Spandaus größtes Wandgemälde

Neue Einkaufspassage in der Wilhelmstadt

Startschuss für die Wilhelm Passage u. a. durch Carsten Röding, Andreas wunderlich, und Olaf Höhn (Foto: Ralf Salecker)

Startschuss für die Wilhelm Passage u. a. durch Carsten Röding, Andreas wunderlich, und Olaf Höhn (Foto: Ralf Salecker)

Nicht mehr lange, dann wird die Brandmauer gegenüber dem Metzer Platz zu einer Attraktion in Spandau. Etwa Anfang August 2013, wenn alles glatt geht und der Sommer nicht allzu verregnet daherkommt, wird Spandaus größtes Wandgemälde eine Brandmauer in der Wilhelmstadt schmücken. Im Sanierungsgebiet geschieht also etwas. Baustadtrat Carsten Röding und der Geschäftsführer der Creative Stadt GmbH Andreas Wunderlich gaben den „Startschuss“, während das große Baugerüst die Wand emporwuchs.

Wie alles begann

Im Februar letzten Jahres kam es zu einem Treffen von Vertretern des Sanierungsgebietes Wilhelmstadt und einiger Quartiersmanagementgebiete und Behördenvertretern im Rathaus. Es ging um Kunst im öffentlichen Raum an Brandmauern und die Festlegung, Welche Wand durch ein Wandgemälde, aufgewertet werden könnte. Aus einer Vorauswahl durch die Creative Stadt GmbH von weit über 100 möglichen Orten im Bezirk kamen dann 30 Brandmauern in die engere Wahl. Gewonnen hat letztendlich der zweite Platz in der Auswahl. Er bekam nicht nur die höchste Einzelwertung, sondern auch das Votum aus der Stadtteilvertretung. Auch das Vermieterkonsortium signalisierte seine Bereitschaft einer Zustimmung, indem es den Giebel des Hauses neu verputzen lässt, um so einer nutzbaren Malgrund zu schaffen. Platz eins bestand übrigens aus einer Zusammenlegung zweier Brandwände und entsprechend auch einer größeren Punktsumme.

Wilhelm Passagen Spandau

Auf den ersten Blick wird der spätere Betrachter erst einmal kein Gemälde vermuten. Mit der Bemalung der Brandmauer durch die Künstlergruppe um Hartmut Lindenmann soll die Illusion einer Einkaufspassage entstehen.

Andreas Wunderlich von der Creativen Stadt GmbH hat schon viele Projekte dieser Art verwirklicht. Gemeinsam mit künstlerischen Partnern wurden nicht nur an mehreren Orten in Berlin Brandwände in Attraktionen verwandelt: „Der Metzer Platz wird so zu einem Ort der Identifikation, einer besonderen Attraktion – nicht nur in der Wilhelmstadt – werden.“

Verwirklicht werden kann so etwas nur, weil einerseits erhebliche Fördergelder im Rahmen der Programme „Aktive Zentren Berlin“ und des Sanierungsgebietes dies ermöglichen, andererseits aber auch andere die fehlenden Gelder beisteuern. Dies sind in diesem Fall die Berliner Stadtreinigungsbetriebe, die sich im Motiv wiederfinden werden und Florida-Eis, welches mit dem Ort noch einen historischen Zusammenhang zu seiner Eisproduktion unterstreichen möchte, nämlich dem schon längst in Vergessenheit geratenen Kino Regina. Die Eisproduktion begann im Frühjahr 1927 im Kino Concordia – später Regina.

 

Ralf Salecker


Zu finden unter: FeaturedOrtsteile

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