Südstaaten Rock auf der Zitadelle

Lynyrd Skynyrd machen auf ihrer Welttournee halt in Spandau und begeistern das Publikum

Kaum eine Band hat eine so bewegende Geschichte wie Lynyrd Skynyrd, die geprägt ist von Schicksalsschlägen, Tod und dem dennoch nie endendem Willen weiterzumachen. Am Donnerstag gastierten die Rockgiganten bei bestem Konzertwetter in der Festungsanlage der Zitadelle und gaben ihre größten Hits und Bühnenerfahrung beim zweiten Akt des citadel music festivals zum Besten.

Seit fast 50 Jahren auf der Bühne unterwegs: Lynyrd Skynyrd.

Seit fast 50 Jahren auf der Bühne unterwegs: Lynyrd Skynyrd. Foto: Patrick Rein

Nur noch ein Gründungsmitglied dabei

Vor 49 Jahren bereits gründete sich während der Highschool-Zeit die Band, wobei der Name in Anlehnung an den damaligen Direktor entstand, jedoch zunehmends verfremdet wurde um Ärger zu vermeiden. Nachdem bei einem Flugzeugabsturz Sänger und Songwriter Ronnie van Zant sowie der erst ein Jahr zuvor dazu gestoßene Gitarrist Steve Gaines ums Leben kamen, lösten sich Lynyrd Skynyrd (damals noch Lynard Skynard) auf. Die anderen Bandmitglieder hatten schwer verletzt überlebt.

Neuformierung zum Jahrestag

Nach Schicksalsschlägen ist nur noch ein Gründungsmitglied dabei.

Nach Schicksalsschlägen ist nur noch ein Gründungsmitglied dabei. Foto: Patrick Rein

Zehn Jahre nach dem tragischen Unfall startete Lynyrd Skynyrd dann das Revival. Dabei nahm der Bruder, Jonny van Zant, den Platz des Sängers ein. Durch Krankheiten und Tod mussten immer wieder Mitglieder getauscht werden, so dass heute nur noch Gitarrist Garry Rossington von den ursprünglichen Gründungsmitgliedern dabei ist. 2006 wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Südstaaten Flair auf der Zitadelle in Spandau.

Südstaaten Flair auf der Zitadelle in Spandau. Foto: Patrick Rein

Sweet home Alabama in Spandau

Beim nicht ausverkauften Konzert auf der Zitadelle ließ es die derzeitige Besetzung bei – im Gegensatz zum Festivalauftakt von Soundgarden – trockenem Wetter krachen. Gerade die Hits „simple man“ und in der Zugabe „free bird“ ließen bei dem überwiegend auch in die Jahre gekommenen Publikum sicherlich Erinnerungen hochkommen. Bei „sweet home Alabama“ war dann auch der letzte Besucher für einen Moment mit dem Südstaaten Flair infiziert. Nach nicht ganz eineinhalb Stunden war das Konzert dann auch schon wieder vorbei. Sicherlich etwas zu früh für den ein oder anderen.

Patrick Rein

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3 Bewertung(en), mit durchschnittlich 5,00 von 5)
Loading ... Loading ...

Zu finden unter: News

Tags:

Artikel drucken Artikel drucken

RSSComments (2)

Hinterlassen Sie eine Antwort | Trackback URL

  1. Joey Berlyn sagt:

    Tolle Band und tolle songs in einer schönen Kulisse.
    Some things keep on rolling… LYNYRD SKYNYRD is one of them;)

  2. Uwe sagt:

    Bin gespannt ob der Lärmterror der letzten Veranstaltung jetzt fortgesetzt wird. Die Anwohner im Kolk müssen das ja erdulden, weil kein Geld für die Fortsetzung der Klage vor der nächsten Instanz vorhanden war. Das könnte sich aber bald ändern, da der Lärm nun auch 800m weiter trotz geschlossener Schallschutzfenster deutlich zu vernehmen ist. Hier wird es noch zu spannenden Auseinandersetzungen kommen.

Feedback

Jetzt Neu: Kleinanzeigen in Berlin und Spandau