Spandaus bekanntester Schnauzer verabschiedet

Platzwart des Helmut-Schleusener Stadions geht in den Ruhestand

Nicht nur die Schülerinnen und Schüler der umliegenden Schulen kannten und schätzten den Mann, der tagtäglich für Ordnung in einer der größten Spandauer Sportstätten, dem Schleusener-Stadion an der Falkenseer Chaussee, sorgte. Werner Schreiber – mit dem markanten Schnauzbart – wurde am Donnerstag nach zwölf Jahren als Platzwart und insbesondere als Verwalter des größten Spandauer Sportstadions von seinen 30 Kolleginnen und Kollegen verabschiedet.

Würdige Verabschiedung und Anerkennung für die Verdienste Werner Schreibers.

Würdige Verabschiedung und Anerkennung für die Verdienste Werner Schreibers.

Gastro-Cup und Football

Neben dem Schulsport zeichnet sich kaum eine andere Sportstätte für die Vielzahl von unterschiedlichsten Veranstaltungen aller Größen aus. Neben der Heimspielstätte von Spandaus Footballern, den Bulldogs, hat sich dort auch die Austragung des Gastro-Cups etabliert. Alle schätzten dabei die Zusammenarbeit mit Werner Schreiber und so ließen es sich auch Funktionäre der Vereine nicht nehmen bei der Verabschiedung dabei zu sein.

Für einen Tag wurde das Wilhelm-Schleusener-Stadion umbenannt.

Für einen Tag wurde das Wilhelm-Schleusener-Stadion umbenannt. Fotos (2): Sportamt Spandau

Umbenennung des Stadions

Auch der Fachbereich unter der Leitung von Lars Marx sowie Vertreter des FC Spandau 06 würdigten die Verdienste der guten Seele des Stadions, denn der für Sportanlagen herausragende Zustand des Stadions ist unter anderem auch sein persönlicher Verdienst. Daher wurde die Laudatio auch von Sportstadtrat Gerhard Hanke gehalten. Zu Ehren des Platzwartes wurde das Stadion für einen Tag in „Werner-Schreiber-Stadion“ umbenannt und im Kabinengang ein Erinnerungsrahmen mit seinem Foto und einer Würdigung aufgehängt.

Zeiten ändern sich

Während früher Sportanlagen als auch Hallen grundsätzlich über einen Platz- beziehungsweise Hallenwart verfügten, wurde mittlerweile die Verantwortung immer mehr in die Hände der Vereine gegeben. Lediglich bei größeren Anlagen, wie eben dem Schleusener-Stadion, blieb die Tradition eines ständigen Ansprechpartners erhalten. Deren Engagement ist auch der gute Zustand zu verdanken, worauf die verschiedenen Hallensportler des Bezirks lediglich einen neidischen Blick werfen können.

Mit Werner Schreiber jedoch verabschiedet sich eine Institution des Bezirks und es wird nicht einfach die hinterlassene Lücke zu schließen. Doch sicherlich wird es sich Werner auch nicht nehmen lassen hin und wieder an seine jahrelange Wirkungsstätte zurückzukehren um nach dem Rechten zu sehen.

Patrick Rein

 


Zu finden unter: FeaturedNews

Tags:

Artikel drucken Artikel drucken

Über den Autor:

RSSKommentare(0)

Trackback URL

Feedback

You must be logged in to post a comment.

Jetzt Neu: Kleinanzeigen in Berlin und Spandau