Sicherer U-Bahnhof Rathaus Spandau

Als einer der ersten im Berliner Netz ist der U-Bahnhof Rathaus Spandau jetzt mit einem hochmodernen Kamera-Überwachungssystem ausgestattet worden.

Nicht nur der Spandauer SPD-Abgeordnete Daniel Buchholz begrüßt diese technischen Verbesserungen: „Wir wollen den öffentlichen Berliner Nahverkehr so attraktiv wie möglich machen. Dazu gehört auch, den Fahrgästen bestmögliche Sicherheitsstandards zu bieten. Um Straftaten besser aufklären und damit in vielen Fällen verhindern zu können, verbessern wir die Sicherheitstechnik in den U-Bahnhöfen kontinuierlich.“ Im U-Bahnhof Rathaus Spandau ist jetzt als einem der ersten im Berliner Netz ein hochmodernes Kamera-Überwachungssystem in Betrieb genommen worden.

Der U-Bahnhof wurde als einer der ersten auf den neusten Sicherheitsstand gebracht.

Der U-Bahnhof wurde als einer der ersten auf den neusten Sicherheitsstand gebracht. Foto: Patrick Rein

Verbesserte Technik

Bereits heute sind sämtliche Berliner U-Bahnhöfe und alle 1.238 U-Bahnwagen mit Videotechnik ausgestattet – anders als bei der S-Bahn. Aber in der Praxis zeigt sich, dass nicht alle dunklen Ecken in U-Bahnhöfen mit der bisherigen Technik eingesehen werden können. Der U-Bahnhof Rathaus Spandau hat darum jetzt 43 schwenk-, neig- und zoombare Kameras erhalten. Mit ihrer hohen Auflösung vereinfachen sie die Aufklärung von Vorfällen und wirken abschreckend auf potenzielle Täter.

Auch die U-Bahnzüge sind mittlerweile videoüberwacht.

Auch die U-Bahnzüge sind mittlerweile videoüberwacht. Foto: BVG

Tatverdächtige erfolgreich ermitteln

Erst im vergangenen Jahr wurde die Speicherfrist der Videos bei der BVG von 24 auf 48 Stunden verdoppelt. Trotz regem Widerstandes der Oppositionsfraktionen und auch heute noch anhaltender Diskussionen. Zwar sollte der Datenschutz als auch das Persönlichkeitsrecht geschützt werden, jedoch ist nicht nur auf Grund der Vorfälle am S-Bahnhof Pichelsberg, wo nach dem Fußballspiel ein Junge stranguliert wurde, oder der Ermordung von Jonny K. am Alexanderplatz, ein nachvollziehbares Sicherheitsbedürfnis verstärkt in den Vordergrund zu setzen. Die Videoaufzeichnung und Speicherung im Rahmen der gesetzlichen Frist von 48 Stunden erfolgt für die U-Bahnhöfe durch die BVG, alle Daten werden der Sicherheits-Leitstelle übermittelt. Die Polizei fordert beim Anfangsverdacht einer Straftat die entsprechenden Filmausschnitte als Beweismaterial zur Auswertung an. Die Zahl dieser Video-Abfragen ist berlinweit deutlich gestiegen: Von 1.698 (2010) auf 2.517 (2012). Dadurch konnten im letzten Jahr allein 702 Tatverdächtige ermittelt werden und erhielten eine Strafanzeige.

Um die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten, wurden bei der BVG im letzten Jahr 600 Sicherheits- und Servicekräfte eingesetzt, die sowohl für Fahrzeuge als auch für U-Bahnhöfe zuständig sind.

Patrick Rein


Zu finden unter: Auto & VerkehrFeaturedNewsRathaus Spandau

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