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Allerseelen – kein Feiertag in Spandau


Eine ganze Reihe von kirchlichen Gedenktagen für die Seelen

Grabstein auf dem Friedhof in Stahnsdorf

Grabstein auf dem Friedhof in Stahnsdorf - Foto: Ralf Salecker

Halloween, das „altes heidnische Totenfest mit einer dünnen christlichen Hülle“, der Vorabend von Allerheiligen ist überstanden. Nur einmal läutete es freundlich an der Haustüre. Es waren nicht die Toten, die es nach überlieferten Vorstellungen nach Hause zog. Draußen auf den Straßen und zwischen den Häusern ging es lebhafter zu. Lautes Kindergeschrei machte deutlich, auch hier haben die Kleinen ihren Spaß, in dem sie einem kommerziellen Brauch frönen, der mit seiner eigentlichen Tradition, den keltisch-heidnischenWurzeln, nichts mehr gemein hat. „Es ist eher eine Mischung von Karneval, Walpurgisnacht und Silvester in Verbindung mit ausgehöhlten Kürbissen – ein Party-Gag oder eine Art Winterkarneval.“ Sei´s drum … Die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November ist Vergangenheit.

So wenig belegt die wirklichen Wurzeln Halloweens auch sein mögen, ein anderes Fest, nämlich der Reformationstag, liegt zeitlich schon näher und ist trotzdem in in seinem Kern nicht historisch belegt. Luther soll am 31. Oktober angeblich seine 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg genagelt und so die Reformation eingeleitet haben. Der Reformationstag ist zwar in Brandenburg ein Feiertag, nicht aber in Berlin.

Allerheiligen, das Fest zum Gedenken aller Märtyrer und Heiligen, die das ewige Leben erlangt haben, lag einst auf dem 13. Mai. Papst Gregor der IV. legte endgültig den 1. November fest. Das besondere an diesem Fest ist seine Gedenken auch an die Heiligen, die man schon längst vergessen hat. Der „Herrentag aller Heiligen” bezeichnet die Geburt der Heiligen, die unangenehmerweise mit dem Tod der Märtyrer einhergeht. Nicht nur diese sterben, sonder ebenso die Natur. Der Winter nimmt seinen Anfang. „Heilige sind zunächst alle verstorbenen Christen, die um ihres Glaubens willen hingerichtet wurden, später auch die Bekenner, die ihr Leben lang als Christen überzeugt haben.“

Allerseelen, das Fest, welches kein offizieller Feiertag ist, hat seine Wurzeln eigentlich in der Zeit nach Ostern. Das Gedenken an die Toten reicht wahrscheinlich bis in das 2. Jahrhundert nach Christus zurück. Gebete sollen dazu beitragen, dass „die Toten Vollendung in Gott finden“. Am 2. November entzünden viele ein Lebenslicht auf dem Grab eines Angehörigen. Als Symbol für das „Ewige Licht“ soll es die Toten leiten. Katholische Priester ziehen in feierlicher Prozession an den Gräbern vorbei und segnen diese. Im 7. Jahrhundert wurde noch am Tage nach dem Pfingstfest der Toten gedacht. Erst im 10. Jahrhundert legte Odilo von Cluny die Allerseelenfeier auf den 2. November fest.

Die gesamte erste Novemberwoche, genauer sogar die Zeit vom 30. Oktober bis zum 8. November gilt als „Seelenwoche“. Nicht nur an Halloween sollten also die Seelen anwesend sein. Die evangelische Kirche lehnte Anfangs das Totengedenken der katholischen Kirche ab, während die orthodoxe Kirche sich den Zusammenhang mit dem Pfingstfest bewahrte. In der protestantischen Kirche berief man sich auf das Matthäusevangelium: 8, 22 lass die Toten ihre Toten begraben. Da das Gedenken an die Toten ein tief verwurzelter Brauch war, bekamen auch die Protestanten ihren Totengedenktag – den Totensonntag. Offiziell wurde dies erst 1816, als König Friedrich Wilhelm III. von Preußen erst einen Gedenktag der Freiheitskriege gegen Napoleon festlegte, der dann aber schnell zum allgemeinen Feiertag zur Erinnerung an alle Verstorbenen wurde.

Allerseelen bietet für einen gläubigen Katholiken einen beträchtlichen Vorteil. Wer in frommer Gesinnung einen Friedhof besucht oder der Toten im Gebet gedenkt, der kann mit einem Ablass für die „läuterungsbedürftigen Seelen“ rechnen. Um es etwas komplizierter zu gestalten, gibt es in der Zeit vom 1. bis 8. November einen vollkommenen Ablass für den Besuch einer Kirche und an allen anderen Tagen im Jahr nur einen Teilablass …

 

Ralf Salecker

Halloween in Spandau – Hexen, Zauberer und Grusel-Partys


© Lilo Kapp / PIXELIO

Süßes, Saures oder beides?

Am 31.Oktober 2011 ist Halloween. Auch in diesem Jahr gibt es zu diesem Termin wieder zahlreiche Veranstaltungen, die viel Spaß versprechen und besonders bei Kindern sehr beliebt sind.

Erfahren Sie hier woher das Fest kommt und warum Halloween nicht von jedem gemocht wird und wo welche Events stattfindet.

Ursprung des Halloweenfestes

Halloween hat seinen Ursprung in England. Die Kelten feierten das Ende des Sommers mit einem großen Fest – damals hieß dieses Fest noch „Samhain“, nach dem gleichnamigen Sonnengott. Nach dem Keltischen Kalender war der 31. Oktober der letzte Tag im Jahr. Man bedankte sich für die Ernte und hieß den Winter und damit den keltischen Gott der Toten willkommen. Für die Kelten kamen die Seelen der Verstorbenen in der Nacht vom 31. Oktober als Geister auf die Erde und in Ihre Häuser zurück. Die heimatlosen Geistern und Seelen spukten durch die Nacht, erschreckten friedliche Menschen und trieben ihr Unwesen mit ihnen.

Nach Einzug des Christentums wurde der 1. November zum Feiertag „Allerheiligen“ ernannt. Hier sollte der christlichen Märtyrer gedacht werden. Aus dem Samhain- Fest wurde das Fest am Vorabend zu Allerheiligen’, was auf englisch ‚All Hallows’ Evening’  oder abgekürzt ‚Hallows’ E’en’ heißt. Daraus wurde dann kurz Halloween.

Halloween in der heutigen Form wurde zunächst vor allem in Irland gefeiert. Die irischen Einwanderer nahmen ihre Bräuche dann ab 1830 mit in die USA. Heute ist Halloween in den Vereinigten Staaten neben Weihnachten und Thanksgiving eines der wichtigen Feste.

Halloween – Heute

Seit den 90er Jahren hält Halloween auch hierzulande Einzug. Gefördert durch den Handel mit seinem großen Sortiment an Deko-Artikeln, Masken und Kostümen, laufen auch hier allerorts am 31. Oktober Kinder durch die Straßen und klingeln an den Haustüren. Die Frage nach „Süßes oder Saures“ mag für viele ein großer Spaß sein, für manch andere ist es der blanke Horror. Als Belästigung und Ruhestörung empfinden nicht nur ältere Mitbürger das häufige Klingeln an der Haustür. Vielen fehlt jedes Verständnis für diesen Brauch, der hier eigentlich keine Wurzeln hat. Besonders ärgerlich ist es zudem, wenn die Kinder/Jugendliche dann „kleine“ Streiche durchführen, wenn nicht wie erwarten Süßigkeiten herausgegeben werden. Da werden schon mal Briefkästen und Klingeln verklebt, Kloopapier verteilt oder Mülltonnen umgekippt. Es wird wohl noch etwas dauern, bis Halloween hierzulande bei der gesamten Bevölkerung auf  Zustimmung stößt.

Für jeden, der Spaß an Halloween hat und nicht auf das große Gruseln verzichten möchte, haben wir hier einige Ausgeh-Tipps zusammengestellt:

Halloween auf der Zitadelle

Kostümiert Euch! Hexen, Zauberer, Geister aller Art zur großen Grusel-Party mit Bühnenprogramm, Hexentanz, Feuerzauber, und mystischem Programm.

Wann: Montag, 31.10.2011, 17.00 – 23.00 Uhr
Wo: Zitadelle – Innenhof
Eintritt: 4,50 € / 2,- € / Kinder bis 12 J. 1,- €

 

© Olga Meier-Sander / PIXELIO

Halloween im Gemischtes

ab 15.00 Uhr Marktstand rund um den Kürbis mit dem Vierfelderhof Gatow
16.00 -19.00 Uhr: Familienprogramm mit Kürbisschnitzen, Kürbissuppe, Fackelumzug und Überraschungsauftritten

Wann: 31. Oktober 2011
Wo: Kulturzentrum GEMISCHTES
Eintritt 2,00 EUR

Halloween in der Wampe

Wann: Samstag, 29.10.2011, ab 19.00 Uhr bis Open End
Wo: Die Wampe, Bismarckstr. 60, 13585 Berlin

 

 

 

Große Halloweenparty bei den Inselspinnen

Professionelle und gruselige Deko, außerirdische Speisen und einfallsreiche Kostüme lassen den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Wann: Samstag, 29.10.2011, ab 19.00 Uhr
Wo: GALERIE INSELSPINNEN – Kunsthalle 12,Eiswerder Str. 15, 13585 Berlin
Der Eintritt ist frei

 

Halloween-Feuer

Am Lagerfeuer bekommen Hexen Stockbrot und eine Monster Folienkartoffel mit Quark.
Vom Grill eine kleine Draco Bratwurst und es gibt einen Halloween Blut Drink. Wer möchte kann im Kostüm kommen. Für Eltern gibt es Kaffee/Tee und Bratwurst vom Grill.

Wann: Montag, 31.10.2011, ab 16:00 Uhr
Wo: Spielhaus Goldbeckweg 6, 13599 Berlin – Haselhorst
Der Eintritt ist frei

Haben Sie weitere Halloween Veranstaltungstipps für  Spandau? Dann schreiben sie uns doch bitte gleich: redaktion@mein-spandau.info.