RSSAlle Einträge markiert mit: "Arbeit"

Elternehrung 2013

Auf der Zitadelle Spandau wird dem Ehrenamt gedankt

Elternehrung 2013 - Urkunde für aktive Eltern

Elternehrung 2013 – Urkunde für aktive Eltern

Morgen findet im Gotischen Saal die Elternehrung 2013 statt. Bei diesem Festakt wird die ehrenamtliche Arbeit in den Spandauer Schulen gewürdigt. Mehr als 100 von den Spandauer Schulen benannten Eltern werden an diesem Tag stellvertretend für alle Aktiven eine Urkunde erhalten. Das Programm wird von Beiträgen verschiedener Schülergruppen und einem kleinen Empfang abgerundet.

Bewerben und Finanzspritze kassieren

Fördermittel aus Europäischen Sozialfonds stehen bereit

Konsum - GeldInitiativen und Ideengeber aus Spandau haben die Möglichkeit sich im Zeitraum vom 02.05.2013 bis 23.06.2013 um finanzielle Unterstützung zu bewerben.

Das Ganze findet im Rahmen des Bündnis- programms „Lokales Soziales Kapital (LSK)“ statt und bezieht sich auf das Förderjahr 2013/14. Die Förderung gilt Kleinstprojekten, die den sozialen Zusammenhalt stärken und auf lokaler Ebene neue Beschäftigungschancen ermöglichen.

Alle Förderanträge inkl. Projektvorschlag und Finanzierungsplan können bis einschließlich 23.06.2013 vollständig und unterschrieben beim Bezirklichen Bündnis für Wirtschaft und Arbeit (BBWA) eingereicht werden – Anschrift siehe unten.

Bezirksamt Spandau
Geschäftsstelle BBWA
Carl-Schurz-Straße 2/6
13597 Spandau

Mehr Informationen zum Programm finden Sie hier. Bei Fragen zur Antragstellung, zum Programm LSK oder zum weiteren Verfahren wenden Sie sich gerne telefonisch an die (030) 90 279 – 3349 oder per Mail an: bbwa@ba-spandau.berlin.de

Politik erleben

Jugendliche sollen Einblick in BVV-Arbeit bekommen

Das Parteibüro der Spandauer Piratenpartei

Das Parteibüro der Spandauer Piratenpartei

Der von den Piraten gestellte Antrag zum Thema „Schulen an die Bezirkspolitik heranführen“ wurde in der Januar-BVV einstimmig ange- nommen. Nun geht es daran das Konzept auszuarbeiten und zu optimieren.

Emilio Paolini (Fraktions- vorsitzender) hierzu:

„Uns ist es wichtig, dass Spandauer Schüler wissen, was wir in der Bezirksverordnetenversammlung eigentlich machen, was wir entscheiden und worauf wir Einfluss haben. Das Bezirksamt soll dazu eine engere Kooperation mit den Schulen auf den Weg bringen. Wir wollen unsere Arbeit verständlich und transparent darstellen. […] Ich finde wichtig, dass wir den jungen Menschen in Spandau Einblick in die Kommunal- politik geben und dafür werben. Und wer weiß, ob sich nicht der Eine oder Andere für Bezirkspolitik begeistern kann und in ein paar Jahren selbst Mitglied der BVV ist. Vielleicht motiviert das ja auch einige Jugendliche, sich in dem für Spandau angedachten Jugendparlament zu engagieren, welches wir ausdrücklich unterstützen.“

Lebensqualität für alle – einfach teilhaben

2. Schwerbehinderten-Tag in Spandau

jobcenter Berlin-Spandau

jobcenter Berlin-Spandau

Am kommenden Mittwoch, den 24. Oktober 2012 lädt das Jobcenter Spandau zum 2. Schwerbehinderten-Tag ins Rathaus Spandau ein. Die Möglichkeiten für behinderte Menschen sich in der Arbeitswelt zu integrieren und die Berührungsängste vieler Unternehmen sind der Anlass für diese Informationsveranstaltung. Im Rahmen dieser sollen Fragen geklärt werden und viele Möglichkeiten und Leistungen vor- gestellt werden. Vor Ort werden Vertreter des Jobcenters Spandau und des Integrationsfach- dienstes West sein. Ebenso der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Spandau, Ansprechpartner für berufliche Rehabilitation des Reha-Teams der Agentur für Arbeit Berlin Nord und dem Integrationsamt.

Organisator der Veranstaltung „Lebensqualität für alle – einfach teilhaben“ ist das Jobcenter Berlin Spandau, das alle auf schwerbehinderten Menschen auf der Arbeitssuche kompetent berät und betreut. Der Behindertenbeirat Spandau und der Behindertenbeauftragte Herr Laufmann sind zudem Kooperationspartner.

Gut zu wissen,

  • Wann? 24.10.2012, von 9.00 bis 14.00 Uhr
  • Wo? Bürgersaal, Rathaus Spandau, 2. OG (behindertengerechter Zugang)
  • Für wen? Menschen mit Behinderung, Arebeitgeber, alle Interessenten

Auf dem aktuellen Stand

Bezirksbürgermeister Kleebank im Jobcenter Spandau

Helmut Kleebank

Helmut Kleebank

Am 13.09.2012 wird Bezirkusbürgermeister Helmut Kleebank einen Tag lang das Jobcenter Spandau besuchen und sich über die Arbeit der Einrichtung informieren. Als Vorsitzender der Trägerversammlung in Spandau sind die Themen im Jobcenter wichtig für seine Arbeit und Aufgaben. DerTrägerversammlung Spandau gehören Vertreter der kommunalen Ebene an, die in sich in Zusammenarbeit mit der Bundes- agentur für Arbeit mit den Aufgaben und Leistungen des Jobcenters befassen und sich möglichen Problematiken auf dieser Ebene annehmen. Auf seinem Einsatz im Jobcenter wird der Bezirksbürger- meister bei Neuantragstellungen,  an Erstgesprächen sowie an Vermittlungsgesprächen teilnehmen. Ebenso ist ein Gespräch mit Fallmanagern vor Ort geplant.

Kleebank zu seiner Hospitanz im Jobcenter:

„Ich freue mich, dass ich mich über die Tätigkeiten im Jobcenter informieren kann und praktisch den Arbeitsalltag kennenlernen werde. Als Vorsitzender der Trägerversammlung ist es notwendig ein genaues Bild über die Arbeitsabläufe zu erhalten und über die Arbeitsumstände Bescheid zu wissen, um ggf. auch Verbesserungspotentiale erkennen zu können. Dies halte ich für unerlässlich, um vor allem auch die Wünsche und Bedürfnisse der Spandauer Jobsuchenden kennen zu lernen.“

Jugendberatungshaus Spandau feiert zweites Jubiläum

Ein guter Anlass zu einem Gespräch

Zweites Jubiläum des Jugendberatungshauses in SpandauMittwoch den 13. Juni 2012 lädt das Jugendberatungshaus Spandau zu seinem zweijährigen Jubiläum ein. Seit nun schon zwei Jahren helfen die Mitarbeiter der Beratungsstelle, Jungendliche und junge Erwachsene zu integrieren und einen Platz auf dem Arbeitsmarkt einzunehmen. Ungefähr 5000 junge Menschen haben sich während dieser zwei Jahre durch die 17 Beratungsangebote weiterhelfen lassen.

Doch wird dieses Jubiläum nicht auf traditioneller Art gefeiert, sondern als weitere Möglichkeit genutzt sich mit dem Thema Integration undJugendberatung auseinanderzusetzen. Nach einer Ansprache von Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank und Bezirksstadtrat Gerhard Hanke um 14 Uhr werden die Teilnehmer dazu angeregt, ins Gespräch über folgendes Thema zu kommen:

„Perspektiven junger Menschen in Spandau“

Ein immer größer werdender Anteil an ärmeren Bevölkerungsschichten siedelt von der Innenstadt nach Spandau, angezogen von den vergleichsweise niedrigen Mietpreisen. Es stellt sich daher die Frage, ob Spandau auf diesen Zuzug vorbereitet ist. Außerdem wird sich die Diskussion auch um die Frage drehen, wie man Menschen mit manchmal sogar multiplen Benachteiligungen persönliche und berufliche Zukunftsperspektiven verschafft. Das Gespräch wird bis 17 Uhr weitergeführt. Ein Imbiss ist für die Teilnehmer auch vorgesehen.

Jugendberatungshaus Spandau
Hasenmark 21
13585 Berlin
www.jugendberatungshaus-spandau.de

Spandau: Faire Löhne, gute Arbeit, soziale Sicherheit

Eine Diskussion im Kulturhaus

Christian Hoßbach, Hubertus Heil, Sven Schulz, Burgunde Grosse, und Helmut Kleebank

Christian Hoßbach, Hubertus Heil, Sven Schulz, Burgunde Grosse, und Helmut Kleebank

Unter dem Slogan „Faire Löhne. Gute Arbeit. Soziale Sicherheit“ rief die SPD in Spandau zu einer Diskussionsveranstaltung. Diskussionssteilnehmer waren Christian Hoßbach, der stellvertretende  Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Hubertus Heil, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Sven Schulz, zuständig für den Wahlkreis Berlin-Spandau, stellvertretender Sprecher der SPD Arbeitsgruppe Bildung und Forschung, Burgunde Grosse, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Helmut Kleebank, Bürgermeisterkandidat in Spandau.

Rund 70 Zuhörer waren in das Kulturhaus Spandau gekommen, angelockt von der plakativen Überschrift der Diskussionsveranstaltung. Der Saal war bis zum letzten Platz gefüllt.

Vor dem Beginn der am Schluss sehr kurzen Diskussion referierten die Podiumsgäste über ihren Standpunkt zur aktuellen Arbeitsmarktsituation, die wie folgt zusammengefasst werden kann:

Gerade erst wurden wieder aktuelle Arbeitsmarktdaten veröffentlicht. Auf den ersten Blick scheint alles gut zu sein. Die Zahl der Arbeitslosen ist mit knapp unter 3 Millionen, so niedrig, wie schon seit 1992 nicht mehr. Real sind es etwa 4 Millionen Arbeitslose, wenn man durch private Arbeitsvermittler betreute Menschen und solche in 1-Eurojobs oder usw. hinzuzählt. Darum sind gerade Einsparungen in der Arbeitsmarktförderung, wie Gründungshilfen und Qualifizierungsangeboten wenig hilfreich.

Helmut Kleebank

Helmut Kleebank

Nach Angaben der Agentur für Arbeit entstanden innerhalb des letzten Jahres 457.000 sozialversicherte Vollzeit- und 239.000 sozialversicherte Teilzeitstellen. Bei den Leiharbeitern gab es eine Zunahme um rund 200.000. Jeder vierte Arbeitnehmer ist entweder Teilzeitbeschäftiger, geringfügig Beschäftigter oder sogar Leiharbeiter. Rund 1,4 Millionen Menschen erhalten ergänzendes Hartz-IV, weil sie von ihrer Arbeit nicht leben können. Aufstocker sind meisten solche, die weniger als 35 Stunden in der Woche arbeiten. Die Hälfte davon sind Minijobber, ein Viertel Teilzeitbeschäftigte und ein weiteres Viertel Vollzeitbeschäftigte. Etwa ein Viertel, also 11 Milliarden Euro, der Hartz-IV-Leistungen werden dafür ausgegeben.

Das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos hatte vor kurzem festgestellt, dass gerade bei Teilzeitbeschäftigten ein klarer Trend zu Niedriglöhnen erkennbar ist. Mehr als die Hälfte aller geringfügig Beschäftigen verdienen weniger als 8,50 Euro. Sehr junge Menschen, Frauen und alte Menschen sind überproportional von Niedriglöhnen betroffen.

Selbstkritisch gestand Hubertus Heil Fehler in der Agenda 2010 ein, „auch wenn nicht alles Falsch daran ist“. Die SPD-Forderung nach bundesweiten Mindestlöhnen, würden nach seiner Ansicht dem Staat Milliarden an Steuergeldern bescheren. Generell sei ein Lohn zu zahlen, von ein Arbeitnehmer auch leben kann. Es gehe nicht an, dass der Staat Lohndumping subventioniere. Gegen prekäre Arbeitsverhältnisse, also den Niedriglohnsektor, müsse unbedingt etwas unternommen werden.

Insgesamt herrschte die Erkenntnis vor, das es keine Patentrezepte zur Lösung der Probleme am Arbeitsmarkt ist. „Aktive Arbeitsmarktpolitik schafft noch keine Arbeitsplätze“, so Hubertus Heil. Sie kann aber gute Bedingungen dafür schaffen. Auch die SPD müsse erst Konzepte entwickeln und dann Politik machen. Vor allem muss sie sich in offener Diskussion ihrer Basis stellen. Um prekäre Arbeitsverhältnisse zu minimieren, ist eine entsprechende Gesetzesinitiative notwendig.

Christian Hoßbach, vom DGB, musste eingestehen, den meisten Aussagen seines Vorredners zustimmen zu können. Er würde sich nur wünschen, dass diese Gemeinsamkeit auch bestehen bleibt, falls die SPD wieder in Regierungsverantwortung ist.

Burgunde Grosse betonte, „wir müssen in Arbeit investieren und nicht in Arbeitslosigkeit“. Die Qualität der Arbeit in den Jobcentern ist ihrer Meinung nach verbesserungswürdig.

Einzig Helmut Kleebank brachte die etwas bundespolitisch abgehobenen Standpunkte wieder auf ein greifbares Maß zurück, als er die täglich erlebte Realität seiner Spandauer Schüler beschrieb, deren Eltern von Niedriglöhnen und Hartz-IV betroffen sind.

Eine Frage aus dem Publikum zeugte von großer Verwunderung, über die vorgetragenen Standpunkte. Seiner Meinung nach entsprächen sie doch alten SPD-Vorstellungen, die in den letzten Jahren, nicht nur im Zuge der Agenda 2010, unter die Räder gekommen zu sein schienen, mit schmerzhaften Folgen für die SPD.

Ralf Salecker