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Geschichte flaniert durch Spandau

Darsteller in historischer Kleidung

Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V.

Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V.

Am Samstag, dem 31. Aug 2013, in der Zeit von 12.30 bis 15.30 Uhr führt die Heimatkundliche Vereinigung Spandau 1954 e.V. – Spandauer Geschichtsverein erneut unsere Veranstaltung „Geschichte flaniert durch Spandau“ durch. Die Veranstaltung findet vor dem Spandauer Rathaus, Altstadt Spandau, statt.

Es werden Darsteller in zeitgenössischer Kleidung aus verschiedenen Jahrhunderten Geschichte lebendig und spannend präsentieren. Kurfürst Joachim II., Erbauer der Zitadelle wird neben anderen Darstellern, zu bewundern sein. Vom Mittelalter bis 1900 haben sich Darsteller in ihrer Gewandung angemeldet. Die Darsteller erhalten kein Honorar, sind aber gerne bereit über ihre dargestellte Figur Auskunft zu erteilen. Bilder aller Art können gern gemacht werden.

Der Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank hat die Schirmherrschaft übernommen und wird um 12.30 Uhr durch ihn und den Vorsitzenden der Heimatkundlichen Vereinigung Spandau, Karl-Heinz Bannasch, eröffnet.

„Hinz und Kunst“ in der Altstadt

Zweiter Aktionstag der Spandauer Altstadtmeile mit Sternmarsch, Konzerten und Angeboten zum Basteln und Malen sowie Stadtspaziergang und Abschlussveranstaltung mit Sascha Grammel.

Drei verschiedene Sternmärsche starten heute Vormittag zur Spandauer Altstadt: Radfahrer vom Hauptportal des Schlosses Charlottenburg aus, Jogger ab der vom Vereinsheim des VfV Spandau in der Wichernstraße 55 sowie Spaziergänger am Mehrgenerationenhaus Im Spektefeld 26. Zeitgleich beginnt um 11.30 Uhr eine „Lauf-Vernissage“ mit den ausstellenden Künstlern der Schaufensterkunst. Alle treffen sich um 12 Uhr dann an der Bühne vor Karstadt.

Bereits bei der Präsentation der Liebes-Schlösser wurde auch Hinnz und Kunst vorgestellt.

Bereits bei der Präsentation der Liebes-Schlösser wurde auch Hinnz und Kunst vorgestellt.

Mitmach-Festival

Dort angekommen eröffnen um 12.30 Uhr  Carsten Röding, Stadtrat für Bauen, Planen und Umweltschutz, Gabriele Fliegel, Vorsitzende der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V., und Sven-Uwe Dettmann, Geschäftsführer der Partner für Spandau GmbH, offiziell „Hinz und Kunst – das Mitmach-Festival“. Von 12 bis 18 Uhr laden Mal- und Kunstecken zum Mitmachen ein: auf der Karstadt-Bühne, vor dem Gotischen Haus, am Florida Eiscafé an der Ellipse und am Reformationsplatz. Auch im Brose-Hof, am G.I.Z.-Haus, am Havelbrunnen und am Theater Varianta findet man an diesem Samstag Kunstecken. Beim Netzwerk Haushalt in der Jüdenstraße 16 steht Spiel und Spaß für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren im Mittelpunkt, während in den Spandau Arcaden zum neu entwickelten Spiel „Spandowli“ – Spandaus Idee von Monopoly – eingeladen wird.

Auch die ersten Liebes-Schlösser zieren ganz legal die Bäume der Altstadt.

Auch die ersten Liebes-Schlösser zieren ganz legal die Bäume der Altstadt. Fotos (2): Patrick Rein

Sascha Grammel führt durch Spandau

Der 65. Spandauer Liedertag mit 7 Chören, verschiedene Hofkonzerte und ein großes Gemeinschaftskonzert (Beginn 17 Uhr) prägen den Tag hingegen musikalisch. Jeder kann sein eigenes Musikinstrument mitbringen und mit musizieren. Den Dirigentenstab bei diesem Konzert führt Carsten Albrecht – unterstützt vom Spandauer Comedian Sascha Grammel – welcher vorher bereits ab dem Mittag zu Stadtspaziergang, Autogramm- und Fotostunde einlädt. An den gelb angestrichenen Baumschutzgittern in der Breiten Straße (vor den Geschäften von Juwelier Brose, dem Hobbyshop Rüther, „Vom Fass“ oder der Touristinformation im Gotischen Haus) können zudem ganz legal „Liebes-Schlösser“ angebracht werden, welche das Bauhaus „An den Freiheitswiesen“ und die Firma ABUS gesponsert haben (Schutzgebühr 3 Euro – der Erlös wird für ein zusätzliches Lernspielgerät in der Spandauer Altstadt verwendet).

Der Tag klingt mit „Comedy meets Blues & Rock“ auf der Freilichtbühne an der Zitadelle aus – mit Sascha Grammel und dem Konzert des Rock-Trios Harry Collin & White Spirit.

Patrick Rein

Altstadt wird „verschlossen“

Einmalige Kunstaktion: Nicht nur Liebende dürfen ganz legal Schlösser an die Bäume der Spandauer Altstadt hängen.

Vielerorts wird der Brauch – wenn auch nicht legal – bereits zelebriert: Liebespaare schließen als Zeichen ihrer Verbundenheit Schlösser an Brückengeländer und werfen den Schlüssel anschließend ins Wasser. Diesem Ritual folgend können ab heute auch in der Spandauer Altstadt Schlösser ganz offiziell an Bäume geschlossen werden.

Die ersten Schlösser wurden gleich von den Initiatoren selbst angehängt.

Die ersten Schlösser wurden gleich von den Initiatoren selbst angehängt.

Um eine Attraktion reicher

Bezirksstadtrat Carsten Röding (CDU), Gabriele Fliegel, Vorsitzende der Vereinigung Wirtschaftshof e.V., und Sven-Uwe Dettmann, Geschäftsführer der Gesellschaft für Bezirksmarketing mbH präsentierten am Donnerstag diese weitere Attraktion im Rahmen der „Spandauer Altstadtmeile“. In Kooperation mit dem Bauhaus „An den Freiheitswiesen“ und der Fa. ABUS wurden im Rahmen der Zentreninitiative „MittendrIn Berlin 2012/13“ der IHK Berlin als auch der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt 500 Vorhängeschlösser angeboten, um sie künstlerisch zu gestalten. Solche Liebes-Schlösser wurden bislang „illegal“ an Brückengeländern angeschlossen. Doch auf der Spandauer Altstadtmeile können sie ab dem 09. August ganz legal an den gelben Baumschutzgittern in der Breiten Straße angebracht werden. Der Schlüssel kann jedoch nach dem Abschluss nicht ins Wasser oder einfach auf den Markt geworfen werden. Die Schlösser sind gegen eine Schutzgebühr von 3 Euro bei  Juwelier Brose, dem Hobbyshop Rüther, „Vom Fass“ und der Touristinformation im Gotischen Haus zu erwerben. Der Erlös wird für ein zusätzliches Lernspielgerät in der Spandauer Altstadt verwendet.

Vorstellung der "Schlösser" sowie der Veranstaltung "Hinz und Kunst" vorm Gotischen Haus.

Vorstellung der „Schlösser“ sowie der Veranstaltung „Hinz und Kunst“ vorm Gotischen Haus. Fotos (2): Patrick Rein

Immer für eine Überraschung gut

Die Aktion steht in direktem Zusammenhang mit der zweiten Veranstaltung der „Spandauer Altstadtmeile“ am 17. August 2013. Der Aktionstag HINZ UND KUNST steht ganz im Zeichen des Mitmachens: Unter anderem mit über die Altstadt verteilten Mal- und Kunstecken, Orte zum Basteln und Töpfern sowie gemeinsamen Musizieren. Das Event steht unter der Schirmherrschaft des beliebten Spandauer Puppetcomedien Sascha Grammel, der unter dem Motto „Geh mit Grammel!“ einen Spaziergang durch die Altstadt durchführen wird. Weitere Informationen: www.spandauer-altstadtmeile.de. Bezirksstadtrat Röding: „Lassen Sie sich von Spandau überraschen!!!“. Denn am Vormittag des 17. August starten beispielsweise drei verschiedene Sternmärsche zur Spandauer Altstadt: Radfahrer vom Hauptportal des Schlosses Charlottenburg, Jogger ab der Wichernstraße 55 und Spaziergänger am Mehrgenerationenhaus Im Spektefeld 26. Um 11.30 Uhr beginnt dann eine „Lauf-Vernissage“ mit den ausstellenden Künstlern der Schaufensterkunst vor Florida an der Ellipse, welche um 11.45 Uhr an der Bühne vor Karstadt vom Chef persönlich empfangen werden. Um 12.30 Uhr findet die offizielle Eröffnung von „Hinz und Kunst – das Mitmach-Festival“ auf dem Markt statt.

Patrick Rein

Tage des Handwerks in der Neustadt

Caiju e.V. startete am Donnerstag zum dritten Mal die Tage des Handwerks in Spandau.

„Nachwuchsförderung bedeutet Vielfalt!“ – heißt, die Menschen anzusprechen, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, die Hand zu reichen und sie einzuladen, sich zu beteiligen. Unter diesem Motto begannen am 1. August zusammen mit Netzwerk- und Kooperationspartnern zum dritten Mal die Tage des Handwerks in Spandau. Damit wird die erfolgreiche Projektreihe – welche sich an den bundesweiten Aktionstag „Tag des Handwerks“ anlehnt – nicht nur fortgesetzt, sondern auch in seinem bisherigen Umfang erweitert.

Besonders das Handwerk versucht immer wieder durch Veranstaltungen auf sich aufmerksam zu machen und um Nachwuchs zu werben.

Besonders das Handwerk versucht immer wieder durch Veranstaltungen auf sich aufmerksam zu machen und um Nachwuchs zu werben. Foto: Patrick Rein

Einblick in die Welt des Handwerks

In fünf verschiedenen Projekten „Von Beginn an“( Grundschüler und Kinder aus freien Einrichtungen der Spandauer Neustadt gestalten Bilder, Plakate und Kunstobjekte), „Früh übt sich“( Eine Vielzahl an unterschiedlichen Schülerfirmen zeigt, dass es sinnvoll ist, möglichst frühzeitig mit praxisbezogener Berufsorientierung anzufangen), „Kiezeinblicke!“(Filmprojekt mit Jugendlichen), „Auf Augenhöhe!“( Touren & Workshops für Jugendliche mit Handwerkern, Oberstufenzentren und Ausbildungsbetrieben ) und „Hand in Hand!“( intergenerativer Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zwischen den Generationen ) verbindet Caiju die Themenfelder Bildung, Ausbildung, berufliche Vielfalt und Handwerk. Das Projekt möchte Kindern, Jugendlichen, Anwohnern und Interessierten Einblicke in die unterschiedlichen Arbeits- und Lebenswelten des Handwerks ermöglichen, Information und Beratung bieten, die Türen zu lokalen Werkstätten öffnen und zeigen, was es, insbesondere in der Spandauer Neustadt, zu entdecken gibt.

Abschlussveranstaltung auf dem Markt

Im Rahmen des bundesweiten Aktionstages stellen sich am 21. September 2013 die verschiedenen Projekte von Tage des Handwerks unter dem Titel „Vielfalt zeigen – vielfältig sein!“ auf dem Marktplatz in der Spandauer Altstadt vor. Zudem erhalten das lokale Handwerk, Bildungsträger und andere soziale Projekte die Möglichkeit, sich vor Ort zu präsentieren. Die Besucher können sich über die bunte, kreative und vielfältige Handwerkerlandschaft Spandaus informieren und diese kennen lernen. Weitere Informationen gibt es seit dem 1. August 2013 unter www.tagedeshandwerks.de.

Patrick Rein

Parkplätze oder Grünfläche am Lindenufer

„Provisorischer“ Parkplatz am Lindenufer schadet den Bäumen sagen die einen, andere wollen hingegen die Parkfläche erhalten.

„Für die Fällung zumindest einer der beiden im Frühjahr am Lindenufer entfernten Kastanien ist der ursprünglich als Übergangslösung angelegte Parkplatz verantwortlich.“ Dies geht aus der Antwort auf eine schriftliche Anfrage des umweltpolitischen Sprechers der GAL-Fraktion in der BVV, Christoph Sonnenberg-Westeson, hervor.

Der "provisorische" Parkplatz am Lindenufer sorgt auch weiterhin für Diskussionen.

Der „provisorische“ Parkplatz am Lindenufer sorgt auch weiterhin für Diskussionen.

Park- oder Grünfläche

In dem vom Bezirksamt beigefügten Sachverständigengutachten vom Januar 2012 heißt es zu den Schädigungen des Baumes: „Neben dem Alter des Baumes ist die Hauptursache in der starken Versiegelung des Parkplatzes im Bezug auf die Vitalität zu finden.“ Seit Mitte des 19. Jahrhunderts stand auf der betreffenden Fläche ein Gebäude, welches 1977 abgerissen wurde. Nun verhindert der Parkplatz, dessen Fortbestand besonders von den Gewerbetreibenden in der Altstadt gefordert wird, die Anlegung einer durchgehenden Grünfläche am Lindenufer. Die GAL-Fraktion setzt sich im Rahmen der geplanten Neugestaltung des Lindenufers schon länger für eine vollständige Aufgabe des Parkplatzes ein. Hierzu erklärt Christoph Sonnenberg-Westeson: „Der Parkplatz beeinträchtigt die Erholungsfunktion des Lindenufers erheblich. Auf der unmittelbar an einen Spielplatz grenzenden Zufahrtstraße wird die erlaubte Schrittgeschwindigkeit von Parkplatznutzerinnen und –nutzern immer wieder überschritten. Allein das wäre ein Grund, den provisorischen Parkplatz nach über 35 Jahren zu schließen.“ Allerdings könnte es sich bei den Geschwindigkeitsübertretern auch um dortige Anwohner handeln.

Auch durch das Parkverbot auf der Juliusturmbrücke entfallen zum Berufsverkehr Parkgelegenheiten.

Auch durch das Parkverbot auf der Juliusturmbrücke entfallen zum Berufsverkehr Parkgelegenheiten. Fotos (2): Patrick Rein

Immer weniger Parkplätze

Das Bezirksamt veröffentlichte das Baum-Gutachten erst auf Anfrage. Die gefällten Kastanien standen dort schon lange, bevor der Parkplatz angelegt wurde auf dem Mal das Haus stand. Allerdings waren damals auch deutlich weniger Fahrzeuge auf dem Weg zum Einkauf. Dennoch hätten gerade die alten Bäume eine wichtige ökologische Funktion, indem sie Schatten, Feuchte und Kühle spenden. Ihre Fähigkeit, gesundheitsschädlichen Feinstaub zu binden, wird allgemein anerkannt. Um die Lebensfähigkeit der restlichen Bäume zu verbessern, sei der Parkplatz deshalb bei der Umgestaltung des Lindenufers aufzugeben und die Erholungsfläche zu erweitern. Die Parkhäuser am Altstädter Ring, der Breiten Straße sowie an den Arcaden würden mehrere tausend Stellplätze zu äußerst günstigen Preisen anbieten. Diese befinden sich jedoch alle am anderen Ende der Altstadt, während sonst nur noch die Parkflächen am Altstädter Ring beziehungsweise Brauhaus Spandau übrig bleiben. Eine durchgehende Grünanlage am Lindenufer wäre ein hingegen auch ein von Gutachtern empfohlener Anziehungspunkt, der die Attraktivität der Spandauer Altstadt weiter steigern würde.

Die Diskussion über Grünfläche oder Parkplätze wird somit sicherlich weiter anhalten.

Patrick Rein

Kolk begrüßte deutsche Weinköngin

Bereits zum 10. Mal gab sich am Freitag die amtierende Weinkönigin die Ehre und besuchte den Sommergarten des Restaurants „Kolk“.

Spandau hat viele Traditionen und darüber hinaus sehenswert historisches zu bieten. Unter anderem gehört dazu auch der Kolk, das älteste Siedlungsgebiet des Bezirks unmittelbar an die Altstadt angrenzend auf der früheren Insel Behnitz.  Dort ist seit 1994 auch das „Restaurant Kolk“ unter der Leitung von Familie Richter beheimatet. Diese begrüßten im historischen Gefährt der Rennfahrerin Heidi Hetzer ankommend am Freitag die 64. Deutsche Weinkönigin Julia Bertram aus Neustadt an der Ahr.

Der Sommergarten des Restaurant Kolk. Im Hintergrund die alte Stadtmauer Spandaus.

Der Sommergarten des Restaurant Kolk. Im Hintergrund die alte Stadtmauer Spandaus.

Glanzpunkt zwischen Alt- und Neustadt

Das ursprüngliche Gebäude des Restaurants – welches heute mit seinem Sommergarten neben der alten Stadtmauer und direkt am Mühlengraben zum Verweilen einlädt – wurde 1873 als „Spritzenhaus“ beziehungsweise Feuerwache Spandau errichtet.  Da es zu klein geworden war wurde es jedoch 1882, nur knapp zehn Jahre später, wieder abgerissen. Im Dezember desselben Jahres wurde es in der jetzigen Größe wiedererrichtet und war bis April 1916 erneut das Domizil der Feuerwehr. In den darauf folgenden Jahren waren verschiedene Geschäfte in dem Haus untergebracht bis schließlich 1989 die Familie Richter den Betrieb übernahm und an die lange eigene gastronomische Tradition mit dem Bezirk anknüpfte.

Auf dem Heimweg ging es mit dem Oldtimer von Heidi Hetzer (Erste von links) nicht weiter. Neben ihr Weinkönigin Julia Bertram und Klaus-Dieter Richter vom "Kolk".

Auf dem Heimweg ging es mit dem Oldtimer von Heidi Hetzer (Erste von links) nicht weiter. Neben ihr Weinkönigin Julia Bertram und Klaus-Dieter Richter vom „Kolk“. Fotos (2): Patrick Rein

Autopanne auf dem Rückweg

Gemütliche Ecken und festliche Tische, erlesene Speisen und eine reichhaltige Auswahl von Getränken gestalten einen angenehmen Aufenthalt im traditionsreichen Haus, welches schon häufiger Erwähnung in namenhaften Restaurantführern fand. Die Küche des Kolk orientiert sich dabei an den kulinarischen Prägungen durch die Schlesier, Ostpreußen und Hugenotten Berlins seit dem 18. Jahrhundert. So sind auf der Speisekarte vorwiegend Gerichte aus diesen Regionen vertreten. Dazu gehören Spezialitäten wie z.B. Himmelreich, Mohnpielen, Ostpreußische Krautwickel, Aal, Königsberger Klopse, Enten- und auch vegetarische Gerichte. Der Küchenchef, Küchenmeister und Vizepräsident des Hotel- und Gaststättenverband Berlin e.V. (DEHOGA Berlin) ist Klaus-Dieter Richter. Dieser hieß dann auch die Weinkönigin Julia Bertram und ihre Fahrerin Heidi Hetzer mit dem 100-jährigen Oldtimer am und im Kolk willkommen.

Auf dem Rückweg ging es dann jedoch weniger erfreulich zu: Rallyefahrerin Hetzer blieb mit ihrem geliebten Oakland am Südwestkorso liegen.

Patrick Rein

Zurück in „Stube & Küche“

Drei Jahre lang war das traditionsreiche Gasthaus am Lindenufer geschlossen, jetzt ist es mit neuen Betreibern zurück.

Gutes Essen in gemütlicher Atmosphäre, das war jahrelang das Aushängeschild von „Stube & Küche“. „Die Tradition als auch der gute Ruf verpflichten“, dachten sich Norbert Dinse und Silvia Schulze als sie auf der Suche nach einer Lokalität – um ihren Traum zu leben – auf die verlassene „Stube“ am Lindenufer stießen. Sofort waren sie bereit sich der Herausforderung zu stellen und nachdem drei Jahre Ruhezustand aus elektrischen Leitungen, Küche und Einrichtung beseitigt waren, erfolgte pünktlich zum Havelfest am 15. Juni die Eröffnung.

Der neue Geschäftsführer Norbert Dinse ist sieben Tage die Woche für seine Kundschaft da.

Der neue Geschäftsführer Norbert Dinse ist sieben Tage die Woche für seine Kundschaft da.

Klein aber fein

Bis auf den Namen erinnert wenig an die glorreichen Zeiten als ohne vorherige Reservierung selten ein Platz zu bekommen waren. Doch die neuen Inhaber sind engagiert. So gibt es an jedem letzten Sonntag im Monat Berliner Lieder und Texte von Angelika Arndt und Peter Hoffmann mit „Wir sind uffjeklärt“. Beginn jeweils 18 Uhr zum Preis von 7 Euro, nächster Termin ist der 28. Juli. Und auch an diesem Samstag soll gefeiert werden: Bei freiem Eintritt werden 40 Jahre Neue Deutsche Welle zelebriert. Die Speisekarte hingegen ist noch in den Anfängen, doch die ersten Bewertungen in gängigen Internetportalen bescheinigen eine kleine aber feine Küche. Von Klassikern wie Wiener Schnitzel über hausgemachte Soljanka bis hin zum Kaiserschmarrn reicht die kulinarische Rundreise.

Jahrelang gehörte "Stube & Küche" am Lindenufer zu den Geheimtips in der Spandauer Altstadt.

Jahrelang gehörte „Stube & Küche“ am Lindenufer zu den Geheimtips in der Spandauer Altstadt. Fotos (2): Patrick Rein

Sieben Tage geöffnet

Laut Bewertungen stimmt das Preis-Leistungsverhältnis und Anpassungen an die Wünsche der Kundschaft werden nach Aussage von Norbert ständig vorgenommen. Nach Renovierung und Eröffnung muss nun aber erst ein Mal Geld in die Kassen kommen. Auch um die noch einfache Ausstattung um das ein oder andere Detail ansprechend zu verfeinern. Dafür steht die gesamte Familie momentan sieben Tage die Woche montags bis donnerstags von 11 bis 23 Uhr, freitags bis 24 Uhr sowie Samstag und Sonntag mit Frühstücksangebot von 8 bis 24 Uhr beziehungsweise 23 Uhr in der „Stube & Küche“. Demnächst soll das Angebot auch noch um einen Lieferservice erweitert werden. „Der erste Schritt ist gemacht und wir werden alles probieren um dem Ruf vergangener Tage wieder gerecht zu werden“, verspricht Norbert.

Patrick Rein

KlimaWerkstatt mit neuem Beratungszentrum in Spandau

Ein Beitrag zur CO2-Reduktion

Feierliche Eröffnung der KlimaWerkstatt (Foto: Ralf Salecker)

Feierliche Eröffnung der KlimaWerkstatt (Foto: Ralf Salecker)

Fragen zur energetischen Sanierung eines Hauses können nun im Herzen der Spandauer Altstadt beantwortet werden. Am Samstag öffnete Bezirksstadtrat Carsten Röding die KlimaWerkstatt offiziell in der Mönchstraße. Zukünftig wird „im Laden“ das Service-Zentrum seine Arbeit tätigen, die es bisher im Rathaus ausgeübt hat. Regelmäßig wird es Ausstellungen und Veranstaltungen rund um Energieeinsparung präsentieren. Bis Ende des Jahres ist dieser Service gesichert. Gefördert von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, aus Mitteln der EU, sollen Spandauer bei der Senkung des Energieverbrauchs unterstützt werden. Parallel bietet die KlimaWerkstatt eine Ausstellung in der beispielhafte Sanierungen von unterschiedlichsten Gebäuden aufgezeigt werden. Besonders Altbauten scheinen für viele nicht vernünftig sanierbar. Die Ausstellung zeigt auf, dass es möglich ist, mit entsprechenden Maßnahmen, ehebliche Heizenergiekosten einzusparen. Dies ist ein direkter Beitrag zur Kohlendioxid-Reduzierung, schützt also unser Klima. Zielgruppe sind also ganz besonders Hauseigentümer, die Interesse an einer energetischen Sanierung ihres Hauses haben.

Lokaler Klimaschutz ist eine große Herausforderung

Ausstellungen und Workshops sollen auch zukünftig zum nachhaltigen Handeln beitragen. Vor kurzem wurde als Projekt das Repair-Café in der Spandauer Neustadt gestartet. Nachhaltig Handeln bedeutet auch sorgfältiger mit den Ressourcen umzugehen. Wer weniger wegwirft, trägt auch so zu einem energiesparenden Umgang mit unserer Umwelt bei. Im Paul-Schneider-Haus kann man mit seiner defekten Kaffeemaschine, seinem Hemd oder dem Datenschredder vorbeikommen, wenn diese Dinge ihren Geist aufgegeben haben. Neuere Produkte scheinen immer kürzere Lebenszeiten aufzuweisen. Reperaturen werden zumindestens erschwert. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die zu reparieren sind. Das kostet wenig bis kein Geld. Im Repair-Café gibt es zwar nicht die Sicherheit, dass alles repariert werden kann, eine Gelegenheit für nette Gespräche, während des gemeinsamen Kampfes mit widerspenstigen Geräten, ist dagegen immer da.

Eine neue Filmreihe, mit Filmen, die es meist nur kurz ins Kino geschafft haben, soll dem Zuschauer Inhalte zum Thema Umweltschutz nahe bringen. Sie zeigt das Verhältnis von Mensch und Umwelt und daraus entstehende Kurz- und absehbare Langzeitveränderungen der Umwelt. „Voices of Transition“ machte den Anfang. Der 65-minütiger Dokumentarfilm beschäftigte sich mit der Frage nach der zukünftigen Versorgung von uns Menschen. Er begleitete Projekte und ihre Macher in Kuba, Frankreich und England und zeigt so, welche Ansätze in verschiedenen Teilen der Welt entwickelt und verfolgt werden, um mit dem menschengemachten Problem der Ressourcenknappheit umzugehen.

Auch im Rahmen der zweiten Veranstaltung „Hinz und Kunst“ zur Spandauer Altstadtmeile, am 17.8.2013, wird die KlimaWerkstatt mit „Mitmach-Kunst“ vertreten sein.

 

Ralf Salecker

 

KlimaWerkstatt Spandau

Es ist wieder so weit: 19. Spandauer Havelfest

Volles Programm, malerisches Ritterlager, rasante Feuerwerks-Show, ein hochmodernes Wasserbauwerk und vieles mehr am Lindenufer.

Gleich zum heutigen Auftakt lassen es „Four Roses“ aus Leipzig krachen. Zum Start heute Abend präsentiert sich das diesjährige Spandauer Havelfest mit den sächsischen Musikern von seiner eindeutig rockigen Seite. Und ausgesprochen viel-„saitig“ ist dann auch der abschließende Auftritt am späten Sonntagnachmittag: Denn mit den „US-Rails“ steht eine ganz besondere „Band aus Bandleadern“ auf der Bühne. In der Tradition von Crosby, Stills, Nash & Young liefert jeder der fünf Roots-Musiker eigene Ideen und Titel für die Show des Quintetts. Nur alle zwei Jahre tourt die Band aus den USA durch Europa und legt beim Konzert in Spandau ihren diesjährigen einzigen open-air-Stopp in Berlin-Brandenburg ein.

Highlight des Havelfestes ist auch in diesem Jahr das große Feuerwerk am Samstag Abend.

Highlight des Havelfestes ist auch in diesem Jahr das große Feuerwerk am Samstag Abend.

Autos nicht erforderlich

Dazwischen kann man auf drei verschiedenen Bühnen von Freitag bis Sonntag am Zusammenfluss von Havel und Spree über ein Dutzend verschiedene unterhaltsame Programme erleben. Ein mittelalterliches Ritterlager, Trampolin und Kinderkarussell sowie zahlreiche Spezialitätenstände vervollständigen traditionell das Festgelände – welches sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Wer jedoch ganz sportlich mit dem Fahrrad anreist, kann dieses erstmals auf einem bewirtschafteten Bike-Parkplatz mit Schließfächern und Elektro-Ladestation am Stabholzgarten hinter dem Spandauer Rathaus abstellen.

„Highlight“ am Samstag

Ebenfalls neu: „Raymons – das Fischrestaurant“ mit dem bekannten Spitzenkoch Raymon Frost und einer Kochshow. Und wer am hoffentlich durchweg sonnigen Havelfestwochenende ein Wasserbauwerk besuchen möchte, den lädt die Schleuse Spandau zum „Tag der offenen Tür“ mit zahlreichen kostenfreien Führungen. Höhepunkt am Samstagabend ist aber auch in diesem Jahr die große Feuerwerksshow ab 22.45 Uhr.

US-Rail geben zum Abschluss am Sonntag ihren einzigen open-air-Auftritt in der Region.

US-Rail geben zum Abschluss am Sonntag ihren einzigen open-air-Auftritt in der Region. Fotos (2): PfS

Das Programm des Spandauer Havelfest 2013

Bühne Parkplatz Lindenufer

Freitag, 14. Juni 2013

15:00 Uhr – Auftakt mit DJ Martin

18:00 Uhr – offizielle Eröffnung durch MdB Kai Wegner und Bezirksstadtrat Stephan Machulik

18:30 Uhr – Carola al Jamal (orientalische Tänze)

19:00 Uhr – FOUR ROSES

Samstag, 15. Juni 2013

11:00 Uhr – DJ Martin

14:30 Uhr – FEEDBACK

19:00 Uhr – Blue Haley Band

Sonntag, 16. Juni 2013

11:00 Uhr – DJ Martin

13:00 Uhr- Blackmail

17:30 Uhr – Die „US RAILS“

Bühne Dampferanleger

Freitag

18:30 Uhr – Anno Rock Band

Samstag

12:00 Uhr – Irische Kindertänze

12:30 Uhr – Orientalische Kindertänze

14:00 Uhr – Petite Five

18:00 Uhr – Hardbeat Five

Sonntag

12:30 Uhr – Larry Schuba

16:15 Uhr – Zig-Zag

Bühne Dischinger Brücke

Freitag

15:00 Uhr – DJ Lutz

18:00 Uhr – Country Joe

Samstag

11:00 Uhr – DJ Klausi

15:00 Uhr – Twango Guitars

18:00 Uhr – DJ Klausi

19:00 Uhr – Redneck

Sonntag

11:00 Uhr – DJ Klausi

12:00 Uhr – The Mountaineers

15:00 Uhr – DJ Klausi

16:00 Uhr – Country Pur

 

Patrick Rein

 

Spandaus Straßenkünstlerwettbewerb – Was Kunst Du?

Fünf vor zwölf ging es los …

Laccasax, drei virtuose klassische Instrumentalisten (Foto: Ralf Salecker)

Laccasax, drei virtuose klassische Instrumentalisten (Foto: Ralf Salecker)

Gemütlich trudelten die Spandauern gegen Mittag nichts ahnend in der Altstadt ein, als sie Fanfarenklänge sie aus ihrem Trott rissen. Naja, nicht ganz. Ein Bläserquartett gab das musikalische Startsignal vom Balkon der Stadtbibliothek. Vertreter der Wettbewerbsausrichter von MittendrIn Berlin! ließen es sich nicht nehmen, gemeinsam mit den Veranstaltern des Straßenkünstlerwettbewerbs „Was Kunst Du?“ einen Teil der gelben Altstadtmeile abzuschreiten.

Entlang der gelben Meile verführen gelb umrahmte Schaufenster zu einem neugierigen Blick. Schaufensterkunst ist angesagt. Spandauer Künstler präsentieren sich in den Auslagen. Manche Geschäfte präsentierten die Kunstobjekte in vorbildlicher Weise – der Kunst wird ein ansprechender Raum gewährt. Besonders hervorzuheben ist das große Eckschaufenster von Karstadt, in dem einerseits Werke von Schülern der Kunstbastion und zum anderen keramische Objekte von Dorothea Nerlich präsentiert werden. Fotografien, Gemälde, Panoramabilder, Skulpturen und perfekte Schaufensterdekoration zeigen noch bis in den September einen Ausschnitt aus dem künstlerischen Schaffen Spandaus. Eine Zusammenarbeit zwischen Geschäften und Künstlern, die hoffentlich Schule machen wird.

Straßenkünstlerwettbewerb in der Altstadt

Der eigentliche Höhepunkt des Tages war natürlich der Wettbewerb von Straßenkünstlern. Auf mehreren Bühnen in der Altstadt, vor Karstadt, am Marktplatz unter der Platane, an der Nikolai-Kirche, am Brunnen in der Havelstraße und auf der großen Bühne mitten auf dem Markt sorgten Musiker unterschiedlichster Stilrichtungen für eine bunte Unterhaltung. Zuschauer, Zuhörer und eine Jury bewerteten die Darbietungen. Der Organisator des Wettbewerbs, Marcel Krüßmann, besser bekannt als „Icke“, begeisterte das Publikum auf der Bühne am Markt, wo Liegestühle und mehr zu einem gemütlichen Verweilen einluden. Die drei besten Musiker traten am Schluss auf der Freilichtbühne zu einem kostenlosen Konzert an, wo sie mit dem musikalischen „Wanderpokal“, dem Grammelphon in Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet wurden. Gefertigt hat den ansehnlichen Preis Peter Seeger von den Inselspinnen.

Manch Spandauer reagierte sehr verwundert. Nicht jeder wusste von der seit langem breit angekündigten Auftaktveranstaltung zur Spandauer Altstadtmeile und staunte über das vielseitige musikalische Programm. Wer nicht dabei war, hat wirklich etwas verpasst!

Mitglieder der Privat-Theater-Gesellschaft Elektra, boten eine musikalische Zeitreise mit Berliner Gassenhauern. Laccasax, drei virtuose klassische Instrumentalisten, lieferten eine Melange aus Tango, Jazz, Klezmer und vielem mehr. Das Carmen Zapata Duo brachte lateinamerikanisches Flair in die betuliche Altstadt, ähnlich, das Trio Palmera, dessen Musik einen frischen tropischen Cocktail aus Salsa, Merengue, oder Rumba u. a. mit bekannten Stücken von den Altmeistern des Buena Vista Social Clubs lieferte.

In eine völlig andere musikalische Welt entführte die burundische Trommelgruppe Ingoma, die schon bei der Startveranstaltung des Kulturladens in der Altstadt begeisterte. Afrikanisches Lebensgefühl pur riss die Zuhörer mit. Der Rock ’n‘ Roll Preacher, Vrank-Michael Goedel, machte seinem Namen mit einem Mix aus Rock ’n‘ Roll und Gospel alle Ehre. Er stand am Schluss auch auf der Freilichtbühne.

Jens Ege, mit Szabó & Co, bot im Kontrast dazu deutsche und französische Chansons. Earl‘ Eve, eine der Musikgruppen des Vereins Klang-Holz e. V. auf der Zitadelle Spandau unterhielt mit deutschen Volksliedern, Rock-Balladen aus Ost und West, englischen und irischen Lovesongs.

Mit Sonne und Musik fand dieser Samstag viel zu schnell sein Ende. Wer weiß, möglicherweise findet der Straßenmusikerwettbewerb im nächsten Jahr seine Fortsetzung.

 

Ralf Salecker

 

P.S.

Spandaus größter Fotowettbewerb, der Foto-Kunst-Lauf, bei dem Preise im Gesamtwert von 4000 Euro zu gewinnen sind, läuft noch bis zum 19.6.2013!

Kellerkinder, eine Ausstellung in der Spandauer Altstadt

Facetten der Kindheit im Gewölbekeller

Kellerkinder im Gewölbekeller (Foto: Ralf Salecker)

Kellerkinder im Gewölbekeller (Foto: Ralf Salecker)

Kennen Sie ein paar spannende Keller in der Spandauer Altstadt? Es gibt einen Keller, der nur wenige Male im Jahr seine Pforten öffnet. Nur noch kurze Zeit beschäftigt sich eine Ausstellung mit dem Thema Kindheit. Ganz bewusst wurde ein Keller als essentieller Teil dieser Ausstellung thematisiert. Seit nunmehr drei Jahren sucht sich Nadya Dittmar Themen, die zum historischen Gewölbekeller passen. Wieder einmal ist es ihr gelungen, die unterirdischen Räume nicht einfach nur zu füllen. Jedes Ausstellungsobjekt spiegelt den Ort, den Raum wieder, in dem es sich befindet. „In der Ausstellung „Kellerkinder“ werden Themen der Kindheit künstlerisch reflektiert: Spiel, Lernen, Wachsen, Schutz und Geborgenheit aber auch Mangel, Anpassung, Missbrauch. “

Kulturstadtrat Gerhard Hanke und Kunstamtsleiterin Andrea Theissen hatten diese Ausstellung vor kurzem eröffnet. 8 in Berlin lebende Künstler aus verschiedenen Ländern zeigen ihre Arbeiten und hauchen dem alten Gemäuer neues Leben ein. Beide hoffen, dass sich auch in Zukunft Kunst auf diese ungewöhnliche Art in Spandau präsentiert wird.

Reflektionen über die Kindheit

Früher einmal gehörte der Keller zu einem alten Patrizierhaus. Später wurde das Gebäude darüber als Prinz-Heinrich-Palais bekannt. Benannt nach dem Bruder Friedrichs des Großen. Den zweiten Weltkrieg hat das Gebäude nicht überstanden. Jetzt aber ruft ein Objekt der Ausstellung für manche die Erinnerung an Bombennächte im Keller zurück oder aber auch die Nachkriegszeit. Ein über eine Leiter begehbarer Kellerraum entpuppt sich als Zimmer mit laufendem Fernseher. Der Film „Wir Kellerkinder“, eine Gesellschaftssatire mit dem genialen Wolfgang Neuss, zeigte schon damals, welche Spannungen in einem Keller entstehen können, wenn dort Geschichten erzählt werden. Deutsche Filmverleiher boykottierten diesen Film erst einmal. Nadya Dittmar schuf diese Installation, deren Film gleichzeitig Namensgeber der Ausstellung wurde.

Ihre Künstler-Kollegin Madoka Chiba, mit der sie die Ausstellung gemeinsam konzipiert hat, verwandelte einen kleinen düsteren Kellerraum in ein Schlafzimmer. Ein schlichtes Bett in absoluter Finsternis. Nur ein Lichtstrahl, der durch ein Fenster dringt, projiziert „Schatten der Vergangenheit“ auf das Bett.

Licht dagegen wirkt direkt im Nachbarraum in der Installation Haut an Haut. Große Papierbahnen werden von Lichtern durchstrahlt und verwandeln den abweisenden Raum in ein warmes Nest.

Ganz bewusst verzichten die Künstler auf Erklärungen zu ihrer Kunst. Ein Titel allein soll genügen, um die Fantasie des Betrachters anzuregen. Bis zum 23. Juni ist noch Gelegenheit, dieses Ausstellung zu besuchen. Spandau hat mit diesem Gewölbe und den Ausstellungen von Nadya Dittmar ein echtes künstlerisches Kleinod bekommen. Hier wird Kunst präsentiert, die den Besucher auch ein wenig fordert.

 

Ralf Salecker

 

Projektraum Historischer Keller

  •     Carl-Schurz-Str. 49/51 (direkt hinter dem Torbogen)
  •     13597 Berlin
  •     Eröffnung am 23.5. 2013 um 19 Uhr
  •     Dauer bis zum 23.6. 2013
  •     Voraussichtliche Öffnungszeiten: Sa und So 14-18 Uhr
  •     sowie nach Vereinbarung: kontakt@projektraum-historischer-keller.de
  •     www.projektraum-historischer-keller.de
  •     oder 030/ 23180592

In der Altstadt auf dem „Strich“ gehen

Über 30 verschiedene Bühnenauftritte bei „Was Kunst Du?“ – und die Altstadt wird immer gelber.

Das Gesamtprojekt Spandauer Altstadtmeile weckt schon jetzt das Interesse von Bürgerinnen und Bürgern, denn viele fragen sich: Was hat es mit dem gelben Strich quer durch die Altstadt auf sich? Beim Ordnungsamt sind sogar schon Beschwerden eingegangen. Dabei gehört die Linie zur Spandauer Kulturmeile – leitet sie sogar. Den offiziellen Beginn macht jedoch ein großer Straßenkünstlerwettbewerb.

Selbst die Bäume wurden gelb ummantelt. Dabei Gabriele Fliegel und Stadtrat Carsten Röding.

Selbst die Bäume wurden gelb ummantelt. Dabei Gabriele Fliegel und Stadtrat Carsten Röding.

Spandauer Altstadtmeile

Am Reformationsplatz in der Altstadt Spandau konnten sich die Anwesenden am Mittwochvormittag bereits einen ersten Eindruck vom Projekt „Spandauer Altstadtmeile 2013“ verschaffen. In unmittelbarer Nachbarschaft der evangelischen Kirche St. Nikolai stellten für die Organisatoren der Altstadtmeile Gabriele Fliegel, Vorsitzende der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V., und Sven-Uwe Dettmann, Geschäftsführer der Partner für Spandau GmbH, insbesondere die Auftaktveranstaltung vom 8. Juni vor. Anwesend war ebenfalls Helmut Kleebank, Bezirksbürgermeister, und Carsten Röding, Stadtrat für Bauen, Planen, Umweltschutz und Wirtschaftsförderung.

Es gibt viel zu entdecken dieses Jahr in der Altstadt. Den Auftakt macht am 8. Juni "Was Kunst Du?"

Es gibt viel zu entdecken dieses Jahr in der Altstadt. Den Auftakt macht am 8. Juni „Was Kunst Du?“

Ein Mal durch die Altstadt

Entlang der von A wie Arcaden bis Z wie Zitadelle sonnengelb aufgetragenen „Spandauer Altstadtmeile“ – der gelben Linie – werden an den verschiedensten Veranstaltungsorten im Spandauer Altstadtsommer 2013 abwechslungsreiche künstlerische Events geboten. Künstlerisch gestaltete Schaufenster rahmen – ebenfalls in gelb – unter dem Motto „Kunst verbindet“ von Juni bis September drei zusätzliche Großveranstaltungen und mehrere permanente Projekte ein.

Ein gelber Strich führt quer durch die Altstadt.

Ein gelber Strich führt quer durch die Altstadt. Fotos (3): Patrick Rein

Vielfältiges Angebot

Zum Auftakt am Samstag, 8. Juni gibt es nicht nur die Vernissagen in den Schaufenstern. Ab 11 Uhr wird auf sieben verschiedenen Bühnen und an vielen anderen Punkten der Spandauer Altstadt die Frage „Was Kunst Du?“ gestellt. Über ein  Dutzend fest gebuchter Ensembles und rund 20 zusätzlich eingeladene Straßenmusiker geben bis zum Abend die Antwort darauf, indem sie zeigen, wie vielfältig Kunst auf historischen Straßen und Plätzen dargeboten werden kann. An der St.-Nikolai-Kirche treten beispielsweise um 12.40, 13.40 und 14.40 Uhr die Musiker von „Laccasax“ auf. In der Besetzung Kontrabass, Akkordeon und Saxophon spielen sie Weltkammermusik – eine spannende Mixtur aus Klezmer, Jazz, Klassik und vielem mehr. Aber auch zeitgemäße (Ur-)Berliner Musik findet hier ihr zuhause – zum  Beispiel bei „Icke & Band“ und deren akustischem Chillrock auf der Bühne am Marktplatz ab 12 Uhr.

Zum Finale der Veranstaltung werden ab 19 Uhr in der Freilichtbühne an der Zitadelle Spandau die Gewinner des Straßenmusikwettbewerbs prämiert. Und auch für den Abend gilt: Umsonst und Draußen!

Weitere Informationen und alle Programmpunkte auf den Seiten „Altstadtsommer-Mittendrin“ unter www.spandauer-altstadtmeile.de.

Patrick Rein

Wiederbelebung der Altstadtplenen zur Aufwertung der Altstadt

Gemeinsam an einem Strang ziehen

Susanne Babst (Grafikerin) und Sven-Uwe Dettmann (Partner für Spandau) (Foto: Ralf Salecker)

Susanne Babst (Grafikerin) und Sven-Uwe Dettmann (Partner für Spandau) (Foto: Ralf Salecker)

Altstadtmanagement Spandau und das bezirkliche Wirtschaftsförderung luden zur Auftaktveranstaltung für eine neue Reihe von Altstadtplenen. In den Plenen soll ein Problembezogener Austausch unterschiedlicher Akteure im Bereich der Spandauer Altstadt stattfinden. Im Vordergrund steht dabei ein konkreter lösungsorientierter Ansatz. Mit der „Spandauer Altstadtmeile – Kunst verbindet“ und den dazu gehörenden drei Aktionstagen „Was Kunst Du?“ mit dem Straßenkünstlerwettbewerb am 8.6., „Hinz und Kunst“ und „Kunst Du Leuchten“, sowie dem Fotowettbewerb, der noch bis zum 19.6. läuft, ist ein mehr als beachtliches Ergebnis in den früheren Altstadtplenen erzielt worden.

Der Gewinn des berlinweiten Wettbewerbs „MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative“ ist eine gute Motivation für die Fortsetzung des erfolgreichen Konzeptes der Altstadtplenen. Da nicht alle Beteiligten regelmäßig an den Veranstaltungen teilnehmen können, wird ein „Ideenpool“ auf der Seite des Altstadtmanagements eingerichtet. So kann sich jeder per E-Mail an der Ideenfindung beteiligen.

Dazu Kerstin Schmiedeknecht vom Altstadtmanagement:

„Die Aufwertung der Spandauer Altstadt zu einem attraktiven und modernen Stadtzentrum ist ein Prozess, der einen „langen Atem“ und viel Unterstützung braucht. Vor allem aber kommt es darauf an, dass alle „an einem Strang ziehen“. Deshalb wollen wir die bewährten Altstadtplenen aus dem Jahr 2011 wieder reaktivieren; diese jedoch sowohl inhaltlich als auch organisatorisch „straffen“. Ziel der neuen Altstadtplenen soll es sein, neue Perspektiven für die Altstadt aufzuzeichnen und auf breiter Ebene zu diskutieren. Aber auch neue Projektideen sollen hier entwickelt werden. Die Ergebnisse der Altstadtplenen sollen als Handlungsempfehlungen für die Akteure vor Ort und die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung dienen.“

Drei Arbeitsgruppen wird es geben

In einer Leitbildentwicklung soll das Ziel einer anzustrebenden Entwicklung bestimmt werden. Spandau muss ein unverwechselbares Profil entwickeln. Die Altstadt soll ein Ort werden, an dem man etwas Besonderes erleben kann. Junge Menschen müssen für sie begeistert werden, wozu ein gesunder Branchenmix sicherlich beitragen kann, der zusätzlich einen hohen Qualitätsstandard aufweisen soll.

Dazu ist eine weitergehende Standortentwicklung notwendig, die lohnenswerte Angebote für bestimmte Zielgruppen schafft. Gemeinsamen Veranstaltungen schaffen dabei Synergieeffekte und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Dazu gehören auch „Spandau-Tage“ an anderen Orten, um für Spandau zu werben.

In der Gestaltung des öffentlichen Raums soll sich das Leitbild widerspiegeln. Dazu ist eine Gestaltung notwendig, die den Bedürfnissen der Besucher entspricht. Ein Leitsystem soll sie auf die interessantesten Orte, wie z. das neuzugestaltende Lindenufer, aufmerksam machen.

All diese Ziele sind nicht über Nacht zu erreichen. Ohne eine konstruktive Beteiligung der Geschäftsleute und Vermieter vor Ort dürfte es sehr schwierig werden. Die Altstadtmeile könnte ein Signal dafür sein, was möglich ist, wenn man an einem Strang zieht.

 

Ralf Salecker

In Spandau wird gestrickt

Die Altstadt einfach mal ungestalten

Andrea Laug freut sich über die Stricksachen / Foto: Bukowski

Andrea Laug freut sich über die Stricksachen / Foto: Bukowski

Im April 2013 hat die Evangelische Kirche Spandau zum Stricken aufgerufen um mit den selbstgestrickten Kreationen anschließend den Marktplatz „neu einzukleiden“. Es sollen Poller, Laternen, Bäume u.v.m. mit der Strickware geschmückt werden. Der Aufruf war bislang sehr erfolgreich und es wurden schon zahlreiche Schals und andere Strickereien abgegeben. Höhenpunkt der Strick-Aktion ist Samstag, der 01.06.2013. An diesem Tag sollen Marktplatz und Altstadt sich im bunten Strickkleid zeigen. Wir sind gespannt!

Wer Lust hat sich noch an der Aktion zu beteiligen, der kann sich im Kirchenkreisbüro (Jüdenstraße 37) Wolle abholen und los stricken. Größe, Format, Farbe – spielt alles keine Rolle.

KinderKunstFest auf dem Spandauer Marktplatz

Zur diesjährigen Eröffnung der Spandauer Spielplatztage laden Bezirksamt und die Partner für Spandau GmbH erstmalig zu einem KinderKunstFest auf den Spandauer Marktplatz ein.

Am kommenden Samstag, den 11. Mai, von 11 bis 15 Uhr kann man sich an Trommeldarbietung und Buchvorstellung, Kindertanz und Musical bei freiem Eintritt erfreuen. Alle Mitmach-Stationen – darunter eine große Malwand, Baumröhren, Riesenrutsche, Malwettbewerb mit stündlicher Preisverleihung, Kinderschminken und das KIMBA Mobil der Berliner Tafel – stehen kostenlos zur Verfügung. Unter fachlicher Anleitung eines Schlagzeugers können Kinder zum Thema „Was macht Sound?“ aus Alltagsgegenständen eigene Rhythmusinstrumente herstellen und ausprobieren.

Spielplatzpaten, Sponsoren und Initiatoren bei der Präsentation der diesjährigen Spandauer Spielplatztage.

Spielplatzpaten, Sponsoren und Initiatoren bei der Präsentation der diesjährigen Spandauer Spielplatztage.

Auftaktveranstaltung Spielplatztage

Und wer mindestens drei der acht verschiedenen Stationen besucht, kann sich im Anschluss einen vitaminreichen Baustein vom essbaren Bild „100 Jahre Rathaus Spandau“ nehmen. Das KinderKunstfest bildet zugleich den Auftakt der diesjährigen Spielplatztage mit insgesamt 20 Veranstaltungen vom 11. Mai bis 6. Juni 2013. Baustadtrat Carsten Röding: „Durch die Unterstützung von ehrenamtlichen Spielplatzpaten und Sponsoren ist es wieder gelungen, auf diesmal 20 Spandauer Spielplätzen kleine Spielplatzfeste durchzuführen.“

Der Spandauer Marktplatz wird am Samstag Austragungsort des erstmalig stattfindenden KinderKunstFestes.

Der Spandauer Marktplatz wird am Samstag Austragungsort des erstmalig stattfindenden KinderKunstFestes. Fotos (2): Patrick Rein

Verbessern und sanieren

Im Projekt „Raum für Kinderträume“ schafft das Bezirksamt gemeinsam mit seinen Partnern saubere, sichere und attraktive Spielplätze. So wird die Errichtung neuer und die Sanierung vorhandener Anlagen unterstützt und die Spielflächen somit dauerhaft verbessert. Das berlinweit einmalige Projekt wurde vom Spandauer Bezirksamt ins Leben gerufen und durch die Abteilung Bauen, Planen, Umweltschutz und Wirtschaftsförderung des Bezirksamtes aktiv gefördert. Röding führt weiter aus: „Neben viel Spaß für Kinder und Eltern wollen wir mit den Spielplatztagen, die Teil unseres Projektes „Raum für Kinderträume“ sind, die Aufmerksamkeit und das Engagement für sichere, saubere und attraktive Spielplätze stärken.“

Zum Programm.

Patrick Rein

Spielend lernen in der Altstadt

Kling-Klang-Scheibe an neuem Standort

Projekt "Raum für Kinderträume"

Projekt „Raum für Kinderträume“

Im Rahmen des Projekts „Raum für Kinder- träume“ wurden im Jahr 2009 vier Geschicklich- keitsspiele in der Spandauer Altstadt installiert. Diese bilden den Anfang eine Geschicklich- keitspacours der sich durch die Spandauer Fußgängerzone zieht.

Leider kam es an der Kling-Klang-Scheibe (Carl-Schurz-Straße 43) zu einem Verkehrs- unfall, infolgedessen diese nun abgebaut wurde. Doch kein Grund zur Sorge, die Kling-Klang-Scheibe hat einen neuen Platz gefunden. Sie wurde vor der Wallanlage am Beginn der Carl-Schurz-Straße neben dem Mühlengraben neu aufgestellt.

Bezirksstadtrat Carsten Röding über „Raum für Kinderträume“:

„Das berlinweit einmalige Projekt „Raum für Kinderträume“ freut sich über weitere Unterstützer, die diesem guten Beispiel folgen wollen und für ein neues Lern-Spiel-Gerät in der Spandauer Altstadt spenden möchten. Bitte wenden Sie sich hierfür an: info@raum-fuer-kindertraeume.de .“

Altstadtmanagement Spandau

Gemeinsam Zukunft gestalten

Das Team vom Altstadtmanagement Spandau (Foto: Ralf Salecker)

Das Team vom Altstadtmanagement Spandau (Foto: Ralf Salecker)

Das Altstadtmanagement Spandau stellte sich am Montag im Bürgersaal der Öffentlichkeit vor. Den meisten Geschäftsleuten in der Altstadt war die noch recht junge Institution in Spandau spätestens durch die persönliche Einladung zu dieser Informationsveranstaltung bekannt. Der Bürgersaal war insgesamt recht gut gefüllt, ein Zeichen für das große Interesse. Trotzdem hätten es durchaus mehr Geschäftsleute sein können.

Die großen Ziele der Zukunft

In den nächsten zwei Jahren hat das Altstadtmanagement ein paar nur schwer zu bewältigende Aufgaben vor sich. „Aktivierung und Vernetzung der lokalen Akteure zur Förderung des gemeinsamen Handelns“ hört sich erst einmal sinnvoll und wichtig an. Schaut man sich die „üblichen Aktiven“ an, die sich kontinuierlich konstruktive Gedanken um die Altstadt machen, dann ist der Kreis der Akteure eher überschaubar. Frust, Desinteresse, schlechte Erfahrungen, wenig Zeit …, die Liste der Gründe, sich nicht zu beteiligen, ließe sich fast endlos fortsetzen.

Ein erster erfolgreicher Schritt scheint mit der Spandauer Altstadtmeile und dem Fotowettbewerb gemacht. Das gemeinsam erarbeitete Konzept „Kunst verbindet“ war so erfolgreich, dass es zu den Gewinnern von Mittendrin! Berlin gehörte. Ein enormer Motivationsschub und der Beweis dafür, dass es gelingen kann, gemeinsam an einem Strang zu ziehen – für eine „bessere“ Altstadt. Trotzdem sind die Zweifler noch immer in der Mehrheit.

Hausbesitzer und Geschäftsleute in der Altstadt müssen ihrer Verantwortung für die Altstadt gerecht werden. Zu hohe Mieten erschweren die Ansiedlung eines gesunden Branchenmix. Die Altstadt braucht keine weiteren Billig-Friseure, Nagelstudios, 1-Euro-Läden, Handy-Shops usw., Qualität und ein bedarfsgerechte Angebote sind das Ziel.

Es gilt ein klares erkennbares Profil der Altstadt zu entwickeln, um sie erfolgreicher vermarkten zu können. Dieses Ziel muss gemeinsam erarbeitet werden. Es müssen Gründe geschaffen werden, damit alte und neue Kunden gerne und bewusst in die Altstadt kommen. Die Gestaltung des äußeren Raumes gehört ebenso dazu, wie die inhaltlichen Angebote. Dazu ist eine positive Abgrenzung von anderen Geschäftsstraßen unerlässlich. Das Besondere und einzigartige muss herausgearbeitet und auch entsprechend „verkauft“ werden.

Über politische Grenzen hinweg

Das Team des Altstadtmanagements freut sich über eine Unterstützung, die über Parteigrenzen hinweg funktioniert. Nur wenn alle (Politik, Wirtschaft und Kreative) gemeinsam, an einem Strang ziehen, ist eine positive Entwicklung der Altstadt möglich – eine Erkenntnis, die von den meisten uneingeschränkt geteilt wird. Jetzt muss sie nur mit Leben erfüllt werden.

Im Rahmen von Altstadt-Plenen, Info-Veranstaltungen und Workshops sollen alle Akteure gemeinsam neue Konzepte entwickeln und Fördermittel zur Sicherung von notwendigen Investitionen akquirieren, die nicht aus dem Bezirkshaushalt getätigt werden können.

 

Ralf Salecker