Spandau: 10 Jahre Bezirksmarketing

Partner für Spandau feiert sein Jubiläum

Sven-Uwe Dettmann - Geschäftsführer von Partner für Spandau

Sven-Uwe Dettmann - Geschäftsführer von Partner für Spandau

Partner für Spandau – Gesellschaft für Bezirksmarketing mbH – oder kurz PfS feiert ihr 10-jähriges Bestehen. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören die Förderung von Wirtschaft, Tourismus, Kultur und Sport. Spandauern dürfte PfS besonders durch die Stadtfeste ein Begriff sein. Das nur kurz zurückliegende Havelfest ist da nur ein Beispiel von vielen. Der alljährliche Weihnachtsmarkt in der Spandauer Altstadt ist sogar über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt.

Partner für Spandau

Partner für Spandau

Im Gotischen Haus betreibt PfS seit 2009 die „Tourismus-Information“, vormals „Spandau-Information“, im Auftrag des Bezirksamts. Geschäftsführer von PfS ist seit Oktober 2002 Sven-Uwe Dettmann.
Vor 10 Jahren gründeten die Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V. die „Partner für Spandau GmbH“. Der Wirtschaftshof hält derzeit 63 Prozent der Anteile; insgesamt gibt es 13 Gesellschafter. Damals ginge es vordergründig darum, einen Ausrichter für den Spandauer Weihnachtsmarkt zu haben. Gleichzeitig war die finanzielle Förderung der „Spandau-Information“ ein wichtiger Teil der Aufgaben.

Organe der Gesellschaft sind die Gesellschafterversammlung und der Beirat. Im Beirat hat jedes Mitglied nur eine Stimme, unabhängig vom Anteil an der Gesellschaft. Beiratsmitglieder sind auch der Spandauer Bezirksbürgermeister sowie der Kulturstadtrat.

Auftraggeber für das Marketing in Spandau ist nicht, wie man meinen könnte, das Bezirksamt von Spandau, sondern die Wirtschaft, als Gesellschafter von PfS. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im Herzen Spandaus, also dem Bereich um die Altstadt herum. Im Laufe der letzten Jahre wurden aber auch viele Veranstaltungen in den anderen Ortsteilen Spandaus unterstützt.

Zitadellenstadt Spandau

Logo: Zitadellenstadt Spandau

Zielgruppen für die regional beworbenen Veranstaltungen in Spandau, wie der Brandenburgtag und das Altstadtfest, sind zu aller erst die Spandauer selbst. Darüber hinaus kommen als Tagestouristen Berliner und Brandenburger Besucher aus einem Umkreis von bis zu 100 Kilometern. Das Bezirksmarketing soll dazu beitragen, die Anzahl der Spandau-Besucher aus der Umgebung zu erhöhen.
PfS hat den Umfang seiner Arbeit seit seiner Gründung deutlich ausgeweitet. Die drei großen Standbeine sind Großveranstaltungen, Touristenwerbung und Stadtmarketing. Bis zu neun Großveranstaltungen finden jährlich statt.

In der modern eingerichteten Touristeninformation im historischen Gotischen Haus bekommen Spandauer und Spandau-Besucher umfangreiche touristische Informationen über ganz Spandau. Engländer, Spanier und Italiener machen den größten Teil der ausländischen Besucher aus. Ein PC ermöglicht die schnelle Suche im Internet. Neben vielen Büchern über Spandau, Fotos und touristische Mitbringsel, gibt es Eintrittskarten für Veranstaltungen und Hinweise zu Übernachtungsmöglichkeiten im Bezirk, sowie eine kleines gastronomisches Angebot mit alkoholfreien Getränken, Kaffee, „Fester“-Kuchen und „Florida“-Eis.

Der Wandel des Marketings zeigt sich auch im Wechsel der Namensgebung, erklärt der gebürtige Spandauer Sven-Uwe-Dettmann. So hieß es in der Vergangenheit „Havelstadt Spandau“ und zeugte ein wenig von der sich „abgrenzenden“ Haltung gegenüber Berlins.

Unter der Überschrift „Zitadellenstadt Berlin-Spandau“ soll auf das Alleinstellungsmerkmal des Bezirks hingewiesen werden. „Wenn wir von den vielen Berlin-Besuchern genügend erreichen wollen, dann muss Spandau als Teil Berlins beworben werden.“

„Ihr seid ganz schön weit weg, ist in den Köpfen vieler Berlin-Besucher fest verankert. Dem kann man nur die hervorragende Verkehrsanbindung Spandaus mit Bus, U-, S- und Regionalbahn entgegenhalten. Wir sind der ideale Startpunkt für den Hauptstadt-Touristen. Wir können in 9 Minuten die City-West und in 14 Minuten die City-Ost erreichen. Nicht zu vergessen die direkte Busanbindung nach Potsdam.“ Dies und die touristischen Angebot im Bezirk können den Berlin-Besucher dazu bringen, länger hier zu verweilen. Einzig der Weihnachtsmarkt hat eine große überregionale Wirkung.

Die intensive Arbeit der Berliner Bezirke im Tourismusmarketing hat zu einem Umdenken der Berlin-Tourismus-Marketing geführt. „Ich vermarkte Berlin, ich brauche die Bezirke nicht“, wie es vormals hieß, gilt glücklicherweise nicht mehr. Inzwischen steht nicht ausschließlich das Zentrum der Hauptstadt im Mittelpunkt der Werbung. Gerade die mehrfachen Berlin-Besucher möchten mehr von der Stadt sehen. Passend dazu wird es in diesem Jahr erstmals einen Berliner Kiezführer geben, in dem die Bezirke ihre Highlights selbst vorstellen. Spandau selbst hat einen direkten Zugang zur BTM-Datenbank und kann so seine wichtigen Veranstaltungen berlinweit bekannt machen.

Altstadt Spandau - Familienshoppingspaß

Altstadt Spandau - Familienshoppingspaß

Gemeinsam mit dem Bezirksamt und der Spandauer Wirtschaft soll dem Einkaufsgast eine besonders familienfreundliche Umgebung geboten werden. Im zweijährigen Rhythmus werden besonders familienfreundliche Unternehmen ausgezeichnet. Nach dem Motto: „In Spandau kannst Du auch mit der gesamten Familie einkaufen“, bieten demnächst immer samstags mobile Spielgeräte in der größten zusammenhängenden Fußgängerzone Berlins einen sicheren Spaß für die Kleinen – zur Entspannung für die Großen.

Zur Feier des Jubiläums bekommen die ersten 10 Personen, die sich über Facebook auf „Mein Spandau“ melden, 10 mal zwei Freikarten für das Jubiläums-Konzert und die Party am 30. Juli 2011 ab 16 Uhr auf der Freilichtbühne Spandau. „90 Jahre Freilichtbühne an der Zitadelle und 10 Jahre Partner für Spandau“: Mit Anno Rock und bestem alten Rock ‘n’ Roll, mit Country, Oldies und Ohrwürmern von Elvis über Stones bis Dire Straits, von Achim Reichel bis Westernhagen. Mit der siebenköpfige Frauenband „Die Gabys“ und ihren Interpretationen der Chart-Hits der 50er, 60er, 70er und 80er Jahre und den Disco-Hits der 70er Jahre.

Abgeholt werden können diese dann in der Touristeninformation im Gotischen Haus.

Ralf Salecker


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