen der Post gewesen. „Früher konnte man durch die Adamstraße schlendern“, bestätigt auch sein Kollege Thorsten Hinze. Mit Bäcker,

Frank Haase

Frank Haase mit einer der alten Kameras.

Fleischer und dem Kauf einer Zeitung habe man morgens hier seine Runden gedreht. Heute ist alles weg. „Was soll die Leute noch in unsere Straße ziehen?“, fragt sich  Haase. Für ihn bedeutet das mehr Internetverkauf. Über ebay bemüht er sich, seine kleinen Schätzchen loszuwerden. Alte Rollei Kameras, Leicas oder auch einmal das ein oder andere begehrte Sammlerstück von Robot.

Nach der Insolvenz von Foto-Klinke

Ursprünglich waren Haase und Hinze Angestellte einer großen Kette: Foto-Klinke. Als Filialleiter wurden sie im Jahr 2002 von der Zentrale angerufen und einbestellt. „Ihr braucht morgen nicht mehr zu kommen, die Firma ist insolvent“, erinnert sich Haase an die schockierende Nachricht. Was solle man da machen, mit Mitte 40 – noch einmal Bewerbungen schreiben? Wo doch über 100 Mitbewerber – die ehemaligen Foto-Klinke Angestellten – einen Job suchten? – Nein, beschloss Frank Haase und rief seinen Kollegen Thorsten Hinze an. „Traust du dich in die Selbstständigkeit?“ Er traute sich. Und so eröffneten die beiden noch 2002 den Fotoshop H & H in der Adamstraße. Eine GbR, für die sie zunächst einmal das Geld bei den Banken besorgen mussten. „Das kann ja nichts werden, haben uns so zwei Jungspunde bei der Investitionsbank gesagt, sie haben ja kein Geld“, erzählt Haase, „na deswegen sind wir ja auf der Bank, meinte ich“. Mit der Volksbank, Bürgen und Eigenkapital haben die beiden dann trotz der Hindernisse mit dem eigenen Laden anfangen können. „Wir wollten das Gelernte einfach weitermachen“, erklärt Hinze, „das, was wir können, wir waren ja keine Laien“.

Mit gebrauchten Kameras läuft es besser

Fassade Fotoshop H&H

Leider ist heute in der Adamstraße nicht mehr so viel los wie früher.

Im Laufe der Jahre stellten sie fest, dass der Verkauf neuer Ware fürs Überleben nicht ausreichte. Die neuen Kameras waren einfach zu vergleichbar. Also spezialisierten sie sich auf gebrauchte Fotosachen. Hier in der Adamstraße findet man neben Kameras jeden Alters, alte und neue Objektive, Kleinteile, wie Filter oder Fototaschen und vor allem jede Menge Beratung. „Manchmal beobachte ich in den großen Ketten den Service, das ist hin und wieder schon haarsträubend. Wenn jemand die Bedienungsanleitung nicht versteht und die Kamera lieber zurückgeben soll, anstatt Beratung zu bekommen“, meint Haase. Hier wird sich für jeden Kunden Zeit genommen. „Wir freuen uns über Kunden die sich mit älteren und analogen Kameras und Raritäten befassen“, erzählt Haase. Manche wollen auch einfach nicht auf digital umsteigen.

„Die meisten unserer Kunden kennen wir mit Namen“, erzählen die Beiden. Viele würden mit Handschlag begrüßt und für ein Schwätzchen muss immer Zeit sein. „Da werden dann schon einmal die Krampfadern gezeigt und der Andere angemessen bedauert“, witzelt Haase.

Interessant wird es auch bei einigen Anrufen. „Da melden sich Leute, die sagen, ich hab da was gefunden, was kriege ich dafür?“, erzählt Fotograf Haase. „Was denn? Ne Alte Kamera. Was für eine? Ne Silberne.“ Manchmal sei es nicht so einfach, den Kunden mehr Informationen zu entlocken. Dabei ist auch bei alten Exemplaren Kamera natürlich nicht gleich Kamera. Es kommt auf das Alter und die Menge der Hergestellten Exemplare an, sowie natürlich auch auf viele andere Einzelheiten. Zum

Frank Haase und Thorsten Hinze

Frank Haase und Thorsten Hinze wagten nach der Insovenz der Fotokette die Selbstständigkeit. Fotos (3): Kirsten Stamer

Beweis, wie viele verschiedene Kameras es gibt, zückt Frank Haase einen zerfledderten orangen Katalog. „Sie kennen doch Polaroid Kameras?“, fragt er und blättert über vier Seiten mit verschiedenen Polaroid Kameras. „Hätten Sie gedacht, dass es davon so viele verschiedene gibt?“

Manchmal gebe es im Laden auch Tränen. Wenn Kunden die Kamera verkaufen, die sie jahrelang im Urlaub begleitet hat. „Aber manchmal ist einfach kein Platz mehr oder die Leute müssen ihr Hobby aufgeben“, dass sei schon traurig. Andererseits finden andere Hobbyfotografen dann hier wieder günstig ihr Arbeitsmaterial. Ganz nach dem neumodischen Recycling-Ansatz.

Frank Haase und Thorsten Hinze GbR
Adamstraße 45
13595 Berlin

Tel:  030 36996850
Email: fotoshophh@web.de

Kirsten Stamer

Wochenmärkte Spandau – aktuelle Öffnungszeiten und Adressen

Wochenmarkt SpandauAuf den Spandauer Wochenmärkten wird nicht nur frisches Obst und Gemüse verkauft. Auch viel Originelles ist dabei. So findet man auch Lammfelle, Puppenkleider und Deko-Artikel. Die Wochenmärkte sind zudem ein beliebter Treffpunkt der Spandauer Bürger. Hier sieht man sich regelmäßig, tauscht sich aus und erfährt dabei so dies und das.

Den Markt in der Spandauer Altstadt gibt es bereits seit rund 20 Jahren. Hier wird an rund 25 Marktständen vor allem Gemüse aus der Umgebung angeboten.

Spandauer Wochenmärkte im Überblick:

Wochenmarkt Rathausvorplatz

(nicht während des Weihnachtsmarktes)
Carl-Schurz-Str. 2/6
13597 Berlin

Mittwoch, 08.00 – 18.00 Uhr
Samstag, 08:00 – 16:00 Uhr

Wochenmarkt Siemensstadt
Quellweg
13629 Berlin

Montag, 14.00 – 18.00 Uhr
Donnerstag, 14.00 – 18.00 Uhr

Wochenmarkt Haselhorst

Wochenmarkt in der Spandauer Altstadt

©brit berlin/www.pixelio.de

Burscheider Weg
13599 Berlin

Dienstag, 08.00 – 13.00 Uhr
Freitag, 08.00 – 13.00 Uhr

Wochenmarkt Hakenfelde
Michelstadter Weg
13587 Berlin

Montag, 08.00 – 12.30 Uhr
Donnerstag, 08.00 – 12.30 Uhr

Wochenmarkt Wilhelmstadt
Brüderstraße
13595 Berlin

Samstag, 08.00 – 13.00 Uhr

Havelländischer Land- und Bauernmarkt
Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V.
Breite Straße 37
13597 Berlin

Dienstag, 09.00 – 19.00 Uhr
Freitag, 09.00 – 19.00 Uhr

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Die Persenning Manufaktur in der Spandauer Dorfstraße

Planen vom Havelgraf


Der Havelgraf erzählt gern: von sich, von der Arbeit oder auch von anderen Dingen.

Thomas Graf am Eingang seiner Werkstatt.

Thomas Graf am Eingang seiner Werkstatt.

Die Werkstatt der Persenning Manufaktur in der Dorfstraße verlasse ich mit einer Tasche, einer Visitenkarte meines neuen Zahnarztes (wenn es nach dem Havelgrafen geht), einem Flyer der Nachbarn (über die ich ja auch einmal schreiben könnte) und um einige Geschichten und Bilder reicher.

Was ist eine Persenning ?

Eine Persenning ist nach dem Duden ein: „Gewebe für Segel, Zelte u.a.; Seemannsspr.: Schutzbezug aus Persenning.“

Thomas Graf hat den Namen Persenning Manufaktur vor allem gewählt, weil ihn sonst niemand hat. Der Wal als Logo ist ein eingetragenes Markenzeichen. „Bei meinem, vor drei Jahren verstorbenen, Vater, dem eigentlichen Havelgrafen, hießen wir noch Bootssattlerei Graf“, erzählt Thomas Graf. Aber nach der Wende hätten sich so viele Werkstätten Bootssattlerei genannt, dass ein neuer Name her musste. Persenning ist für ihn der Oberbegriff für Abdeckplanen aller Art. Zusammen mit Freundin und Mitarbeiterin Petra Andres passt er die Planen an Boote an.


Wie teuer ist eine solche Plane ?

Eine maßgeschneiderte Abdeckplane für ein Kanu ist mit 300 bis 400 Euro gar nicht so teuer wie erwartet. „Unser Steuerberater sagt auch wir verdienen zu wenig“, sagt Graf dazu. Für die niedrigen Preise würden die Kunden allerdings auch aus ganz Deutschland anreisen. Die Boote kommen nicht nur aus Berlin, sondern auch aus Rostock, Halle oder von Rügen. „Es

Petra Andes näht Taschen aus dem Verschnitt der Persenning Manufaktur.

Petra Andes näht Taschen aus dem Verschnitt der Persenning Manufaktur.

wollte sogar einer mit einem Sattelschlepper aus Hamburg kommen, der hat uns im Internet gefunden“, erzählt Petra Andres. Dem Sattelschlepper musste die Manufaktur aber natürlich absagen. Wo sollte in der langen schmalen Einbahnstraße der Dorfstraße ein Sattelschlepper untergebracht werden?

Aus dem Verschnitt werden die Tragetaschen mit dem Wal genäht. „Von dem Verkauf jeder Tasche haben wir bei der Bootsausstellung unter dem Funkturm von zwei Jahren zwei Euro an die Arche gespendet“, erzählt Graf, „das war den Leuten auch wieder nicht recht“. Ob man denn lieber für Tiere als für Kinder spenden wolle, habe er dann gefragt. Auch für die DLRG wurde die letzte Plane vom Havelgraf gespendet.

Was kann man hier so erleben ?

Der verrückteste Auftrag war eine Persenning mit vergoldeten Knöpfen. „Der Kunde wollte etwas besonderes, die Sachen bei uns haben ihm nicht gefallen“, erzählt Graf, „irgendwann hieß es, dann bleiben ja nur noch vergoldete Knöpfe! Und der Kunde sagte tatsächlich: ‚au ja, können Sie das machen?’“ Einer der Knöpfe kostete vor 20 Jahren 25 Mark und so wurde es eine recht teure Plane, aber das war dem Kunden egal.

Für das Anpassen muss es möglichst Windstill sein.

Für das Anpassen muss es möglichst Windstill sein.

Ein übrig gebliebener Knopf ziert heute als Auge den Wal an der Theke in der Werkstatt. Er hängt direkt neben Autogrammkarten von Armin Krug, Johannes Heesters und vielen anderen. „Das ist mein Hobby“, erzählt der Bootssattler. Sein Vater war noch Autosattler und vom Autosattler hat sich der Beruf in die Richtung der Boote entwickelt. „1953 hat mein Vater, Heinz Graf, mit Werner Horn das erste moderne Klappverdeck gebaut“, erzählt Graf, das sei schon eine Pioniertat gewesen. Bei seinem Vater war die Werkstatt, auf dem Gelände des Bootshaus Schütze, auch noch viel vollgestopfter, aber auch jetzt ist sie voll mit Bildern, Planen und Werkzeug aller Art – und Katzen; ein weißer Perserkater läuft dreist mitten über die Arbeitsplatte. „Wir sind auch ein bisschen Gärtnerei und Katzenauffangstation“, erzählt Petra Andes. Auf jeden Fall ist hier immer etwas los. Auch wenn das eine Boot schon seit zwei Wochen am Steg liegt. „Heute ist eine gerade noch verträgliche Windstärke“, erzählt Graf. Sonst könne man die Planen nicht richtig mit Kreide anzeichnen, denn später soll ja auch alles perfekt passen. Deswegen macht er sich jetzt schnell ans Werk, nicht das doch noch wieder ein Sturm aufkommt.

Kirsten Stamer

Qualitätsarbeit bei Schuhmachermeister Krause in der Wilhelmstadt

Schuh-Werkstatt seit einem halben Jahrhundert in der Pichelsdorfer Straße

Wer in das Schaufenster der Schuh-Werkstatt in der Pichelsdorfer Straße blickt, fühlt sich um einige Jahrzehnte zurückversetzt.

Schuhmachermeister Krause in seiner Werkstatt

Schuhmachermeister Krause in seiner Werkstatt

Eine alte handbetriebene Nähmaschine, ein dreibeiniger Schemel, auf dem man sich unwillkürlich eine Melkerin vorstellt, und Schuhe und Stiefel aus allen Epochen laden zum verweilen und anschauen ein. Dass im Schaufenster so viele alte Dinge versammelt sind, liegt nicht an einer verborgenen Sammelwut des Inhabers Norbert Krause; die Schuhwerkstatt gibt es schon so lange. „In diesem Jahr sind wir seit einem halben Jahrhundert in diesem Geschäft“, erzählt mir Schuhmachermeister Krause. Die Schuh-Werkstatt besteht sogar schon seit 1940, aber erst seit 1961 in der Pichelsdorfer Straße 71. Seit 1972 führt Krause die von seinem Vater übernommene Werkstatt in Eigenregie.

Der Meister- und Innungsbetrieb wird geführt von Inhaber Norbert Krause und seiner Frau, außerdem beschäftigt er eine Stepperin, Sylvia Landes und einen Gesellen. Und auch die Angestellten sind der Schuh-Werkstatt schon lange treu; 35 und 15 Jahre arbeiten Sie mittlerweile für die Krauses.

Nur hochwertige Materialien

Stepperin Sylvia Landes arbeitet an einer Handtasche

Stepperin Sylvia Landes arbeitet an einer Handtasche

„Das besondere an unserem Betrieb ist die Verarbeitung hochwertiger Materialien“, erklärt Norbert Krause. Das Leder komme von einem Altgerber in Trier, das beste im Lande. „Altgerberbetriebe gibt es nur noch zwei in Deutschland“, bedauert er. Mit dem alten Gerbeverfahren brauche die Kuhhaut ein Jahr um zu reifen. Das mache dann aber auch die Qualität des Leders aus. Leder hat verschiedene Schichten, wobei diejenige die dem Fell am nächsten liegt die beste ist. „Was heute unter vielen Schuhen klebt ist nahe an Pappe“, bemängelt der Schuhmachermeister. Auch an Gummiprodukten, für Absätze oder die Sohlen von Wanderstiefeln, wird nur das beste verarbeitet. Die Materialien kommen von Conti oder Vibram.

Die hochwertigen Materialien und die exakte Arbeit wissen seit Jahren auch die teuren Schuhgeschäfte am Kudamm zu schätzen. „Wenn die Stiefel 1000 Euro kosten und einmal eine Reparatur oder Änderung anfällt überlassen die ihr Schuhwerk nicht jedem“, erzählt Krause stolz. Da sei Vertrauen gefragt und das habe man sich in vielen Jahrzehnten verdient. Das brachte dem Schuhmachermeister sogar schon einen Beitrag im rbb Format „gleich nebenan“.

Die Stiefelblöcke zur Schaftweitung sind heute auch nicht mehr Standard in den Schuh-Werkstätten. „Es kommen Kunden zu uns, denen hat man gesagt, das geht nicht“. In Wirklichkeit ginge aber vieles. „Man muss das nur richtig besprechen“, und im Zweifelsfall auch nein sagen können: „zur Beratung gehört eben auch das Abraten“, so Krause. Die tägliche Arbeit am Kunden ist es, was dem Meister an seinem Beruf viel Spaß macht. Sich für Probleme Zeit zu nehmen und ein gutes Beratungsgespräch zu führen, werde von den Kunden sehr honoriert. „Das Vertrauen ist hier über Jahrzehnte gewachsen“, erklärt er.


Erneuerungen nach Muster oder Zeichnungen

Aber auch in der praktischen Arbeit wird Norbert Krause und seinem Team nie langweilig. „Manchmal gleicht unsere Arbeit eher einer Restauration als einer Reparatur“, sagt er. Die Kunden fänden auf Trödelmärkten alte Koffer oder Ledertaschen,

Schuhmachermeister Krause mit den teueren Stiefeln einer Kundin

Schuhmachermeister Krause mit den teuren Stiefeln einer Kundin

die kaputten oder fehlenden Teile werden dann nach Muster oder Zeichnung erneuert. Auch hochwertige Ledergürtel werden hier nach Kundenwunsch hergestellt. Das Leder für die Gürtel besteht aus einem Nackenstück des Rindes. Hinten im Lager hat Krause außerdem noch verschiedene Leder für alle möglichen Anlässe parat. Vom dicken Stück aus einem Bullennacken, bis zum dünnen Kalbsleder.

Nur den ganzen Schuh fertigt er heute nicht mehr für die Kunden an. Die an seinen eigenen Füßen sind aber selbst gemacht. „So ein Schuh kostet nach der Arbeit mit dem Vermessen, dem Anfertigen der Leisten, der Schäfte und allem etwa 1500 bis 2000 Euro“. Das ist viel Arbeit und außerdem sei kaum jemand bereit so viel Geld zu zahlen.

Trotzdem gehört der Betrieb zu den Urgesteinen der Wilhelmstadt. „Wir haben einige aus unserer Branche kommen und gehen sehen“, meint Krause. Die Schuh-Werkstatt ist jedoch geblieben. „Wir sind eben ein bisschen anders“.

Schuh-Werkstatt

Norbert Krause, Schuhmachermeister

Pichelsdorfer Straße 71

TEl: 030/3616835

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8-18 Uhr, Samstags: 8-13 Uhr

Kirsten Stamer

Leckere Süßereien und edle Confiserie-Kreationen in der Spandauer Altstadt

Ein Besuch bei HUSSEL in der Spandauer Altstadt

ein breitgefächertes Warenangebot

ein breitgefächertes Warenangebot

Es duftet schon herrlich köstlich nach Schokolade, Zimt und Weingummi, bevor ich die Eingangstür  zum Hussel-Geschäft in der Carl-Schurz-Straße 33 überhaupt komplett geöffnet habe. Endlich ins Geschäft eingetreten, liegt mir die gesamte Welt der süßen Genüsse zu Füßen. Ich schaue mich zunächst einmal in dem kleinen, sehr stilvoll eingerichteten Laden um, betrachte jede einzelne Abteilung und gehe dann vor zur Kasse, wo mich bereits Manuela Kirschke erwartet, mit der ich zu einem  Interview verabredet bin. „Ich arbeite erst seit kurzem hier, aber es ist so schön mit den ganzen Leckereien zu arbeiten. Das ist nicht nur einfach Schokolade, das ist Kunst“, sagt sie mit einem Strahlen im Gesicht.

Gründung des Unternehmens

HUSSEL wurde 1949 unter dem Namen „Hussel Süßwarenfilialbetrieb GmbH“ gegründet. Im Jahre 1969 erwarb die Parfümerie Douglas das Unternehmen. So gehört nun HUSSEL seit 1989 zur Douglas Holding AG, welche viele Tochterunternehmen unterhält. In Deutschland gibt es rund 260 Hussel-Süßwarengeschäfte. Hier werden dem Kunden getreu nach dem Motto „Klasse statt Masse“ die edelsten und erlesensten Schokoladen, Pralinen, Trüffel sowie Gebäck und Gummiwaren angeboten.

Freundlichkeit hat einen Namen: Melanie Kirschke

Freundlichkeit hat einen Namen: Melanie Kirschke

Hautnah dabei bei der täglichen Arbeit

Eine Kundin betritt das Geschäft und sogleich steht ihr Manuela Kirschke mit fachlichem Rat beiseite. „Ich suche eine besondere Pralinenmischung für meine Tante“, sagt die Kundin. Sogleich begibt sich Manuela Kirschke mit der Kundin auf Entdeckungstour durch das Naschkatzen-Paradies. „Wir finden garantiert etwas Feines für Ihre Tante“, erwidert Manuela Krischke freundlich.

Die Schokoladen- und Pralinenspezialitäten werden im Sommer immer in den Vitrinen gekühlt. Nur so lässt sich vermeiden, dass die edlen Stücke dahin schmelzen. Zum Abschluss erzählt mir Frau Kirschke noch etwas über den HUSSEL-Onlineshop, welcher bei Kunden ebenfalls sehr begehrt ist. „In unserem Onlineshop kann man sich unter dem Menüpunkt „Meine Schokolade“ seine eigene Schokolade zusammenstellen. Man kann zwischen Zutaten wie Himbeerstücken, Weizenflakes, Cranberries, Zimt und noch vielen anderen Zutaten wählen. Das nenne ich Service“, sagt sie und packt die mittlerweile ausgesuchte Pralinenmischung der Kundin liebevoll in lindgrünes Geschenkpapier ein. Zum Abschluss meines Besuchs kann ich leider nicht widerstehen und kaufe    einieinige Pralinen aus Zartbitter sowie eine Erdbeer-Pfeffer-Schokolade.

Fazit

Ein Besuch bei HUSSEL in der Altstadt lohnt sich in jedem Fall. Vom freundlichen Personal, über ein breitgefächertes Warenangebot bis hin zum Preis-Leistungsverhältnis stimmt alles. Bitterer Nachgeschmack also Fehlanzeige.

Nadine Mittag

 

PS:  Weitere Lieblingsgeschäfte, sehr zu empfehlen:

Begeisterung für historische und moderne Fahrräder

Schuhreparatur in der Havelstrasse

Florida-Eis Spandau via Internet, alles ist möglich!

Florida-Eis, sogar die Kleinsten sind schon überzeugt © Florida-Eiscafé KG

Florida-Eis, sogar die Kleinsten sind schon überzeugt © Florida-Eiscafé KG

Nur ein Mausklick bis zu Ihrem Lieblingseis

Florida-Eis aus Spandau, so wird immer wieder bestätigt, hat längst den Status einer Kultmarke erlangt. Das Unternehmen hinter dieser süßen Verführung setzt seit über 80 Jahren auf handwerkliche Kunst und beste Zutaten. Seit 1984 geschieht dies unter der Leitung von Diplom-Ingenieur Olaf Höhn.Verkauft werden die  Eiskreationen in mehreren Eiscafés aber teilweise auch über deutschlandweit vertretene Handelspartner. Wem der Weg zum Händler oder zur Eisdiele jedoch zu weit ist oder wer umzugsbedingt aus dem Spandauer Raum wegzieht, der kann sein Lieblingseis einfach bequem übers Internet bestellen.

Der Bestellservice von Florida-Eis © Florida Eiscafé KG

Der Bestellservice von Florida-Eis © Florida Eiscafé KG

Florida-Eis via Internet – kaum zu glauben, aber wahr.

Seit ungefähr drei Jahren vertreibt die Florida-Eiscafé KG Speiseeis via Internet. „Der Betrieb sei der erste gewesen, der auf die Idee kam das vielfältige Eissortiment über einen neuen Distributions-Kanal zu vertreiben“, so eine Mitarbeiterin des Unternehmens. Mit der Geschäftsidee ist man bis dato sehr zufrieden, denn die neuartige Verkaufsstrategie kommt bei den Kunden an.
Wer vor 10.00 Uhr bestellt, der erhält sein Eis schon am nächsten Tag geliefert. In einer mit Trockeneis gekühlten Styroporbox erreicht das Eis, ohne jeglichen Qualitätsverlust, den Ort seiner Bestimmung. Der Versand funktioniert deutschlandweit. Bestellt werden kann von Dienstag bis Freitag, telefonisch (unter 030 – 36 75 77 00) oder übers Internet (direkt über www.florida-eis.de oder bei www.amazon.de).

Ständig neue Florida-Eis Kreationen

Der Eisdielen-Test von Mein-Spandau vom Mai 2011 hat gezeigt, dass Florida-Eis mit Qualität und Vielfalt bei seinen Kunden punktet. Getreu dem Motto: „Wer es kennt, wird es lieben“.  Das Team von Florida-Eis (zur Hauptsaison sorgen knapp 80 Mitarbeiter für die eisigen Genüsse) ist ständig in Bewegung und auf der Suche nach neuen Eiskreationen. Diese werden dann pünktlich zur Saison auf den Markt gebracht. Dann gilt bangen und abwarten, wird die neue Kreation auch den kritischen Gaumen der Kunden erfreuen?

Einblick in das Sortiment von Florida-Eis © Florida-Eiscafé KG

Einblick in das Sortiment von Florida-Eis © Florida-Eiscafé KG

Florida-Eis immer publik, immer vor Ort

Um als etabliertes Unternehmen weiterhin im Fokus des Kunden zu bleiben, findet man Werbung von Florida-Eis auf Plakaten sowie im Radio und TV.  Des Weiteren ist das Unternehmen Hauptsponsor des FC Spandau. Wenn das mal nicht zusammen passt, meint die Mein-Spandau Redaktion, draußen wird Fußball gespielt und draußen wird Eis gegessen. Und die Werbung scheint sich bezahlt zu machen. Im vergangenen Jahr gab Geschäftführer Olaf Höhn bekannt, dass mit einem Bau einer neuen Produktionsstätte begonnen worden sei. Im Januar kommenden Jahres soll sie ihren Betrieb aufnehmen und mit rund 40 neuen Mitarbeitern eine entlastende Wirkung auf die bisherigen Standorte haben.

Florida-Eis steckt Sommerflaute 2011 gut weg

Diesen Sommer spielen die Temperaturen leider nicht so richtig mit. „Der Sommer könnte wahrlich besser sein. Für einen Eisdielen-Betreiber ist dieses Wetter wirklich nicht ideal. Manchmal wünsche ich mir doch die 30 °C“, so eine Mitarbeiterin der Florida Eiscafé KG. Denn wenn die Temperaturen steigen, dann steigen auch die Einnahmen. Das Wetter ist jedoch finanziell nicht bedrohlich. Die Florida-Eiscafés haben ein durchweg positives Image. Das zieht die Kunden auch bei eher bescheidenen Temperaturen an und man gibt sich gerne dem Genuss der zahlreichen Milch- und Fruchteiskreationen hin.

Und was ist Ihre Lieblingssorte? Können auch Sie sich vorstellen Eis übers Internet zu bestellen? Schreiben Sie uns doch einfach Ihre Antworten ins Kommentarfeld am Ende dieses Artikels

Melanie Krisch

Alles muss raus – Freitag großer Abverkauf bei Weltbild

Der Buchhändler Weltbild baut seine Spandauer Filiale um

Abverkauf wegen Umbau bei Weltbild in den Spandau ArcadenDeutschlands großer Buch- und Medienhändler Weltbild modernisiert seine Spandauer Filiale. Ab 1. September 2011 wird die Filiale in den Spandau Arcaden dann am anderen Ende des 1. Obergeschosses in neuem Look eröffnen. Die Ladenräume sollen dann trendy, familienfreundlicher und geräumiger sein.

Weltbild ist seit bald zehn Jahren in den Spandau Arcaden präsent. Zum Sortiment gehören Bücher, Hörbücher, Musik, DVDs, Spielwaren und Geschenke.

Bis zum Umbau können noch reichlich Schnäppchen gemacht werden. Ab Freitag 05.08.2011 gibt es bei Weltbild 70 % Rabatt auf ausgewählte Artikel und jede Menge günstige Bücher. Ebenfalls reduziert sich Deko- Haushalts- und Geschenkartikel.

Frank Löser, Filialleiter bei Weltbild in Spandau: „Ab Freitag startet bei uns der Abverkauf, da winken Schnäppchen mit bis zu 70 Prozent Rabatt – schnell sein lohnt sich also! Nach dem Umbau werden die Spandauer dann nicht schlecht staunen: der neue Laden wird ein richtiger Hingucker.“

An den Eröffnungstagen locken besondere Preishits und Gewinnaktionen. Es lohnt sich also vorbeizuschauen.

Lieferservices in Spandau – wir haben für Sie getestet


Von wem gibts die leckerste Salami-Pizza?

Klaus Steves/pixelio.de

©Klaus Steves/pixelio.de

Wenn es einmal schnell gehen soll, die Lust zum Kochen fehlt oder man ein wenig Abwechslung braucht, greifen viele von uns zum Hörer und bestellen ihr Essen bequem per Lieferservice. Das meist bestellte Gericht ist dabei die Salami Pizza. Doch dass eine Salami Pizza nicht gleich eine Salami Pizza ist, wissen viele von uns bereits. Gibt es dennoch die perfekte Pizza, die auch express hält, was sie verspricht? Um bösen Überraschungen aus dem Weg zu gehen, haben wir für Sie fünf Lieferservices in Spandau getestet.

Lieferservice Spandau: Fünf Kandidaten im Test

Bei folgenden Lieferservices in Spandau wurde von uns jeweils das gleiche Menü bestellt: eine normale Salami Pizza, ein gemischter Salat und eine Cola:

  • Lieferservice Mona Lisa, Pichelsdorfer Straße 76, 13595 Berlin, Tel.: 030/36413289
  • Lieferservice Bella Italia, Brunsbüttler Damm 13, 13581 Berlin, Tel.: 030/35305478
  • Lieferservice Giuseppe, Pichelsdorfer Straße 77, 13595 Berlin, Tel.: 030/36289925
  • Lieferservice Pizza Max, Seeburger Straße 40, 13581 Berlin, Tel.: 030/35133330
  • Lieferservice Hallo Pizza, Seeburger Straße 11, 13581 Berlin, Tel.: 030/303986-0

Lieferservice Spandau: Vier Testkategorien

  • Aussehen
  • Geschmack
  • Lieferzeit
  • Preis-Leistungsverhältnis

Fünf  Sterne pro Kategorie waren maximal möglich:

 = geht besser     = okay     = zufrieden       = schon fast perfekt      =  TOP

Und hier die Ergebnisse:

Platz 5: Lieferservice Pizza Max: 10 Sterne

Lieferzeit:  
Aussehen: 
Geschmack: 
Preis: 

 

Platz 4: Lieferservice Mona Lisa : 12 Sterne
Lieferzeit:  
Aussehen: 
Geschmack: 
Preis: 

 

Platz 3: Lieferservice Hallo Pizza:  14 Sterne
Lieferzeit:  
Aussehen: 
Geschmack: 
Preis: 

 

Platz 2: Lieferservice Bella Italia : 15 Sterne
Lieferzeit:  
Aussehen: 
Geschmack: 
Preis: 

 

Platz 1: Lieferservice Giuseppe:  17 Sterne
Lieferzeit:  
Aussehen: 
Geschmack: 
Preis: 

Unser persönlicher Testsieger mit 17 von 20 Sternen ist der Lieferservice Giuseppe. Nach nur 30 Minuten Wartezeit bekamen wir für 9,00 € ein ansprechendes, leckeres und preisgünstiges Menü bequem nach Hause geliefert. Die Pizza machte den Anschein als käme sie direkt aus dem Steinofen, der Salat war knackig frisch mit einem leckeren Frenchdressing versehen. Beide Gerichte überzeugten vom Geschmack. Bei der telefonischen Bestellung wurden wir freundlich begrüßt und gut beraten. Auch der Fahrer kam gut gelaunt bei uns an.

Nicht nur als Lieferservice, sondern auch als kleines gemütliches Restaurant ist das Giuseppe vor Ort anzutreffen. Das Angebot reicht von Pizzen, Pasta, Salat, Burgern bis hin zu Fleischgerichten und kalten italienischen Spezialitäten.

Testen auch Sie unseren beliebtesten Lieferservice in Spandau!

Pizza & Pasta Giuseppe. Pichelsdorfer Straße 77, 13595 Berlin
Öffnungszeiten: täglich von 11.30 Uhr – 24.00 Uhr
Tel: 030/36289925

Web-Reporterin: Sarah Fedke

Lieferservice Spandau – Testpersonen: Sarah Fedke, Kai Hagedorn und Jessica Haberland.

Sollte Sie ähnliche oder komplett andere Erfahrungen gemacht haben, würden wir uns über Ihre Hinweise am Ende des Berichts unter „Kommentare“ sehr freuen.