Erstaunliche Erfahrungen der Spandauer Handballjugend in Schweden

Die Jugend der SG/VfV Spandau beim Partille-Cup 2011

Vier Handball-Teams des SG/VfV Spandau nahmen am internationalen Partille-Cup teil

Mit rund 60 Jungs und Mädchen im Alter zwischen 14 und 18 Jahren machte sich die SG/VfV Spandau in der vergangenen Woche auf den Weg nach Schweden, um dort an einem internationalen Handball-Turnier teilzunehmen. In der Nähe von Göteborg fand in diesem Jahr zum 41. Mal der „Partille-Cup“, das weltgrößte Handballjugendturnier statt. Auf 50 Spielfeldern, die teils mehrere Kilometer auseinander lagen, traten Teams aus 47 Nationen gegeneinander an.

Eine fast olympische Eröffnungsfeier

Bereits bei der Eröffnungsfeier war bei den Spandauern Staunen angesagt. „Es war ein wenig wie bei den Olympischen-Spielen, mit Einlauf der einzelnen Nationen, Musik und Feuerwerk“, staunte auch SG-Leiter Holger Naß, der als Betreuer dabei war. Diese „spitzenmäßige“ Organisation zog sich durch das ganze Turnier. „Von Unterkunft bis Bustransfer zu den Spielen, alles hat gepasst“, lobte Naß. So sahen das auch die Jugendlichen aus Spandau, sodass der SG-Leiter gleich ankündigen konnte: „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei!“

Auf 50 Feldern trafen 47 Nationen aufeinander.

Sorgen ums Kopftuch

Dabei lief es sportlich weniger erfolgreich für den Spandauer-Nachwuchs. Die Jungs aus dem Jahrgang 95/94 hatten in ihrer Gruppe, in der auch der schwedischen Meister war, kaum eine Chance – und auch für die restlichen drei Teams der SG war nicht viel mehr drin. „Das Niveau war schon ziemlich hoch. Da konnten wir mit unseren teils zusammengewürfelten Teams nicht viel ausrichten“, erklärte Naß. Trotzdem war es eine gute Erfahrung und das nicht nur sportlich, sondern auch kulturell. „Da konnte man schon einige erstaunliche Dinge erleben. Für alle war es ein Kulturschock und sehr interessant“, berichtete Naß. Neben unkonventionellen Motiviermethoden und Aufwärmprogrammen bei den afrikanischen Teams, traf das vor allem auf die weibliche A-Jugend der SG zu, als sie gegen ein ägyptisches Team antreten musste. Die Kopftuchbedeckung der Gegner machte dem Team schon vor dem Anpfiff zu schaffen: „Die größte Sorge war, was passiert, wenn wir im Zweikampf aus Versehen das Kopftuch abreißen. Aber alles ist gut gegangen“, erklärte Naß. Dementsprechend schwer taten sich die Spandauerinnen dann aber im Spiel: „Wir haben uns nicht getraut, richtig anzupacken und uns dem schwachen Niveau des Gegner angepasst.“

Spandauer total begeistert

Der Stimmung tat das aber keinen Abbruch: Jeden Abend wurde bei der „Player´s-Party“ gefeiert. „Insgesamt eine schöne Sache“, freute sich Naß. Aber das Wichtigste: „Alle waren total begeistert und keiner hat sich verletzt.“

Noch mehr Bilder vom Partille-Cup!

von Lars Wöllnitz


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